Creative Sound BlasterX G1 – Test/Review

    Creative bietet neben internen Soundkarten auch USB-DACs, die sich besonders für den Einsatz hochwertiger Kopfhörer eignen, einer davon ist der Sound BlasterX G1. Besonders Notebooks bieten sich für den Einsatz eines USB-DACs förmlich an.

    Vielen Dank an Creative für die Bereitstellung des Testmusters.

    Über Creative:

    Creative Technology Ltd., auch unter dem Namen Creative Labs bekannt, blickt mittlerweile auf eine vierzigjährige Firmengeschichte zurück und wurde 1981 in Singapur gegründet. Grundlage war die Vision, dass Multimedia die Art und Weise wie Nutzer mit dem PC interagieren revolutionieren wird. Grad erfahrenen Nutzenden ist Creative besonders für die Sound Blaster Soundkarten ein Begriff. Mittlerweile erstreckt sich das Portfolio von innovativen Audiolösungen, hochwertigen kabellosen Lautsprechern und Kopfhörern bis hin zu portablen Mediengeräten. Dabei ermöglicht die innovative Hardware und proprietäre Technologie es den Nutzenden hochwertiges digitales Entertainment zu jeder Zeit an jedem Ort zu erleben.

    Technische Daten:

    Der Creative Sound BlasterX G1 verbindet Headsets mit TRRS-Klinke oder zwei TRS-Klinke-Anschlüssen mit einem USB-Port des PCs, Macs oder der PlayStation 4. Eine besondere Stärke ist hierbei die Impedanz von 300 Ω, wodurch auch der Einsatz hochwertiger Headsets möglich ist. Eine weitere Stärke liegt in den Möglichkeiten der zugehörigen Software, die wir uns noch genauer anschauen werden. Der USB-DAC kann echte 7.1-Audiosignale für die angeschlossenen Headsets verarbeiten.

    Kompatibilität: PC, Mac, PlayStation 4
    Audioqualität: 93 dB SNR
    Audioprozessor: BlasterX Acoustic Engine Pro
    Features: Virtuelles 7.1, Scout-Mode
    Kopfhörer Verstärker: bis 300 Ω
    DAC-Daten: 24-bit / 96 kHz
    Anschlüsse: TRRS-Klinke (4-polig), USB Typ-A
    Abmessungen: 137,6 x 23 x 10,4 mm

    Verpackung und Lieferumfang:

    Die Umverpackung folgt dem schwarz-roten Design der Sound-Blaster-X-Serie von Creative. Auf der Vorderseite findet sich eine Produktabbildung und auf der Rückseite sowie seitlich finden sich technische Details und Beschreibungen der Features.

    Der Lieferumfang besteht neben dem USB-DAC aus einem TRRS-TRS-Splitter-Kabel und der Bedienungsanleitung.

    Design und Verarbeitung:

    Das Gehäuse des Creative Sound BlasterX G1 ist aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff gefertigt. Dieser ist recht anfällig für Fingerabdrücke. Auf der Oberseite ist ein Element in gebürsteter Optik eingebracht, das mit dem Sound BlasterX-Logo bedruckt ist. Dabei ist das X eingeprägt und wird im Betrieb rot beleuchtet. Mit etwa 5 cm Länge ist das Anschlusskabel kurz gehalten, aber hochwertig ausgeführt, mit Nylon ummantelt. Es ist flexibel, aber dennoch recht steif, sodass ein Abknicken wirksam verhindert werden sollte.

    Anschluss und Software Optionen:

    Der Anschluss fällt sehr einfach aus, da der USB-DAC lediglich mit einem USB-Typ-A-Port verbunden werden muss. Zusätzlich wird das Headset am TRRS-Klinke-Anschluss eingesteckt, schon ist alles angeschlossen. Unter Windows beispielsweise wird automatisch ein Treiber installiert, mit dem der USB-DAC bereits genutzt werden kann, jedoch ohne alle Funktionen. Hierzu kann man auf der Webseite von Creative entsprechende Tools herunterladen. Zum einen das BlasterX Acoustic Engine Pro Software Pack und den X-Plus Configurator.

    BlasterX Acoustic Engine Pro:

    Die Software bietet eine Vielzahl an akustischen Anpassungsoptionen. Zum einen gibt es eine große Anzahl an Presets für diverse Spielgenre, Entertainment und weiteres, die man mit einem Klick aktivieren kann.

