Der Grinch 2: Saving Christmas im Test

    (Bildquelle: Outright Games)

    Weihnachten steht vor der Tür und damit beginnt auch wieder die Zeit, in der selbst der größte Weihnachtsmuffel nicht um die festliche Stimmung herumkommt. Oder vielleicht doch? In Der Grinch 2: Saving Christmas kehren wir in die farbenfrohe Welt des grünen Weihnachtsmuffels zurück und begeben uns auf ein Abenteuer, bei dem Geschenke, Weihnachtsdekoration und natürlich der große Weihnachtsbaum eine zentrale Rolle spielen. Nachdem wir uns auf der Gamescom 2026 bereits einen ersten Eindruck vom Spiel verschaffen konnten, haben wir das vollständige Abenteuer auf der Nintendo Switch 2 unter die Lupe genommen. Das Spiel ist außerdem für Nintendo Switch, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erhältlich. Mit einer humorvollen Geschichte, zahlreichen Sammelaufgaben und einer zugänglichen Steuerung möchte der Titel vor allem jüngere Spieler und Familien ansprechen. Ob das Konzept auch über die ersten Level hinaus überzeugt, klären wir in unserem Test.

    Vielen Dank an Outright Games für die Bereitstellung des Keys.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Ein weihnachtliches Abenteuer im Stil von Dr. Seuss

    Entwickelt wurde Der Grinch 2: Saving Christmas von Outright Games in Zusammenarbeit mit Dr. Seuss Enterprises. Im Mittelpunkt steht der wohl bekannteste grüne Weihnachtsmuffel, der gemeinsam mit seinem treuen Begleiter Max durch verschiedene Spielwelten zieht. Dabei dreht sich alles um Weihnachten, die Suche nach Geschenken und die passende Dekoration für den großen Weihnachtsbaum in Whoville.

    Schon bei der Präsentation wird deutlich, dass das Spiel seine Wurzeln nicht verleugnen möchte. Die Geschichte wird vollständig in Reimen erzählt und greift damit den unverwechselbaren Stil von Dr. Seuss auf. Das sorgt für eine eigenständige Erzählweise, die sich deutlich von klassischen Jump’n’Runs unterscheidet. Statt langer Dialoge oder einer komplexen Handlung begleiten uns humorvolle Reime durch das Abenteuer.

    Das passt hervorragend zur Vorlage und verleiht dem Spiel einen eigenen Charme. Gerade für Kinder dürfte die gereimte Erzählweise eine willkommene Abwechslung sein. Gleichzeitig bleibt die Handlung unkompliziert genug, um schnell ins Spielgeschehen einzusteigen. Im Vordergrund steht ohnehin weniger eine tiefgründige Geschichte als vielmehr die Reise durch die verschiedenen Gebiete und das Sammeln der zahlreichen Gegenstände.

    (Bildquelle: Outright Games)

    Ein moderner Grinch-Comic in 3D

    Gegenüber dem Vorgänger hat sich vor allem bei der Spielwelt einiges getan. Während der erste Teil noch auf einen 2,5D-Ansatz setzte, bewegt sich der Grinch in Der Grinch 2: Saving Christmas frei durch vollständig dreidimensionale Umgebungen. Das eröffnet zusätzliche Möglichkeiten bei der Erkundung und verändert auch die Art, wie wir die einzelnen Level angehen.

    Grafisch orientiert sich das Spiel an einem modernen Grinch-Comic-Stil. Die farbenfrohe Gestaltung passt hervorragend zur Vorlage und verleiht den Spielwelten einen eigenen Charakter. Die Umgebungen wirken wie aus einem animierten Weihnachtsbuch entsprungen und unterstreichen die märchenhafte Atmosphäre. Statt auf eine möglichst realistische Darstellung zu setzen, steht eine stimmige Präsentation im Vordergrund, die den Charme der bekannten Figur einfängt.

    Auch das Leveldesign profitiert von der dreidimensionalen Gestaltung. Plattformen können aus verschiedenen Richtungen angesteuert werden, und nicht jeder Weg führt unmittelbar zum nächsten Ziel. Wer lediglich dem direkten Pfad folgt, erreicht zwar das Levelende, lässt dabei aber unter Umständen einige Sammelobjekte und Geheimnisse zurück. Gerade die Suche nach versteckten Dekorationen macht es deshalb sinnvoll, auch einmal hinter Ecken zu schauen oder alternative Wege auszuprobieren.

