Die KIOXIA Exceria Pro G2 2TB M.2 SSD im Test

    KIOXIA Exceria Pro G2 2TB im Test: High-End-SSD mit PCIe-5.0-Power

    Mit der Exceria Pro G2 bringt KIOXIA eine neue Generation seiner schnellen NVMe-SSDs auf den Markt und zielt damit klar auf das High-End-Segment. Die 2-TB-Version verbindet eine moderne PCIe-5.0-Schnittstelle mit TLC-NAND aus eigener Fertigung, einem leistungsfähigen Controller von Silicon Motion und einem dedizierten DRAM-Cache.

    Bis zu 14.900 MB/s beim sequenziellen Lesen und 13.400 MB/s beim Schreiben verspricht KIOXIA für die 2-TB-Variante. Gleichzeitig soll die Exceria Pro G2 nicht einfach nur möglichst hohe Spitzenwerte liefern, sondern auch bei Energieverbrauch und Wärmeentwicklung eine bessere Balance als viele andere PCIe-5.0-SSDs erreichen. Genau dieser Punkt ist interessant, denn die erste Generation schneller PCIe-5.0-Laufwerke hat eindrucksvoll gezeigt, dass extreme Transferraten häufig mit entsprechend hoher Leistungsaufnahme und anspruchsvoller Kühlung einhergehen.

    Die Exceria Pro G2 versucht deshalb einen etwas anderen Weg. Sie soll sehr schnell sein, ohne aus dem kompakten M.2-2280-Format einen kleinen Heizkörper zu machen. Ob dieses Konzept aufgeht und was die 2-TB-Version technisch zu bieten hat, zeigt ein genauer Blick auf Aufbau, Leistung und Alltagstauglichkeit.

    PCIe 5.0 trifft auf KIOXIA BiCS FLASH:..

    Technisch gehört die Exceria Pro G2 ohne Zweifel zur aktuellen Oberklasse. Die SSD verwendet eine PCI-Express-5.0-Schnittstelle mit vier Lanes und unterstützt NVMe 2.0d. Gegenüber PCIe 4.0 verdoppelt sich damit theoretisch die verfügbare Schnittstellenbandbreite. In der Praxis bedeutet das vor allem, dass moderne High-End-SSDs nicht mehr so schnell durch die Schnittstelle ausgebremst werden.

    Bei der 2-TB-Version setzt KIOXIA auf den eigenen BiCS-FLASH-TLC-NAND. Die verwendete BiCS8-Generation arbeitet mit 218 Lagen und gehört damit zu den moderneren 3D-NAND-Technologien des Herstellers. TLC steht dabei für Triple-Level Cell, also drei Bit pro Speicherzelle. Im Vergleich zu QLC-NAND ist TLC auf höhere Schreibbelastungen und eine höhere Leistungsfähigkeit ausgelegt, was gerade bei einer schnellen High-End-SSD eine wichtige Rolle spielt.

    Herzstück der Exceria Pro G2 ist der Silicon Motion SM2508. Dabei handelt es sich um einen modernen Achtkanal-Controller, der auch bei anderen leistungsstarken PCIe-5.0-SSDs zum Einsatz kommt. Unterstützt wird der Controller durch DRAM, wobei unabhängige Untersuchungen bei der 2-TB-Version 2 GB LPDDR4 beziehungsweise LPDDR4X als Cache ausweisen. Damit unterscheidet sich die Exceria Pro G2 klar von vielen günstigeren NVMe-Laufwerken, die auf einen DRAM-losen Aufbau setzen.

    Das Zusammenspiel aus Controller, DRAM und schnellem TLC-NAND ist für eine SSD dieser Leistungsklasse entscheidend. Die nominellen 14,9 GB/s sind zwar die auffälligste Zahl auf dem Datenblatt, für die tatsächliche Alltagserfahrung sind jedoch auch Zugriffszeiten, zufällige Zugriffe, Firmware und das Verhalten unter längerer Belastung von Bedeutung.

    Technisches Datenblatt:..

