Im Alltag vieler Gaming-Haushalte stellt sich früher oder später die Frage: Welche Hardware eignet sich als erster Einstieg für Kinder? Mit dem Thrustmaster T98 Ferrari 296 GTS testen wir ein Lenkrad, das gezielt auf junge und unerfahrene Nutzer ausgelegt ist. Im Fokus unseres Reviews stehen daher nicht High-End-Technik oder maximale Simulationstiefe, sondern einfache Einrichtung, kindgerechte Bedienung und langfristiger Spielspaß ohne Überforderung. Wir prüfen, ob das T98 tatsächlich hält, was es verspricht: einen zugänglichen Einstieg in die Welt der Rennspiele.
Vielen Dank an Thrustmaster für die Bereitstellung des Testmusters.
Technische Daten
Das Thrustmaster T98 Ferrari 296 GTS ist ein kompakt konzipiertes Rennlenkrad, das speziell auf Einsteiger, Kinder und den Familiengebrauch ausgelegt ist. Das offiziell von Ferrari lizenzierte Lenkrad orientiert sich optisch am Ferrari 296 GTS und ist im Maßstab 7:10 umgesetzt. Mit einem Durchmesser von 25,5 cm bietet es eine kindgerechte Größe, während Karbonimitat-Akzente und Metall-Schaltwippen für ein authentisches Erscheinungsbild sorgen.
Technisch setzt das T98 auf eine Bungee-Cord-Rezentrierung, die das Lenkrad automatisch in die Mittelposition zurückführt und einen gleichmäßigen, linearen Widerstand erzeugt. Der Rotationswinkel von 240 Grad erlaubt deutlich präzisere Lenkbewegungen als bei herkömmlichen Gamepads, bleibt dabei aber bewusst unterhalb professioneller Simulationssysteme. Über einen vom Ferrari-Manettino inspirierten Drehschalter lassen sich drei Fahrunterstützungsprofile auswählen, die von sehr einsteigerfreundlich bis hin zu einem realistischeren Fahrverhalten reichen.
Zum Lieferumfang gehört ein 2-Pedalset mit Gas- und Bremspedal. Dieses nutzt die kontaktlosen H.E.A.R.T.-Hall-Effekt-Sensoren von Thrustmaster, die für eine dauerhaft präzise Abtastung sorgen und mechanischen Verschleiß minimieren. Dank der kompakten Bauweise eignet sich das Pedalset auch für kleinere Spielbereiche.
Die Montage erfolgt werkzeuglos über ein integriertes Klemmsystem und ist für Tischplatten mit einer Stärke von bis zu 4,5 cm ausgelegt. Eine zusätzliche Software ist nicht notwendig, das T98 ist grundsätzlich Plug-and-Play-fähig. Das T98 Ferrari 296 GTS ist für Xbox Series X|S, Xbox One und Windows-PCs ausgelegt.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Produkttyp | Rennlenkrad mit Pedalset |
| Lenkraddurchmesser | 25,5 cm |
| Rotationswinkel | 240° |
| Rezentrierung | Bungee-Cord-Technologie |
| Fahrprofile | 3 Stufen |
| Pedale | 2 (Gas, Bremse) |
| Pedalsensoren | H.E.A.R.T.-Hall-Effekt |
| Befestigung | Tischklemme |
| Maximale Tischstärke | 4,5 cm |
| Software | Nicht erforderlich (Plug-and-Play) |
| Kompatibilität | Xbox Series X|S, Xbox One, PC |
| Zielgruppe | Einsteiger, Kinder, Familien |
Über Thrustmaster:
Die Geschichte von Thrustmaster begann schon 1990 in den USA. Zentrale Produkte in dieser Zeit waren Joysticks und Schubregler für Flugsimulationen, aber auch bei den Lenkrädern mit Pedalen war Thrustmaster 1996 in einer Pionier-Rolle unterwegs. Seit 1999 gehört Thrustmaster zur Guillemot Corporation und hat so auch mehr Produkte für den Massenmarkt ins Sortiment aufgenommen. Heute umfasst das Portfolio neben Lenkrädern und Pedalen sowie Joysticks und Schubregler, auch Gamepads und Headsets. Das Unternehmen hat sich die Kernwerte „Leidenschaft, Qualität und Innovation“ gegeben und ist bestrebt, so Realismus und Tiefgang in Spielwelten zu verbessern. Mit den Produkten möchte man sich so an Gelegenheitsspieler und Videospiel-Enthusiasten gleichermaßen wenden.