    Damit die Erkundung nicht völlig unübersichtlich wird, helfen Wegweiser bei der Orientierung. Sie zeigen an, in welche Richtung es grundsätzlich weitergeht. Die Hinweise nehmen uns die eigentliche Erkundungsarbeit jedoch nicht ab. Wer wirklich alle Gegenstände finden möchte, muss die Umgebung aufmerksam untersuchen.

    Insgesamt überzeugt die grafische Gestaltung durch ihren passenden Stil. Der Grinch und seine Welt werden stimmig in Szene gesetzt, ohne dass die Optik unnötig kompliziert wirkt. Gerade für ein familienfreundliches Jump’n’Run ist das eine gelungene Umsetzung.

    Weihnachtliche Musik für die passende Atmosphäre

    Auch akustisch fügt sich das Spiel gut in die weihnachtliche Stimmung ein. Im Hintergrund begleitet uns eine passende Weihnachtsmusik durch die verschiedenen Level. Diese bleibt angenehm zurückhaltend und drängt sich nicht in den Vordergrund. Dadurch unterstützt sie die Atmosphäre, ohne beim Erkunden, Springen und Sammeln störend aufzufallen.

    Zusammen mit der farbenfrohen Grafik und der gereimten Erzählweise entsteht so ein stimmiges Gesamtbild. Die Musik begleitet das Abenteuer, ohne von den eigentlichen Aufgaben abzulenken. Gerade bei einem Spiel, in dem wir uns viel Zeit für die Erkundung nehmen, ist diese unaufdringliche Untermalung eine gute Entscheidung.

    Vom Einstieg nach Whoville

    Das Abenteuer beginnt mit drei Einstiegsleveln, in denen wir uns mit der Steuerung und den grundlegenden Spielmechaniken vertraut machen. Anschließend gelangen wir nach Whoville, das im weiteren Spielverlauf als zentraler Ausgangspunkt dient. Von hier aus erschließen wir nach und nach die übrigen Gebiete. Insgesamt warten vier Welten mit jeweils fünf regulären Leveln auf uns. Zusammen mit den drei Einstiegsleveln ergibt das 23 Level.

    Die Schauplätze unterscheiden sich nicht nur optisch voneinander. Auf dem Mt. Crumpit erwartet uns eine eisige Umgebung, während Who Wood mit einer farbenfrohen Gestaltung aufwartet. Auch die Höhle des Grinch und Whoville besitzen ihren eigenen Charakter. Die unterschiedlichen Schauplätze sorgen für Abwechslung und geben den einzelnen Abschnitten eine eigene Atmosphäre.

    Auch innerhalb der Level gibt es einiges zu entdecken. Die Umgebungen laden dazu ein, abseits der offensichtlichen Wege nach Sammelobjekten zu suchen und alternative Routen auszuprobieren. Dadurch sind die Level mehr als reine Laufstrecken von einem Ende zum anderen.

    Die ersten drei Abschnitte erfüllen dabei ihre Aufgabe als Einstieg. Die grundlegenden Mechaniken werden schrittweise vermittelt, sodass auch jüngere Spieler Zeit haben, sich mit den Bewegungsabläufen vertraut zu machen. Danach öffnet sich das Abenteuer und bietet mit den vier Welten einen klar strukturierten Rahmen für die weitere Erkundung.

    (Bildquelle: Outright Games)

    Whoville und der Weihnachtsbaum als Mittelpunkt

    Eine besondere Rolle nimmt Whoville ein. Hier befindet sich der große Weihnachtsbaum, den wir im Laufe des Spiels mit immer mehr Dekoration schmücken können. Er ist nicht nur ein hübsches Detail am Rande, sondern eng mit unserem Spielfortschritt verbunden. Die verschiedenen Spielwelten werden über die Dekoration des Baumes freigeschaltet. Wir sammeln also nicht einfach nur Gegenstände, um eine Sammlung zu vervollständigen, sondern benötigen die Dekoration auch, um neue Bereiche des Abenteuers zu erreichen.

    Das sorgt für eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Erkundung und Fortschritt. Wer neue Gebiete betreten möchte, muss sich zunächst mit den Sammelaufgaben beschäftigen und die passenden Dekorationsstücke zusammentragen. Gleichzeitig erhalten wir mit dem wachsenden Weihnachtsbaum eine sichtbare Erinnerung an unsere bisherigen Erfolge.

    Gerade für jüngere Spieler ist dieses Prinzip gut verständlich. Die gesammelten Gegenstände haben einen konkreten Zweck und machen den Fortschritt im Spiel sichtbar. Statt lediglich eine Zahl in einem Menü zu erhöhen, verändert sich der zentrale Ort des Abenteuers nach und nach.

