Garfield – Escape from Monday im Test: Lasagne statt Montag

    (Bildquelle: Microids)

    Garfield und Montag, zwei Dinge, die traditionell nicht besonders gut miteinander auskommen. In Garfield – Escape from Monday wird daraus allerdings ein komplettes Abenteuer. Garfield wurde von Jon auf Diät gesetzt und soll fortan nur noch Gemüselasagne essen. Besonders schlimm für den wohl bekanntesten Lasagne-Liebhaber der Welt: Die vermeintlich gesunde Mahlzeit stammt ausgerechnet vom TV-Koch Monday, der sich auf gesundes Essen spezialisiert hat.

    Nach der Mahlzeit schläft Garfield ein und landet in einem bizarren Albtraum. Genau diese Traumwelt bildet die Grundlage für das gesamte Spiel. Gemüse, zuckerfreie Süßigkeiten, Gegner und zahlreiche weitere Hindernisse warten auf Garfield. Sein Ziel ist klar: Er muss aus dem Albtraum entkommen und seinen Geschmackssinn zurückbekommen.

    Der englische Titel Escape from Monday spielt damit gleich auf zwei Dinge an: Garfield hasst traditionell den Montag und in seinem Abenteuer muss er gleichzeitig dem Einfluss von Koch Monday und dessen gesunder Ernährung entkommen.

    Wir haben die Nintendo-Switch-Version von Garfield – Escape from Monday auf der Nintendo Switch 2 getestet.

    Vielen Dank an Microids für die Bereitstellung des Spielekeys.

    Garfield – Escape from Monday vorgestellt

    Garfield – Escape from Monday ist ein 3D-Platformer, der die bekannte Comicfigur in eine völlig neue Traumwelt versetzt. Insgesamt warten drei Welten mit mehr als 40 Leveln auf Garfield. Dabei geht es nicht nur darum, das Ende eines Levels zu erreichen. In jedem Abschnitt wollen Käse und versteckte Lasagnen gefunden werden. Zusätzlich verfügt Garfield über verschiedene Fähigkeiten, die über spezielle Kostüme ermöglicht werden. Als Truthahn kann er durch die Luft gleiten, mit dem Surferkostüm über das Wasser gleiten und als Cowboy sein Lasso einsetzen.

    Die Level lassen sich dabei nicht nur optisch voneinander unterscheiden. Die unterschiedlichen Themenwelten bringen jeweils eigene Umgebungen und Herausforderungen mit. Damit passt die Gestaltung sehr gut zum Grundgedanken eines Albtraums, in dem praktisch alles möglich ist.

    Ein Albtraum als Spielwelt

    Die Geschichte liefert eine passende Erklärung für die ungewöhnlichen Spielwelten. Garfield befindet sich in seinem eigenen Albtraum und muss sich durch dessen verschiedene Bereiche kämpfen. Dadurch darf das Spiel mit unterschiedlichen Umgebungen und Situationen deutlich freier umgehen, als es in einer klassischen Garfield-Geschichte möglich wäre.

    Die verschiedenen Level greifen diesen Gedanken konsequent auf. Eine Welt besteht beispielsweise aus riesigen Käselandschaften, während andere Bereiche an tropische Strände oder überdimensionierte Süßigkeitenwelten erinnern. Auch eine Umgebung voller Hotdogs, Ketchup und Pommes passt problemlos in Garfields kulinarischen Albtraum.

    (Bildquelle: Microids)

    Gerade diese Vielfalt macht die einzelnen Abschnitte interessant. Die Level wirken nicht wie mehrfach verwendete Umgebungen mit leicht veränderten Texturen, sondern greifen unterschiedliche Themen auf. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches Gesamtbild, das sehr gut zur Traumwelt passt.

    Jon versucht Garfield zu helfen

    Während Garfield durch seinen Albtraum läuft, versucht Jon immer wieder, ihn aufzuwecken. Dazu erscheint er unter anderem als Hologramm und gibt Garfield Hinweise und Hilfestellungen. Jon unterstützt Garfield dabei nicht ausschließlich mit Worten. Auch die verschiedenen Kostüme stehen mit seiner Hilfe in Verbindung. So erhält Garfield beispielsweise Unterstützung in Form des Truthahnkostüms, das ihm zusätzliche Möglichkeiten beim Überwinden der Level eröffnet.