Verpackung und Lieferumfang
Das T98 Ferrari 296 GTS kommt in einer vergleichsweise kompakten Verpackung daher, die bereits optisch klar macht, was sich darin befindet. Das Ferrari-Design steht dabei erwartungsgemäß im Mittelpunkt und vermittelt direkt den Eindruck eines speziell auf Rennspiele ausgelegten Produkts. Neben Produktabbildungen finden sich auf der Verpackung die wichtigsten technischen Merkmale und Hinweise auf die Kompatibilität.
Im Karton selbst findet sich alles, was für den direkten Start benötigt wird. Neben dem T98 Ferrari 296 GTS gehören das passende Klemmsystem, das T2PM-Zwei-Pedalset sowie eine Racing-Broschüre und die Garantieinformationen zum Lieferumfang. Thrustmaster verzichtet damit auf unnötiges Zubehör und konzentriert sich auf die für den Betrieb notwendigen Komponenten.
Die überschaubare Anzahl an Einzelteilen passt gut zum Konzept des T98: Auspacken, am Tisch befestigen, Pedale anschließen und loslegen. Gerade für die angepeilte Zielgruppe ist das ein sinnvoller Ansatz, da die erste Einrichtung nicht durch zusätzliches Zubehör oder komplizierte Montageschritte unnötig erschwert wird.
Design und Verarbeitung
Beim Design orientiert sich Thrustmaster konsequent am namensgebenden Ferrari 296 GTS. Das Lenkrad ist offiziell von Ferrari lizenziert und im Maßstab 7:10 umgesetzt. Mit seinen 25,5 cm Durchmesser fällt es deutlich kompakter aus als viele klassische Sim-Racing-Lenkräder, was gerade im Hinblick auf die Zielgruppe sinnvoll gewählt ist.
Karbonimitat-Elemente, das Ferrari-Branding und die Metall-Schaltwippen sorgen gleichzeitig dafür, dass das T98 trotz seiner Ausrichtung auf Einsteiger nicht wie ein Spielzeug wirkt. Vielmehr wirkt es wie ein bewusst auf kleinere Hände und die Bedürfnisse junger Spieler zugeschnittenes Rennlenkrad.
Auffällig ist vor allem die Kombination aus kompakter Bauweise und dem sportlichen Ferrari-Look. Die Bedienelemente sind übersichtlich am Lenkrad angeordnet und gut erreichbar. Der vom Ferrari-Manettino inspirierte Drehschalter fällt dabei nicht nur optisch auf, sondern unterstreicht auch das Konzept des T98, unterschiedliche Fahrprofile unkompliziert zugänglich zu machen.
Mit einem Gewicht von rund 1,3 Kilogramm bleibt das Lenkrad angenehm leicht und lässt sich entsprechend einfach auf- und wieder abbauen. Die kompakten Abmessungen unterstreichen ebenfalls den Charakter des T98 als platzsparendes Einsteigerlenkrad.
Bei der Verarbeitung hinterlässt das T98 insgesamt einen ordentlichen Eindruck. Zwar besteht das Lenkrad größtenteils aus Kunststoff, dieser ist jedoch sauber verarbeitet. Das T98 fühlt sich trotz seiner leichten und kompakten Bauweise stabil an. Die Verarbeitung passt damit gut zur angepeilten Zielgruppe und dem vorgesehenen Einsatz am Schreibtisch.
Auch das Klemmsystem fügt sich in dieses Konzept ein. Es lässt sich werkzeuglos montieren und ist für Tischplatten mit einer Stärke von bis zu 4,5 cm ausgelegt. Dadurch kann das T98 ohne zusätzlichen Wheelstand oder eine feste Rennsimulations-Installation genutzt werden.
Montage und Verbindung
Bei der Montage setzt Thrustmaster auf eine möglichst unkomplizierte Lösung. Das T98 wird über eine einzelne Klemmschraube an der Tischplatte befestigt und lässt sich dadurch schnell auf- und wieder abbauen. Gerade wenn das Lenkrad nicht dauerhaft am Schreibtisch bleiben soll, erweist sich das als praktisch.