    (Bildquelle: Outright Games)

    Geschenke und Dekorationen: Suchen gehört zum Spielprinzip

    Die Sammelaufgaben bilden einen wesentlichen Bestandteil des Gameplays. In jedem Level müssen wir Geschenke einsammeln und zusätzlich fünf weihnachtliche Dekorationsobjekte finden. Diese sind in den Umgebungen verteilt und nicht immer auf den ersten Blick zu entdecken. Während einige Objekte direkt am Weg liegen, sind andere deutlich besser versteckt. Sie befinden sich teilweise abseits der offensichtlichen Route oder erfordern, dass wir uns genauer in der Umgebung umsehen. Wer möglichst schnell zum Ausgang gelangen möchte, übersieht daher leicht einzelne Gegenstände.

    Das Spiel belohnt eine gründliche Erkundung und motiviert dazu, auch bereits passierte Bereiche noch einmal genauer anzuschauen. Besonders bei den Dekorationsobjekten kann die Suche etwas kniffliger werden. Hier reicht es nicht immer aus, einfach dem Wegweiser zu folgen. Stattdessen müssen wir die Umgebung aufmerksam absuchen und verschiedene Wege ausprobieren. Starten wir in einen neuen Durchgang, werden bereit gefundene Geschenke und Objekte transparent angezeigt, so dass man die noch nicht gefundenen besser erkennen kann.

    Am Ende jedes Levels wartet außerdem ein weiteres Dekorationsstück für den Weihnachtsbaum. Dieses befindet sich am Ausgang. Wer sich beim Erreichen des Levelendes bereits auf den nächsten Abschnitt konzentriert, sollte deshalb noch einmal genau hinschauen.

    Wer sämtliche Objekte finden möchte, sollte mehrere Durchläufe einplanen. Die Sammelgegenstände unterscheiden sich deutlich darin, wie leicht sie zu entdecken sind. Während sich manche bei der ersten Erkundung finden lassen, erfordern andere einen genaueren Blick auf die Umgebung oder einen erneuten Besuch des Levels. Das verlängert die Beschäftigung mit den einzelnen Abschnitten und gibt einen zusätzlichen Anreiz, bereits abgeschlossene Level erneut zu erkunden. Gerade Kinder, die gerne sammeln und Geheimnisse aufspüren, dürften daran Freude haben. Gleichzeitig sollte man bedenken, dass die Suche nach den letzten fehlenden Objekten etwas Geduld verlangen kann.

    Mit Jetpack und weiteren Gadgets unterwegs

    Damit die Erkundung nicht ausschließlich aus Laufen und Springen besteht, stehen dem Grinch verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Dazu gehören die Rocket Skates, mit denen wir schneller durch die Umgebung flitzen können, sowie ein Jetpack, das uns beim Überwinden von Hindernissen und beim Erreichen höher gelegener Bereiche unterstützt. Der Zuckerstab gehört ebenfalls zur Ausrüstung. Mit dem Snowball Maker kommt außerdem eine Möglichkeit hinzu, Gegner einzufrieren und bestimmte Hindernisse zu überwinden.

    Die Gadgets lockern das klassische Plattforming auf und erweitern die Möglichkeiten, sich durch die Level zu bewegen. Je nach Situation kommt es darauf an, das passende Hilfsmittel einzusetzen. Dadurch bleibt das grundlegende Spielprinzip abwechslungsreich, ohne unnötig kompliziert zu werden.

    (Bildquelle: Outright Games)

    Die Steuerung ist insgesamt angenehm und schnell verinnerlicht. Der Grinch lässt sich gut durch die Spielwelt bewegen, und die grundlegenden Lauf- und Sprungpassagen gehen flüssig von der Hand. Das passt zum familienfreundlichen Ansatz, denn die Bedienung stellt keine unnötig hohe Einstiegshürde dar. Etwas mehr Geschick erfordern allerdings die Sprünge mit dem Jetpack. Hier müssen wir die Bewegung besser einschätzen, um Plattformen sicher zu erreichen und nicht an der gewünschten Stelle vorbeizufliegen. Während die normalen Sprungpassagen vergleichsweise unkompliziert sind, können diese Abschnitte etwas kniffliger ausfallen.

    Gerade für jüngere Spieler dürfte das gelegentlich eine Herausforderung darstellen. Gleichzeitig sorgt die Jetpack-Steuerung dafür, dass nicht jede Passage ohne Aufmerksamkeit zu bewältigen ist. Insgesamt bleibt die Steuerung zugänglich und funktioniert gut mit dem übrigen Spielkonzept.

