VOIDJOY SkyLark S1 Pro im Test: Kompakter Controller mit TMR-Sticks und optischen Triggern

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    Gaming-Controller werden immer vielseitiger. Neben klassischen Gamepads mit ergonomischen Griffen gibt es inzwischen kompakte Modelle, die sich problemlos in einer Tasche verstauen lassen und trotzdem möglichst wenig bei der Ausstattung vermissen lassen sollen. Der VOIDJOY SkyLark S1 Pro verfolgt genau diesen Ansatz. Mit TMR-Sticks, optischen Triggern, einer 2,4-GHz-Verbindung und umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten über eine App möchte der kompakte Controller sowohl unterwegs als auch am heimischen Gaming-PC überzeugen.

    Zu den Besonderheiten gehören die umschaltbaren Triggerwege, programmierbare Zusatztasten und eine integrierte Bewegungssteuerung. Hinzu kommen Bluetooth, eine kabelgebundene Verbindung und ein 2,4-GHz-Empfänger. Damit soll sich der Controller flexibel an unterschiedlichen Geräten einsetzen lassen. Wir schauen uns den VOIDJOY SkyLark S1 Pro genauer an und klären, welche Funktionen der kompakte Controller mitbringt und für welche Einsatzbereiche er interessant ist.

    Vielen Dank an VOIDJOY für die Bereitstellung des Testmusters.

    Der VOIDJOY SkyLark S1 Pro im Überblick

    Der VOIDJOY SkyLark S1 Pro ist ein kompakter, kabelloser Gaming-Controller mit der Modellbezeichnung GC-P01. Mit Abmessungen von rund 133 × 75 × 24 mm und einem Gewicht von etwa 113 g fällt er deutlich kleiner und leichter aus als ein klassischer Controller für den stationären Einsatz. Auf ausladende Griffe verzichtet der Hersteller vollständig. Stattdessen setzt das Gamepad auf ein flaches Gehäuse, das sich gut transportieren lässt.

    Trotz der kompakten Bauweise bietet der Controller zwei TMR-Sticks, ein Steuerkreuz, vier Aktionstasten und zusätzliche Schultertasten. Eine Besonderheit sind die optischen Trigger, deren Betätigungsweg sich zwischen einer längeren und einer kürzeren Einstellung umschalten lässt. Das soll sowohl eine feinfühlige Steuerung in Rennspielen als auch schnelle Eingaben in Actionspielen ermöglichen.

    Auch bei der weiteren Ausstattung zeigt sich der SkyLark S1 Pro vielseitig. Neben einem 6-Achsen-Bewegungssensor gehören zwei Vibrationsmotoren, programmierbare Zusatztasten und eine Turbo-Funktion zum Funktionsumfang. Über die KeyLinker-App lassen sich die Tastenbelegung, die Stick-Empfindlichkeit, die Totzonen und weitere Parameter individuell einstellen.

    Der Controller kann über USB-C, Bluetooth oder den beiliegenden 2,4-GHz-Empfänger verbunden werden. Unterstützt werden unter anderem Windows-PCs, Nintendo Switch und Nintendo Switch 2, Android- und iOS-Geräte sowie Steam Deck und weitere kompatible Systeme. Die tatsächlich verfügbaren Funktionen hängen allerdings vom verwendeten Gerät und Verbindungsmodus ab.