    Man kann die Acoustic Engine jedoch auch manuell anpassen. Hier kann man zunächst Regler für Surround (Raumklang), Crystalizer (optimieren in Richtung klarerer Klang), Bass (mit anpassbarer Crossover-Frequenz), Smart Volume (Egalisierung der Lautstärkepegel mit anpassbarer Intensität) und Dialog Plus ein-/ausschalten und jeweils die Intensität einstellen. Natürlich darf auch ein normaler Equalizer nicht fehlen, hier kann man eigene Profile erstellen und abspeichern. Ein beliebter Modus in FPS-Spielen ist der Scout Mode, hier wird der Klang dahingehend optimiert, dass die Geräusche von Schritten besser wahrnehmbar sind. Mit VoiceFX lädt zum Spielen ein, denn hier kann man seine Stimme verändern und wie ein Ork, Alien, Dämon usw. sprechen. In den erweiterten Optionen kann man zum einen die grundsätzliche Kopfhörerkonfiguration von Stereo bis hin zu 7.1-Surround-Sound einstellen und über Mixer manuell Signalpegel anpassen.

    X-Plus Configurator:

    Der X-Plus Configurator ist ein sehr einfaches Tool zur Anpassung der Klang-Profile. Hier kann man Presets für verschiedene Anwendungen auf dem Sound BlasterX G1 aktivieren. Dies ist zum Beispiel dann interessant, wenn man diesen an einem PC ohne entsprechender Software oder an der PlayStation 4 nutzen möchte.

    Klang:

    Die zentrale Frage ist jedoch, welchen Einfluss haben die Softwareoptionen auf den Klang des Headsets und kann man so vielleicht auch die Klangqualität des verwendeten Headsets steigern. Um dieser Sache auf den Grund zu gehen, nutzen wir ein SPC Gear VIRO Plus, nicht die Art hochwertiger Headsets, die mit dem G1 verwendet werden können, jedoch bot sich dieses an, da es ab Werk mit einem abnehmbaren USB-DAC geliefert wird und so ein direkter Vergleich des Einflusses des DACs möglich ist.

    Kopfhörer:

    Insgesamt bleibt die Klangbreite unserer Testkopfhörer erhalten, allerdings wirkt die Wiedergabe besonders im Mittenbereich etwas klarer und differenzierter. Jedoch zeigt sich ein interessanter Effekt, die maximale Lautstärke fällt geringer aus. Die hier erreichbare Lautstärke ist durchaus grenzwertig, aber das wird sicherlich von Headset zu Headset unterschiedlich ausfallen. Der aktivierte 7.1-Surround-Klang sorgt auch hier für eine gefühlt stärkere Räumlichkeit. Aktiviert man den Testmodus im Einstellungsmodus, kann man tatsächlich die scheinbare Position der einzelnen Lautsprecher heraushören. Auch der Scout-Modus ist durchaus interessant, verstärkt er doch etwas die Lautstärke im Frequenzbereich der Schrittgeräusche, wodurch sich durchaus der ein oder andere taktische Vorteil ableiten lässt.

    Mikrofon:

    Auch die Aufzeichnung des Mikrofons fällt recht leise aus, sodass man hier nachträglich verstärken muss. Allerdings ist das Rauschen im Vergleich zum mitgelieferten Interface unseres Testheadsets deutlich schwächer geworden. Die VoiceFX-Optionen erweisen sich hier als sehr unterhaltsam und funktionieren wirklich sehr gut.

    Fazit:

    Der Sound BlasterX G1 ist ein funktionaler USB-DAC, mit dem sich durchaus Funktionalität und Klangqualität analoger Kopfhörer steigern lassen. Besonders bei Systemen mit weniger hochwertigen Audiochips oder fehlender Funktionalität eine sehr sinnvolle Ergänzung. Besonders bei Notebooks bietet sich eine derart kompakte Lösung an.

    Aktuell (Stand: 05.05.2022) ist der USB-DAC ab 24,49 € zzgl. Porto erhältlich. Ein sehr guter Preis für die gebotenen Features und die erreichbaren Klangverbesserungen.

    Vorteile: Nachteile:
    • Verbesserung der Soundqualität im Vergleich zu mitgelieferten USB-DACs von Headsets möglich.
    • Kompakt und elegant gebaut.
    • Viele Softwareoptionen mit denen eine sehr freie Klanganpassung möglich ist.
    • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
    • Die Lautstärkepegel für Wiedergabe und Aufzeichnung fallen, abhängig vom Headset, durchaus gering aus, sodass man ggf. extern nachregeln muss.

    Die USB-Interfaces Sound BlasterX G1 wurde Game2Gether von Creative für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Quelle: Produktseite Creative

    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich schreibe hier vor allem zu den Themen PC-Hardware und Marvel-Comics.