Mit Warrior Cats: Clans of the Forest wird die beliebte Romanreihe von Erin Hunter zum interaktiven Abenteuer. Als selbst gestaltete Katze schließen wir uns einem der vier Clans an, erkunden unterschiedliche Gebiete und stellen uns den Gefahren des Waldes. Dabei erwarten uns eine eigene Geschichte, taktische Kämpfe und zahlreiche Möglichkeiten, unseren Charakter individuell zu gestalten. Wir haben uns auf der Nintendo Switch 2 in die Welt der Clans gewagt und verraten euch, wie sich das Abenteuer im Test schlägt.
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Warrior Cats – Eine Welt voller Katzenclans
Warrior Cats ist eine international erfolgreiche Jugendbuchreihe, die unter dem Pseudonym Erin Hunter veröffentlicht wird. Im Mittelpunkt stehen wilde Katzen, die in verschiedenen Clans leben und ihr Zusammenleben nach eigenen Regeln, Traditionen und Hierarchien gestalten. Jeder Clan besitzt ein eigenes Territorium und besondere Eigenschaften. Freundschaften, Rivalitäten und Machtkämpfe gehören ebenso zum Alltag wie die Jagd und die Verteidigung des eigenen Lebensraums. Eine wichtige Rolle spielt außerdem der SternenClan, in dem die verstorbenen Krieger weiterleben und den Katzen durch Träume und Zeichen Orientierung geben können. Die Mischung aus Abenteuer, Zusammenhalt, Konflikten und mystischen Elementen hat die Reihe zu einem weltweiten Erfolg gemacht. Mit Warrior Cats: Clans of the Forest können Fans diese Welt nun selbst erkunden und ihre eigene Geschichte innerhalb der Clans erleben.
Warrior Cats: Clans of the Forest – Willkommen bei den Clans
Warrior Cats: Clans of the Forest ist ein Action-Adventure-Rollenspiel, das auf der bekannten Warrior-Cats-Romanreihe von Erin Hunter basiert. Entwickelt von TRAILMARK Games und Four Trees Media, entführt uns das Spiel in eine Welt, in der Katzen eigene Gemeinschaften bilden, ihre Territorien verteidigen und sich mit den Herausforderungen des Clanlebens auseinandersetzen.
Zum Einstieg wählen wir einen von vier Clans. Jeder besitzt seine eigene Hintergrundgeschichte und ein eigenes Territorium. Natürlich unterscheiden sich auch die Angehörigen der Clans voneinander. Je nachdem wem wir uns anschließen, starten wir so von einem anderen Punkt aus in die Geschichte.
Im Mittelpunkt stehen die Erkundung der Spielwelt, Begegnungen mit anderen Katzen und rundenbasierte Kämpfe. Gleichzeitig beeinflussen unsere Entscheidungen die Beziehungen zu anderen Charakteren und den weiteren Verlauf unserer Geschichte. Damit richtet sich das Spiel nicht ausschließlich an Fans der Buchreihe, sondern auch an Spieler, die ein erzählerisches Abenteuer mit Rollenspielelementen suchen.
Individuelle Katzen und unterschiedliche Spielweisen
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Charaktereditor. Hier können wir unsere eigene Kriegerkatze gestalten und zahlreiche Details individuell anpassen. Neben Fellfarben und Fellzeichnungen lassen sich unter anderem Größe, Körperform, Ohren, Nase und Augen verändern. Auch weitere optische Merkmale stehen zur Auswahl. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind umfangreich und erlauben es, eine Katze nach den eigenen Vorstellungen zu erschaffen. Zwar unterscheiden sich die Clans zunächst durch ihre typische Optik, diese Vorgaben schränken uns bei der Erstellung unseres Charakters jedoch nicht ein. Wir können das Aussehen unabhängig vom gewählten Clan frei bestimmen.
Besonders interessant ist, dass die Gestaltung nicht ausschließlich kosmetische Auswirkungen hat. Die gewählten Merkmale beeinflussen auch die Charakterwerte. Dabei spielen zwei Kategorien eine Rolle: Die eine wirkt sich auf Eigenschaften wie Stärke und Schnelligkeit aus, während die andere beeinflusst, wie sich Dialoge auf die Beziehungen zu anderen Charakteren auswirken.
Damit wird die Gestaltung zu einer spielerischen Entscheidung. Wer seine Katze erstellt, legt also nicht nur deren Erscheinungsbild fest, sondern beeinflusst zugleich, welche Stärken sie mitbringt und wie sie mit anderen Figuren interagiert.