    Technische Daten

    Merkmal VOIDJOY SkyLark S1 Pro
    Modell GC-P01
    Produkttyp Kompakter Gaming-Controller
    Abmessungen 133 × 75 × 24 mm
    Gewicht Ca. 113 g
    Material ABS und PC
    Sticks TMR-Sticks, versenkte Bauweise
    Polling-Rate Bis zu 1.000 Hz über USB und 2,4 GHz laut Hersteller
    Trigger Optische Trigger mit umschaltbarem Betätigungsweg
    Triggerweg Ca. 4 mm beziehungsweise 2 mm
    Bewegungssteuerung 6-Achsen-Sensor
    Vibration Zwei Vibrationsmotoren
    Zusätzliche Tasten ML und MR
    Verbindung USB-C, Bluetooth, 2,4 GHz
    Steuerungsmodi XInput, DInput, Switch-Modus und weitere geräteabhängige Modi
    Akku 1.000 mAh
    Akkulaufzeit Bis zu ca. 10 Stunden laut Hersteller
    Ladezeit Ca. 3 Stunden laut Hersteller
    App KeyLinker
    Kompatibilität PC, Nintendo Switch, Nintendo Switch 2, Android, iOS, Steam Deck und weitere kompatible Geräte

    Über VOIDJOY

    VOIDJOY ist eine Marke von JSAUX Gaming, die sich auf Gaming-Zubehör und innovative Controller-Lösungen konzentriert. Mit dem SkyLark S1 Pro richtet sich die Marke an Spieler, die einen möglichst kompakten Controller suchen, dabei aber nicht auf moderne Eingabetechnik und umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten verzichten möchten.

    Im Mittelpunkt stehen TMR-Sticks, optische Trigger, verschiedene Verbindungsmöglichkeiten und die individuelle Anpassung über die KeyLinker-App. Mit dieser Kombination möchte VOIDJOY insbesondere Nutzer ansprechen, die auch unterwegs Wert auf präzise Steuerung und vielseitige Funktionen legen.

    Verpackung und Lieferumfang

    Die Verpackung des VOIDJOY SkyLark S1 Pro ist überwiegend in Weiß gehalten. Schwarze Flächen und orangefarbene Akzente sorgen für einen klaren Kontrast. Auf der Vorderseite ist der Controller groß abgebildet, daneben hebt der Hersteller einige der wichtigsten Eigenschaften hervor. Dazu gehören die TMR-Sticks, die optischen Trigger und die drei Verbindungsmöglichkeiten. Die Rückseite informiert über die technischen Daten und weitere Funktionen. Auch die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht werden deutlich hervorgehoben. Insgesamt fällt die Gestaltung funktional aus und vermittelt einen guten Überblick über die Ausstattung.

    Der Controller liegt in einer passgenauen Schaumstoffeinlage. Dadurch wird er während des Transports sicher gehalten. Das Zubehör fällt überschaubar aus und konzentriert sich auf die für den Betrieb notwendigen Komponenten.

    Zum Lieferumfang gehören:

    • VOIDJOY SkyLark S1 Pro Controller
    • 2,4-GHz-USB-Empfänger
    • USB-C-Kabel zum Laden und zur kabelgebundenen Verbindung

    Ein zusätzliches Ladegerät oder eine Transporttasche liegen nicht bei. Für die grundlegende Nutzung sind die enthaltenen Komponenten jedoch ausreichend.

    Design und Verarbeitung

    Beim Design geht VOIDJOY einen anderen Weg als bei klassischen Gamepads. Der SkyLark S1 Pro besitzt ein flaches, rechteckiges Gehäuse mit abgerundeten Ecken. Ausladende Handgriffe, wie sie von herkömmlichen Konsolen-Controllern bekannt sind, fehlen vollständig. Dadurch wirkt das Gamepad eher wie ein kompakter Handheld-Controller als wie ein klassischer Controller für längere Gaming-Sessions.

    Das schwarze Gehäuse wird durch dunkelgraue Bedienelemente ergänzt. Die Aktionstasten sind mit den bekannten Buchstaben A, B, X und Y beschriftet. Mittig befinden sich zusätzliche Funktionstasten und Statusanzeigen. Die Anordnung fällt aufgeräumt aus, obwohl der Controller eine vergleichsweise große Zahl an Funktionen unterbringen muss. Die beiden Sticks sitzen in kreisförmigen Vertiefungen. Diese versenkte Bauweise soll unbeabsichtigte Eingaben beim Transport reduzieren und trägt dazu bei, dass die Sticks nicht übermäßig weit aus dem Gehäuse herausragen. Die Aktionstasten besitzen ebenfalls eine kompakte Bauform. Ihre leicht transparente beziehungsweise glänzende Oberfläche hebt sie optisch vom übrigen Gehäuse ab.

