Monster jagen, Ausrüstung herstellen und immer wieder auf die nächste große Herausforderung hinarbeiten. Mit Monster Hunter Outlanders landet das beliebte Jagdgefühl erstmals in dieser Form als Free-to-Play-Abenteuer auf Smartphones und Tablets. Doch wie viel echtes Monster Hunter steckt in dem Mobile-Ableger? Nach 36 Jägerrängen, unzähligen Kämpfen und einigen Stunden Erkundung bin ich überraschend begeistert. Ganz ohne Schwächen kommt die Monsterjagd allerdings nicht aus.
Monster Hunter für die Hosentasche? Ich war skeptisch. Und ziemlich gehyped.
Ich liebe Monster Hunter. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf Monster Hunter Outlanders, auch wenn ich zunächst nicht so recht wusste, was ich von einem Free-to-Play-Ableger für Smartphones und Tablets halten sollte. Eine riesige offene Welt, verschiedene Waffen, bekannte Monster und das typische Jagdgefühl, diesmal allerdings mit Touchsteuerung und Gacha-System? Das klang einerseits unglaublich vielversprechend, andererseits hatte ich durchaus meine Zweifel, ob das auf einem mobilen Gerät wirklich funktionieren kann.
Seit dem 29. Oktober 2026 ist Monster Hunter Outlanders für Android und iOS erhältlich. Entwickelt wurde das Spiel von TiMi Studio Group unter Lizenz von Capcom. Und ich muss sagen: Mit diesem Ergebnis hätte ich nicht gerechnet. Schon nach den ersten Kämpfen war ich überrascht, wie vertraut sich alles anfühlt. Die Bewegungen, das Kampfsystem, die Monster und selbst die kleinen Details erinnern so stark an die Hauptreihe, dass ich teilweise beinahe vergesse, überhaupt ein Mobile Game zu spielen.
Mittlerweile habe ich Jägerrang 36 erreicht, verschiedene Charaktere ausprobiert, zahlreiche Monster erlegt und mich ausgiebig durch die offene Spielwelt gekämpft. Dabei ist mir vor allem eines klar geworden: Monster Hunter Outlanders ist nicht einfach nur ein hübscher Mobile-Ableger. Es fühlt sich tatsächlich wie ein richtiges Monster Hunter an. Und das ist noch längst nicht alles.
Eine offene Welt, in der es an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt
Was mich direkt positiv überrascht hat, ist die Gestaltung der Spielwelt. Anstatt sich ausschließlich von einer Monsterjagd zur nächsten zu bewegen, lädt Outlanders dazu ein, die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Und dabei gibt es erstaunlich viel zu entdecken. Überall warten kleinere Aufgaben, Herausforderungen oder andere Beschäftigungen. Mal muss ich Steine aufeinanderstapeln, mal einer Katze aus der Patsche helfen und wenige Meter weiter finde ich schon wieder etwas Neues, das meine Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Die Welt ist unglaublich liebevoll gestaltet und fühlt sich dabei richtig voll an. Egal, wohin ich laufe, irgendwo passiert etwas oder es gibt etwas zu erledigen. Besonders interessant finde ich, dass man selbst verschiedene Konstruktionen in der offenen Welt platzieren kann. Beispielsweise lassen sich Seilrutschen errichten, mit denen bestimmte Wege deutlich komfortabler zurückgelegt werden können. Natürlich kann man nicht unbegrenzt alles mit Bauwerken vollstellen, da die Anzahl der Konstruktionen limitiert ist. Trotzdem finde ich dieses System ziemlich cool, weil man die Erkundung dadurch ein Stück weit selbst gestalten kann.
Die Welt fühlt sich nicht einfach nur wie eine hübsche Kulisse an, durch die man auf dem Weg zur nächsten Jagd hindurchläuft. Stattdessen gibt es immer wieder kleine Gründe, stehen zu bleiben und sich umzusehen. Allerdings habe ich mich bei manchen Aktivitäten auch gefragt, warum ich das jetzt eigentlich machen sollte. Nicht jede Aufgabe fühlt sich besonders sinnvoll an oder bietet eine Belohnung, die mich wirklich interessiert. Manchmal wirkt es eher so, als wären bestimmte Beschäftigungen hauptsächlich dafür da, die Welt noch etwas voller zu machen.
