Das Razer Blade 16 mit NVIDIA GeForce RTX 5090 im Test

    Mehr Leistung, mehr Raytracing, mehr Erwartungen: Das Razer Blade 16 mit NVIDIA GeForce RTX 5090 richtet sich an Gamer, die unterwegs keine Kompromisse eingehen wollen, weder bei FPS noch bei der Verarbeitungsqualität. Doch wie passen brachiale Gaming-Power und ein schlankes Gehäuse zusammen?

    Vielen Dank an NVIDIA und Razer für die Bereitstellung des Testmusters.

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    Mehr Informationen

    Das Razer Blade 16 im Überblick

    Das Razer Blade 16 positioniert sich als leistungsstarkes 16-Zoll-Gaming-Notebook im Premium-Segment und kombiniert ein besonders schlankes Gehäusedesign mit aktueller High-End-Hardware. Mit einer Bauhöhe von lediglich 14,9 mm und einem Gewicht von rund 2,1 kg gehört es zu den kompaktesten Geräten seiner Leistungsklasse. Das Gehäuse besteht aus einem CNC-gefrästen Aluminium-Unibody mit eloxierter Oberfläche, das auf Stabilität, Langlebigkeit und eine hochwertige Haptik ausgelegt ist.

    Als Grafiklösung kommen NVIDIA GeForce RTX GPUs der 50-Serie zum Einsatz, optional bis zur RTX 5090 Laptop-GPU. Diese erreicht mithilfe von NVIDIA Dynamic Boost eine hohe thermische Leistungsaufnahme und nutzt die Blackwell-Architektur samt aktueller KI-Funktionen wie DLSS und RTX-Beschleunigung. Das Notebook ist damit sowohl für anspruchsvolle Spiele als auch für rechenintensive Anwendungen wie 3D-Rendering, Videobearbeitung und KI-Workflows ausgelegt. Auf Prozessorseite setzt Razer erstmals im Blade 16 auf AMD-Hardware. Zum Einsatz kommen Ryzen AI Prozessoren, maximal der Ryzen AI 9 HX 370 mit bis zu 12 Kernen und 24 Threads. Die integrierte KI-Einheit ermöglicht eine hardwarebeschleunigte Verarbeitung KI-gestützter Anwendungen und unterstützt moderne Windows-Funktionen wie Copilot+. Trotz hoher Spitzenleistung liegt der Fokus auch auf Effizienz, insbesondere im mobilen Betrieb.

    Das verbaute 16-Zoll-OLED-Display löst mit QHD+ auf und arbeitet mit einer Bildwiederholrate von 240 Hz. Die OLED-Technologie sorgt für ein praktisch unendliches Kontrastverhältnis, sehr kurze Reaktionszeiten sowie eine präzise Farbdarstellung. Das Panel ist Calman-zertifiziert, unterstützt NVIDIA G-SYNC und eignet sich damit sowohl für kompetitives Gaming als auch für farbkritische kreative Anwendungen.

    Um die leistungsstarke Hardware in dem flachen Gehäuse zuverlässig zu kühlen, setzt Razer auf ein vollständig überarbeitetes Kühlsystem. Dieses kombiniert eine großflächige Vapor-Chamber mit einem Dual-Lüfter-Design, besonders dünnen Kühlfinnen und einem modernen Wärmeleitmaterial. Ziel ist es, hohe Leistungsreserven dauerhaft bereitzustellen, ohne die Geräuschentwicklung oder den Nutzerkomfort übermäßig zu beeinträchtigen.

    Der Arbeitsspeicher ist mit bis zu 64 GB LPDDR5X-RAM mit hoher Taktfrequenz konfigurierbar und ermöglicht umfangreiches Multitasking sowie professionelle Anwendungen. Für Massenspeicher stehen zwei M.2-Steckplätze zur Verfügung. Die Anschlussausstattung umfasst unter anderem USB4-Ports, USB-A, HDMI 2.1, einen UHS-II-SD-Kartenleser, einen 3,5-mm-Audioanschluss sowie aktuelle Funkstandards wie Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4.