Nach der Befestigung müssen lediglich das USB-Kabel mit dem PC beziehungsweise der Konsole sowie das Kabel des Pedalsets angeschlossen werden. Eine zusätzliche Stromversorgung ist nicht notwendig.
Die Klemmschraube lässt sich ausreichend fest anziehen, sodass das Lenkrad sicher auf dem Tisch sitzt. Gleichzeitig ermöglicht die Konstruktion eine flexible Positionierung, sodass sich das T98 passend zur eigenen Sitzposition ausrichten lässt.
Bei der Nutzung am PC gibt es allerdings einen zusätzlichen Schritt zu beachten. Das Lenkrad muss zunächst in den entsprechenden PC-Modus umgeschaltet werden. Dafür wird die Xbox-Taste gedrückt und die View-Taste für fünf Sekunden gehalten. Anschließend bleibt die View-Taste gedrückt, während über das D-Pad so lange weitergeklickt wird, bis die LED grün leuchtet. Danach kann das T98 am PC genutzt werden.
Die Umschaltung ist zwar etwas umständlicher als eine reine Plug-and-Play-Lösung, lässt sich nach Kenntnis der Tastenkombination aber problemlos durchführen. Zudem ist so ein Wechsel zwischen PC und Konsole möglich. Alternativ gibt es mit dem T98 GTB auch eine PlayStation-Version mit gleichzeitiger PC-Unterstützung.
Insgesamt gefällt die Montage durch ihre Einfachheit: festklemmen, Pedale anschließen, USB einstecken und losfahren. Gerade für Kinder und Einsteiger ist das ein großer Vorteil, da weder Werkzeug noch umfangreiches technisches Vorwissen erforderlich sind.
Hands-on-Test des T98
Nach der unkomplizierten Montage zeigt sich auch im praktischen Einsatz, dass Thrustmaster beim T98 auf eine möglichst einfache und zugängliche Bedienung setzt. Die Tischklemme hält das Lenkrad zuverlässig in Position und auch bei etwas energischerem Lenken bleibt es dort, wo es hingehört.
Etwas genauer sollte man hingegen beim Aufstellen des Pedalsets hinschauen. An der Unterseite befinden sich Gummielemente, die auf unserem Laminat für einen guten und sicheren Stand sorgen. Auf Teppich sieht das allerdings anders aus: Hier können die Pedale beim Spielen verrutschen. Bei der Wahl des Aufstellortes sollte man das entsprechend berücksichtigen.
Bei den Eingaben gibt sich das T98 keine Blöße. Lenkbewegungen und Tastendrücke werden sauber erfasst. Auch die Bedienelemente hinterlassen für die Preisklasse einen guten Eindruck. Die Tasten besitzen einen klaren Druckpunkt und wirken nicht schwammig, was gerade bei schnellen Eingaben positiv auffällt.
Das Lenkrad selbst liegt angenehm griffig in der Hand. Über einen weiteren Drehknopf lässt sich der Widerstand beim Lenken anpassen. Damit kann der Lenkwiderstand je nach persönlicher Vorliebe leichter oder schwerer eingestellt werden. Die Anpassung hat in unserem Test mit Forza Horizon 6 problemlos funktioniert.
Zusätzlich steigt der Lenkwiderstand beim stärkeren Einschlagen des Lenkrads an. Die Bungee-Cord-Rezentrierung sorgt dabei für einen zunehmenden Widerstand und führt das Lenkrad anschließend wieder in Richtung Mittelstellung. Zwar ersetzt dieses System kein echtes Force Feedback, für ein Einsteigerlenkrad vermittelt es aber dennoch ein angenehmeres und nachvollziehbareres Fahrgefühl als ein komplett widerstandsloses Lenkrad.
Die kompakte Größe ist dabei gleichzeitig Stärke und Einschränkung des T98. Für Kinder und kleinere Hände sind die 25,5 cm Lenkraddurchmesser angenehm und gut zu handhaben. Erwachsene müssen sich dagegen auf ein vergleichsweise kleines Lenkrad einstellen. Gerade für größere Hände kann die Größe ungewohnt sein und bei längeren Spielsessions weniger komfortabel ausfallen.
Gerade für Kinder und Einsteiger macht das T98 dadurch eine gute Figur. Die überschaubare Anzahl an Bedienelementen, die kompakte Größe und der anpassbare Lenkwiderstand machen den Einstieg in Rennspiele unkompliziert.