Mich persönlich stört das bisher aber kaum. Ganz im Gegenteil: Ich mag es, dass die Umgebung so lebendig wirkt und man jederzeit etwas Neues entdecken kann. Die offene Welt gehört für mich definitiv zu den größten Stärken von Outlanders.
Nur noch eine Jagd. Okay, vielleicht noch fünf.
So schön die Welt auch sein mag, am Ende geht es bei Monster Hunter natürlich um eines: Monster verkloppen. Und verdammt, macht das Spaß. Das Kampfsystem ist für mich ohne Frage das größte Highlight von Monster Hunter Outlanders. Wer bereits einen der Hauptteile gespielt hat, wird sich ziemlich schnell zurechtfinden. Die Monster besitzen unterschiedliche Angriffsmuster, man muss auf seine Positionierung achten, im richtigen Moment ausweichen und seine Angriffe sinnvoll einsetzen.
Besonders begeistert bin ich davon, wie viele bekannte Mechaniken übernommen wurden. Über ein Anvisiersystem lassen sich gezielt bestimmte Körperteile der Monster angreifen und zerstören. Auch die Umgebung kann genutzt werden, um Gegner zu beeinträchtigen oder sich einen Vorteil im Kampf zu verschaffen. Und natürlich lassen sich Monster nicht nur erlegen, sondern auch fangen. Das klingt vielleicht selbstverständlich, aber gerade bei einem Mobile-Ableger hätte ich durchaus damit gerechnet, dass einige dieser Mechaniken vereinfacht oder komplett gestrichen werden. Glücklicherweise ist das nicht der Fall.
Kurze Kämpfe, unglaublich viel Spielspaß
Eine der größten Besonderheiten liegt in der Dauer der einzelnen Jagden. Während man in den großen Monster-Hunter-Spielen teilweise deutlich länger mit einem Gegner beschäftigt ist, fallen die Kämpfe in Outlanders wesentlich kompakter aus. Je nach Monster, Schwierigkeitsgrad und eigener Leistung dauert eine Jagd ungefähr ein bis fünf Minuten. Meine eigenen Kämpfe sind meistens schon nach ein bis zwei Minuten abgeschlossen. Und wisst ihr was? Ich finde das großartig.
Gerade auf dem Smartphone passt dieses Konzept hervorragend. Man kann zwischendurch eine schnelle Jagd starten, Materialien sammeln oder einfach noch ein Monster erledigen, ohne dafür direkt viel Zeit einplanen zu müssen. Dabei fühlen sich die Kämpfe keineswegs langweilig oder bedeutungslos an. Ausweichen, Positionierung und das richtige Timing bleiben wichtig, auch wenn die Begegnungen insgesamt deutlich kürzer ausfallen.
Vielmehr entsteht dadurch ein unglaublich motivierender Spielfluss. Eine Jagd ist abgeschlossen, die nächste Belohnung wartet und plötzlich denkt man sich: Ach komm, eine geht noch. Und noch eine. Und vielleicht noch eine. Das ist genau dieses typische Monster-Hunter-Gefühl, das mich auch in den Hauptspielen regelmäßig viel zu lange vor dem Bildschirm sitzen lässt. Outlanders schafft es, dieses Gefühl in kurze, unglaublich motivierende Jagden zu verpacken. Und das funktioniert für mich hervorragend.
Classic oder Adventure? Monsterjagd für jeden Spielstil
Natürlich stellt sich bei einem solchen Spiel die Frage, wie gut das Kampfsystem überhaupt mit einer Touchsteuerung funktioniert. Outlanders bietet dafür zwei unterschiedliche Steuerungsvarianten: Classic und Adventure. Der Classic-Modus orientiert sich stärker an der gewohnten Monster-Hunter-Steuerung. Verschiedene Aktionen und Fähigkeiten können gezielt ausgelöst werden, wodurch man mehr direkte Kontrolle über die einzelnen Bewegungen besitzt. Der Adventure-Modus vereinfacht dagegen die Bedienung. Statt zahlreiche unterschiedliche Tasten verwenden zu müssen, werden bestimmte Aktionen und Angriffskombinationen situationsabhängig zusammengefasst beziehungsweise automatisch ausgewählt.