    Kapazität 2048GB (entspricht ca. 1907.35GiB bzw. 1.86TiB)
    Bauform Solid State Module (SSM)
    Formfaktor M.2 2280
    Schnittstelle M.2/​M-Key (PCIe 5.0 x4)
    Lesen 14900MB/​s
    Schreiben 13400MB/​s
    IOPS 4K 2250K lesend, 1950K schreibend
    Speichermodule 3D-NAND TLC, Kioxia, 218 Layer (BiCS8)
    TBW 1200TB, entspricht 585.94 Schreibzyklen (TBW/​Kapazität)
    Zuverlässigkeitsprognose 1.5 Mio. Stunden (MTTF)
    Controller Silicon Motion SM2508, 8 Kanäle
    DRAM-Cache ja, 2GB LPDDR4X-4266
    Protokoll NVMe 2.0d
    Leistungsaufnahme 8.4W (Betrieb), 50mW (Leerlauf), 5mW (Schlafmodus)
    Abmessungen 80.15×22.15×2.38mm (ohne Kühlkörper)
    Besonderheiten Heatspreader, L1.2 Low-Power-Standby
    Garantie 5 Jahre (oder bis Erreichen der TBW)

     

    Kompaktes M.2-Format ohne ausladenden Kühlkörper:..

    Optisch bleibt KIOXIA erstaunlich zurückhaltend. Die Exceria Pro G2 kommt als klassische M.2-2280-SSD und ist bei 2 TB einseitig bestückt. Die Abmessungen betragen 80,15 × 22,15 × 2,38 Millimeter, das Gewicht liegt laut Hersteller bei lediglich rund 7,3 Gramm.

    Das ist gerade bei leistungsstarken PCIe-5.0-Laufwerken erwähnenswert. KIOXIA integriert keinen massiven Aluminium-Kühlkörper in die SSD selbst. Stattdessen setzt der Hersteller unter anderem auf ein speziell ausgelegtes Label zur Unterstützung der Wärmeabfuhr und der thermischen Stabilität.

    Das bedeutet allerdings nicht, dass die SSD völlig ohne Kühlung auskommt. Eine PCIe-5.0-SSD mit rund 14,9 GB/s Leseleistung produziert zwangsläufig eine gewisse Abwärme. Für einen modernen Desktop-PC sollte deshalb der vorhandene M.2-Kühlkörper des Mainboards genutzt werden. Gerade bei längeren Schreib- und Lesevorgängen ist eine gute Wärmeabfuhr wichtig, damit die SSD ihre Leistung möglichst konstant halten kann.

    14.900 MB/s sind kein Marketing-Gag:..

    Die wichtigste Kennzahl einer modernen High-End-SSD ist zunächst einmal die sequenzielle Transferrate. Hier positioniert sich die Exceria Pro G2 2TB ganz weit oben. KIOXIA gibt maximal 14.900 MB/s beim Lesen und 13.400 MB/s beim Schreiben an.

    Diese Werte gelten für die 2-TB-Version. Das kleinere 1-TB-Modell erreicht mit 14.400 beziehungsweise 12.700 MB/s etwas niedrigere Werte. Die 4-TB-Variante kommt beim Lesen ebenfalls auf 14.900 MB/s und steigert die maximale Schreibrate auf 13.700 MB/s.

    Interessant ist, dass die 2-TB-Version damit bereits einen großen Teil der maximal möglichen Leistung der Serie erreicht. Wer also auf der Suche nach dem optimalen Verhältnis aus Kapazität und Leistung innerhalb der Modellreihe ist, bekommt mit dem 2-TB-Modell eine besonders leistungsfähige Konfiguration.

    Auch bei zufälligen Zugriffen kann die SSD hohe Werte vorweisen. KIOXIA spezifiziert für die 2-TB-Version bis zu 2,25 Millionen IOPS beim Lesen und 1,95 Millionen IOPS beim Schreiben. Solche Zahlen sind für typische Desktop-Anwendungen zwar nur schwer direkt in einen spürbaren Geschwindigkeitsvorteil umzurechnen, zeigen aber, dass die SSD nicht ausschließlich auf maximale sequenzielle Transfers optimiert wurde.

    Die Leistung im Alltag ist komplizierter als das Datenblatt:..

    Genau hier wird die Betrachtung der Exceria Pro G2 interessant. Eine SSD mit fast 15 GB/s Lesegeschwindigkeit klingt zunächst so, als müsse sie praktisch jede andere SSD deutlich hinter sich lassen. In der Realität sind die Unterschiede zwischen modernen High-End-SSDs allerdings deutlich komplexer.

    Beim Kopieren großer Dateien oder beim Bearbeiten umfangreicher Video- und Projektdateien kann die hohe sequenzielle Leistung ihre Stärken ausspielen. Wer regelmäßig mehrere hundert Gigabyte an Daten bewegt, große Spielebibliotheken verwaltet, hochauflösendes Videomaterial verarbeitet oder mit umfangreichen Projektdateien arbeitet, profitiert eher von einer PCIe-5.0-SSD als ein typischer Office-Nutzer.