    Weitere Ausstattungsmerkmale sind eine überarbeitete Tastatur mit größerem Tastenhub, programmierbaren Makrotasten und per-Key-Beleuchtung, ein großflächiges Präzisions-Touchpad sowie ein Sechs-Lautsprecher-Soundsystem mit differenzierter Klangabstimmung. Eine 1080p-Webcam mit IR-Sensor ermöglicht zudem die Anmeldung per Windows Hello.

    Kategorie Details
    Prozessor AMD Ryzen™ AI 9 365 (10 Kerne / 20 Threads, 2 GHz Basis, bis 5 GHz Boost), Radeon™ 880M GPU
    Betriebssystem Windows 11 Home
    Farbe Schwarz
    Display 16 Zoll (40,6 cm), QHD+ (2560 x 1600), OLED, 240 Hz
    Grafik NVIDIA GeForce RTX 5090
    Massenspeicher 1 TB SSD (M.2 PCIe Gen 4 NVMe x4, x2)
    Arbeitsspeicher 32 GB LPDDR5X 8000 MHz (fest verlötet)
    Tastatur N-Key-Rollover, Einzeltasten-RGB-Beleuchtung powered by Razer Chroma™
    Konnektivität WiFi 7, Bluetooth 5.4, Tri-Band WLAN 2×2 (802.11a/b/g/n/ac/ax/be)
    Touchpad Glas-Touchpad mit Microsoft Precision Touch
    Anschlüsse 3x USB 3.2 Gen 2 Typ-A2x USB4 Typ-C mit Power Delivery & DisplayPort 1.4 per iGPUMicroSD-Kartenleser (UHS-II)HDMI 2.1
    Audio 6 integrierte Stereo-Lautsprecher mit Smart Amp3,5-mm-Kombi-AnschlussDual-Array-MikrofonTHX Spatial Audio, 7.1 Codec (über HDMI)
    Gehäuse CNC-gefrästes Aluminium, eloxiert mit Fingerabdruckschutz, hintergrundbeleuchtetes Razer-Logo
    Abmessungen 14,9–17,4 mm (H) x 250,5 mm (B) x 355 mm (T)
    Gewicht ca. 2,14 kg
    Akku & Netzteil 90 Wh Lithium-Ionen-Polymer-Akku50 % Ladung in 30 Min, 80 % in 48 MinNetzteil: 200 W oder 280 W
    Webcam Integrierte 1080p Infrarot-FHD-Webcam, Windows Hello kompatibel
    Sicherheit Microsoft Pluton, TPM 2.0, Kensington Security Slot
    Software Razer Synapse 3 & 4 (Performance, Beleuchtung, Lüftersteuerung)
    Besondere Features Moderner Standby-Modus

    Design und Verarbeitung

    Beim Design des Razer Blade 16 setzt der Hersteller konsequent auf eine reduzierte, elegante Formensprache. Das CNC-gefräste Unibody-Gehäuse aus Aluminium vermittelt einen hochwertigen und stabilen Eindruck und ist sauber verarbeitet, mit engen Spaltmaßen und einer gleichmäßigen, matten Oberfläche. Trotz der leistungsstarken Hardware bleibt das Erscheinungsbild bewusst zurückhaltend und vermeidet auffällige Gaming-Elemente.

    Besonders das schlanke Profil trägt maßgeblich zum hochwertigen Gesamteindruck bei. Mit seiner geringen Bauhöhe wirkt das Blade 16 deutlich kompakter als viele andere Gaming-Notebooks dieser Leistungsklasse und lässt sich auch in professionellen Umgebungen unauffällig einsetzen. Kanten und Übergänge sind präzise ausgeführt, was die Wertigkeit des Geräts zusätzlich unterstreicht.