Ich persönlich spiele hauptsächlich im Adventure-Modus. Nicht unbedingt, weil mir die klassische Steuerung zu kompliziert wäre, sondern weil ich die vereinfachte Variante auf dem Smartphone schlichtweg angenehmer finde. Die Steuerung funktioniert grundsätzlich hervorragend. Bewegungen werden zuverlässig umgesetzt, Ausweichmanöver lassen sich gut timen und auch die Positionierung während der Kämpfe funktioniert erstaunlich präzise. Hin und wieder empfinde ich die Touchsteuerung trotzdem als etwas unbequem. Das liegt allerdings auch daran, dass ich persönlich nicht besonders viele Mobile Games spiele und komplexere Actionspiele normalerweise lieber mit einem Controller bediene.
Umso schöner finde ich, dass Outlanders beide Steuerungsvarianten anbietet und zusätzlich Controller unterstützt. Wer möglichst nah an der klassischen Monster-Hunter-Erfahrung bleiben möchte, kann sich also für die umfangreichere Steuerung entscheiden. Wer lieber etwas entspannter auf dem Touchscreen jagt, ist mit Adventure hervorragend bedient.
Bekannte Monster, aber noch Luft nach oben
Natürlich bringt Outlanders nicht den gesamten Umfang der Hauptreihe mit. Zum aktuellen Zeitpunkt stehen weder sämtliche bekannten Waffen noch alle Monster zur Verfügung. Viele der typischen Standardmonster sind bereits vertreten, allerdings begegnet man ihnen im Spielverlauf auch regelmäßig wieder. Häufig besteht der nächste Schritt darin, bereits bekannte Gegner auf höheren Schwierigkeitsgraden zu bekämpfen.
Weitere Monster werden nach und nach über den Fortschritt in der Hauptgeschichte freigeschaltet. Nach meiner bisherigen Erfahrung geschieht das ab ungefähr Jägerrang 30 relativ regelmäßig, teilweise etwa alle zwei Ränge. Der aktuell erreichbare maximale Jägerrang liegt bei 60. Dadurch gibt es immer wieder neue Ziele, auf die man hinarbeiten kann.
Natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn die Monsterauswahl noch etwas größer ausfallen würde. Gerade weil die offene Welt so umfangreich wirkt, wäre noch mehr Abwechslung bei den Gegnern definitiv willkommen. Allerdings gehört es auch zu Monster Hunter, dieselben Monster immer wieder zu bekämpfen. Wer eine bestimmte Rüstung herstellen, Materialien sammeln oder seine Ausrüstung verbessern möchte, wird ohnehin nicht darum herumkommen, dem einen oder anderen Monster mehrfach einen Besuch abzustatten.
Und solange die Kämpfe so viel Spaß machen wie hier, stört mich das tatsächlich erstaunlich wenig. Im Gegenteil: Ich bin weiterhin motiviert, sämtliche verfügbaren Monster freizuschalten und mich an den höheren Schwierigkeitsgraden auszuprobieren. Auch zukünftige Events und zusätzliche Monster bieten reichlich Potenzial, das Spielerlebnis langfristig zu erweitern.
Neue Charaktere, neue Movesets, neuer Spielspaß
Eine der interessantesten Besonderheiten von Outlanders sind die verschiedenen spielbaren Charaktere. Während man in den klassischen Monster-Hunter-Spielen vor allem durch die Wahl seiner Waffe den eigenen Kampfstil bestimmt, besitzen die Charaktere in Outlanders individuelle Fähigkeiten und teilweise völlig unterschiedliche Movesets. Und genau das finde ich unglaublich cool.
Ich selbst spiele normalerweise am liebsten Dual Blades, also Doppelklingen. Aktuell bin ich allerdings häufig mit Midori unterwegs, einem SSR-Charakter, der ein Langschwert verwendet. Und obwohl ich eigentlich eher die schnellen Angriffe meiner Doppelklingen bevorzuge, macht mir auch Midori unglaublich viel Spaß.
