Mit der Nintendo Switch 2 hat Nintendo die Joy-Con zwar in einigen Bereichen verbessert, doch gerade bei längeren Gaming-Sessions stoßen viele Spieler weiterhin an die bekannten Grenzen des kompakten Designs. Kleine Griffe, flache Ergonomie und vergleichsweise kleine Analogsticks sorgen insbesondere bei actionreichen Spielen oder langen Spielzeiten dafür, dass der Komfort leidet.
Genau hier setzt Mobapad mit dem M12 HD an. Der Hersteller hat sich bereits mit hochwertigen Controllern und Joy-Con-Alternativen einen Namen gemacht und bringt nun ein speziell für die Nintendo Switch 2 entwickeltes Modell auf den Markt. Statt lediglich das Original zu kopieren, setzt Mobapad auf zahlreiche Premium-Features wie TMR Glide Sticks, mechanische Mikroschalter, programmierbare Rücktasten, NFC-Unterstützung und HD-Rumble. Gleichzeitig verspricht die deutlich ergonomischere Bauform ein wesentlich angenehmeres Spielerlebnis.
Ob der Mobapad M12 HD tatsächlich das Potenzial besitzt, die originalen Joy-Con dauerhaft zu ersetzen und welche Kompromisse man derzeit noch eingehen muss, klären wir in unserem ausführlichen Test.
Vielen Dank an Mobapad für die Bereitstellung des Testmusters.
Ausstattung und Features
Bereits auf dem Papier macht der Mobapad M12 HD deutlich, dass er sich an anspruchsvolle Spieler richtet. Statt lediglich die Funktionen der originalen Joy-Con zu übernehmen, erweitert Mobapad den Funktionsumfang um zahlreiche Komfort- und Profi-Features. Das Herzstück bilden die neuen TMR Glide Sticks. Während viele Premium-Controller mittlerweile Hall-Effect-Sticks verwenden, geht Mobapad noch einen Schritt weiter und setzt auf TMR-Technologie (Tunnel Magnetoresistance). Diese arbeitet ebenfalls kontaktlos, wodurch Stick-Drift praktisch ausgeschlossen wird. Gleichzeitig soll die höhere Sensorauflösung eine noch präzisere Eingabe ermöglichen und feinere Bewegungen erfassen.
Auch bei den Tasten setzt der Hersteller auf Qualität. Sämtliche Haupttasten sowie das Steuerkreuz arbeiten mit mechanischen Mikroschaltern. Dadurch fällt der Druckpunkt deutlich kürzer und präziser aus als bei herkömmlichen Gummimembranen. Gerade schnelle Eingaben in Action-, Fighting- oder Plattformspielen profitieren von diesem direkten Feedback. Ein weiteres Highlight sind die beiden frei programmierbaren Rücktasten. Über die integrierte M-Taste beziehungsweise die Mobapad-App lassen sich Makros oder individuelle Tastenzuweisungen erstellen, wodurch wichtige Funktionen bequem auf die Rückseite verlegt werden können. Das erleichtert insbesondere kompetitive Spiele, ohne die Daumen von den Analogsticks nehmen zu müssen.
Selbstverständlich unterstützt der Controller auch NFC, sodass Amiibo wie gewohnt verwendet werden können. Ergänzt wird dies durch HD-Rumble, Bewegungssteuerung über einen 6-Achsen-Sensor sowie eine Turbo-Funktion für wiederholte Eingaben. Besonders praktisch ist außerdem das austauschbare Steuerkreuz. Je nach persönlicher Vorliebe lässt sich zwischen einer klassischen Kreuzform und einer kreisförmigen Variante wechseln, was insbesondere Retro- oder Kampfspiel-Fans entgegenkommen dürfte.
Für längere Spielesessions spendiert Mobapad jedem Controller einen 800-mAh-Akku. Laut Hersteller sind damit Laufzeiten von bis zu 20 Stunden möglich. Geladen werden die Controller entweder direkt an der Nintendo Switch 2 oder über kompatibles Zubehör. Ebenfalls interessant ist der integrierte Power-Saver-Modus. Per Tastenkombination lässt sich der Energieverbrauch reduzieren, wodurch die Akkulaufzeit bei Bedarf zusätzlich verlängert werden kann.
Abgerundet wird das Gesamtpaket durch regelmäßige Firmware-Updates über die Mobapad-App. So wurden bereits nach Marktstart zusätzliche Funktionen wie das Aufwecken der Nintendo Switch 2 per Home-Taste nachgereicht und kleinere Optimierungen vorgenommen.
Technische Daten
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Eigenschaft |
Details |
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Produkt |
Mobapad M12 HD |
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Kompatibilität |
Nintendo Switch 2 |
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Verbindung |
Direkt an der Konsole (USB-C), Bluetooth im Wireless-Modus |
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Analogsticks |
TMR Glide Sticks (kontaktlose Magnetsensoren) |
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Steuerkreuz |
Austauschbar (klassisch oder kreisförmig) |
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Tasten |
Mechanische Mikroschalter |
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Schultertasten |
Mechanische L-/R-Tasten |
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Bewegungssteuerung |
6-Achsen-Gyroskop |
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Vibration |
HD Rumble |
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NFC |
Ja (Amiibo-Unterstützung) |
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Programmierbare Tasten |
2 Rücktasten |
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Makrofunktion |
Ja |
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Turbo-Funktion |
Ja |
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Akku |
800 mAh pro Controller |
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Akkulaufzeit |
Bis zu 20 Stunden |
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Ladezeit |
Ca. 2 Stunden |
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Firmware-Updates |
Ja, über die Mobapad-App |
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Gewicht |
Ca. 92,5 g pro Controller |
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Farben |
Weiß/Grau |
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Besonderheiten |
Ergonomische Griffe, Power-Saver-Modus, Drift-resistente TMR-Sticks |
Über Mobapad
Mobapad ist ein Hersteller von Gaming-Zubehör, der sich auf hochwertige Controller und Joy-Con-Alternativen für Nintendo-Konsolen spezialisiert hat. Im Mittelpunkt stehen dabei moderne Technologien wie kontaktlose TMR-Analogsticks, mechanische Mikroschalter und umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für anspruchsvolle Spieler.
Mit dem M12 HD bringt das Unternehmen seine Erfahrung erstmals nativ auf die Nintendo Switch 2. Der Controller erweitert den Funktionsumfang der originalen Joy-Con um Features wie programmierbare Rücktasten, HD Rumble, NFC-Unterstützung und eine deutlich ergonomischere Bauform. Dadurch richtet sich Mobapad vor allem an Spieler, die Wert auf hohen Komfort, präzise Eingaben und eine langlebige Verarbeitung legen.
Verpackung und Lieferumfang
Der Mobapad M12 HD wird in einer hochwertig gestalteten Verpackung geliefert, die bereits einen ersten Eindruck vom Premium-Anspruch des Herstellers vermittelt. Im Inneren sind die beiden Controllerhälften sicher in einer Kunststoffschale untergebracht und zusätzlich gegen Kratzer geschützt.
Neben den Controllern legt Mobapad verschiedene Zubehörteile bei, die den Funktionsumfang erweitern. Dazu gehören zwei alternative Steuerkreuze, mit denen sich das D-Pad an den persönlichen Spielstil anpassen lässt. Außerdem befinden sich Ersatzkappen für die Analogsticks, eine Kurzanleitung sowie weiteres Zubehör für die Einrichtung und Nutzung im Lieferumfang.
Positiv fällt auf, dass Mobapad nicht nur den Controller selbst in den Fokus stellt, sondern bereits ab Werk verschiedene Individualisierungsmöglichkeiten bietet. Gerade das austauschbare Steuerkreuz sorgt dafür, dass sowohl Retro-Fans als auch Spieler von Fighting-Games ihre bevorzugte Eingabevariante nutzen können, ohne zusätzliches Zubehör erwerben zu müssen.
Design und Verarbeitung
Bereits beim ersten Auspacken wird deutlich, dass sich der Mobapad M12 HD bewusst von den originalen Joy-Con der Nintendo Switch 2 absetzen möchte. Statt auf ein möglichst kompaktes Design zu setzen, orientiert sich der Hersteller stärker an klassischen Gamepads und spendiert beiden Controllerhälften deutlich ausgeprägtere Handgriffe. Dadurch wirkt die Switch 2 im Handheld-Modus zwar etwas größer, liegt dafür aber erheblich angenehmer in den Händen.