Erkundung und Steuerung
Die Spielwelt führt uns durch unterschiedliche Landschaften, darunter Wälder, Sumpfgebiete und offene Heidelandschaften. Hinzu kommen besondere Orte, versteckte Wege und kleinere Umgebungsrätsel. Die Erkundung ist dabei eng mit der Geschichte und den Aufgaben verknüpft.
Die Steuerung funktioniert insgesamt gut und auch die Kameraführung bereitet im Test keine größeren Probleme. Bei der Fortbewegung über Baumstämme und ähnliche Hindernisse werden wir gut durch die Spielwelt geführt. Dadurch lassen sich viele Passagen intuitiv bewältigen. Die Spielwelt ist als Open World gestaltet, allerdings gibt es immer wieder natürliche Hindernisse, wie Klippen, die man nicht überwinden kann.
Etwas anspruchsvoller sind dagegen manche Sprungpassagen. Hier ist es nicht immer ganz einfach, die richtige Absprung- oder Landeposition zu treffen. Das fällt vor allem dann auf, wenn wir größere Höhen überwinden wollen. Auch die Orientierung in der Spielwelt benötigt etwas Eingewöhnungszeit. Anfangs kann es daher vorkommen, dass wir uns erst mit den Gebieten und ihren Wegen vertraut machen müssen. Sobald wir uns besser zurechtfinden, funktioniert die Erkundung jedoch gut und fügt sich stimmig in den Spielfluss ein. Man kann zur Hilfe auch auf eine Karte zurückgreifen oder sich durch einen lilafarbenen Nebelstreifen führen lassen.
Taktische Kämpfe mit Ausdauerverwaltung
Die rundenbasierten Kämpfe gehören zu den Stärken von Warrior Cats: Clans of the Forest. Statt ausschließlich auf die Lebensenergie zu achten, müssen wir zusätzlich unsere Ausdauer im Blick behalten. Angriffe verbrauchen Ausdauer, wodurch wir unsere Aktionen mit Bedacht wählen müssen. Gerade im späteren Spielverlauf gewinnt diese Mechanik an Bedeutung. Wer seine Ausdauer unüberlegt einsetzt, kann schnell in eine ungünstige Situation geraten. Es lohnt sich daher, die eigenen Möglichkeiten abzuwägen und das Vorgehen an den jeweiligen Gegner anzupassen.
Unterstützung erhalten wir durch Naturmaterialien (Pflanzen, Moos, Steine, usw.), die wir in der Spielwelt sammeln können. Sie helfen uns dabei, sowohl die Lebensenergie als auch die Ausdauer wiederherzustellen. Da entsprechende Ressourcen überall in der Spielwelt zu finden sind, lohnt es sich, bei der Erkundung aufmerksam zu bleiben.
Zusätzlich stehen verschiedene Fähigkeiten und Clan-spezifische Angriffe zur Verfügung. Dadurch können wir unsere Vorgehensweise anpassen und Schwächen der Gegner ausnutzen. Die Kombination aus Ressourcenverwaltung, taktischen Entscheidungen und besonderen Fähigkeiten sorgt dafür, dass die Kämpfe mehr bieten als das bloße Ausführen möglichst starker Angriffe.
Vier Clans, vier Geschichten
Die Wahl des Clans beeinflusst den Einstieg in das Abenteuer. Jeder der vier Clans bringt seinen eigenen Hintergrund mit und eröffnet eine andere Perspektive auf das Leben im Wald. Dadurch erhalten die jeweiligen Geschichten eine individuelle Ausgangslage. Im weiteren Verlauf begegnen wir bekannten Figuren aus dem Warrior-Cats-Universum sowie eigens für das Spiel entwickelten Charakteren. Wir schließen Freundschaften, treffen auf Rivalen und erfahren mehr über die Geheimnisse der Clans.
Auch unsere Entscheidungen spielen eine Rolle. Sie beeinflussen Beziehungen und können den Verlauf unserer persönlichen Geschichte verändern. Prophezeiungen und spirituelle Hinweise rund um den SternenClan bilden dabei einen weiteren Bestandteil der Handlung.
Die Verbindung aus bekannten Elementen der Romanreihe und einer eigenständigen Geschichte bietet sowohl Fans als auch Neueinsteigern einen Zugang zur Spielwelt. Wer die Bücher kennt, dürfte sich über die vertrauten Motive und Figuren freuen. Gleichzeitig bietet das Spiel genügend eigene Ansätze, um die Welt aus einer neuen Perspektive zu erleben.