    Diese Einbindung funktioniert gut, weil die Geschichte und die Gameplay-Mechaniken dadurch miteinander verbunden werden. Die Kostüme sind nicht einfach nur zusätzliche Fähigkeiten, sondern werden innerhalb der Handlung erklärt.

    Klassisches 3D-Platforming

    Spielerisch erwartet uns ein klassischer 3D-Platformer. Garfield kann springen, klettern und sich zu einer Kugel zusammenrollen. Die grundlegende Steuerung ist eingängig und orientiert sich an bekannten Genrestandards. Wer bereits andere 3D-Platformer gespielt hat, findet sich entsprechend schnell zurecht.

    Ganz ohne Herausforderung bleibt das Abenteuer allerdings nicht. Gerade bei einigen Sprungpassagen ist etwas mehr Präzision gefragt. Manche Sprünge wollen im richtigen Moment ausgeführt werden, wodurch durchaus Situationen entstehen, in denen Garfield nicht beim ersten Versuch auf der vorgesehenen Plattform landet.

    Mit zunehmendem Fortschritt steigt der Schwierigkeitsgrad zudem etwas an. Das Spiel bleibt dabei zugänglich, wird aber nicht zum kompletten Selbstläufer. Gerade beim Versuch, zusätzlich alle Sammelobjekte zu finden, werden einige Abschnitte anspruchsvoller.

    (Bildquelle: Microids)

    Garfields Kostüme bringen neue Fähigkeiten

    Für zusätzliche Abwechslung sorgen drei besondere Kostüme. Garfield kann unter anderem als Truthahn, Surfer oder Cowboy auftreten. Jedes Kostüm besitzt eine eigene Fähigkeit, die auch für die Levelgestaltung relevant ist. Mit dem Truthahnkostüm kann Garfield durch die Luft gleiten, als Surfer bewegt er sich über das Wasser und das Cowboykostüm stattet ihn mit einem Lasso aus. Die Kostüme sind damit nicht lediglich kosmetische Extras, sondern erweitern Garfields Bewegungsmöglichkeiten.

    Gerade die unterschiedlichen Fähigkeiten passen gut zur abwechslungsreichen Gestaltung der Level. Je nach Umgebung muss Garfield seine Möglichkeiten entsprechend einsetzen, um Hindernisse zu überwinden und weitere Bereiche zu erreichen.

    Käse sammeln, Lasagne finden

    Garfield wäre nicht Garfield, wenn es in seinem Abenteuer nicht auch um Essen gehen würde. In jedem Level gilt es deshalb, Käse einzusammeln. Zusätzlich sind Lasagnen in der Spielwelt versteckt. Während der Käse vergleichsweise offensichtlich in den Leveln verteilt ist, sind die Lasagnen deutlich besser versteckt. Wer alle finden möchte, muss die Umgebung gründlich erkunden und auch einmal abseits des offensichtlichen Weges suchen. Beim ersten Durchlauf bleibt daher durchaus die eine oder andere Lasagne unentdeckt.

    Das Sammeln des Käses wirkt sich gleichzeitig auf das sogenannte Schmack-O-Meter aus. Je mehr Käse Garfield findet, desto höher steigt der Wert. Wird ein entsprechender Stand erreicht, erhält Garfield zusätzliche Bonuslasagnen. Damit entsteht eine interessante Verbindung zwischen den beiden Sammelmechaniken. Käse hilft dabei, das Schmack-O-Meter zu füllen, während die Lasagnen wiederum als besonders gut versteckte Sammelobjekte dienen.

    (Bildquelle: Microids)

    Die gesammelten Lasagnen verschönern Jons Haus

    Das Sammeln ist nicht nur Selbstzweck. Nach dem Abschluss eines Levels erhält Garfield verschiedene Einrichtungsgegenstände für Jons Haus, mit denen sich dieses nach und nach ausgestalten lässt. Die Belohnungen hängen dabei vom Sammelerfolg ab. Wer beispielsweise die erste Lasagne eines Levels findet, erhält einen Gegenstand. Wer dagegen sämtliche Lasagnen eines Levels aufspürt, bekommt eine weitere Einrichtung für das Haus.

    Dadurch gibt es einen zusätzlichen Grund, bereits abgeschlossene Level erneut zu spielen. Gerade die gut versteckten Lasagnen sorgen dafür, dass bei einem zweiten Durchlauf tatsächlich noch etwas zu entdecken ist.

    Abwechslungsreiche Level im Albtraum

    Die Gestaltung der Level gehört zu den Stärken des Spiels. Die einzelnen Abschnitte unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aufbau, sondern auch optisch deutlich voneinander. So bewegt sich Garfield beispielsweise durch eine Welt, in der riesige Käseblöcke die Landschaft bilden. An anderer Stelle geht es mit dem Surferkostüm über das Wasser. Wieder andere Abschnitte erinnern an eine überdimensionierte Süßigkeitenwelt oder verwandeln die Umgebung in eine kulinarische Landschaft mit Hotdogs, Pommes und Ketchup.

    Auch die Farbgebung variiert passend zur jeweiligen Traumwelt. Von kräftigen Pink-, Gelb- und Orangetönen bis hin zu deutlich dunkleren und atmosphärischeren Bereichen ist einiges geboten. Dadurch entsteht tatsächlich der Eindruck einer Traumwelt, in der Garfield von einer absurden Situation in die nächste gerät. Die unterschiedlichen Themen passen dabei gut zur Geschichte und verhindern, dass sich die über 40 Level optisch zu ähnlich anfühlen.

    (Bildquelle: Microids)

    Bosskämpfe sorgen für Abwechslung

    Neben den normalen Gegnern und Plattforming-Passagen warten auch Bosskämpfe auf Garfield. Bereits der erste Boss passt dabei hervorragend zum Sammel- und Ernährungsthema des Spiels: Garfield bekommt es mit einer Maus zu tun, die Käse bunkert. Die Bosskämpfe lockern das klassische Platforming auf. Statt ausschließlich Plattformen zu überwinden und Sammelobjekte einzusammeln, gilt es hier, sich auf den jeweiligen Gegner einzustellen und passende Möglichkeiten für eigene Aktionen zu finden.

    Auch bei den Bossen bleibt das Spiel seinem humorvollen Grundton treu. Eine Maus, die einen großen Käsevorrat hortet, passt schließlich ziemlich gut in Garfields kulinarischen Albtraum.

    Spielzeit und Umfang

    Insgesamt bietet Garfield – Escape from Monday drei Welten mit mehr als 40 Leveln. Die Spielzeit der einzelnen Abschnitte unterscheidet sich dabei. Einige Level lassen sich vergleichsweise schnell abschließen, während andere etwas mehr Zeit benötigen. Mit zunehmendem Fortschritt steigt die benötigte Zeit etwas an. Wer zusätzlich sämtliche Käse- und Lasagne-Sammelobjekte finden möchte, beschäftigt sich entsprechend länger mit den einzelnen Abschnitten.

    Gerade die versteckten Lasagnen sorgen dafür, dass der erste Durchlauf nicht zwangsläufig das Ende bedeutet. Wer das jeweilige Level vollständig abschließen möchte, muss sich die Umgebung noch einmal genauer ansehen.

    Moderner Garfield-Comic-Look

    Optisch setzt Garfield – Escape from Monday auf einen modernen Garfield-Comic-Look. Dabei wirkt das Spiel etwas stärker wie ein moderner Comic als die aktuelle Serie. Die farbenfrohe Gestaltung passt hervorragend zur surrealen Traumwelt. Riesige Käseblöcke, überdimensionierte Süßigkeiten, tropische Strände und ganze Landschaften aus Fast Food wirken bewusst überzogen und unterstreichen den Albtraumcharakter.

