Deadzone Rogue 2 im Playtest: Starke Builds, wenig Platz zum Atmen

    Deadzone Rogue 2 verlagert den Kampf gegen Monarch auf eine gefallene Erde. Der aktuelle Playtest zeigt einen überraschend starken Roguelite-Shooter mit flüssigen Kämpfen, abwechslungsreichen Gebieten und Builds, bei denen man schnell die Zeit vergisst. Nur bei der Gegnerkollision ist manchmal etwas weniger Nähe gefragt.

    Aus „nur kurz reinschauen“ wurden mehrere Runs

    Eigentlich wollte ich nur kurz in den Playtest von Deadzone Rogue 2 hineinschauen. Einige Runs später fällt mein erster Eindruck jedoch ziemlich eindeutig aus: Der Nachfolger macht selbst in dieser frühen Version schon verdammt viel Spaß.

    Seit dem 20. August können Spieler den Roguelite-Shooter von Prophecy Games kostenlos auf Steam ausprobieren. Der Test läuft noch bis zum 23. August um 20:00 Uhr deutscher Zeit und lässt sich sowohl allein als auch im Koop mit bis zu drei Personen spielen. Der erspielte Fortschritt wird anschließend nicht in die kommende Demo oder das vollständige Spiel übernommen.

    Die wichtigsten Informationen zum Playtest:

    • Plattform: PC über Steam
    • Zeitraum: 20. bis 23. August 2026
    • Ende: 23. August um 20:00 Uhr deutscher Zeit
    • Spielbar: Solo oder im Koop mit bis zu drei Personen
    • Fortschritt: Wird nach dem Playtest zurückgesetzt
    • Speicherplatz laut Steam: 10 GB
    • Umfang: Frühe Testversion, Balance, Progression und Inhalte sind noch nicht final

    Fünf Missionen, drei davon angespielt

    Während der erste Deadzone Rogue noch auf einem von biomechanischen Kreaturen überrannten Raumschiff spielte, verlagert der Nachfolger den Kampf auf die von Monarch kontrollierte Erde. Das sorgt nicht nur optisch für einen deutlichen Tapetenwechsel, sondern bringt auch mehr Abwechslung in die einzelnen Einsätze.

    In der Missionsauswahl des Playtests werden aktuell fünf Missionen angezeigt. Drei davon haben wir bislang ausprobiert. Die erste Zone führte uns durch insgesamt 30 Level, während die beiden weiteren gespielten Gebiete jeweils 20 Level umfassten. Damit besitzen die Runs bereits einen ordentlichen Umfang, ohne sich unnötig in die Länge zu ziehen.

    Besonders positiv fällt auf, dass die Missionen nicht lediglich dieselben Räume mit anderer Beleuchtung wiederholen. Die Gebiete unterscheiden sich sichtbar voneinander und werden von verschiedenen Gegnern bevölkert. Dadurch bringt jede Zone ihre eigene Atmosphäre und neue Kampfsituationen mit.

    Einfach wird es dabei nicht. Sobald mehrere Gegnertypen gemeinsam auftauchen, können selbst kleinere Räume schnell chaotisch werden. Positionierung, Bewegung und die Reihenfolge, in der Gegner ausgeschaltet werden, spielen eine wichtige Rolle. Wer den eigenen Rückweg aus den Augen verliert, findet sich schnell von Gegnern eingekesselt wieder.

    Flüssiges Kampfsystem, gnadenloser Gegnerdruck

    Die größte Stärke des Playtests ist das Kampfsystem. Bewegungen, Schüsse und Waffenwechsel greifen angenehm ineinander, Treffer besitzen ordentliches Feedback und auch in hektischen Situationen bleibt die Steuerung präzise. Der Shooter erzeugt schnell diesen typischen Roguelite-Sog: nur noch ein Raum, nur noch ein Upgrade, nur noch ein Versuch.

    Die Gegner lassen einem allerdings kaum Zeit zum Durchatmen. Sie bleiben selten auf Abstand, sondern rücken aggressiv nach und nehmen einem Stück für Stück den Bewegungsraum. Gerade in engeren Gebieten entsteht dadurch ein konstanter Druck, der die Kämpfe deutlich anspruchsvoller macht.

    Problematisch wird es beim Bodyblocking. Gerät man zwischen mehrere Gegner oder wird in eine Ecke gedrängt, kann es passieren, dass überhaupt keine Flucht mehr möglich ist. Ein zuvor gut laufender Run endet dann innerhalb weniger Sekunden, weil sich die eigene Figur schlicht nicht mehr bewegen kann.

    Hier darf Prophecy Games gerne deutlich nachbessern. Aggressive Gegner passen hervorragend zu einem schnellen Roguelite-Shooter. Wenn ihre Modelle jedoch sämtliche Fluchtwege blockieren, entsteht keine spannende Herausforderung, sondern unnötiger Frust.

    Elemente und Perks laden zum Experimentieren ein

    Zwischen den Kämpfen zeigt Deadzone Rogue 2, wo langfristig sein größtes Potenzial liegen könnte. Waffen, Perks, Augments, Elemente und verschiedene Gegenstände lassen sich zu Builds kombinieren, die einen Run spürbar verändern.

    Dabei geht es nicht nur um kleinere Verbesserungen bei Schaden oder Feuerrate. Je nach Auswahl entstehen Kombinationen rund um Frost, Feuer, Elektrizität, Gift und weitere Effekte. Die genauen Bezeichnungen variieren teilweise je nach Waffe und Verbesserung, ihre Auswirkungen sind im Kampf jedoch deutlich sichtbar.