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    An der Vorderseite befinden sich neben dem Steuerkreuz und den Aktionstasten zwei zusätzliche Tasten mit den Bezeichnungen ML und MR. Sie sind für programmierbare Funktionen vorgesehen und erweitern die Möglichkeiten zur individuellen Steuerung. An der Ober- und Unterkante befinden sich weitere Bedienelemente. Dort finden sich unter anderem die Schultertasten, der USB-C-Anschluss und Schalter für die Verbindung beziehungsweise den Betriebsmodus. Die Beschriftungen sind teilweise recht klein, was bei der ersten Einrichtung einen genaueren Blick erforderlich macht.

    Insgesamt wirkt das Design konsequent auf die kompakte Bauweise ausgerichtet. Mit einem Gewicht von rund 113 g und einer Dicke von nur 24 mm lässt sich der SkyLark S1 Pro problemlos transportieren. Gleichzeitig bringt die flache Konstruktion ergonomische Besonderheiten mit sich, auf die wir im nächsten Abschnitt eingehen.

    Ergonomie und Bedienung

    Die kompakte Bauweise ist die größte Besonderheit des VOIDJOY SkyLark S1 Pro. Mit seinen geringen Abmessungen und einem Gewicht von rund 113 g lässt sich der Controller problemlos transportieren und eignet sich besonders für mobiles Gaming. Auf klassische, ausgeprägte Handgriffe verzichtet VOIDJOY vollständig. Stattdessen setzt der Hersteller auf ein flaches Gehäuse, das direkt mit den Händen umfasst wird. Im Praxistest zeigt sich, dass der SkyLark S1 Pro insbesondere für kleine bis mittelgroße Hände gut geeignet ist. Trotz der flachen Bauform lässt sich der Controller angenehm halten, sodass auch längere Spielsitzungen möglich sind. Allerdings sollte man den vorgesehenen Einsatzzweck berücksichtigen: Als kompakter Begleiter für unterwegs wird der Controller häufig in kürzeren Gaming-Sessions genutzt und muss daher nicht zwangsläufig den Komfort eines ausgewachsenen Gamepads über viele Stunden hinweg bieten.

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    Die Tastenanordnung ist übersichtlich gestaltet. Links befinden sich das Steuerkreuz und der erste Analogstick, rechts die vier Aktionstasten sowie der zweite Stick. Mittig sind die Funktionstasten und Statusanzeigen untergebracht. Die zusätzlichen ML- und MR-Tasten ergänzen die Bedienelemente. Eine gewisse Eingewöhnung erfordern die versenkt angeordneten Analogsticks. Ihre Position ist zunächst ungewohnt, insbesondere wenn man herkömmliche Gamepads gewohnt ist. Nach einer kurzen Umgewöhnung lässt sich der Controller jedoch gut bedienen. Auch die Trigger sitzen etwas weiter innen als bei klassischen Controllern. Das fällt beim ersten Kontakt auf, erweist sich im Praxistest aber nicht als gravierendes Problem.

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    Gerade für den mobilen Einsatz ist das Konzept überzeugend. Der SkyLark S1 Pro benötigt wenig Platz und lässt sich unkompliziert in einer Tasche verstauen. Eine passende Schutzhülle oder Transporttasche wäre dennoch eine sinnvolle Ergänzung, um das Gerät unterwegs vor Kratzern und anderen Beschädigungen zu schützen.

    Ausstattung und Features

    Auf den ersten Blick wirkt der VOIDJOY SkyLark S1 Pro wie ein einfacher Mini-Controller. Bei der Ausstattung zeigt sich allerdings, dass der Hersteller zahlreiche Funktionen aus größeren Gamepads übernommen hat. Neben den TMR-Sticks und optischen Triggern gehören dazu Bewegungssteuerung, Vibration, Makros und verschiedene Verbindungsmöglichkeiten.