Besonders die unterschiedlichen SSR-Charaktere bringen ordentlich Abwechslung ins Kampfsystem. Sie besitzen eigene Fähigkeiten und Angriffskombinationen, wodurch sie sich nicht einfach nur wie verschiedene Skins für dieselbe Waffe anfühlen. Stattdessen muss man sich teilweise tatsächlich auf einen neuen Spielstil einstellen. Das motiviert mich persönlich sehr, weitere Charaktere auszuprobieren und herauszufinden, welche Fähigkeiten und Kombinationen mir besonders gut gefallen.
Crafting ohne unnötigen Stress
Auch das Herstellen und Verbessern von Ausrüstung funktioniert angenehm unkompliziert. Wie gewohnt erhält man durch besiegte Monster verschiedene Materialien, die anschließend für neue Ausrüstung oder Verbesserungen verwendet werden können. In regelmäßigen Abständen lassen sich vorhandene Gegenstände weiter aufwerten. Ab einem bestimmten Spielfortschritt kann man außerdem an vielen Orten direkt craften, ohne ständig zu einem bestimmten Standort zurückkehren zu müssen.
Was mir dabei besonders positiv aufgefallen ist, sind die zahlreichen Hilfestellungen. Outlanders empfiehlt passende Ausrüstung, zeigt sinnvolle Verbesserungen an und führt einen relativ unkompliziert durch die verschiedenen Progressionssysteme. Dadurch wirkt das gesamte System erstaunlich zugänglich. Gerade für Neueinsteiger dürfte das ziemlich angenehm sein, weil man nicht direkt von unzähligen Materialien, Ausrüstungswerten und Verbesserungsmöglichkeiten erschlagen wird.
Für erfahrene Monster-Hunter-Spieler könnte diese Unterstützung teilweise fast schon etwas zu großzügig ausfallen. Mich persönlich stört das allerdings nicht. Ich finde es angenehm, dass ich mich auf die Monsterjagd konzentrieren kann, ohne ständig rätseln zu müssen, welche Verbesserung als Nächstes sinnvoll wäre.
Gacha in Monster Hunter? Tatsächlich gar nicht so schlimm!
Kommen wir zu einem Punkt, bei dem vermutlich einige Monster-Hunter-Fans direkt skeptisch werden: dem Gacha-System. Ja, Monster Hunter Outlanders ist ein Free-to-Play-Spiel. Und ja, es gibt ein Gacha-System, über das unter anderem neue Charaktere und Begleiter beziehungsweise Katzen erhalten werden können. Die Charaktere besitzen unterschiedliche Seltenheitsstufen, darunter R, SR und SSR. Letztere gehören zu den besonders begehrten Charakteren und sind ungefähr mit den Fünf-Sterne-Charakteren anderer Gacha-Spiele vergleichbar.
Normalerweise bin ich bei solchen Systemen etwas vorsichtig. Gerade wenn Charaktere und damit auch unterschiedliche Spielstile hinter zufallsbasierten Ziehungen stecken, besteht natürlich immer die Gefahr, dass man irgendwann das Gefühl bekommt, unbedingt Geld ausgeben zu müssen. Bisher habe ich davon allerdings erstaunlich wenig gespürt. Mittlerweile bin ich Jägerrang 36 und konnte sämtliche bisherigen Herausforderungen problemlos bewältigen, ohne dafür echtes Geld ausgeben zu müssen.
Auch die kostenlosen Belohnungen fallen bisher ausgesprochen großzügig aus. Während meiner bisherigen Spielzeit konnte ich bereits mindestens 160 kostenlose Ziehungen sowie ungefähr 120 weitere Ziehungen auf limitierten Bannern durchführen. Und damit habe ich noch längst nicht alle verfügbaren Belohnungen ausgeschöpft. Überall gibt es neue Möglichkeiten, zusätzliche Ressourcen oder Ziehungen zu erhalten. Selbst die verschiedenen Angebote im Shop fallen teilweise recht großzügig aus, wobei man natürlich trotzdem echtes Geld investiert.
