Mobapad M6 HD Joy-Cons – Switch 2 Test

    mobapad m6 hd

    In unserem heutigen Test schauen wir uns die Joy-Cons Mobapad M& HD für Nintendo Switch 2 genauer an. Die externe Peripherie ist in erster Linie für größere Zockerhände gedacht, die mit den recht kleinen originalen Joy-Cons von Big N weniger gut zurecht kommen. Sind dadurch längere Gaming-Sessions ohne Krämpfe in Hand und Finger möglich?

     

    Das Mobapad Mg HD ist bereits längere Zeit auf dem Markt und wurde ursprünglich für die Switch der ersten Generation entworfen. Die Joy-Cons haben sich allerdings schlicht bewährt und so lag es auf der Hand, diese auch für die Switch 2 zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund besteht unser Testset aus 2 Komponenten: Den Mobapad M6 HD Joy-Cons und einem Adapterset für Switch 2. Wer die Joy-Cons bereits besitzt, der kann sich also auch nur die beiden Adapter zulegen.

     

    Inhalt

    • Mobapad M6 HD Joy-Cons links und rechts
    • wechselbare Frontplates in weiß
    • wechselbare D-Pads in weiß
    • Anleitung

    Zusätzlich zum Gamepad gibt es die C70 Adapter, um das Set kompatibel zur Switch 2 zu machen. Die länglichen Adapter werden an die Joy-Cons gesteckt und haften durch starke Magnete wunderbar feste an der Switch 2 – hier wackelt nichts!

     

    Technische Details im Überblick

    • Hall-Effect Joysticks
    • HD-Rumble mit ALPS Motoren
    • mechanische Tasten (Omron)
    • integriertes NFC
    • 6 Achsen Bewegungssteuerung mit Gyro
    • 2 programmierbare Tasten auf der Rückseite für Makros (via App)
    • One-Touch Wakeup für die Konsole
    • magnetische Faceplates zur Individualisierung
    • ergonomische Passform mit anti-slip
    • 500mAh Akku (ca. 15-18h Spielzeit)
    • Gewicht ca. 90 Gramm + 10 Gramm Adapter

    Die C70 Adapter rutschen über den Schlitten an die Joy-Cons, während diese dann mittels Magneten an der Switch 2 haften. Was sofort auffällt ist das gestiegene Gesamtgewicht. Während ich damit überhaupt selbst über längere Spielesessions keine Probleme bekam, wurde das Gesamtpaket meinen Kindern mit der Zeit zu schwer. Vornehmlich ist das Mobapad durch seinen Aufbau allerdings auch für größere Hände gedacht, die mit den doch recht filigranen original Joy-Cons nicht gut zurecht kommen. Sofort fällt die gute Verarbeitung auf. Die Magnete halten so gut, dass man die komplette Konsole nur an einem Handgriff heben und halten kann. Selbst bei starkem Tastendruck knarrt nichts am Hartplastik.

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    Der Praxistest

    Typisch für mechanische Tasten wie die des Mobapad M6 HD ist das dezente Klick-Geräusch bei der Eingabe. Die verbauten Omron Schalter kennt man z.B. von Gaming-Mäusen und sind in der großen Welt der Peripherie bekannt als ein zuverlässiger Begleiter. Der Druckpunkt der Frontbuttons ist gut gewählt und fühlt sich gleichermaßen sauber wie natürlich an. Bei den Schultertasten sieht es etwas zwiegespalten aus. Während die sich die beiden unteren Trigger nahezu perfekt bedienen lassen, sind die darüber liegenden L1 und R1 Tasten schwächer in ihrem Druckpunkt. In der Summe sind alle Buttons sehr präzise, nur fällt eben dieser leichte Qualitätsunterschied etwas auf.