    Dezent, aber wirkungsvoll ist die Positionierung des Razer-Logos auf dem Displaydeckel. Das Logo fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein, ohne übermäßig dominant zu wirken, und unterstreicht den Premium-Anspruch des Notebooks, ohne die klare Designsprache zu stören. Insgesamt verbindet das Razer Blade 16 eine elegante Optik mit einer sehr hohen Verarbeitungsqualität und hebt sich damit klar von klassisch aggressiv gestalteten Gaming-Laptops ab.

    Leistungstests

    Kommen wir nun zum zentralen Thema unseres Tests, wir werfen einen Blick auf die Gaming-Power des Razer Blade 16. Dazu haben wir zunächst verschiedene syntetische Benchmarks für CPU, GPU und SSD durchgeführt. Wichtigster Punkt waren dann aber die In-Game-Tests, um reale Leistungswerte zu erhalten.

    Unser Testmuster war mit folgenden Komponenten ausgestattet:

    Prozessor AMD Ryzen AI 9 HX 370
    Grafikkarte NVIDIA RTX 5090 / Radeon 890M
    Arbeitsspeicher 32 GB (4* 8 GB)
    SSD 2 TB

    Die CPU im Benchmark-Parcous

    Für den Test der AMD Ryzen AI 9 HX 370 CPU haben wir auf Cinebench und den 3DMark-CPU-Benchmark zurückgegriffen.

    Cinebench

    Cinebench ist ein synthetischer Benchmark, der die Prozessorleistung anhand einer realitätsnahen Rendering-Aufgabe misst. Dabei werden sowohl die Leistung eines einzelnen Kerns als auch die Multicore-Performance aller CPU-Kerne erfasst. Der Test eignet sich besonders gut, um die reine Rechenleistung verschiedener Prozessoren miteinander zu vergleichen.

    Cinebench R23 Single-Core Multi-Core MP Ratio
    AMD Ryzen AI 9 HX 370 2.020 22.378 11,08
    AMD Ryzen 7 9700X 2.200 19.936 9,06
    Cinebench 2024 Single-Core Multi-Core MP Ratio
    AMD Ryzen AI 9 HX 370 118 1.258 10,62
    AMD Ryzen 7 9700X 132 1.134 8,61
    Cinebench 2026 Single Core Single Thread Multi Thread MP Ratio
    AMD Ryzen AI 9 HX 370 655 480 5.165 10,77
    AMD Ryzen 7 9700X 721 538 4.694 8,72

    3DMark CPU Profil

    Der CPU-Profil-Benchmark von 3DMark analysiert die Prozessorleistung unter verschiedenen Lastszenarien. Dabei wird die Performance mit unterschiedlicher Kernanzahl gemessen, von einem einzelnen Thread bis zur vollständigen Auslastung aller Kerne. So lässt sich nachvollziehen, wie gut eine CPU sowohl bei Single-Core-Anwendungen als auch bei stark parallelisierten Aufgaben skaliert.

    Max. Threads 16 Threads 8 Threads 4 Threads 2 Threads 1 Thread
    9617 9207 6877 4463 2326 1178

    PassMark PerformanceTest

    Der PassMark PerformanceTest ist ein umfangreicher Systembenchmark, der die Leistungsfähigkeit einzelner Hardwarekomponenten separat bewertet. Für die CPU werden verschiedene Tests durchgeführt, darunter Ganzzahl-, Gleitkomma-, Verschlüsselungs- und Kompressionsaufgaben. Das Ergebnis liefert einen zusammengefassten Score, der eine grobe Einordnung der Prozessorleistung im Vergleich zu anderen Systemen ermöglicht.

    AMD Ryzen AI 9 HX 370 AMD Ryzen 7 9700X
    CPU Bewertung 38.952 35.505
    Inter-Berechnung 133.130 119.243
    Primzahlen 130 174
    Kompresion 510.161 414.794
    Physik 2.008 1.836
    CPU Single Threaded 4.257 4.675
    Fließkomma Berechnung 84.768 77.836
    Extended Instructions 36.100 32.948
    Verschlüsselung 24.664 20.850
    Sortierung 54.347 44.358

    Zwischenfazit CPU-Leistung

    Im mobilen Einsatz zeigt der AMD Ryzen AI 9 HX 370 im Razer Blade 16 eine sehr hohe und zugleich gut skalierende CPU-Leistung. In den Cinebench-Ergebnissen wird deutlich, dass der Prozessor seine Stärken vor allem bei Multi-Core-Lasten ausspielt und trotz der begrenzten thermischen und energetischen Rahmenbedingungen eines Notebooks ein Leistungsniveau erreicht, das sich teilweise über dem eines Desktop-Ryzen 7 9700X bewegt. Die etwas geringere Single-Core-Leistung ist für eine mobile Plattform erwartbar und fällt im Alltagsbetrieb kaum ins Gewicht.

    Der 3DMark-CPU-Profil-Benchmark unterstreicht die gute Skalierung bei steigender Thread-Anzahl und zeigt, dass der Ryzen AI 9 HX 370 auch unter längerer Volllast eine stabile Performance bereitstellt. Gerade in Anwendungen wie Rendering, Videobearbeitung oder parallelen Workloads profitiert das Notebook von der hohen Kern- und Thread-Anzahl, ohne dass es zu einem abrupten Leistungseinbruch kommt.

    Auch im PassMark PerformanceTest bestätigt sich das ausgewogene Leistungsbild. Der Ryzen AI 9 HX 370 erzielt eine hohe Gesamtwertung und überzeugt insbesondere in Multi-Thread- und rechenintensiven Teiltests. Im Verhältnis zu Leistungsaufnahme, Bauhöhe und Kühlkapazität des nur 14,9 mm flachen Gehäuses liefert der Prozessor eine bemerkenswerte Performance und unterstreicht die Ausrichtung des Razer Blade 16 auf leistungsstarke, aber dennoch mobile Einsatzszenarien.

    Der Arbeitsspeicher im Benchmark-Parcours

    Natürlich muss sich auch der Arbeitsspeicher ein paar Tests stellen. Hier haben wir uns für MaxxMem² und den PassPark PerformanceTest entschieden, zwei Tools, die wir auch regelmäßig für Arbeitsspeicher-Tests nutzen. Als Vergleichswerte haben wir hier Testergebnisse des Crucial PRO DDR5-6000 32-GB-RAM-Kits herangezogen.

    MaxxMem²

    MaxxMem² ist ein Benchmark-Tool, speziell für die Überprüfung von Arbeitsspeicher. Neben der Lese- und Schreibgeschwindigkeit kann man hier auch die Zugriffszeiten messen. Ideal für einen schnellen Vergleich unterschiedlicher RAM-Konfigurationen.

    RAM-Konfiguration Lesen Schreiben Kopieren Latenz
    32 GB DDR5 4x 32-bit
    @Razer Blade 16
    Timings 28-18-21-42
    55.666 MB/s 76.269 MB/s 78.645 MB/s 103,1 ns
    Crucial Pro DDR5-6000
    @NZXT N9 Z890
    Timings: 36-38-38-80
    33.033 MB/s 50.904 MB/s 38.048 MB/s 110,0 ns

    PassMark PerformanceTest

    Im PassMark PerformanceTest wird der Arbeitsspeicher über mehrere Teiltests bewertet, darunter Lese-, Schreib- und Kopiergeschwindigkeit sowie die Speicherlatenz. Die Ergebnisse geben Aufschluss über den Datendurchsatz und die Reaktionszeiten des RAMs im System. Dadurch eignet sich der Benchmark, um die Leistungsfähigkeit und Effizienz der verbauten Speicherlösung einzuordnen.