Die Verarbeitung bewegt sich auf einem hohen Niveau. Sämtliche Kunststoffteile sind sauber verarbeitet, Spaltmaße fallen gleichmäßig aus und auch beim Verdrehen der Controller ist kein Knarzen oder Nachgeben des Gehäuses festzustellen. Die matte Oberfläche fühlt sich angenehm griffig an und sammelt deutlich weniger Fingerabdrücke als glänzende Kunststoffe. Auch die Passgenauigkeit überzeugt. Die Controller gleiten sauber in die seitlichen Schienen der Nintendo Switch 2 und sitzen anschließend fest und spielfrei. Während unseres Testzeitraums konnten wir weder ein Wackeln noch störende Bewegungen zwischen Konsole und Controller feststellen. Besonders gelungen sind die ergonomisch geformten Griffe. Im Vergleich zu den originalen Joy-Con bieten sie den Fingern deutlich mehr Auflagefläche, wodurch längere Spielesessions wesentlich angenehmer ausfallen. Vor allem Spieler mit größeren Händen profitieren von der deutlich natürlicheren Handhaltung.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal sind die hochwertigen Tasten. Sämtliche Eingaben vermitteln einen präzisen Druckpunkt, während die mechanischen Mikroschalter ein direktes und angenehm knackiges Feedback liefern. Gleiches gilt für das Steuerkreuz, das sich sauber bedienen lässt und insbesondere bei schnellen Richtungswechseln einen sehr präzisen Eindruck hinterlässt. Insgesamt vermittelt der Mobapad M12 HD bereits äußerlich den Eindruck eines echten Premium-Produkts. Sowohl Materialwahl als auch Verarbeitung bewegen sich auf einem Niveau, das sich vor den originalen Nintendo-Controllern keineswegs verstecken muss.
Ergonomie und Bedienkomfort
Die größte Stärke des Mobapad M12 HD zeigt sich bereits nach wenigen Minuten im Handheld-Betrieb. Während die originalen Joy-Con 2 aufgrund ihrer kompakten Bauweise vor allem bei längeren Spielesessions schnell unbequem werden können, bietet der Mobapad durch seine ausgeprägten Griffe eine deutlich entspanntere Handhaltung. Das zusätzliche Volumen sorgt dafür, dass die Hände den Controller vollständig umschließen können. Dadurch liegen die Daumen natürlicher auf den Analogsticks, während Zeige- und Mittelfinger die Schultertasten bequem erreichen. Gerade bei actionreichen Spielen oder längeren Rollenspiel-Sessions macht sich dieser Unterschied deutlich bemerkbar.

Trotz der größeren Bauform wirkt der Controller jederzeit gut ausbalanciert. Das zusätzliche Gewicht fällt im Alltag kaum negativ auf und vermittelt vielmehr den Eindruck eines hochwertig verarbeiteten Premium-Produkts. Selbst nach mehreren Stunden konnten wir keine Druckstellen oder Ermüdungserscheinungen feststellen. Auch sämtliche Tasten sind gut erreichbar und sinnvoll positioniert. Besonders die beiden zusätzlichen Rücktasten fügen sich unauffällig in das Design ein. Sie lassen sich bewusst betätigen, ohne dass es im Spiel versehentlich zu Fehleingaben kommt.
Wer überwiegend im Handheld-Modus spielt, erhält mit dem Mobapad M12 HD daher einen erheblichen Komfortgewinn gegenüber den originalen Joy-Con der Nintendo Switch 2. Die ergonomische Bauform zählt ohne Zweifel zu den größten Argumenten für den Controller und macht sich bereits ab der ersten Spielminute positiv bemerkbar.
Tasten, Sticks und Trigger
Neben der Ergonomie gehören die Bedienelemente zu den größten Stärken des Mobapad M12 HD. Der Hersteller setzt nahezu durchgehend auf hochwertige Komponenten, die sich deutlich vom Standard der originalen Joy-Con 2 abheben.
Besonderes Augenmerk gilt den TMR Glide Sticks. Im Gegensatz zu klassischen Potentiometer-Sticks erfolgt die Erfassung der Bewegungen kontaktlos über Magnetsensoren. Dadurch wird nicht nur das Risiko des gefürchteten Stick-Drifts erheblich reduziert, sondern auch eine besonders gleichmäßige und präzise Steuerung ermöglicht. Im Praxistest überzeugen die Analogsticks mit einem angenehm geringen Widerstand und einer sehr feinen Auflösung. Kleine Korrekturen in Shootern oder präzise Bewegungen in Rennspielen lassen sich problemlos umsetzen. Auch die Oberfläche der Sticks weiß zu gefallen. Die leicht gummierte Beschichtung bietet selbst bei längeren Spielesessions ausreichend Halt und verhindert ein Abrutschen der Daumen. Dank des größeren Stickdurchmessers im Vergleich zu den originalen Joy-Con fällt zudem die Steuerung insgesamt präziser aus.