Für mich persönlich ist das Gacha-System deshalb bisher überhaupt kein großes Problem. Natürlich bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze im späteren Spielverlauf entwickelt. Ich habe den maximalen Jägerrang schließlich noch nicht erreicht und kann deshalb nicht beurteilen, ob bestimmte Inhalte irgendwann deutlich stärkere Charaktere voraussetzen. Auch die langfristige Verfügbarkeit kostenloser Ziehungen lässt sich nach dieser vergleichsweise kurzen Spielzeit noch nicht abschließend bewerten.
Trotzdem fällt mein bisheriger Eindruck überraschend positiv aus. Outlanders ist für mich aktuell ein Free-to-Play-Spiel, bei dem ich tatsächlich das Gefühl habe, auch kostenlos das vollständige Jagderlebnis genießen zu können. Und das ist heutzutage bei einem Gacha-Spiel definitiv nicht selbstverständlich.
Die Dailies sind vorbei. Die Monsterjagd noch lange nicht.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings bei der Progression. Der Jägerrang spielt in Outlanders eine zentrale Rolle, weil neue Inhalte, Monster und weitere Möglichkeiten an den Spielfortschritt gekoppelt sind. Wer möglichst schnell vorankommen möchte, stellt deshalb relativ früh fest, dass sich der Jägerrang nicht unbegrenzt erhöhen lässt. Besonders effektiv funktioniert das nämlich über die täglichen Aufgaben. Dabei handelt es sich um verschiedene Aktivitäten, beispielsweise Monsterjagden, das Herstellen von Ausrüstung oder andere kleinere Herausforderungen.
Das Problem daran ist relativ offensichtlich: Die Dailies sind eben nur einmal täglich verfügbar. Hat man seine Aufgaben abgeschlossen, wird der weitere Rangfortschritt deutlich langsamer. Und gerade wenn man motiviert ist und eigentlich möglichst schnell die nächsten Monster freischalten möchte, kann das schon etwas nerven.
Allerdings bedeutet das keineswegs, dass danach nichts mehr zu tun wäre. Ganz im Gegenteil. Ich selbst spiele teilweise noch zwei bis drei Stunden weiter, obwohl meine täglichen Aufgaben längst abgeschlossen sind. Einfach, weil ich Lust darauf habe. Ich möchte neue Ausrüstung herstellen, Materialien sammeln, weitere Charaktere ausprobieren und natürlich irgendwann jedes verfügbare Monster freigeschaltet haben.
Und seien wir mal ehrlich: Es ist Monster Hunter. Natürlich jage ich dasselbe Monster auch zum zehnten Mal, wenn ich gerade Lust darauf habe. Die täglichen Fortschrittsgrenzen empfinde ich deshalb eher als gelegentliche Spaßbremse und weniger als grundsätzliches Problem. Sie verhindern zwar, dass ich innerhalb kürzester Zeit sämtliche Inhalte freischalte, aber sie halten mich definitiv nicht davon ab, weiterzuspielen. Dass ich auch nach meinen Dailies regelmäßig noch mehrere Stunden in Outlanders verbringe, spricht meiner Meinung nach ziemlich deutlich für die Qualität des eigentlichen Gameplays.
Gemeinsam jagen macht Spaß, ist aber noch kein Muss
Natürlich darf bei einem Monster-Hunter-Spiel auch der Koop-Modus nicht fehlen. Gemeinsam mit Freunden auf die Jagd zu gehen, gehört schließlich schon seit Jahren zu den Dingen, die die Reihe für mich so besonders machen. Glücklicherweise funktioniert der Multiplayer in Outlanders bisher hervorragend. Während meiner bisherigen Koop-Jagden hatte ich keinerlei nennenswerte Verbindungsprobleme. Keine spürbaren Lags, keine störenden Aussetzer und keine technischen Schwierigkeiten, die den Spielspaß beeinträchtigt hätten. Das ist gerade für ein Mobile Game ziemlich erfreulich.