    Beim D-Pad habt ihr die Wahl, ob ich auf das klassische Steuerkreuz oder ein gewinkeltes Scheibendesign setzt. Wir haben natürlich beide Varianten ausprobiert und können keine Unterschiede bei der Präzision feststellen. Gerade bei filigranen Spielen, wo es auf maximale Genauigkeit ankommt (Platformer, Beat ‚em Ups, etc.) seid ihr immer Herr der Lage. Beim Punkt Komfort hat unserer Meinung nach die Scheibe ein wenig die Nase vorne.

    Die rückseitigen Tasten können frei konfiguriert werden und bringen so einen echten Mehrwert. Sie liegen vom Mittelpunkt aus gesehen etwas tiefer, so dass ich beim Spielen mit dem Mittel- oder Ringfinger den Schalter spüren könnt. Zur Belegung wird eine externe App benötigt, die für PC, Android und iOS hier verfügbar ist. Ob ihr hier Kombos oder Makros einfügt, bleibt euch überlassen, allerdings gibt es eine kleine Einschränkung: Ihr könnt nur Tasten der jeweiligen Seite auf den gleichseitigen Button legen. Man kann also z.B. auf den linken Button keine Aktion der rechten Schultertaste legen. Einmal konfiguriert funktionieren sie dann im Spiel auch genau so, wie man es sich vorstellt. Wir nutzen die Taste beispielsweise in Shootern, um die Waffe nachzuladen, weil man dadurch den Daumen am rechten Stick lassen kann.

     

    Qualität statt Massenprodukt

    Die Sticks sind eine Klasse für sich und schlagen die Originalen der Joy-Cons um Welten. Dank Hall-Effekt sind klassische Probleme wie Drifts von nun an Geschichte. Gerade diejenigen, die ihre Kinder mit der Switch 2 spielen lassen, wissen, wie schnell die Sticks der Joy-Cons ausleiern können. Das gummierte Material steigert die Griffigkeit und dank flacher Kappen mit Einbuchtung für die Daumen kommen keine Ermüdungserscheinungen auf. Ein kleiner Metallring um den Stick verhindert Abnutzung durch Abrieb an den Frontplatten.

    Apropos Frontplatten: Diese sind im Handumdrehen gewechselt. Unserem Set lagen zwei Farben bei, Schwarz und Weiss. Leicht am Rand angehoben lösen sich die Magnete und innerhalb weniger Sekunden habt ihr auf Wunsch eine andere Farbe platziert. Cool finden wir die Tatsache, dass es für beide Joy-Cons Varianten gibt, an denen die Aussparung für den Joystick entweder rund oder achteckig ist. Je nach Spielerpräferenz habt ihr also entweder das klassische Gefühl oder kleinere Widerstände beim Drehen des Sticks. Diverse Farben stehen euch zur Wahl, dafür müsst ihr aber nochmals ein paar Euro auf den Tisch legen.

    Der HD-Rumble Effekt ist nahezu identisch wie der der originalen Joy-Cons. Fühlt sich gut an, nervt nie und sitzt auf den Punkt. Der NFC Chip sitzt oberhalb am rechten Joy-Con des Mobapad M6 HD. Wir testeten diesen mit Animal Crossing und siehe da, er funktioniert einwandfrei.

     

    Fazit

    Das Mobapad M6 HD hatte sich bereits für Switch 1 mehr als bewiesen und tut genau dies auch für die Switch 2. Ein elegantes Design gepaart mit fortschrittlichen Features lassen das Herz des erwachsenen Gamers höher schlagen. Für Kinderhände sind die Joy-Cons etwas zu wuchtig, aber für Jugendliche und Erwachsene dafür genau richtig. Wir hatten sie jetzt gut 3 Wochen im Dauer(stress)test und ehrlich gesagt fühlt sich der Weg zurück zu den originalen Joy-Cons wie ein Rückschritt an. Die knackigen Omron Tasten, diese wunderbare Präzision und Hall-Effekt Sticks möchte man einfach nicht mehr missen, wenn man sich an sie gewöhnt hat!

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    Christoph
    Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur