Es dauert nicht mehr lange, bis im Oktober die Halloweenzeit eingeläutet wird. Neben Verkleidungen, Süßigkeiten, Gruselfilmen und Co. gehören natürlich auch ein paar Horrorspiele dazu. Eines davon ist das kürzlich erschienene Tales of Fear – Episode Zero von MediaTale. Wir haben uns den kostenlosen Titel genauer angeschaut und verraten euch, worum es in Tales of Fear geht, wie es sich spielt und ob es sich für die Spooky-Season eignet.
Story: X-Factor trifft Walking Simulator
In Tales of Fear – Episode Zero erleben wir drei in sich geschlossene Geschichten. Da wäre etwa „Enfield Encounter“, in der wir als Patrick McKelvy auf unserer Farm von einer geheimnisvollen Kreatur beobachtet werden. In „Alice und Bob“ schieben wir in einem Tech-Unternehmen die Nachtschicht und nichts ist so, wie es scheint. In der dritten Episode, „Doai Station“, erleben wir die Geschichte der Brüder Haro und Kaito, die mit einem übernatürlichen Zug konfrontiert werden.

Die Geschichten sind dabei vom Gruselfaktor eher überschaubar. Sie setzen weniger auf ständige Jumpscares und Co., sondern versuchen, eine konstant schaurige Atmosphäre zu erzeugen. Am Ende einer Geschichte können Spieler dann noch abstimmen, ob die gerade erlebten Ereignisse einen wahren Kern haben oder völlig frei erfunden wurden. Dadurch erinnern die Geschichten ein bisschen an eine spielbare Version der TV-Serie X-Factor – nur leider ohne Jonathan Frakes.
Gameplay
Spielerisch geht Tales of Fear ebenfalls nicht in die Tiefe. Wer von Monstern oder Menschen gejagt werden möchte, wie in Alien: Isolation oder Outlast, wird hier enttäuscht. Stattdessen wird die Geschichte in einem einfachen Walking Simulator mit simplen „Quests“ vermittelt. Als Bauer Patrick müssen wir etwa unser Gemüse ernten und die Beete gießen, während sich parallel die paranormalen Ereignisse häufen.
Wer sich darüber hinaus noch etwas beschäftigen will, kann in jedem der drei Cases verschiedene Collectibles einsammeln und auf Achievementjagd gehen. Doch auch abseits davon lohnt es sich, die Umgebung genau anzuschauen und mit möglichen Hinweisen zu interagieren. Nur so lässt sich tatsächlich herausfinden, welche der drei Cases auf wahren Begebenheiten beruht.

Technik
In puncto Leveldesign liefert Tales of Fear eine große Varianz. Alle drei Cases haben zwar kleine, dafür aber detaillierte Level mit vielen Props und Hinweisen, die es zu suchen gilt. Die Maps wie auch die Charaktermodelle sind nicht unbedingt auf der Höhe der Zeit, jedoch bringt der gewählte Stil einen gewissen Retrocharme mit sich.
Das Spiel ist ausschließlich auf Englisch vertont, es gibt jedoch Textübersetzungen in insgesamt zwölf Sprachen. Die Übersetzung funktioniert allerdings nur stellenweise. Vereinzelt haben wir englische Untertitel lesen müssen, obwohl als Sprache Deutsch ausgewählt war.

Technisch lief alles rund. Wir konnten während unseres Tests auf dem PC keinerlei Bugs oder Abstürze feststellen. Die Systemanforderungen sind gering. Wer sich in die drei Gruselgeschichten auf der Suche nach der Wahrheit stürzen möchte, sollte auf dem PC Folgendes mitbringen:
Mindestanforderungen
- Betriebssystem: Windows 10
- Prozessor: Intel Core i5-4570, AMD Ryzen 5 1600
- Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
- Grafik: NVIDIA GeForce GTX 960
- Speicherplatz: 5 GB verfügbarer Speicherplatz
Empfohlene Systemanforderungen
- Betriebssystem: Windows 10/11
- Prozessor: Intel Core i7-7700K, AMD Ryzen 5 3700X
- Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
- Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1060, AMD Radeon RX 480
- Speicherplatz: 5 GB verfügbarer Speicherplatz
Fazit
Tales of Fear – Episode Zero ist sicherlich kein Horrorspiel für alle, die sich nach blutigen Monstern und permanenten Jumpscares sehnen. Stattdessen setzt der kostenlose Titel auf drei kleine Geschichten, eine schaurige Atmosphäre und die Frage, was davon tatsächlich der Wahrheit entspricht. Spielerisch bleibt das Ganze zwar sehr simpel, doch gerade die Suche nach Hinweisen und Collectibles lädt dazu ein, die einzelnen Cases etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Auch technisch darf man aufgrund des Retrolooks und der überschaubaren Level nicht zu viel erwarten. Dafür lief unser Test auf dem PC problemlos und die geringe Einstiegshürde macht Tales of Fear auch für schwächere Systeme interessant. Wer also auf der Suche nach einem kleinen Grusel-Happen für die Halloweenzeit ist und sich gerne mit paranormalen Geschichten beschäftigt, kann mit Tales of Fear – Episode Zero durchaus ein paar unterhaltsame Stunden verbringen.
Nachfolger bereits angekündigt
Wer danach noch nicht genug hat, der sollte das kommende Jahr im Auge behalten, denn Tales of Fear – Episode Zero ist nur der Auftakt für den nächsten Titel. Dieser hört auf den Namen Tales of Fear – Episode One und soll 2027 erscheinen. Anders als Zero wird Episode One kein kostenloser Titel, dafür versprechen die Entwickler drei neue Geschichten, die zudem umfangreicher ausfallen sollen.
Tales of Fear Episode Zero ist seit dem 1. September 2026 für den PC erhältlich. Neugierig? Dann schaut euch hier den aktuellen Trailer an:
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