    Bei normalen Desktop-Aufgaben ist der Unterschied dagegen deutlich weniger spektakulär. Windows startet nicht plötzlich doppelt so schnell, nur weil die SSD statt 7.000 nun fast 15.000 MB/s erreicht. Auch Programme öffnen sich nicht automatisch mit der doppelten Geschwindigkeit. Viele alltägliche Arbeitsabläufe bestehen aus zahlreichen kleinen Zugriffen, bei denen Latenz und Zugriffsverhalten wichtiger sind als die maximale sequenzielle Bandbreite.

    Damit wird deutlich, dass die SSD nicht nur für spektakuläre Benchmark-Balken konstruiert wurde. Gleichzeitig zeigen unabhängige Spieletests, dass die extrem hohe sequenzielle Bandbreite nicht automatisch zu den kürzesten Ladezeiten führt. Im 3DMark-Storage-Test lag die Exceria Pro G2 beispielsweise hinter einigen direkten PCIe-5.0-Konkurrenten. Auch bei einem Final-Fantasy-XIV-Ladezeittest wurden längere Ladezeiten als bei mehreren Vergleichslaufwerken gemessen.

    Das ist kein Widerspruch. Es zeigt vielmehr, warum SSD-Benchmarks differenziert betrachtet werden müssen. Eine SSD kann bei sequenziellen Transfers hervorragend abschneiden und bei bestimmten realen Workloads trotzdem nicht die schnellste Lösung sein.

    Gerade beim Gaming stellt sich die Frage nach dem Sinn von PCIe 5.0:..

    Für Spieler ist die Exceria Pro G2 zweifellos interessant, allerdings sollte man die Erwartungen realistisch halten. Moderne Spiele profitieren grundsätzlich von schnellen SSDs, aber die Unterschiede zwischen einer guten PCIe-4.0-SSD und einem High-End-Modell mit PCIe 5.0 sind in vielen Spielen kleiner, als es die technischen Daten vermuten lassen.

    Das liegt daran, dass Spiele nicht einfach mehrere Gigabyte am Stück mit maximaler Geschwindigkeit von der SSD lesen. Stattdessen greifen sie auf zahlreiche Dateien und Datenblöcke zu, während gleichzeitig CPU, Arbeitsspeicher und Grafikkarte beteiligt sind. Die tatsächliche Ladezeit hängt deshalb von deutlich mehr Faktoren ab als nur von der maximalen sequenziellen Lesegeschwindigkeit.

    Die Exceria Pro G2 ist damit besonders interessant für Nutzer, die neben Gaming auch andere datenintensive Aufgaben erledigen. Wer beispielsweise Spiele mit Videoaufzeichnung, Streaming, Modding oder großen Asset-Bibliotheken kombiniert, kann von der hohen Bandbreite profitieren. Gleiches gilt für Content Creator, die mit großen Video-, Foto- oder 3D-Projekten arbeiten.

    Für einen reinen Gaming-PC ist die Situation weniger eindeutig. Hier ist die Exceria Pro G2 vor allem eine sehr schnelle und technisch moderne SSD mit viel Leistungsreserve. Der tatsächliche Unterschied zu einer guten PCIe-4.0-SSD wird im normalen Spielbetrieb aber wesentlich kleiner ausfallen als der Unterschied zwischen den Datenblattwerten vermuten lässt.

    1.200 TBW: ordentlich dimensionierte Haltbarkeit:..

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Haltbarkeit. KIOXIA gibt für die 2-TB-Version eine Ausdauer von 1.200 TBW an. TBW steht für „Total Bytes Written“ und beschreibt die vom Hersteller spezifizierte Menge an Daten, die während der vorgesehenen Lebensdauer auf das Laufwerk geschrieben werden kann.

    1.200 TBW sind für eine 2-TB-Consumer-SSD ein durchaus großzügiger Wert. Rechnerisch entspricht das 600 TB geschriebenen Daten pro Terabyte Kapazität. Gleichzeitig gewährt KIOXIA fünf Jahre Herstellergarantie.

    In einem normalen Gaming- oder Desktop-System dürfte die TBW-Angabe deshalb kaum ein kurzfristig limitierender Faktor sein. Selbst wer täglich große Datenmengen schreibt, müsste über einen langen Zeitraum sehr hohe Schreibvolumina erzeugen, bevor die spezifizierte Schreibausdauer erreicht wird.