    RAM-Konfiguration Memory Mark Score
    32 GB DDR5 4x 32-bit
    @Razer Blade 16
    Timings 28-18-21-42
    2.965
    Crucial Pro DDR5-6000
    @NZXT N9 Z890
    Timings: 36-38-38-80
    3.702

    Die SSD im Benchmark-Parcours

    Auch die interne SSD gilt es zu testen. Hier ist ein Test mit CrystalDiskMark und AS SSD natürlich Pflicht. Doch auch 3DMark bietet hier mit dem Storage Benchmark einen sehr gut passenden Test.

    CrystalDiskMark & AS SSD

    CrystalDiskMark misst die sequenziellen sowie zufälligen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten eines Massenspeichers. Der Benchmark gibt einen schnellen Überblick über die maximale Transferrate der SSD und eignet sich besonders gut zum Vergleich der Rohleistung verschiedener Laufwerke.

    AS SSD Benchmark legt den Fokus auf praxisnahe Tests ohne Nutzung von System-Cache. Neben sequenziellen und 4K-Zugriffen werden auch Zugriffszeiten ermittelt, wodurch sich Rückschlüsse auf das Verhalten der SSD im Alltagsbetrieb ziehen lassen.

    Seq. Lesen Seq. Schreiben 4 KB Q1T1 Lesen 4 KB Q1T1 Schreiben
    AS SSD 5.192 MB/s 999 MB/s 57 MB/s 193 MB/s
    CrystalDiskMark 6.891 MB/s 2.855 MB/s 45 MB/s 154 MB/s

     

     

     

    AS SSD Kopierbenchmark

    AS SSD bietet auch ein Kopierbenchmark, dieser überprüft das Verschieben von Daten auf der SSD. Hierbei werden drei Szenarien getestet: ein Transfer einer ISO-Datei (zwei große Dateien), eines Programms (kleine Dateien) und eines Spiels (große und kleine Dateien). Diese Werte sind deutlich realistischer als die Werte für das sequentielle Lesen und Schreiben.

    ISO Programm Spiel
    Razer Blade 16 1.458 MB/s 932 MB/s 2.189 MB/s

    3DMark Storage Benchmark

    Der 3DMark Storage Benchmark simuliert reale Anwendungsszenarien wie Spiele-Downloads, Ladezeiten, Installationen und das Kopieren großer Datenmengen. Er bewertet die Speicherleistung damit weniger theoretisch, sondern anhand typischer Nutzungsszenarien aus Gaming- und Content-Workflows. Hier haben wir einen Wert von 1.567 Punkten erreicht.

    Test Bandbreite Durchschnittl. Zugriffszeit
    Durchschnitt 267,20 MB/s 114 µs
    Battlefield V laden 653,31 MB/s 110 µs
    Call of Duty: Black Ops 4 laden 449,63 MB/s 125 µs
    Overwatch laden 303,67 MB/s 81 µs
    Spiel aufzeichnen 100,98 MB/s 84 µs
    Spiel installieren 78,23 MB/s 168 µs
    Spiel speichern 103,78 MB/s 73 µs
    Spiel verschieben 1196,72 226 µs

    Die Grafikkarte

    Für den Test der Grafikkarte des Razer Blade 16 haben wir zunächst einige Tests mit 3DMark durchgeführt. Aber wir haben natürlich auch verschiedene Spieletitel durch unseren Benchmark-Parcours gejagt.

    3DMark

    Fire Strike ist mittlerweile ein schon etwas älterer Benchmark, der noch auf DirectX 11 setzt. Nach zwei Grafiktests wird auch noch ein Physik-Test und ein kombinierter Test für CPU und GPU durchgeführt. Im klassischen Fire Strike wird eine Renderauflösung von 1920×1080 Pixeln genutzt. Für leistungsfähigere Hardware gibt es den Fire Strike Extreme, der eine härtere Testumgebung bietet und eine Auflösung von 2560×1440 Pixeln nutzt. Der Fire Strike Ultra war der erste 4K-Benchmark und richtet sich mit seiner Renderauflösung von 3840×2160 Pixeln an High-Performance-PCs.