    TMR-Sticks mit bis zu 1.000 Hz

    Bei den Analogsticks setzt VOIDJOY auf TMR-Technik. TMR steht für Tunnel Magnetoresistance und bezeichnet ein magnetisches Messverfahren, mit dem sich die Position der Sticks erfassen lässt. Im Gegensatz zu klassischen Potentiometern erfolgt die Positionsmessung ohne die dafür typischen elektrischen Schleifkontakte. Die Technologie kann dazu beitragen, den mechanischen Verschleiß an der eigentlichen Messung zu reduzieren. Sie ist allerdings keine Garantie dafür, dass ein Stick unter allen Bedingungen frei von Drift bleibt. Auch mechanische Eigenschaften, Kalibrierung und die Qualität der Umsetzung spielen eine Rolle.

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    Die Sticks sind beim SkyLark S1 Pro in das Gehäuse eingelassen. Das schützt sie beim Transport vor einem Teil der äußeren Einwirkungen und sorgt für eine flache Bauform. Über die KeyLinker-App lassen sich die Stick-Empfindlichkeit und die Totzonen anpassen. Damit kann die Steuerung auf unterschiedliche Spiele und persönliche Vorlieben abgestimmt werden.

    Der Hersteller gibt für die kabelgebundene Verbindung und den 2,4-GHz-Modus eine Polling-Rate von bis zu 1.000 Hz an. Damit kann der Controller in diesen Betriebsarten Eingaben in kurzen zeitlichen Abständen an das verbundene Gerät melden. Die tatsächliche Reaktionszeit hängt jedoch auch von der Verbindung, der Firmware und dem jeweiligen Spiel ab.

    Optische Trigger mit zwei Betätigungswegen

    Eine der interessantesten Besonderheiten sind die optischen Trigger. Sie lassen sich über kleine Schalter an der Oberkante zwischen zwei unterschiedlichen Betätigungswegen umstellen. Im Modus mit längerem Betätigungsweg stehen laut Hersteller rund 4 mm zur Verfügung. Dadurch lässt sich der Trigger über einen größeren Weg betätigen. Das kann bei Rennspielen interessant sein, in denen sich Gas und Bremse feinfühlig dosieren lassen sollen. Im Modus mit kurzem Betätigungsweg reduziert sich die Strecke auf ungefähr 2 mm. Dadurch kann der Trigger schneller ausgelöst werden. Das ist vor allem für Spiele interessant, bei denen häufig schnelle Eingaben erforderlich sind, etwa in Shootern oder Actionspielen.

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    Die Umschaltung erfolgt mechanisch über die dafür vorgesehenen Schalter. Der gewünschte Modus lässt sich dadurch direkt am Controller einstellen, ohne dass dafür zwingend die App benötigt wird. Der Unterschied der Einstellung ist direkt sichtbar, da bei einem reduzierten Weg die Trigger weniger weit aus dem Gehäuse herausragen.

    Allerdings sollte zwischen dem mechanischen Betätigungsweg und der Art der Signalverarbeitung unterschieden werden. Ob ein Spiel tatsächlich eine feinfühlige analoge Steuerung unterstützt, hängt vom jeweiligen Betriebsmodus und der Software ab. Laut Hersteller steht die vollständige Triggerfunktion nicht in jedem Verbindungsmodus und jedem Spiel zur Verfügung.

    Bewegungssteuerung mit sechs Achsen

    Der SkyLark S1 Pro verfügt über einen integrierten 6-Achsen-Bewegungssensor. Damit kann der Controller Bewegungen und Lageänderungen erfassen. Diese Daten lassen sich in kompatiblen Spielen für die Bewegungssteuerung verwenden. Insbesondere bei der Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 kann eine solche Funktion interessant sein. Dort wird Bewegungssteuerung in verschiedenen Spielen beispielsweise zur Kameraführung oder zur Feinjustierung der Zielausrichtung verwendet.

