Thrustmaster Hypercar Wheel Add-On im Test – Premium-Lenkrad für Hypercar-Fans

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    Wer regelmäßig Rennspiele spielt, weiß, wie stark das passende Lenkrad das Fahrerlebnis beeinflussen kann. Während klassische Racing Wheels vor allem auf möglichst präzises und schnelles Fahren ausgelegt sind, verfolgt Thrustmaster mit dem Hypercar Wheel Add-On einen etwas anderen Ansatz. Das Lenkrad soll nicht nur die Eingaben zuverlässig umsetzen, sondern auch das Gefühl vermitteln, hinter dem Steuer eines modernen Hypercars oder Sportwagens zu sitzen.

    Damit richtet sich das Hypercar Wheel weniger an ambitionierte Simracer, die auf der Suche nach dem letzten Quäntchen Performance sind. Stattdessen stehen eine hochwertige Optik, eine passende Ergonomie und vor allem das entsprechende Fahrgefühl im Mittelpunkt. Für unseren Test haben wir das Thrustmaster Hypercar Wheel Add-On an einer T818 unter anderem mit Forza Horizon 5 und 6 sowie Assetto Corsa genutzt.

    Vielen Dank an Thrustmaster für die Bereitstellung des Testmusters.

    Das Hypercar Wheel im Überblick

    Das Thrustmaster Hypercar Wheel Add-On ist ein hochwertiges Lenkrad für die modularen Wheelbases des Herstellers. Bereits die Form macht deutlich, welche Zielgruppe Thrustmaster im Blick hat. Das Lenkrad ist für Fahrzeuge ausgelegt, bei denen mit vergleichsweise kleinen Lenkwinkeln gefahren wird und man deshalb möglichst wenig umgreifen muss. Gerade bei modernen Hypercars und Sportwagen passt das Konzept hervorragend.

    Für Rallye-Fahrer ist die Auslegung dagegen weniger interessant. Dort gehören häufige und schnelle Lenkbewegungen sowie das Umgreifen zum normalen Fahrstil. Das Hypercar Wheel ist deshalb weniger als universelles Rennlenkrad zu verstehen, sondern als gezielte Ergänzung für eine bestimmte Art von Fahrzeugen.

    Bei der Ausstattung setzt Thrustmaster auf eine überschaubare Anzahl an Bedienelementen. Neben den Schaltwippen stehen Drucktasten, Drehregler und ein digitaler Stick zur Verfügung. Damit ist praktisch alles vorhanden, was man beim Casual-Fahren von Hypercars und Sportwagen benötigt, ohne dass das Lenkrad mit einer Vielzahl kaum benötigter Funktionen überladen wird.

    Technische Daten

    Merkmal Thrustmaster Hypercar Wheel Add-On
    Produkttyp Lenkrad-Add-On
    Lenkraddurchmesser 300 mm
    Gewicht 1.433 g
    Lenkradkranz Kunstleder
    Nähte Rote Kontrastnähte
    Mittelplatte Aluminium
    Schaltwippen Aluminium, magnetisch
    Bedienelemente Drucktasten, Drehregler, digitaler Stick
    Drehregler 4
    Aktionstasten 25
    Trigger 2 analoge Trigger
    Clutch Assist Ja
    Beleuchtung Nein
    Display Nein
    Anschluss Thrustmaster Fast-Release
    Kompatible Wheelbases Thrustmaster-Basen mit Fast-Release-Anschluss
    Plattform im Test PC
    Preis ca. 399,99 €

    Über Thrustmaster:

    Die Geschichte von Thrustmaster begann schon 1990 in den USA. Zentrale Produkte in dieser Zeit waren Joysticks und Schubregler für Flugsimulationen, aber auch bei den Lenkrädern mit Pedalen war Thrustmaster 1996 in einer Pionier-Rolle unterwegs. Seit 1999 gehört Thrustmaster zur Guillemot Corporation und hat so auch mehr Produkte für den Massenmarkt ins Sortiment aufgenommen. Heute umfasst das Portfolio neben Lenkrädern und Pedalen sowie Joysticks und Schubregler, auch Gamepads und Headsets. Das Unternehmen hat sich die Kernwerte „Leidenschaft, Qualität und Innovation“ gegeben und bestrebt, so Realismus und Tiefgang in Spielwelten zu verbessern. Mit den Produkten möchte man sich so an Gelegenheitsspieler und Videospiel-Enthusiasten gleichermaßen wenden.

    Verpackung und Lieferumfang

    Schon beim Auspacken vermittelt das Hypercar Wheel den Eindruck eines Premium-Produkts. Das Lenkrad ist entsprechend geschützt und präsentiert sich nach dem Herausnehmen direkt als hochwertiges und massives Produkt.