Dabei sehen wir das T98 weniger als klassisches Sim-Racing-Lenkrad, sondern eher als Einstieg in die Welt der Rennspiele. Besonders gut können wir uns das T98 deshalb für kurzweilige Arcade-Racer vorstellen, bei denen der zusätzliche Spielspaß durch ein echtes Lenkrad im Vordergrund steht.
Natürlich lassen sich damit auch anspruchsvollere Titel wie Forza Horizon 6 oder Assetto Corsa spielen. Wer jedoch ernsthaft in die Simulation einsteigen möchte, wird früher oder später die Grenzen der einfachen Mechanik und des fehlenden Force Feedbacks bemerken.
Für die eigentliche Zielgruppe – Kinder und Spieler, die erstmals ein Lenkrad ausprobieren möchten – ist genau diese Reduzierung allerdings eher eine Stärke als eine Schwäche. Für erwachsene Spieler, insbesondere mit größeren Händen oder höheren Ansprüchen an eine Rennsimulation, ist das T98 dagegen nur bedingt interessant.
Fazit:
Mit dem T98 Ferrari 296 GTS verfolgt Thrustmaster ein klares Konzept: Hier geht es nicht darum, ambitionierten Sim-Racern ein möglichst realistisches Rennlenkrad zu bieten. Stattdessen soll das T98 einen möglichst unkomplizierten und zugänglichen Einstieg in die Welt der Rennspiele ermöglichen und genau das gelingt insgesamt gut.
Das T98 überzeugt durch seine kompakte und kindgerechte Bauweise. Die Verarbeitung ist trotz des hohen Kunststoffanteils sauber, das Lenkrad fühlt sich stabil an und die Ferrari-Optik macht optisch einiges her. Die übersichtlich angeordneten Bedienelemente besitzen einen angenehmen Druckpunkt und auch das griffige Lenkrad hinterlässt einen guten Eindruck.
Besonders positiv fällt die unkomplizierte Montage auf. Dank der Klemmschraube lässt sich das T98 schnell und ohne Werkzeug am Tisch befestigen und ebenso einfach wieder verstauen. Die Klemme sorgt dabei für ausreichend Halt. Auch beim Anschluss bleibt Thrustmaster dem einfachen Konzept treu. Die Pedale werden direkt mit dem Lenkrad verbunden, anschließend wird das USB-Kabel angeschlossen. Lediglich bei der Nutzung am PC muss zunächst der entsprechende Modus aktiviert werden.
Im Spiel selbst liefert das T98 sauber erfasste Eingaben und einen für die Preisklasse überzeugenden Lenkwiderstand. Dieser lässt sich über den Drehknopf an die eigenen Vorlieben anpassen. Die Bungee-Cord-Rezentrierung vermittelt dabei mehr Fahrgefühl als ein komplett widerstandsloses Lenkrad, auch wenn sie natürlich kein echtes Force Feedback ersetzen kann. Die Pedale stehen auf unserem Laminat dank der Gummielemente sicher, können auf Teppich allerdings verrutschen.
Die größte Stärke des T98 ist gleichzeitig seine größte Einschränkung: die kompakte Bauweise. Für Kinder und kleinere Hände sind die 25,5 cm Durchmesser angenehm und gut zu handhaben. Für Erwachsene fällt das Lenkrad dagegen relativ klein aus. Wer zudem höhere Ansprüche an Realismus und Simulation stellt, wird das fehlende Force Feedback und die einfache Mechanik schnell als Grenze wahrnehmen.
Für die eigentliche Zielgruppe sehen wir das T98 daher als gelungenes Einsteigerlenkrad. Gerade für Kinder, die ihre ersten Schritte mit einem Rennlenkrad machen, oder Familien, die unkompliziert gemeinsam Rennspiele spielen möchten, bietet es einen guten Einstieg. Besonders passend erscheinen uns dabei Arcade-Racer und andere Spiele, bei denen der zusätzliche Spaß durch ein echtes Lenkrad im Vordergrund steht. Auch Spiele wie Forza Horizon 6 oder Assetto Corsa sind damit möglich. Wer jedoch ernsthaft in das Sim-Racing einsteigen möchte, sollte direkt zu einem technisch umfangreicheren Modell mit größerem Lenkrad und echtem Force Feedback greifen.
Das Einsteigerlenkrad T98 Ferrari 296 GTB wurde Game2Gether von Thrustmaster für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.