Ebenso positiv präsentieren sich die mechanischen Haupttasten. Jeder Tastendruck wird mit einem klar definierten und kurzen Druckpunkt quittiert, wodurch Eingaben unmittelbar umgesetzt werden. Gerade bei schnellen Actionspielen oder Plattformern vermittelt dies ein wesentlich direkteres Spielgefühl als klassische Membranschalter. Das Steuerkreuz gehört ebenfalls zu den Highlights des Controllers. Im Test arbeitete es äußerst präzise und registrierte Richtungswechsel zuverlässig, ohne Fehleingaben zu erzeugen. Besonders bei Retro-Titeln oder Fighting-Games macht sich die hohe Präzision bemerkbar. Wer eine andere Haptik bevorzugt, kann das D-Pad mit wenigen Handgriffen gegen die mitgelieferte kreisförmige Variante austauschen.
Auch die Schultertasten und Trigger hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. Sie verfügen über einen klaren Druckpunkt und lassen sich angenehm leicht bedienen. Obwohl Nintendo bei der Switch 2 weiterhin auf digitale Tasten setzt, gelingt es Mobapad durch die mechanischen Schalter, ein besonders hochwertiges Bediengefühl zu vermitteln. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch die beiden frei belegbaren Rücktasten. Diese sind ergonomisch sinnvoll platziert und lassen sich während des Spielens problemlos erreichen, ohne dabei versehentlich ausgelöst zu werden. Gerade in kompetitiven Spielen oder bei komplexeren Steuerungsschemata bieten sie einen echten Mehrwert.
Insgesamt gehört die Eingabequalität des Mobapad M12 HD ohne Zweifel zu den besten, die wir bislang bei einem Joy-Con-Ersatz für Nintendo-Konsolen erleben durften.
Einrichtung und Software
Die Inbetriebnahme des Mobapad M12 HD gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Im Handheld-Modus werden die Controller einfach seitlich an der Nintendo Switch 2 befestigt und stehen nach kurzer Initialisierung sofort zur Verfügung. Sämtliche grundlegenden Funktionen werden automatisch erkannt, sodass einer direkten Nutzung nichts im Wege steht. Darüber hinaus lassen sich die Controller auch kabellos per Bluetooth verwenden. Das Pairing funktionierte im Test problemlos und war innerhalb weniger Sekunden abgeschlossen. Die Verbindung erwies sich während des gesamten Testzeitraums als stabil, Eingabeverzögerungen oder Verbindungsabbrüche traten nicht auf.
Für zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten stellt Mobapad eine eigene App bereit. Darüber können unter anderem Firmware-Updates installiert werden, mit denen der Hersteller neue Funktionen ergänzt oder bestehende Features optimiert. Gerade bei einem noch jungen Produkt wie dem M12 HD ist dies ein großer Vorteil, da sich die Kompatibilität zur Nintendo Switch 2 kontinuierlich verbessern lässt.
Auch die Programmierung der Rücktasten erfolgt unkompliziert. Makros oder individuelle Tastenbelegungen lassen sich schnell einrichten und direkt auf dem Controller speichern. Dadurch bleiben die Einstellungen auch dann erhalten, wenn der Controller an einer anderen Konsole verwendet wird. Positiv hervorzuheben ist außerdem die Möglichkeit, verschiedene Funktionen direkt über Tastenkombinationen aufzurufen. Dazu gehören unter anderem die Turbo-Funktion oder der Power-Saver-Modus, sodass nicht für jede Änderung zwingend eine App benötigt wird.
Zum Zeitpunkt unseres Tests gibt es allerdings noch kleinere Einschränkungen. Einige spezielle Funktionen der Nintendo Switch 2 werden noch nicht vollständig unterstützt beziehungsweise befinden sich laut Hersteller in der Optimierung. Da Mobapad regelmäßig Firmware-Updates veröffentlicht, ist jedoch davon auszugehen, dass diese Punkte nach und nach verbessert werden.
Unterm Strich gelingt die Einrichtung unkompliziert und die Software ergänzt den ohnehin umfangreichen Funktionsumfang sinnvoll, ohne den Nutzer mit unnötig komplexen Menüs zu überfordern.
Praxistest
Im Alltag zeigt der Mobapad M12 HD schnell, warum sich der Hersteller innerhalb der Nintendo-Community einen guten Ruf erarbeitet hat. Bereits nach wenigen Minuten fällt auf, dass sich die Nintendo Switch 2 mit den ergonomischen Controllern deutlich angenehmer halten lässt als mit den serienmäßigen Joy-Con 2. Besonders bei längeren Spielesessions profitieren die Hände von den größeren Griffen und der natürlicheren Haltung.