    Beim Lieferumfang konzentriert sich Thrustmaster auf das Wesentliche. Zusätzliche Verkabelung für das Lenkrad ist nicht erforderlich, was sich später auch bei der Montage positiv bemerkbar macht. Für die Beschriftung der Tasten liegt ein Stickerbogen bei.

    Design und Verarbeitung

    Optisch macht das Hypercar Wheel einiges her. Der Lenkradkranz ist mit Kunstleder bezogen und wird durch sauber ausgeführte rote Nähte ergänzt. Dazu kommen Aluminium-Elemente bei den Schaltwippen, Schaltern und der Mittelplatte. Besonders auffällig ist das Hochglanz-Karbonelement, das dem Lenkrad einen ausgesprochen sportlichen und hochwertigen Look verleiht. Die Materialauswahl ähnelt dabei durchaus der des EVO Racing 32R Leather. Thrustmaster setzt beim Hypercar Wheel allerdings deutlich stärker darauf, die einzelnen Materialien thematisch auf den Hypercar-Look abzustimmen. Dadurch wirkt das Gesamtprodukt nochmals hochwertiger. Sehr schön ist auch, dass auf Tastenbeschriftungen zugunsten der Optik verzichtet wurde. Wer diese jedoch haben möchte, kann den mitgelieferten Stickerbogen nutzen.

    Auch bei der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Das Lenkrad ist sauber verarbeitet, weist keine störenden Kratzer auf und gibt weder beim Anfassen noch beim Fahren Knarz- oder Klappergeräusche von sich. Die Konstruktion wirkt extrem stabil. Materialbedingt fällt das Hypercar Wheel etwas schwerer aus, was im praktischen Einsatz allerdings nicht negativ auffällt. Vielmehr passt das Gewicht gut zum massiven und hochwertigen Gesamteindruck. Im direkten Vergleich wirkt das Hypercar Wheel für uns sogar noch etwas hochwertiger als das EVO Racing 32R.

    Montage und Einrichtung

    Die Montage ist dank des Fast-Release-Anschlusses denkbar unkompliziert. Das Lenkrad wird einfach auf die Wheelbase aufgesteckt, der Hebel geschlossen – fertig. Da keine zusätzlichen Kabel angeschlossen werden müssen, bleibt der Wechsel entsprechend einfach. Wer mehrere Thrustmaster-Lenkräder besitzt, kann so unkompliziert zwischen den verschiedenen Add-Ons wechseln. An der T818 sitzt das Hypercar Wheel anschließend sicher und vermittelt durch die stabile Verbindung ein entsprechend hochwertiges Gefühl.

    Ergonomie und Bedienung

    Sehr überzeugend fällt die Ergonomie aus. Das Lenkrad liegt perfekt in der Hand und besitzt einen für uns sehr angenehmen Durchmesser. Die abgeflachte Form erweist sich insbesondere im Rig als äußerst angenehm. Auch längere Sessions sind problemlos möglich. Druckstellen oder Ermüdungserscheinungen konnten wir nicht feststellen, die Griffposition bleibt auch über längere Zeit angenehm.

    Bei den Bedienelementen hat Thrustmaster ein gutes Maß gefunden. Die Tasten besitzen einen strammen Druckpunkt und sind mit einem passenden Abstand zueinander angeordnet. Die Drehregler bieten etwas mehr Widerstand und sind sauber gerastert. Dadurch vermitteln sämtliche Bedienelemente ein hochwertiges Klick- beziehungsweise Drehgefühl.

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    Mit etwas Übung lassen sich die verschiedenen Bedienelemente auch blind bedienen. Gerade beim Fahren ist das praktisch, da der Blick nicht von der Strecke genommen werden muss. Natürlich könnte man ein Lenkrad jederzeit noch mit weiteren Tasten und Funktionen ausstatten. Für das Konzept des Hypercar Wheels ist die vorhandene Ausstattung aber gut gewählt. Drucktasten, Drehregler, Schaltwippen und digitaler Stick decken die für das Casual-Fahren wichtigen Funktionen ab und bleiben dabei überschaubar genug, um sich die Anordnung merken zu können.

    Schaltwippen

    Die Aluminium-Schaltwippen gehören zu den besonders gelungenen Elementen des Hypercar Wheels. Sie fühlen sich hochwertig an und besitzen einen angenehm strammen Druckpunkt. Der Weg fällt etwas länger aus, allerdings lösen die Wippen bereits frühzeitig aus. Dadurch sind auch schnelle Gangwechsel problemlos möglich. Das etwas lautere Schaltgeräusch empfinden wir dabei nicht als störend. Vielmehr liefert es zusätzliches Feedback und trägt damit zu einem sehr direkten Schaltgefühl bei. Gerade angesichts der Premium-Positionierung passen die Schaltwippen sowohl optisch als auch haptisch sehr gut zum restlichen Lenkrad.