    Keine Leben, kein Game Over

    Obwohl einzelne Sprungpassagen durchaus Geschick erfordern, geht das Spiel mit Fehlern angenehm unkompliziert um. Stürzen wir beispielsweise bei einem Sprung in die Tiefe, verlieren wir weder ein Leben noch müssen wir einen längeren Abschnitt erneut spielen. Sollten wir neben die Spielfeld fallen, werden wir am letzten Speicherpunkt wieder ins Spielgeschehen zurückgesetzt. Das nimmt dem Plattforming einen großen Teil des Frustpotenzials. Gerade jüngere Spieler können dadurch verschiedene Sprünge und Bewegungsabläufe ausprobieren, ohne ständig befürchten zu müssen, ihren Fortschritt zu verlieren.

    Ganz ohne Herausforderung ist das Spiel deshalb aber nicht. Vor allem die Jetpack-Passagen und die Suche nach gut versteckten Gegenständen können etwas Geduld verlangen. Die fehlende Bestrafung für misslungene Sprünge sorgt jedoch dafür, dass Fehler nicht zu einem größeren Problem werden. Damit eignet sich das Abenteuer auch für Kinder, die noch nicht viel Erfahrung mit Jump’n’Runs gesammelt haben. An manchen Stellen kann dennoch Unterstützung sinnvoll sein, insbesondere wenn ein bestimmter Sprung mehrfach misslingt oder ein Sammelobjekt partout nicht zu finden ist.

    Gemeinsam mit Max: Der Mehrspielermodus

    Neben dem Einzelspielermodus bietet Der Grinch 2: Saving Christmas einen lokalen Mehrspielermodus. Hier übernimmt der zweite Spieler die Kontrolle über Max, während der erste Spieler den Grinch steuert. Gerade für ein Spiel, das sich an Kinder und Familien richtet, ist die Möglichkeit, gemeinsam durch die Level zu ziehen, zunächst eine schöne Ergänzung.

    Allerdings zeigt sich im Test, dass der Koop-Modus nur eingeschränkte Möglichkeiten bietet. Max verfügt nicht über denselben Umfang an Aktionen wie der Grinch. Dadurch fühlt sich das Zusammenspiel eher wie eine ergänzende Unterstützung an als wie ein vollständig gleichberechtigtes Koop-Abenteuer. Die Kamera bleibt stets auf den Grinch fixiert, so kann das Spiel für Max sehr schnell unübersichtlich werden. Ganz ohne besondere Funktionen bleibt Max allerdings nicht. Treffen wir beispielsweise auf Eisbären, kann der zweite Spieler diese mit Max vertreiben. Diese Möglichkeit ist tatsächlich dem Mehrspielermodus vorbehalten und bietet einen konkreten Vorteil beim gemeinsamen Spielen.

    Andere Aktionen können wir dagegen auch allein nutzen. So lässt sich Max im Einzelspielermodus zu Hilfe rufen, wenn wir beispielsweise vergrabene Geschenke aufspüren oder Schalter erreichen müssen, die sich hinter Gitterstäben befinden. Für solche Aufgaben ist es also nicht zwingend erforderlich, einen zweiten Spieler dabeizuhaben. Das relativiert den Mehrspielermodus etwas. Zwar ist es schön, das Abenteuer gemeinsam zu erleben, doch die eingeschränkten Aktionsmöglichkeiten von Max verhindern, dass das Zusammenspiel durchgehend eine größere spielerische Tiefe entwickelt.

    Für Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern spielen möchten, bleibt der lokale Koop-Modus dennoch eine nette Ergänzung. Wer allerdings ein umfangreiches Koop-Erlebnis erwartet, bei dem beide Figuren gleichberechtigt unterschiedliche Aufgaben übernehmen, sollte seine Erwartungen etwas zurückschrauben.

    (Bildquelle: Outright Games)

    Technik auf der Nintendo Switch 2

    Für unseren Test haben wir die Nintendo-Switch-2-Version gespielt. Insgesamt läuft das Abenteuer auf der Konsole gut und ermöglicht eine angenehme Erkundung der verschiedenen Spielwelten.

    Kleinere Ruckler sind uns allerdings aufgefallen, wenn wir mit dem Jetpack besonders hoch in die Luft fliegen. Diese Einschränkung zeigt sich damit vor allem in Situationen, in denen wir einen größeren Bereich aus erhöhter Position überblicken. Abseits davon hinterließ die technische Umsetzung im Test einen guten Eindruck.

    Die gelegentlichen Ruckler sind zwar erwähnenswert, beeinträchtigen den Spielspaß aber nicht grundlegend. Insgesamt lässt sich das Abenteuer auf der Nintendo Switch 2 gut spielen.