Im Test kam der Controller in verschiedenen Genres zum Einsatz, von rasanten Rennspielen über Action-Adventures bis hin zu Shootern und Plattformern. Unabhängig vom Spiel überzeugten die TMR Glide Sticks mit einer hohen Präzision und einem gleichmäßigen Steuergefühl. Selbst kleinste Bewegungen wurden sauber umgesetzt, ohne dass die Sticks unruhig wirkten oder ungewollte Eingaben erzeugten. Auch die mechanischen Tasten hinterließen einen ausgezeichneten Eindruck. Der kurze Auslöseweg und das klare Klickgefühl vermitteln jederzeit eine direkte Rückmeldung. Gerade in schnellen Spielen, bei denen präzise und zügige Eingaben gefragt sind, fühlt sich der M12 HD dadurch deutlich direkter an als die originalen Joy-Con. Das Steuerkreuz überzeugte ebenfalls mit einer hohen Präzision und eignet sich hervorragend für 2D-Plattformer, Fighting-Games oder Retro-Klassiker.
Im Handheld-Betrieb entsteht fast das Gefühl, mit einem hochwertigen Controller samt integriertem Display zu spielen. Die Nintendo Switch 2 wirkt durch die größeren Griffe deutlich erwachsener und liegt wesentlich sicherer in den Händen. Besonders Spieler mit mittelgroßen oder großen Händen werden diesen Unterschied schnell zu schätzen wissen.
Auch HD Rumble und die Bewegungssteuerung funktionierten im Test zuverlässig. Die Vibrationsintensität entspricht zwar nicht ganz dem Niveau der originalen Nintendo-Controller, vermittelt aber dennoch ein angenehmes Feedback und trägt zur Spielatmosphäre bei. Die Gyro-Steuerung arbeitete präzise und eignete sich beispielsweise für Zielhilfen oder Bewegungssteuerungen in kompatiblen Spielen. Die beiden programmierbaren Rücktasten erwiesen sich im Alltag als praktisches Extra. Nach kurzer Eingewöhnung wollten wir insbesondere in actionreichen Spielen nicht mehr auf sie verzichten. Zusätzliche Aktionen lassen sich dadurch ausführen, ohne den Daumen von den Analogsticks nehmen zu müssen.
Während des gesamten Testzeitraums arbeiteten die Controller zuverlässig. Verbindungsabbrüche, Aussetzer oder Eingabeverzögerungen traten weder im Handheld- noch im Wireless-Betrieb auf. Unterm Strich hinterlässt der M12 HD im Praxistest einen hervorragenden Eindruck. Vor allem die Kombination aus exzellenter Ergonomie, präzisen TMR-Sticks und hochwertigen mechanischen Tasten hebt ihn deutlich von den originalen Joy-Con 2 ab.
Akkulaufzeit
Jede Controllerhälfte verfügt über einen integrierten 800-mAh-Akku, der laut Hersteller Laufzeiten von bis zu 20 Stunden ermöglicht. Die tatsächliche Laufzeit hängt dabei, wie üblich, von Faktoren wie der Nutzung der Vibrationsfunktion, der Helligkeit der LEDs oder dem Einsatz der Bewegungssteuerung ab. Im Test konnten wir diese Herstellerangabe weitgehend bestätigen. Bei gemischter Nutzung mit aktivierter HD-Rumble-Funktion und regelmäßiger Gyro-Steuerung waren Laufzeiten zwischen 16 und 19 Stunden problemlos erreichbar. Wer auf Vibration verzichtet oder den integrierten Power-Saver-Modus nutzt, kann die Laufzeit zusätzlich verlängern.
Geladen werden die Controller direkt an der Nintendo Switch 2, sodass im Handheld-Modus kein separates Ladezubehör erforderlich ist. Alternativ lassen sie sich auch über kompatibles Zubehör oder Ladegriffe mit Energie versorgen. Eine vollständige Aufladung nimmt dabei nur wenige Stunden in Anspruch. Gerade im Vergleich zu vielen anderen Joy-Con-Alternativen überzeugt der Mobapad M12 HD mit einer sehr guten Ausdauer. Selbst bei intensiver Nutzung reicht eine Akkuladung problemlos für mehrere Tage aus, sodass sich der Controller auch für längere Reisen oder ausgedehnte Gaming-Wochenenden empfiehlt.
