Anycubic Kobra 2 – Test/Review

    Design und Verarbeitung:

    Nachfolgend werfen wir einen Blick auf die einzelnen Elemente des Anycubic Kobra 2. Dabei folgen wir der Art und Weise, wie der Drucker zerlegt geliefert wird.

    Der Rahmen:

    Der Rahmen umfasst die vollständige x- und z-Achse des Druckers. Bewegt wird die z-Achse über zwei Trapezgewindespindeln mit Anti-Backlash-Muttern. Die Spindeln sind mittels Zahnriemen verbunden und werden von einem Schrittmotor angetrieben. Dabei erfolgt die Lagerung der x-Achse mittels profilierter Rollen an den senkrechten Rahmenelementen. Bewegt wird die x-Achse über einen Zahnriemen, der an der rechten Seite nachgespannt werden kann. Gelagert wird die Montageplatte des Extruders mittels drei profilierten Rollen, zwei an der Ober- und eine an der Unterseite. Im Verglich zur Vorgängergeneration wurde besonders die x-Achse deutlich verstärkt, sowie die Spindeln der z-Achse. Gleich geblieben ist das Kunststoffelement, das die beiden senkrechten Profile der Seiten miteinander verbindet.

    Die Basis:

    Neben dem Grundrahmen umfasst die Basis des Druckers das Netzteil, die Steuerungselektronik und die y-Achse samt magnetischem Heizbett. Der Grundrahmen besteht aus zwei Aluminiumnutprofilen, die durch ein Querprofil sowie die Elektronikbox verbunden sind. Das linke Profil ist an der Vorderseite mit einer Kappe versehen, das rechte nicht, da hier das Display verschraubt wird. Die Position des senkrechten Rahmens ist mit Einfräsungen in den Längsprofilen genau markiert. An der linken Seite ist hinten im Aluprofil die Kaltgerätebuchse mit Ein-/Ausschalter eingelassen.
    Der Antrieb der y-Achse erfolgt über einen Zahnriemen mittels Schrittmotor. Die Riemenspannung lässt sich auch hier von Hand nachstellen. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Lagerung des Bettes nachzustellen. Die Kabel zwischen Heizbett und Elektronik sind mit einem Nylonmantel versehen, ebenso wie alle anderen Kabelstränge des Druckers.

    Die Extruder-Einheit:

    Nachdem die erste Generation des Kobras bereits einen Direct-Drive-Extruder erhalten hatte, verfügt der Kobra 2 nun über eine erneut überarbeitete Extrudereinheit. Neben der Verstärkung des Rahmens ist der überarbeitete Extruder essenziell für die hohen Druckgeschwindigkeiten. Im Vergleich zum Vorgänger ist diese Einheit deutlich gewachsen. Der Sensor für die Druckbettkalibrierung ist nun vollständig in das Gehäuse integriert. Die deutlichsten Änderungen finden sich am Hotend und der Objektkühlung. Das Hotend verfügt über einen gänzlich neuen Aufbau und die Heizleistung wurde auf 60 W erhöht, um eine Temperaturstabilität bei den höheren Materialflüssen zu gewährleisten. Die Objektkühlung saugt die Frischluft an der Vorderseite ein und führt diese von links und rechts auf das Objekt und ermöglicht so eine gleichmäßigere, zweiseitige Kühlung.

    Display und Elektronik:

    Die Display-Einheit und auch den Spulenhalter kennen wir bereits von vorherigen Anycubic-Druckern, wie dem Anycubic Vyper und mehreren Modellen der ersten Kobra-Genration. Das Display verfügt über einen Micro-SD-Slot, der für Firmware-Updates benötigt wird.

    In einer großzügig dimensionierten Einhausung findet sich die Hauptplatine des Druckers. Um an diese zu gelangen, muss man nicht nur die Verschraubungen lösen, zusätzlich ist die Abdeckung auch über Clips fixiert. Zwei der mittels Schraubklemmen angebunden Kabel verfügen nun auch über Aderendhülsen.

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    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.