    Eine zusätzliche Überraschung für Fans der Vorlage

    Neben dem eigentlichen Abenteuer bietet das Spiel auch einen Blick zurück auf die bekannte Geschichte des Grinch. Die Hintergrundgeschichte lässt sich als animiertes Buch erleben und schlägt damit eine Brücke zwischen dem Videospiel und der literarischen Vorlage von Dr. Seuss.

    Das ist eine schöne Ergänzung, insbesondere für jüngere Spieler, die den Grinch möglicherweise erst durch das Spiel kennenlernen. Gleichzeitig erhalten Fans der Figur eine zusätzliche Möglichkeit, in die bekannte Geschichte einzutauchen.

    Der Bonus passt gut zur Ausrichtung des Spiels. Der Grinch 2: Saving Christmas möchte nicht nur ein klassisches Jump’n’Run sein, sondern die bekannte Figur und ihre Welt auf familienfreundliche Weise erlebbar machen. Die gereimte Erzählweise, die farbenfrohe Gestaltung und das animierte Buch greifen dabei ineinander.

    Fazit: Ein zugängliches Abenteuer für die Weihnachtszeit

    Der Grinch 2: Saving Christmas präsentiert sich als farbenfrohes und zugängliches 3D-Jump’n’Run, das vor allem jüngere Spieler und Familien im Blick hat. Die unterhaltsame Geschichte wird vollständig in Reimen erzählt und trifft damit den Stil von Dr. Seuss. Zusammen mit der modernen Comic-Optik entsteht eine stimmige Spielwelt, die gut zur bekannten Figur passt. Die angenehm zurückhaltende Weihnachtsmusik rundet die Präsentation ab.

    Besonders die Sammelaufgaben prägen das Spielerlebnis. In jedem Level warten Geschenke und fünf weihnachtliche Dekorationsobjekte darauf, entdeckt zu werden. Da einige davon gut versteckt sind, lohnt es sich, die Umgebungen gründlich abzusuchen. Wer sämtliche Gegenstände finden möchte, sollte mehrere Durchläufe einplanen. Der Weihnachtsbaum in Whoville sorgt darüber hinaus für ein motivierendes Fortschrittssystem, da die gesammelte Dekoration zum Freischalten der vier Spielwelten benötigt wird.

    Die abwechslungsreich gestalteten Level laden zum Suchen und Entdecken ein. Die Steuerung ist angenehm, lediglich die Jetpack-Sprünge können etwas mehr Geschick verlangen. Dass wir bei einem Sturz keine Leben verlieren und am letzten Speicherpunkt wieder einsteigen, nimmt dem Abenteuer jedoch einen großen Teil des Frustpotenzials. Auch technisch macht die Nintendo-Switch-2-Version einen guten Eindruck, wenngleich beim besonders hohen Flug mit dem Jetpack leichte Ruckler auftreten können.

    Weniger überzeugend fällt der Mehrspielermodus aus. Max ergänzt das Abenteuer zwar um einige eigene Aktionen, seine Möglichkeiten bleiben aber begrenzt. Dass bestimmte Hilfsaktionen auch im Einzelspielermodus zur Verfügung stehen, macht den Koop-Modus nicht in allen Situationen zu einem echten spielerischen Mehrwert.

    Unterm Strich ist Der Grinch 2: Saving Christmas ein unterhaltsames Abenteuer, das mit seiner kindgerechten Ausrichtung, der gereimten Geschichte und den zahlreichen Sammelobjekten punktet. Vor allem jüngere Spieler, die gerne Spielwelten erkunden und Gegenstände sammeln, dürften hier längerfristig Freude finden. Einzelne Passagen können zwar etwas herausfordernd sein, doch der Verzicht auf Leben und Game Over sorgt dafür, dass Frust selten aufkommt. Wer dagegen ein anspruchsvolles Jump’n’Run oder einen umfangreichen Koop-Modus erwartet, sollte seine Erwartungen entsprechend anpassen.

    Der Grinch 2: Saving Christmas wurde Game2Gether von Outright Games für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Alex
    Meine Leidenschaft für PC-Hardware begleitet mich seit meiner Jugend. Über viele Hardware-Generationen hinweg habe ich eigene Systeme aufgebaut, getestet und weiterentwickelt – später kamen auch Konsolen und Gaming-Equipment hinzu. Bei Game2Gether bin ich vielseitig unterwegs: von Hardware und Technik über Gaming und Reviews bis hin zu aktuellen News. Mein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Hardware, wobei mich vor allem die Technik hinter den Produkten und deren praktischer Nutzen interessieren.