Passendes Zubehör – Mobapad H12 Carrying Case
Wer den Mobapad M12 HD regelmäßig unterwegs nutzt, sollte einen Blick auf das optional erhältliche Mobapad H12 Carrying Case werfen. Die Tasche wurde speziell für die Nintendo Switch 2 in Kombination mit den M12-HD- beziehungsweise M12S-Controllern entwickelt und bietet damit eine passgenaue Aufbewahrung, ohne dass die Controller vor dem Transport entfernt werden müssen.
Das Hartschalengehäuse schützt die Konsole zuverlässig vor Stößen, Druck und Kratzern, während das weiche Innenfutter Display und Gehäuse vor Beschädigungen bewahrt. Die passgenaue Form verhindert zudem, dass die Konsole im Inneren verrutscht. Für den Transport kommt ein hochwertiger Doppelreißverschluss zum Einsatz, der sich leichtgängig öffnen und schließen lässt. Im Deckel befinden sich außerdem Fächer für mehrere Spielmodule, sodass die wichtigsten Titel immer griffbereit sind.
Besonders gut gefällt uns das schlanke Design. Trotz der größeren M12-HD-Controller bleibt das H12 Carrying Case angenehm kompakt und nimmt im Rucksack oder Reisegepäck nur wenig Platz ein. Gleichzeitig bietet die stabile Konstruktion ausreichend Schutz für den täglichen Transport. Wer allerdings zusätzlich Ladegeräte, Kabel oder weiteres Zubehör mitnehmen möchte, stößt aufgrund des flachen Designs an Grenzen – hierfür eignet sich eher eine größere Universal-Tasche.
Für Besitzer des Mobapad M12 HD ist das H12 Carrying Case daher eine sinnvolle Ergänzung. Die Tasche ist hochwertig verarbeitet, perfekt auf die Controller abgestimmt und schützt die Nintendo Switch 2 zuverlässig im Alltag und auf Reisen.
Fazit
Mit dem M12 HD liefert Mobapad eine der bislang überzeugendsten Joy-Con-Alternativen für die Nintendo Switch 2 ab. Der Hersteller beschränkt sich nicht darauf, die Funktionen der originalen Controller nachzubauen, sondern verbessert sie an vielen entscheidenden Stellen. Besonders die ergonomische Bauform sorgt dafür, dass sich die Switch 2 im Handheld-Modus deutlich angenehmer spielen lässt. Gerade bei längeren Gaming-Sessions profitieren die Hände von den größeren Griffen und der natürlicheren Haltung. Auch technisch überzeugt der Controller auf ganzer Linie. Die TMR Glide Sticks arbeiten äußerst präzise und bieten dank ihrer kontaktlosen Technik eine hohe Langlebigkeit. Zusammen mit den mechanischen Mikroschaltern entsteht ein Eingabeverhalten, das sich direkter und hochwertiger anfühlt als bei den serienmäßigen Joy-Con 2. Hinzu kommen sinnvolle Extras wie die programmierbaren Rücktasten, das austauschbare Steuerkreuz, NFC-Unterstützung, HD Rumble und die umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten über Firmware-Updates.
Im Praxistest hinterließ der M12 HD einen durchweg positiven Eindruck. Verarbeitung, Materialqualität und Bedienkomfort bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau und lassen kaum Wünsche offen. Auch die Akkulaufzeit überzeugt und ermöglicht selbst bei intensiver Nutzung mehrere Tage Spielzeit, bevor die Controller wieder geladen werden müssen. Vollkommen frei von Kritik ist der Controller dennoch nicht. Einige spezielle Funktionen der Nintendo Switch 2 werden derzeit noch nicht vollständig unterstützt, was vor allem an der noch jungen Plattform und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Firmware liegt. Für die meisten Spieler dürfte dies im Alltag jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen, zumal Mobapad regelmäßig Updates bereitstellt und die Kompatibilität stetig verbessert.
Wer überwiegend im Handheld-Modus spielt und mit den ergonomischen Einschränkungen der originalen Joy-Con 2 nicht vollständig zufrieden ist, findet im Mobapad M12 HD eine hervorragende Alternative. Die Kombination aus exzellenter Verarbeitung, hohem Bedienkomfort, präzisen TMR-Sticks und umfangreicher Ausstattung macht den Controller zu einer der aktuell besten Optionen für die Nintendo Switch 2.
Die M12 HD wurde Game2Gether von Mobapad für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.