Allerdings gibt es einen Punkt, bei dem ich mir für die Zukunft noch etwas mehr wünschen würde. Aktuell fehlt mir ein bisschen der Grund, überhaupt im Koop zu spielen. Versteht mich nicht falsch: Gemeinsam mit Freunden Monster zu verkloppen, macht natürlich Spaß. Allerdings konnte ich bisher auch sämtliche Inhalte problemlos allein bewältigen. Selbst schwierigere Herausforderungen waren für mich bislang kein Grund, unbedingt weitere Spieler dazuholen zu müssen.
Dadurch fühlt sich der Koop-Modus eher wie eine zusätzliche Möglichkeit an, gemeinsam Spaß zu haben, als wie ein wirklich wichtiger Bestandteil des Spielfortschritts. Für Solospieler ist das natürlich hervorragend. Niemand wird dazu gezwungen, mit anderen zusammenzuspielen, um voranzukommen. Trotzdem würde ich mir langfristig noch etwas mehr Anreize wünschen, die das gemeinsame Jagen besonders attraktiv machen. Gerade spezielle Koop-Herausforderungen oder zusätzliche Belohnungen könnten hier für noch mehr Motivation sorgen. Technisch gibt es an meinen bisherigen Multiplayer-Erfahrungen allerdings kaum etwas auszusetzen.
Moment mal, das soll ein Mobile Game sein?
Kommen wir zu einem der Punkte, die mich an Outlanders am meisten beeindruckt haben: der Grafik. Ganz ehrlich? Ich war teilweise wirklich sprachlos. Monster Hunter Outlanders sieht für ein Mobile Game verdammt gut aus. Die detaillierten Umgebungen, die Monster, die Animationen und die verschiedenen Effekte erinnern mich stellenweise stark an Monster Hunter Wilds.
Natürlich erreicht ein Smartphone nicht automatisch dieselbe visuelle Qualität wie ein leistungsstarker Gaming-PC oder eine aktuelle Konsole. Trotzdem ist es beeindruckend, wie nah Outlanders zumindest optisch an das Gefühl der großen Serienteile herankommt. Selbst auf niedrigeren Grafikeinstellungen beziehungsweise im Energiesparmodus sieht das Spiel noch erstaunlich ordentlich aus. Gerade die liebevoll gestaltete offene Welt profitiert davon enorm.
Auch die Musik passt wunderbar zur Reihe. Wer Monster Hunter kennt, wird sich bei der musikalischen Untermalung schnell zu Hause fühlen. Die Kombination aus Soundtrack, Umgebungsgeräuschen und den verschiedenen Kampfeffekten sorgt dafür, dass sich Outlanders nicht nur spielerisch, sondern auch atmosphärisch wie ein richtiges Monster Hunter anfühlt.
Drei Geräte, drei Erfahrungen
Allerdings gibt es bei der Technik einen ziemlich wichtigen Punkt: Nicht jedes Smartphone kommt mit Outlanders gleichermaßen gut zurecht. Ich habe das Spiel auf drei verschiedenen Geräten ausprobiert und dabei teilweise enorme Unterschiede festgestellt.
Samsung Galaxy S26 Ultra: Auf meinem Galaxy S26 Ultra läuft Outlanders hervorragend. Die Performance ist durchgehend angenehm, die Steuerung reagiert zuverlässig und auch bei längeren Spielsitzungen hatte ich bislang keine größeren Probleme. Das Smartphone wird während des Spielens zwar warm, aber nicht unangenehm heiß. Auch den Akkuverbrauch empfinde ich als absolut in Ordnung. Ich kann problemlos mehrere Stunden am Stück spielen, ohne ständig das Gefühl zu haben, sofort wieder eine Steckdose suchen zu müssen.
Apple iPad Pro: Auch auf meinem iPad Pro läuft das Spiel einwandfrei. Die größere Bildschirmfläche macht die Erkundung und besonders die Kämpfe angenehm übersichtlich. Nennenswerte Performanceprobleme konnte ich hier ebenfalls nicht feststellen. Gerade die beeindruckende Grafik kommt auf dem größeren Display besonders gut zur Geltung.