Quests für kurze und längere Spielsitzungen
Die Quests sind angemessen dimensioniert und lassen sich gut in den Spielfluss integrieren. Dadurch eignet sich Warrior Cats: Clans of the Forest auch für Spieler, die nicht immer mehrere Stunden am Stück spielen können.
Selbst in kürzeren Spielsitzungen lassen sich mehrere Aufgaben abschließen, ohne dass wir das Gefühl bekommen, mitten in einer langwierigen Mission abbrechen zu müssen. Die Aufgaben ergänzen die Erkundung und Handlung und geben uns regelmäßig neue Ziele.
Gerade auf einer tragbaren Konsole wie der Nintendo Switch 2 ist das ein angenehmer Aspekt. Das Abenteuer lässt sich dadurch sowohl für eine kurze Runde zwischendurch als auch für längere Spielsessions nutzen.
Grafik und Sound
Optisch setzt Warrior Cats: Clans of the Forest auf einen gelungenen Stil, der Comic-Elemente mit einer gemalten Darstellung verbindet. Das Ergebnis wirkt eigenständig und passt hervorragend zur Welt der Clans. Die Gestaltung der Figuren und Umgebungen unterstützt die Atmosphäre, ohne dabei auf eine möglichst realistische Darstellung abzuzielen.
Auch akustisch fügt sich das Spiel stimmig zusammen. Soundtrack und Soundeffekte passen zum Geschehen und unterstreichen die Atmosphäre der verschiedenen Situationen. Dadurch entsteht ein rundes Gesamtbild, das die Spielwelt glaubwürdig vermittelt.
Die Dialoge sind ebenfalls gut gelungen. Allerdings müssen wir sämtliche Gespräche selbst lesen, da mit Außnahme der typischen Katzengeräusche keine Sprachausgabe vorhanden ist. Das ist nicht unbedingt ein gravierender Nachteil, denn vollständig vertonte, sprechende Katzen würden nicht zwangsläufig besser zur gewählten Inszenierung passen. Wer eine vollständige Sprachausgabe erwartet, muss sich dennoch auf das Lesen der Dialoge einstellen.
Technik auf der Nintendo Switch 2
Für unseren Test haben wir die Nintendo-Switch-2-Version gespielt. Hier hinterlässt das Spiel einen sehr guten Eindruck und läuft hervorragend. Die Steuerung funktioniert zuverlässig, die Kameraführung ist angenehm und auch abseits der bereits erwähnten Schwierigkeiten bei einzelnen Sprungpassagen spielt sich das Abenteuer rund.
Gerade bei einem Spiel, das Erkundung, Kämpfe und erzählerische Elemente miteinander verbindet, ist eine funktionierende technische Umsetzung wichtig. Im Test auf der Nintendo Switch 2 konnten wir uns auf das Abenteuer konzentrieren, ohne dass technische Auffälligkeiten unseren positiven Gesamteindruck beeinträchtigten.
Fazit
Warrior Cats: Clans of the Forest ist ein gelungenes Abenteuer in der Welt der bekannten Romanreihe. Besonders der stimmige Grafikstil, die taktischen rundenbasierten Kämpfe und der umfangreiche Charaktereditor können überzeugen. Dass sich die Gestaltung der eigenen Katze auch auf Charakterwerte und soziale Interaktionen auswirkt, verleiht dem Rollenspielsystem zusätzliche Tiefe.
Die vier Clans bieten unterschiedliche Ausgangssituationen und eigene Hintergründe. Gleichzeitig sorgen die Erkundung, die Quests und die Beziehungen zu anderen Charakteren für Abwechslung. Das Kampfsystem gewinnt durch die Ausdauerverwaltung im späteren Spielverlauf an taktischem Anspruch. Auch die angemessene Länge der Aufgaben macht das Spiel für kürzere Spielsitzungen interessant.
Kleine Schwächen zeigen sich bei der Orientierung in der Spielwelt und bei einzelnen Sprungpassagen, bei denen das Treffen der richtigen Position etwas schwierig sein kann. Die fehlende Sprachausgabe ist ebenfalls Geschmackssache, passt allerdings durchaus zur gewählten Präsentation.
Auf der Nintendo Switch 2 läuft das Spiel hervorragend und präsentiert sich als stimmiges Gesamtpaket. Warrior Cats: Clans of the Forest ist damit besonders für Fans der Buchreihe interessant, bietet aber auch Rollenspielern, die eine ungewöhnliche Spielwelt und taktische Kämpfe mögen, einen gelungenen Einstieg in das Leben der Clans.
Der Key von Warrior Cats: Clans of the Forest wurde Game2Gether für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Publishers oder Entwicklers fand nicht statt.