    Fahrgefühl

    Beim Fahrgefühl muss zunächst zwischen dem Lenkrad und der verwendeten Wheelbase unterschieden werden. Das Force Feedback wird maßgeblich durch die Basis bestimmt. An der T818 werden die entsprechenden Rückmeldungen zuverlässig und so übertragen, wie sie sollen. Das gilt entsprechend auch für andere kompatible Thrustmaster-Lenkräder.

    Der eigentliche Unterschied liegt deshalb weniger in der Stärke oder Qualität des Force Feedbacks, sondern darin, wie sich das Lenkrad aufgrund seiner Form beim Fahren anfühlt. Und genau hier spielt das Hypercar Wheel seine Stärke aus. Die Form eignet sich hervorragend für Fahrzeuge, bei denen nicht ständig umgegriffen werden muss. Gerade bei Hypercars und anderen Sportwagen mit reduzierten Lenkwinkeln entsteht dadurch ein sehr stimmiges und passendes Fahrgefühl.

    Für Rallye würden wir dagegen zu einem anderen Lenkrad greifen. Durch die häufigen Lenkbewegungen und das regelmäßige Umgreifen passt die Form des Hypercar Wheels weniger gut zu dieser Fahrweise. Hier ist beispielsweise das EVO Racing 32R die passendere Wahl.

    Software und Kompatibilität

    Am PC wird das Hypercar Wheel zuverlässig erkannt und lässt sich wie die anderen Thrustmaster-Lenkräder flexibel anpassen. Die einzelnen Tasten und Bedienelemente können entsprechend den Möglichkeiten des jeweiligen Spiels frei belegt werden. Wie umfangreich die einzelnen Funktionen tatsächlich genutzt werden können, hängt dabei natürlich auch von der Integration des Lenkrads in das jeweilige Spiel ab.

    In unserem Test funktionierte das Hypercar Wheel an der T818 ebenso problemlos wie an der T598. Die Einrichtung gestaltet sich unkompliziert und es gibt keine besonderen Hürden, die einer schnellen Nutzung entgegenstehen.

    Fazit

    Das Thrustmaster Hypercar Wheel Add-On verfolgt ein sehr klares Konzept und genau das ist eine seiner größten Stärken. Es möchte kein universelles Rennlenkrad für jede Disziplin sein, sondern richtet sich gezielt an Spieler, die Hypercars und moderne Sportwagen mit einem möglichst passenden Lenkrad erleben möchten.

    Das gelingt bereits optisch hervorragend. Die Kombination aus Kunstleder, roten Nähten, Aluminium-Elementen und dem auffälligen Hochglanz-Karbonelement vermittelt eine hochwertige Anmutung. Die saubere Verarbeitung und die extrem stabile Konstruktion unterstreichen diesen Eindruck.

    Auch bei Ergonomie und Bedienung überzeugt das Lenkrad. Es liegt angenehm in der Hand, die abgeflachte Form passt hervorragend zum Fahren im Rig und auch längere Sessions bleiben komfortabel. Die Tasten, Drehregler und Schaltwippen fühlen sich hochwertig an und sind sinnvoll angeordnet. Besonders die Aluminium-Schaltwippen liefern durch ihren strammen Druckpunkt und das deutliche Schaltgeräusch ein sehr gutes Feedback.

    Mit einem Preis von rund 400 Euro ist das Hypercar Wheel allerdings klar im Premium-Bereich angesiedelt. Es richtet sich damit vor allem an Fans, die genau dieses spezielle Fahrerlebnis suchen. Wer einfach nur ein möglichst leistungsorientiertes Rennlenkrad für kompetitives Racing möchte, findet für GT-Racing oder Rallye passendere Alternativen.

    Für GT-Racing würden wir beispielsweise eher zum Ferrari 488 GT3 Wheel Add-On (zum Test) greifen, während Rallye-Fans mit dem EVO Racing 32R (zum Test) besser bedient sind.

    Wer dagegen Hypercars liebt und ein hochwertiges Lenkrad sucht, das auch vom Look, der Haptik und der Ergonomie das entsprechende Feeling vermittelt, bekommt mit dem Thrustmaster Hypercar Wheel Add-On ein ausgesprochen stimmiges Gesamtpaket. Für diese Zielgruppe ist das Lenkrad daher eine klare Empfehlung.

    Das Lenkrad Hypercar Wheel Add-On wurde Game2Gether von Thrustmaster für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Alex
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.