Samsung Galaxy S22 Ultra: Ganz anders sieht es allerdings auf meinem älteren Galaxy S22 Ultra aus. Hier war die Performance teilweise wirklich katastrophal. In besonders problematischen Momenten fiel die Bildrate auf ungefähr drei FPS. Ja, drei. Von einer flüssigen Monsterjagd kann unter solchen Bedingungen natürlich keine Rede mehr sein.
Gerade dieser Unterschied hat mich überrascht, weil das S22 Ultra grundsätzlich noch immer kein völlig unbrauchbares Smartphone ist. Natürlich können verschiedene Faktoren wie Grafikeinstellungen, Softwareversionen oder die allgemeine Geräteleistung eine Rolle spielen. Trotzdem zeigt mein Test ziemlich deutlich, dass Outlanders technisch durchaus anspruchsvoll sein kann. Wer das Spiel ausprobieren möchte, sollte deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass es auf jedem Smartphone problemlos funktioniert.
Positiv hervorheben möchte ich dagegen noch die Ladezeiten. Auf meinen beiden problemlos laufenden Geräten sind diese kaum der Rede wert. Das Spiel fühlt sich dadurch auch beim Wechsel zwischen verschiedenen Aktivitäten angenehm flüssig an. Wenn die eigene Hardware mitspielt, bekommt man hier ein wirklich beeindruckendes mobiles Spielerlebnis.
Fazit: Monster Hunter für die Hosentasche? Verdammt, ja!
Ich liebe Monster Hunter. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an Outlanders, auch wenn ich vor allem beim Free-to-Play-Modell und dem Gacha-System zunächst etwas skeptisch war. Mittlerweile habe ich Jägerrang 36 erreicht, unzählige Monster erlegt und viel zu viele Stunden in der offenen Welt verbracht. Und wisst ihr was? Ich habe immer noch nicht genug.
Outlanders schafft etwas, das ich einem Mobile-Ableger in dieser Form nicht unbedingt zugetraut hätte: Es fühlt sich tatsächlich wie ein richtiges Monster Hunter an. Die Kämpfe machen unglaublich viel Spaß, die offene Welt steckt voller liebevoller Details und die verschiedenen Charaktere bringen durch ihre individuellen Movesets überraschend viel Abwechslung ins Spiel. Besonders begeistert bin ich davon, wie gut die kurzen Jagden funktionieren. Sie sind schnell, motivierend und sorgen regelmäßig dafür, dass aus einer geplanten Runde plötzlich mehrere Stunden werden.
Auch das Gacha-System hat mich bisher positiv überrascht. Trotz der zufallsbasierten Charakterfreischaltungen konnte ich sämtliche bisherigen Inhalte problemlos kostenlos bewältigen und habe dabei bereits eine Menge Belohnungen erhalten. Natürlich ist nicht alles perfekt. Die täglichen Fortschrittsgrenzen können nerven, die bisherige Monsterauswahl dürfte gerne größer ausfallen und dem Koop-Modus fehlen aktuell noch ein paar überzeugende Anreize. Auch die erheblichen Performanceunterschiede zwischen verschiedenen Geräten sollte man keinesfalls unterschätzen.
Trotzdem fallen diese Schwächen für mich angesichts des gebotenen Spielerlebnisses kaum ins Gewicht. Selbst nach meinen täglichen Aufgaben verbringe ich regelmäßig noch mehrere Stunden im Spiel. Nicht, weil ich muss, sondern weil ich schlichtweg Lust auf die nächste Jagd habe. Und das sagt eigentlich schon alles.
Monster Hunter Outlanders ist für mich nicht einfach nur ein gutes Mobile Game. Es ist ein verdammt gutes Monster Hunter.
Wer die Reihe liebt, bekommt hier ein überraschend umfangreiches und motivierendes Spielerlebnis, das sich bislang auch ohne einen einzigen Cent hervorragend genießen lässt. Ich wollte Monster Hunter für unterwegs. Bekommen habe ich ein Spiel, bei dem ich regelmäßig vergesse, wie viel Zeit eigentlich schon vergangen ist.
Und ganz ehrlich? Genau so sollte sich Monster Hunter anfühlen.
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