    Beim Time Spy handelt es sich um einen DirectX-12-Benchmark. Die neue Engine unterstützt Features, wie eine asynchrone Berechnung, Multi-Threading und vieles mehr. Der Benchmark umfasst zwei Grafik- und einen Physik-Test, die Renderauflösung beträgt 2560×1440 Pixeln. Mit einer höheren Auflösung von 3840×2160 Pixeln richtet sich der Time Spy Extreme an besonders leistungsfähige Gaming-PCs und ist ideal für Prozessoren mit 8 oder mehr Kernen.

    Für einen Vergleich der Echtzeit-Raytracing-Leistung ist der Benchmark Port Royale gedacht. Wichtig hierfür ist, dass die GPU DirectX Raytracing unterstützt. Ein spezieller CPU-Test findet hier nicht statt.

    Der Benchmark Speed Way setzt auf DirectX 12 Ultimate und demonstriert sowie testet die neuen DirectX-Features. Ein separater CPU-Test wird hier ebenfalls nicht durchgeführt. Die Renderauflösung beträgt hier 2560×1440 Pixel.

    Der neueste Benchmark in 3D Mark ist Steel Nomad, der auf DirectX 12 basiert und für High-End-Spiele-PCs ausgerichtet ist. Er setzt auf eine 4K-Auflösung mit volumetrischen Himmeln und prozeduralem Gras. Auch Volumenbeleuchtung, Umgebungslicht und Tiefenschärfe fordern hier die Grafikkarte stark. Für leichtere PCs gibt es die abgespeckte Version Steel Nomad Light, die mit einer Auflösung von 1440p arbeitet. Zudem fehlen hier die anspruchsvollsten grafischen Techniken.

    Für einen Performance-Vergleich haben wir Benchmark-Ergebnisse von Desktop-GPUs herangezogen. Insbesondere in den moderneren Benchmarks positioniert sich das Razer Blade 16 RTX 5090 vor der Desktop-Version der RTX 5070, da hier Features wie Raytracing eine größere Bedeutung haben, in den älteren Benchmarks fällt sie allerdings etwas zurück.

    Spiele Tests

    Bei unseren Spiele-Benchmarks haben wir uns auf Titel konzentriert, die über einen integrierten Benchmark verfügen. So können wir ein Maximum an Vergleichbarkeit sicherstellen. Getestet haben wir entsprechend des Displays des Notebooks in WQHD-Auflösung. Sofern es von den Spielen unterstützt wurde, haben wir natürlich auch mit und ohne Raytracing getestet. Somit umfasst unser Testparcours folgende Titel:

    • Age of Mytholgy 4 Retold
      Setting: Maximum
    • Black Myth Wukong
      Settings: Kino, Raytracing: Maximum
    • Forza Horizon 5
      Settings: Extrem, Raytracing: Extrem
    • Horizon Forbidden West
      Settings: Maximum
    • Metro Exodus
      Setting: Extreme, Raytracing: Ultra
    • Monster Hunter Wilds
      Maximum
    • Shadow of the Tomb Raider
      Settings: Ultrahoch, Raytracing-Schatten: Ultra

    Hier zeigt sich ein ähnliches Bild, wie wir es bereits im 3D-Mark gesehen haben. Bei deaktiviertem Raytracing bewegt sich die mobile RTX 5090 in etwa auf einem Niveau mit der Desktop-Version der RTX 5070.

    Gleiches zeigt sich in unserem Test mit aktiviertem Raytracing, auch hier bewegen sich die Karten auf einem Niveau.

    Eine große Stärke der aktuellen Blackwell-Generation liegt natürlich in der KI-Leistung, was sich insbesondere in dem starken Anstieg der Bildrate in Kombination mit Framegeneration zeigt.