    Für Workstations mit dauerhaft hoher Schreiblast sollte man die TBW-Angabe trotzdem nicht isoliert betrachten. SSDs sind komplexe Systeme, und die tatsächliche Lebensdauer hängt unter anderem von Temperatur, Schreibmuster, Firmware und NAND-Nutzung ab. Die 1.200-TBW-Angabe ist daher vor allem als Hersteller-Spezifikation und nicht als Garantie für einen bestimmten praktischen Lebenszyklus zu verstehen.

    Energieeffizienz als interessante Stärke:..

    Besonders spannend ist KIOXIA’s Fokus auf die Energieeffizienz. Der Hersteller gibt für die 2-TB-Version eine typische aktive Leistungsaufnahme von 8,4 Watt an. Im Leerlauf liegen die angegebenen Werte für die entsprechenden Power States deutlich niedriger.

    KIOXIA spricht zudem von einer gegenüber der vorherigen Generation verbesserten Energieeffizienz und nennt bei maximaler sequenzieller Lesegeschwindigkeit eine Steigerung von bis zu 110 Prozent. Dabei handelt es sich ausdrücklich um Messwerte aus einer speziellen Testumgebung des Herstellers und nicht um einen universell gültigen Praxiswert.

    Trotzdem ist die Richtung interessant. Bei PCIe 5.0 wird Energieeffizienz zunehmend zu einem entscheidenden Thema. Die höhere Geschwindigkeit lässt sich nicht kostenlos erreichen, und eine SSD, die dauerhaft hohe Leistung bei möglichst kontrollierter Leistungsaufnahme liefert, ist insbesondere in leistungsstarken Desktop-Systemen und Workstations attraktiv.

    KIOXIA SSD Utility: Die Software gehört zum Gesamtpaket:..

    Neben der Hardware bietet KIOXIA mit dem SSD Utility beziehungsweise SSD Management Utility eine eigene Verwaltungssoftware an. Damit lassen sich Informationen über die SSD und deren Zustand abrufen. Außerdem gehören Funktionen für Firmware-Updates und die Überwachung des Laufwerks zum Softwarepaket.

    Gerade bei einer High-End-SSD ist eine solche Software sinnvoll. Nutzer können damit den Gesundheitszustand des Laufwerks kontrollieren und beispielsweise überprüfen, wie viel der spezifizierten Lebensdauer bereits genutzt wurde. KIOXIA empfiehlt selbst, die Software regelmäßig zu aktualisieren und die Zustandsanzeige zu verwenden.

    Unterstützt werden außerdem Funktionen wie TRIM und Idle-Time-Garbage-Collection. Diese Technologien helfen dabei, die SSD langfristig funktionsfähig und performant zu halten, indem nicht mehr benötigte Datenblöcke entsprechend verwaltet und für spätere Schreibvorgänge vorbereitet werden.

    Kompatibilität: PCIe 5.0 ist Pflicht für die volle Geschwindigkeit:..

    Eine Sache sollte man vor dem Kauf unbedingt beachten: Die enormen Geschwindigkeiten der Exceria Pro G2 lassen sich nur mit einer entsprechenden PCIe-5.0-Plattform ausschöpfen.

    Die SSD verwendet einen M.2-M-Key-Anschluss und ist für Desktop-PCs und Laptops vorgesehen. Wer sie in einem PCIe-4.0-System einsetzt, kann die SSD zwar grundsätzlich nutzen, wird aber nicht annähernd die beworbenen 14.900 MB/s erreichen. Die Abwärtskompatibilität ist praktisch, der eigentliche Sinn des Laufwerks liegt jedoch eindeutig in einer modernen PCIe-5.0-Plattform.

    Für einen neuen High-End-PC ist das kein Problem. Bei einem bestehenden System sollte vor dem Kauf allerdings geprüft werden, ob tatsächlich ein PCIe-5.0-fähiger M.2-Slot vorhanden ist und ob dieser auch mit vier PCIe-Lanes angebunden ist.

    Ebenso wichtig ist die Kühlung. Wer bereits ein modernes Mainboard mit M.2-Kühlkörper besitzt, sollte diesen für die Exceria Pro G2 verwenden. Gerade bei längeren Transfers ist das sinnvoll, um die Temperatur unter Kontrolle zu halten und die Leistung möglichst konstant zu halten.

    Die 2-TB-Version ist technisch besonders interessant:..