    Die Bewegungssteuerung kann beim SkyLark S1 Pro zudem über die programmierbaren Zusatztasten eingebunden werden. Laut Bedienungsanleitung lässt sich eine entsprechende Funktion auf ML oder MR legen. Dadurch kann der Bewegungssensor bei Bedarf aktiviert werden, anstatt dauerhaft die reguläre Stick-Steuerung zu ersetzen.

    Vibration mit zwei Motoren

    Für haptisches Feedback besitzt der Controller zwei Vibrationsmotoren. Die Intensität lässt sich über die KeyLinker-App einstellen. Dadurch kann die Stärke der Vibration an die eigenen Vorlieben angepasst werden. In Relation zur Größe bietet der Controller ein gut abgestimmtes Force-Feedback. Die App bietet für beide Seiten separate Einstellmöglichkeiten. Das ermöglicht eine individuelle Anpassung der linken und rechten Motorintensität. In der gezeigten Konfiguration liegen beide Einstellungen im unteren bis mittleren Bereich.

    Wie differenziert die Vibration im Spiel ausfällt, hängt neben der Hardware auch von der Implementierung des jeweiligen Spiels und dem verwendeten Verbindungsmodus ab. Eine mit aufwendigeren HD-Rumble-Systemen vergleichbare Darstellung unterschiedlicher haptischer Effekte sollte daher nicht allein aus der Anzahl der Motoren abgeleitet werden. Zudem liegt der Controller bedingt durch die Form lockerer in der Hand, was ebenfalls einen Einfluss auf die Vibrationsintensität hat.

    Programmierbare Tasten ML und MR

    Auf der Vorderseite des Controllers befinden sich zwei zusätzliche Tasten mit den Bezeichnungen ML und MR. Diese können über die KeyLinker-App oder die integrierten Funktionen des Controllers individuell belegt werden. Eine einfache Möglichkeit besteht darin, einer Zusatztaste eine andere Taste des Controllers zuzuweisen. Dadurch lassen sich häufig benötigte Eingaben auf eine besser erreichbare Position legen. Alternativ können über die Makrofunktion mehrere Eingaben aufgezeichnet und anschließend über ML oder MR ausgeführt werden.

    Die Makroaufzeichnung erfolgt direkt am Controller. Über eine Tastenkombination wird die Aufnahme gestartet, anschließend werden die gewünschten Eingaben aufgezeichnet und gespeichert. Die Bedienungsanleitung nennt bis zu 42 Einträge für eine solche Aufzeichnung, wobei neben Tasten auch Stick-Eingaben und deren zeitlicher Ablauf berücksichtigt werden können.

    Die zusätzlichen Tasten erweitern damit die Möglichkeiten zur individuellen Belegung. Ihr Nutzen hängt allerdings stark vom jeweiligen Spiel ab. Gerade bei komplexen Spielen können Makros hilfreich sein, während sie bei einfacheren Titeln möglicherweise kaum benötigt werden.

    Turbo-Funktion

    Eine weitere Funktion ist der Turbo-Modus. Damit kann eine Taste wiederholt ausgelöst werden, ohne dass sie dafür ständig manuell gedrückt werden muss. Der Controller bietet sowohl einen regulären Turbo-Modus als auch eine automatische Variante. Die Aktivierung erfolgt über Tastenkombinationen mit der Fn-Taste. Auch die Wiederholgeschwindigkeit kann angepasst werden. Laut Hersteller stehen mehrere Geschwindigkeitsstufen zur Verfügung.

    Die Funktion ist vor allem für Spiele interessant, in denen häufig wiederholte Eingaben gefragt sind. Ob und in welcher Form sie sinnvoll eingesetzt werden kann, hängt vom jeweiligen Spiel ab.