    Zwischenfazit GPU-Benchmarks

    Die durchgeführten GPU-Tests zeichnen ein insgesamt konsistentes Bild der Leistungsfähigkeit der mobilen GeForce RTX 5090 im Razer Blade 16. In den synthetischen Benchmarks von 3DMark zeigt sich insbesondere in den moderneren Tests mit DirectX 12 und Raytracing-Unterstützung eine sehr hohe Performance, während die Ergebnisse in älteren DirectX-11-Benchmarks etwas geringer ausfallen. Im Vergleich zu Desktop-Grafikkarten positioniert sich die mobile RTX 5090 dabei häufig auf oder leicht oberhalb des Niveaus einer Desktop-GeForce RTX 5070, wobei der Abstand je nach Benchmark und genutzten Features variiert.

    Ein ähnliches Bild ergibt sich in den praxisnahen Spiele-Benchmarks. In WQHD-Auflösung und bei deaktiviertem Raytracing erreicht die mobile RTX 5090 durchweg Bildraten, die mit einer Desktop-RTX 5070 vergleichbar sind. Auch mit aktiviertem Raytracing bleibt die Leistungsdifferenz zwischen beiden Lösungen gering, was die Effizienz der Blackwell-Architektur unterstreicht. Besonders deutlich fällt der Leistungszuwachs in Szenarien aus, die KI-gestützte Funktionen wie Frame Generation nutzen, wodurch in unterstützten Titeln ein spürbarer Anstieg der Bildrate erzielt werden kann.

    Das Display

    Das 16 Zoll große OLED-Display des Razer Blade 16 überzeugt mit einer hohen Auflösung und einer sehr guten Bildqualität. Inhalte werden gestochen scharf dargestellt, während die OLED-typischen Eigenschaften für ein kontrastreiches Bild mit tiefem Schwarz und kräftigen Farben sorgen. Auch bei seitlicher Betrachtung bleibt das Panel blickwinkelstabil, was zusammen mit der hohen Bildwiederholrate und der überzeugenden HDR-Darstellung sowohl beim Gaming als auch beim Medienkonsum und bei kreativen Anwendungen positiv auffällt.

    Wärmeentwicklung

    Sehr interessant bei einem Notebook ist natürlich auch immer die Wärmeverteilung unter Volllast. Dazu boten unsere Benchmarks natürlich einige Gelegenheiten. Um diese Verteilung etwas besser dazustellen haben wir ein IR-Bild aufgenommen.

    Bei der Analyse von Wärmebildern muss man einen zentralen Faktor bedenken: Die gemessene Temperatur ist abhängig vom Emissionsgrad einer Oberfläche. Verschiedenartige Oberflächen geben Wärme unterschiedlich gut ab, was die im Wärmebild dargestellten Temperaturen beeinflusst. Auch wenn die Oberflächen eigentlich gleich warm sind, können sie im Wärmebild mit scheinbar unterschiedlichen Temperaturen erscheinen, wenn sich der Emissionsgrad der Oberflächen unterscheidet. Möchte man also aus einem Wärmebild eine Temperatur ablesen, muss man den Emissionsgrad der Oberfläche kennen. Ist dieser nicht bekannt, kann man für gleichartige Oberflächen allerdings immerhin Informationen zur Temperaturverteilung folgern. Aufgenommen wurden die Wärmebilder mit einer Flir C5. Somit gilt es im Wärmebild bei Temperaturunterschieden zwischen verschieden farbigen Bereichen immer zu bedenken, dass hier die unterschiedlichen Farben schon zu Unterschieden in der gemessenen Temperatur führen.

    Im IR-Bild lässt sich sehr schön erkennen, wo das Kühlsystem die Frischluft ansaugt und wo die warme Luft das Gehäuse verlässt. Der untere Bereich des Gehäuses, der in der Regel als Handballablage dient, bleibt angenehm kühl und durch die Position der Lüfter ist grade der WASD-Bereich der Tastatur ebenfall recht kühl gehalten. Im mittleren Bereich wird die Tastatur zwar wärmer, aber das ist so noch nicht störend. Am oberen Ende wird das Gehäuse unter Volllast allerdings schon durchaus recht heiß. Zum Zocken sollte man es daher immer auf eine ebene Unterlage stellen, die nicht nachgibt.