    KIOXIA bietet die Exceria Pro G2 mit 1 TB, 2 TB und 4 TB an. Dabei fällt auf, dass die 2-TB-Version bereits fast die komplette Leistungsfähigkeit der Serie erreicht. Sie schafft dieselben maximalen 14.900 MB/s beim sequenziellen Lesen wie das 4-TB-Modell und erreicht beim Schreiben 13.400 MB/s.

    Gleichzeitig verfügt sie über 1.200 TBW und bleibt mit 2,38 Millimetern Bauhöhe ausgesprochen kompakt. Die 4-TB-Version ist mit 2,63 Millimetern etwas dicker.

    Die 2-TB-Variante wirkt deshalb nicht wie ein künstlich beschnittenes Mittelklassemodell, sondern wie eine vollwertige High-End-Konfiguration. Wer mehr Speicher benötigt, bekommt beim 4-TB-Modell zwar zusätzliche Kapazität und eine leicht höhere Schreibrate, aber die grundsätzliche Leistungscharakteristik ist bereits bei 2 TB sehr nahe am Maximum der Baureihe.

    Fazit:..

    Die KIOXIA Exceria Pro G2 2TB ist eine technisch sehr moderne NVMe-SSD, die eindrucksvoll zeigt, wo die Entwicklung bei Consumer-Speicher inzwischen angekommen ist. Fast 15 GB/s sequenzielle Lesegeschwindigkeit und mehr als 13 GB/s beim Schreiben sind Werte, die vor nicht allzu langer Zeit noch völlig unrealistisch für eine einzelne M.2-SSD gewesen wären.

    Besonders interessant ist dabei nicht nur die Geschwindigkeit selbst, sondern die technische Kombination dahinter. KIOXIA setzt auf eigenen BiCS8-TLC-NAND, den Silicon-Motion-SM2508-Controller und einen DRAM-Cache. Dazu kommen 1.200 TBW, fünf Jahre Garantie, eine kompakte einseitige Bauweise und eine aktive Leistungsaufnahme von 8,4 Watt bei der 2-TB-Version.

    In unabhängigen Tests bestätigt sich das hohe Leistungsniveau bei den sequenziellen Transfers. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die Exceria Pro G2 nicht in jedem einzelnen Praxisbenchmark an der Spitze liegt. Besonders bei Gaming-Workloads und bestimmten Real-World-Tests können andere PCIe-5.0-SSDs schneller sein. Das ist eine wichtige Erkenntnis, denn die beeindruckenden 14.900 MB/s sollten nicht mit einer pauschalen Verdoppelung der Alltagseigenschaften gegenüber einer schnellen PCIe-4.0-SSD gleichgesetzt werden.

    Ihre Stärken liegen vor allem dort, wo hohe Datenmengen bewegt werden und die PCIe-5.0-Schnittstelle tatsächlich ausgelastet werden kann. Für professionelle Content-Creation, große Projektdateien, anspruchsvolle Workstations und Nutzer, die bewusst eine moderne High-End-Plattform aufbauen, ist die Exceria Pro G2 deshalb eine interessante Lösung.

    Für einen gewöhnlichen Office-PC oder einen Gaming-Rechner, der hauptsächlich Spiele startet und Programme ausführt, ist dagegen weniger die maximale Geschwindigkeit als das Preis-Leistungs-Verhältnis entscheidend. Eine gute PCIe-4.0-SSD kann in solchen Szenarien weiterhin sehr viel leisten.

    Unterm Strich präsentiert sich die KIOXIA Exceria Pro G2 2TB als technisch ausgereifte PCIe-5.0-SSD mit hoher sequenzieller Performance, guter Ausstattung und einer interessanten Balance zwischen Leistung, Energieverbrauch und thermischem Verhalten. Die 2-TB-Version ist dabei besonders attraktiv, weil sie bereits nahezu das volle Leistungspotenzial der Baureihe bietet, ohne die zusätzlichen Anforderungen der größeren 4-TB-Variante. Wer einen PCIe-5.0-PC besitzt oder gerade einen solchen Rechner aufbaut und regelmäßig mit großen Datenmengen arbeitet, findet hier ein sehr leistungsfähiges Laufwerk, dessen technische Qualitäten deutlich über den reinen Benchmark-Rekorden hinausgehen.

    Patrick
    Nun bin ich knapp 10 Jahre bei game2gether als Autor tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung habe ich vor knapp 9 Jahren übernommen. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Management. Online erkennt man mich unter dem Pseudonym "eXilitY", "Dr. Radical" oder "RaketenJohnny"