    Verbindung und Kompatibilität

    Bei den Verbindungsmöglichkeiten ist der SkyLark S1 Pro flexibel aufgestellt. Er lässt sich kabelgebunden über USB-C, drahtlos über Bluetooth oder über den mitgelieferten 2,4-GHz-Empfänger verwenden.

    Die kabelgebundene Verbindung eignet sich für den Einsatz am PC oder an anderen kompatiblen Geräten. Neben der Datenübertragung kann das USB-C-Kabel zum Laden des integrierten Akkus verwendet werden. Der Hersteller empfiehlt diesen Modus insbesondere dann, wenn eine möglichst störungsarme Verbindung und eine hohe Polling-Rate gewünscht sind.

    Für die drahtlose Nutzung liegt ein USB-A-Empfänger bei. Dieser wird an das jeweilige Endgerät angeschlossen, anschließend wird der Controller in den 2,4-GHz-Modus versetzt. Bei Geräten ohne USB-A-Anschluss kann ein geeigneter USB-C- oder OTG-Adapter erforderlich sein. Bluetooth ermöglicht die Verbindung ohne zusätzlichen Empfänger. Der Controller unterstützt mehrere Betriebsmodi, darunter XInput, DInput und einen Modus für Nintendo-Konsolen. Dadurch kann er mit unterschiedlichen Plattformen verwendet werden.

    Zu den unterstützten Geräten gehören laut Hersteller:

    • Windows-PCs
    • Nintendo Switch
    • Nintendo Switch 2
    • Android-Smartphones und -Tablets
    • iPhone und iPad
    • Steam Deck
    • Kompatible Smart-TVs
    • PlayStation 3

    Eine native Unterstützung für Xbox-Konsolen oder die PlayStation 5 ist laut Hersteller nicht vorgesehen. Auch bei den übrigen Plattformen sollte berücksichtigt werden, dass nicht jede Funktion in jedem Betriebsmodus verfügbar ist.

    Verbindungsmodi und Profile

    Der Controller bietet mehrere Betriebsmodi, die über die vorgesehenen Schalter und Tasten ausgewählt werden. Im XInput-Modus wird er an kompatiblen Geräten als Xbox-artiger Controller erkannt. Der DInput-Modus dient der Verwendung mit Geräten, die diesen Eingabestandard unterstützen. Für Nintendo-Konsolen steht ein entsprechender Switch-Modus zur Verfügung.

    Zusätzlich gibt es einen Modus für die virtuelle Touch-Steuerung auf Android-Geräten. Dieser kann bei kompatiblen Spielen interessant sein, die ursprünglich auf eine Bedienung über den Touchscreen ausgelegt sind.

    Die unterschiedlichen Modi ermöglichen eine flexible Verwendung, machen die erste Einrichtung aber etwas komplexer als bei einem Controller, der nur eine einzige Verbindungsmethode unterstützt. Gerade beim Wechsel zwischen mehreren Geräten lohnt sich deshalb ein Blick in die Bedienungsanleitung.

    Unterstützung für Nintendo Switch 2

    Ein besonderes Merkmal ist die Unterstützung der Nintendo Switch 2. Neben der regulären Verbindung bietet der SkyLark S1 Pro eine spezielle Möglichkeit, die Aufweckfunktion der Konsole einzurichten.

    Dafür muss der Controller zunächst korrekt gekoppelt werden. Die Einrichtung erfolgt über Bluetooth und den dafür vorgesehenen D1-Kanal. Während des Kopplungsvorgangs werden Informationen zur Aufweckfunktion übernommen. Anschließend kann die Konsole im unterstützten Betriebsmodus über den Controller aus dem Standby geweckt werden.

    Die Aufweckfunktion steht laut Hersteller nicht über den 2,4-GHz-Empfänger oder die USB-Verbindung zur Verfügung. Wer die Switch 2 hauptsächlich im Dock verwendet, sollte deshalb den entsprechenden Bluetooth-Modus einrichten.