    Eine Granate lässt sich beispielsweise in einen Kettenblitz verwandeln, der auf umstehende Gegner überspringt. Eine mit Frost verstärkte Maschinenpistole kann dagegen ganze Gruppen einfrieren und dadurch wertvolle Zeit verschaffen. Insgesamt sind mehr als 30 elementare Waffen geplant, die sich mit zahlreichen Perks und Augments kombinieren lassen.

    Genau solche Wechselwirkungen machen das Build-Crafting so befriedigend. Mit etwas Glück greifen mehrere Verbesserungen perfekt ineinander und aus einer anfangs unscheinbaren Waffe wird plötzlich das Herzstück des gesamten Runs. Gleichzeitig muss man regelmäßig entscheiden, ob man die bisherige Ausrichtung konsequent weiterverfolgt oder für einen besonders starken Fund doch noch einmal umplant.

    Nahkampf mit ordentlich Wucht

    Überraschend stark fühlt sich im aktuellen Build der Nahkampf an. Mit einer passenden Waffe und darauf abgestimmten Perks lassen sich viele Gegner sehr schnell ausschalten. Die Treffer besitzen ordentlich Wucht und vermitteln das angenehme Gefühl, Monarchs Maschinen nicht nur irgendwie abzuwehren, sondern regelrecht auseinanderzunehmen.

    Übermächtig wirkt Melee trotzdem nicht. Für den hohen Schaden muss man sich schließlich direkt in Gefahr begeben. Wer einen Angriff schlecht einschätzt oder von mehreren Gegnern umzingelt wird, bezahlt dafür schnell. Hier wird auch das erwähnte Bodyblocking besonders schmerzhaft.

    Hinzu kommt, dass sich nicht jeder Gegner und jeder Boss bequem aus nächster Nähe bekämpfen lässt. Nahkampf-Builds wirken deshalb mächtig, bringen aber ein entsprechend hohes Risiko mit. In dieser Form darf Melee gerne stark bleiben.

    Auch gescheiterte Runs bringen Fortschritt

    Neben den Verbesserungen innerhalb eines Durchlaufs besitzt Deadzone Rogue 2 eine überarbeitete Meta-Progression. Über sogenannte Imprints und Resonances lässt sich das eigene Loadout dauerhaft weiterentwickeln und stärker an den bevorzugten Spielstil anpassen.

    Das motiviert, nach einer Niederlage direkt einen weiteren Versuch zu starten. Selbst wenn ein Run früher endet als geplant, bleibt zumindest ein Teil des Fortschritts erhalten. Dadurch entsteht selten das Gefühl, die vergangenen Minuten vollständig verschwendet zu haben.

    Trotzdem nimmt die permanente Entwicklung den einzelnen Runs nicht ihre Bedeutung. Die Meta-Progression gibt lediglich eine Richtung vor. Welche Waffen, Perks und Elemente tatsächlich auftauchen, verlangt weiterhin spontane Entscheidungen. Genau diese Mischung aus langfristigem Ausbau und zufälligen Möglichkeiten funktioniert im Playtest bereits sehr gut.

    Drei Charaktere sind noch etwas wenig

    Deutlich überschaubarer fällt die aktuelle Charakterauswahl aus. Im Playtest stehen lediglich drei spielbare Figuren zur Verfügung. Für eine frühe Testversion ist das verständlich, auf Dauer wäre die Auswahl jedoch zu klein.

    Gerade weil die Fähigkeiten der Charaktere mit den zahlreichen Waffen, Elementen und Perks zusammenspielen, könnten zusätzliche Figuren den Wiederspielwert deutlich erhöhen. Prophecy Games hat für den Nachfolger bereits einen größeren Cast angekündigt. Wie viele Charaktere geplant sind und ob weitere davon schon in der kommenden Demo spielbar sein werden, ist noch offen.

    Hier hoffe ich auf mehr Auswahl und deutlich unterschiedliche Fähigkeiten. Zusätzliche Charaktere könnten bestimmte Elemente, Nahkampfwaffen oder andere Spielstile gezielt unterstützen und damit noch mehr Gründe liefern, neue Kombinationen auszuprobieren.

    Ein überraschend starkes Fundament

    Der Playtest von Deadzone Rogue 2 hinterlässt bei mir einen sehr positiven Eindruck. Das Kampfsystem fühlt sich flüssig an, die unterschiedlichen Gebiete sorgen für deutlich mehr Varianz und das Build-Crafting besitzt schon jetzt genügend Tiefe, um nach einem gescheiterten Versuch direkt den nächsten Run zu starten.

    Die entscheidende Frage ist deshalb weniger, ob das Grundprinzip funktioniert. Das tut es. Prophecy Games muss nun vor allem genügend Inhalte nachlegen und die bestehenden Systeme sauber ausbalancieren. Mehr Charaktere würden die verschiedenen Spielweisen besser zur Geltung bringen, während eine Lösung für das Bodyblocking viele frustrierende Tode verhindern könnte.

    Gelingt das, könnte Deadzone Rogue 2 mehr werden als lediglich eine größere Version seines Vorgängers. Der Playtest zeigt zumindest, dass der Wechsel auf die Erde und die neuen Möglichkeiten dem Roguelite-Shooter genau den zusätzlichen Spielraum geben, den ein richtiger Nachfolger braucht.

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    Jessi
    Hi, ich bin Jessi! Schon seit meiner Kindheit begleitet mich Gaming und für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als in die verschiedensten Welten einzutauchen und die verrücktesten Geschichten zu erleben. Ob Shooter, RPG, Roguelike oder Visual Novel: Vor mir ist kein Genre sicher.