    Auch Garfield selbst wurde passend in die 3D-Welt übertragen. Seine Bewegungen und Animationen transportieren dabei weiterhin die bekannte Persönlichkeit der Figur.

    (Bildquelle: Microids)

    Flüssig auf der Nintendo Switch 2

    Getestet haben wir Garfield – Escape from Monday auf der Nintendo Switch 2. Während unseres Tests lief das Spiel flüssig und ließ sich ohne störende technische Auffälligkeiten spielen.

    Gerade bei einem Platformer ist eine saubere Darstellung wichtig, da Sprünge und Plattformen präzise eingeschätzt werden müssen. Während unseres Tests konnten wir diesbezüglich keine Probleme feststellen.

    Fazit

    Garfield – Escape from Monday nutzt die bekannten Eigenschaften des Lasagne-liebenden Katers als Grundlage für einen charmanten 3D-Platformer. Die Idee, Garfield nach einer erzwungenen Gemüselasagne in einen Albtraum zu schicken, liefert gleichzeitig eine passende Erklärung für die ungewöhnlichen Spielwelten. Spielerisch setzt der Titel auf eine eingängige und genretypische Steuerung. Die Sprungpassagen können durchaus etwas kniffliger werden und der Schwierigkeitsgrad zieht im weiteren Verlauf an. Die drei Kostüme erweitern Garfields Fähigkeiten und bringen zusätzliche Abwechslung in die Level.

    Besonders motivierend ist das Sammelsystem. Während Käse in jedem Level für das Schmack-O-Meter gesammelt wird, sind die Lasagnen deutlich besser versteckt. Wer alle finden möchte, muss die Level gründlich erkunden. Als zusätzliche Belohnung lässt sich Jons Haus mit den erspielten Einrichtungsgegenständen ausgestalten.

    Die abwechslungsreiche Gestaltung der Traumwelten gefällt dabei besonders gut. Käselandschaften, Strände, Süßigkeitenwelten und Fast-Food-Szenarien könnten unterschiedlicher kaum sein und passen gerade deshalb hervorragend zu Garfields Albtraum. Die verschiedenen Umgebungen sorgen zudem dafür, dass die über 40 Level nicht eintönig wirken. Auch die Bosskämpfe lockern das klassische Platforming auf. Bereits der erste Kampf gegen eine Maus, die ihren Käse bunkert, passt hervorragend zum humorvollen Szenario.

    Optisch präsentiert sich das Spiel in einem modernen Garfield-Comic-Look und läuft auf der von uns getesteten Nintendo Switch 2 flüssig. Die Kombination aus bekannten Figuren, Sammelmechaniken, Kostümen, abwechslungsreichen Traumwelten und klassischen Platforming-Elementen ergibt ein unterhaltsames Garfield-Abenteuer.

    Wer Garfield mag und Freude an klassischen 3D-Platformern mit Sammelobjekten hat, bekommt hier ein zugängliches Abenteuer geboten. Gerade die gut versteckten Lasagnen und die unterschiedlichen Traumwelten sorgen dafür, dass auch nach dem ersten Durchlauf noch etwas zu entdecken bleibt.

    Auch der Titel Escape from Monday erweist sich dabei als passendes Wortspiel. Garfield muss nicht nur seinem persönlichen Erzfeind Montag entkommen, sondern flieht im wahrsten Sinne des Wortes auch vor Koch Monday und dessen gesunder Gemüselasagne.

    Der Key von Garfield – Escape from Monday wurde Game2Gether für den Test von Microids zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Publishers oder Entwicklers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Alex
    Meine Leidenschaft für PC-Hardware begleitet mich seit meiner Jugend. Über viele Hardware-Generationen hinweg habe ich eigene Systeme aufgebaut, getestet und weiterentwickelt – später kamen auch Konsolen und Gaming-Equipment hinzu. Bei Game2Gether bin ich vielseitig unterwegs: von Hardware und Technik über Gaming und Reviews bis hin zu aktuellen News. Mein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Hardware, wobei mich vor allem die Technik hinter den Produkten und deren praktischer Nutzen interessieren.