    KeyLinker-App im Überblick

    Für die Konfiguration stellt VOIDJOY die KeyLinker-App bereit. Sie ist für mobile Geräte verfügbar und bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Eigenschaften des Controllers anzupassen. Die Benutzeroberfläche ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Dazu gehören die Tastenbelegung, die Stick-Einstellungen, die Trigger-Konfiguration und die Vibrationsintensität. Weitere Menüs kümmern sich um Turbo-Funktionen, Makros und zusätzliche Parameter.

    Im Bereich zur Tastenbelegung können die einzelnen Eingaben anderen Funktionen zugewiesen werden. Dadurch lässt sich die Standardbelegung an unterschiedliche Spiele anpassen. Auch die zusätzlichen Tasten ML und MR können individuell konfiguriert werden.

    Bei den Sticks lassen sich die Empfindlichkeit und die Totzonen anpassen. Die App zeigt für den linken und rechten Stick jeweils einen eigenen Bereich. In der gezeigten Konfiguration sind beide Sticks auf eine mittlere Empfindlichkeit eingestellt. Je nach Spiel kann eine andere Einstellung sinnvoll sein. Auch die Trigger lassen sich konfigurieren. Die App bietet hierfür eigene Einstellungen, wobei die mechanische Umschaltung des Betätigungswegs weiterhin direkt am Controller erfolgt. Die verfügbaren Optionen können abhängig vom Betriebsmodus variieren.

    Bei den Vibrationsmotoren kann die Intensität für die linke und rechte Seite getrennt angepasst werden. Darüber hinaus stehen Einstellungen für Turbo-Funktionen und weitere Controller-Parameter zur Verfügung.

    Die KeyLinker-App erweitert den Funktionsumfang damit deutlich. Gleichzeitig benötigt die Einrichtung etwas Zeit, wenn sämtliche Möglichkeiten genutzt werden sollen. Wer lediglich die Standardbelegung verwenden möchte, kann den Controller grundsätzlich auch ohne umfangreiche Anpassungen nutzen.

    Akku und Ladezeit

    Im Inneren des VOIDJOY SkyLark S1 Pro befindet sich ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 1.000 mAh. Laut Hersteller soll damit eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden möglich sein. Die vollständige Aufladung dauert ungefähr drei Stunden. Die tatsächliche Laufzeit hängt von der Nutzung ab. Insbesondere die Intensität der Vibrationsmotoren und die Art der Verbindung können den Energieverbrauch beeinflussen. Auch die Nutzungsdauer und die gewählten Einstellungen spielen eine Rolle.

    Geladen wird der Controller über den USB-C-Anschluss. Das entsprechende Kabel liegt dem Lieferumfang bei. Der Akkustand kann über eine Tastenkombination angezeigt werden. Die integrierten Statusanzeigen informieren außerdem über den jeweiligen Betriebsmodus und den Verbindungsstatus.

    Für einen Controller dieser Größe ist die Akkukapazität ordentlich dimensioniert. Wie lange der SkyLark S1 Pro im Alltag tatsächlich durchhält, hängt allerdings von der eigenen Nutzung ab. Die Herstellerangabe von bis zu zehn Stunden ist als Maximalwert und nicht als garantierte Laufzeit unter allen Bedingungen zu verstehen.

    Preis-Leistungs-Verhältnis

    Der VOIDJOY SkyLark S1 Pro bietet eine für seine Größe umfangreiche Ausstattung. TMR-Sticks, optische Trigger mit umschaltbarem Betätigungsweg, drei Verbindungsmöglichkeiten, Bewegungssteuerung und programmierbare Zusatztasten sind Funktionen, die man nicht bei jedem kompakten Controller findet.