    Geräuschentwicklung

    Im Desktop- und Office-Betrieb arbeitet das Kühlsystem des Razer Blade 16 weitgehend unauffällig und bleibt praktisch nicht hörbar. Unter anhaltender Last, etwa beim Gaming oder bei rechenintensiven Anwendungen, steigt die Lüfterlautstärke jedoch deutlich an und ist ohne Kopfhörer klar wahrnehmbar. Beim Spielen oder Rendern empfiehlt sich daher die Nutzung von Kopfhörern, da die Lüftergeräusche ansonsten je nach Umgebung als anstrengend empfunden werden können. Was hier jedoch positiv zu erwähnen ist, das von Desktop-GPUs bekannte Coil-Whining war hier überhaupt kein Problem.

    Fazit:

    Das Razer Blade 16 mit NVIDIA GeForce RTX 5090 zeigt eindrucksvoll, wie viel Leistung sich inzwischen in einem vergleichsweise schlanken Notebook-Gehäuse unterbringen lässt. Razer gelingt es, ein sehr hochwertig verarbeitetes, mobiles System anzubieten, das in puncto Gaming- und Anwendungsleistung in vielen Szenarien an leistungsstarke Desktop-Konfigurationen heranreicht. Besonders die GPU-Leistung überzeugt sowohl in synthetischen Benchmarks als auch in praxisnahen Spiele-Tests, insbesondere bei aktiviertem Raytracing und der Nutzung KI-gestützter Features wie Frame Generation.

    Auch auf der CPU-Seite liefert der AMD Ryzen AI 9 HX 370 eine für ein Notebook sehr hohe Performance, vor allem bei Multi-Core-Lasten. In Kombination mit dem schnellen LPDDR5X-Arbeitsspeicher und der soliden SSD-Performance ergibt sich ein insgesamt ausgewogenes System, das sich nicht nur für Gaming, sondern auch für Content-Erstellung, Rendering und produktive Workflows eignet. Das hochwertige QHD+-OLED-Display mit 240 Hz ergänzt das Gesamtpaket sinnvoll und bietet sowohl für Spieler als auch für Kreative klare Vorteile.

    Die Kehrseite der hohen Leistungsdichte zeigt sich vor allem bei der Kühlung und der Geräuschentwicklung. Während das Blade 16 im Desktop- und Office-Betrieb angenehm leise bleibt, wird das Kühlsystem unter Volllast deutlich hörbar. Die Temperaturen bleiben dabei insgesamt kontrolliert, erfordern jedoch eine feste, ebene Unterlage und machen den Einsatz von Kopfhörern beim Gaming oder bei längeren Lastphasen empfehlenswert.

    Unterm Strich richtet sich das Razer Blade 16 an Nutzer, die maximale Leistung in einem mobilen, hochwertig verarbeiteten Notebook suchen und bereit sind, die typischen Kompromisse eines ultraflachen High-End-Gaming-Laptops in Kauf zu nehmen. Wer diese Anforderungen teilt, erhält mit dem Blade 16 ein technisch wie optisch sehr überzeugendes Gesamtpaket.

    Mit einem aktuellen Preis von 4.399,99 € positioniert sich das Razer Blade 16 klar im High-End-Segment. Der Preis ist hoch, bewegt sich jedoch im Rahmen dessen, was für eine mobile RTX-5090-Konfiguration mit OLED-Display, hochwertigem Gehäuse und sehr hoher Gesamtleistung derzeit üblich ist. Damit richtet sich das Gerät eindeutig an Nutzende, die maximale Performance und Mobilität suchen und bereit sind, dafür einen deutlichen Aufpreis gegenüber klassischen Gaming-Notebooks in Kauf zu nehmen.

    Das Gaming-Notebook Razer Blade 16 wurde Game2Gether von NVIDIA für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Alexander Schaaf
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.