    Hinzu kommen die Konfigurationsmöglichkeiten über die KeyLinker-App. Stick-Empfindlichkeit, Totzonen, Tastenbelegung und Vibrationsintensität lassen sich individuell anpassen. Auch Makros und Turbo-Funktionen erweitern den Funktionsumfang. Damit richtet sich der Controller nicht ausschließlich an Gelegenheitsspieler, sondern bietet auch für Nutzer mit konkreten Anforderungen an die Eingabesteuerung interessante Möglichkeiten.

    Angesichts dieser Ausstattung geht der Preis in Ordnung. Besonders für Spieler, die einen kompakten Controller für unterwegs suchen und trotzdem Wert auf moderne Eingabetechnik legen, ergibt sich ein stimmiges Gesamtpaket. Eine Transporttasche wäre als Ergänzung wünschenswert, ändert aber nichts daran, dass der Controller bei der Ausstattung einen überzeugenden Eindruck hinterlässt.

    Fazit

    Der VOIDJOY SkyLark S1 Pro zeigt im Test, wie viel Technik sich in einem besonders kompakten Controller unterbringen lässt. Mit seinen geringen Abmessungen und einem Gewicht von rund 113 g ist er ein interessanter Begleiter für mobiles Gaming. Gleichzeitig bietet er mit TMR-Sticks, optischen Triggern, Bewegungssteuerung, programmierbaren Zusatztasten und drei Verbindungsmöglichkeiten eine umfangreiche Ausstattung.

    Im Praxistest überzeugen vor allem die präzisen Analogsticks und die direkt ansprechenden Trigger. Zwar erfordert die versenkte Position der Sticks eine gewisse Eingewöhnung, die Genauigkeit der Steuerung ist davon jedoch nicht grundsätzlich beeinträchtigt. Auch die etwas weiter innen liegenden Trigger lassen sich nach kurzer Umgewöhnung angenehm bedienen.

    Die Verbindung funktioniert problemlos und bleibt stabil. Für den PC empfiehlt sich der 2,4-GHz-Empfänger, da sich damit eine geringe Latenz und eine hohe Polling-Rate erreichen lassen. Bluetooth bietet sich dagegen insbesondere für den mobilen Einsatz an. Die KeyLinker-App ergänzt das Gesamtpaket um umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten, sodass sich der Controller an unterschiedliche Vorlieben und Spiele anpassen lässt.

    Bei der Ergonomie zeigt sich, dass der SkyLark S1 Pro vor allem für kleine bis mittelgroße Hände geeignet ist. Auch längere Spielsitzungen sind durchaus möglich. Dennoch sollte man das Konzept als mobilen Controller betrachten: Seine größte Stärke ist nicht, einen ausgewachsenen Konsolen-Controller in jeder Hinsicht zu ersetzen, sondern möglichst viel Funktionalität in einem kleinen und leichten Gehäuse bereitzustellen.

    Eine passende Transporttasche wäre eine sinnvolle Ergänzung, um den Controller unterwegs besser zu schützen. Abgesehen davon überzeugt das Gesamtpaket mit einer hochwertigen Ausstattung und einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Wer einen kompakten, vielseitigen Controller für unterwegs sucht und dabei nicht auf moderne Sticks, direkt ansprechende Trigger und umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten verzichten möchte, sollte den VOIDJOY SkyLark S1 Pro in die engere Auswahl nehmen.

    Der Controller Skylark S1 Pro wurde Game2Gether von VOIDJOY für diesen Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Inhalt des Testberichts hat nicht stattgefunden.

    Alex
    Meine Leidenschaft für PC-Hardware begleitet mich seit meiner Jugend. Über viele Hardware-Generationen hinweg habe ich eigene Systeme aufgebaut, getestet und weiterentwickelt – später kamen auch Konsolen und Gaming-Equipment hinzu. Bei Game2Gether bin ich vielseitig unterwegs: von Hardware und Technik über Gaming und Reviews bis hin zu aktuellen News. Mein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Hardware, wobei mich vor allem die Technik hinter den Produkten und deren praktischer Nutzen interessieren.