The Sinking City 2 – Test / Review

    Arkham ruft. The Sinking City 2 führt Spieler in die von H.P. Lovecraft kreierte Stadt, in der allerlei Gruseliges und Obskures auf sie wartet. Worum es in The Sinking City 2 geht, wie es sich spielt und ob sich ein Blick lohnt, haben wir uns bei Game2Gether genauer angeschaut.

    Story

    The Sinking City 2 spielt, wie eingangs erwähnt, in Arkham, Massachusetts, ebenjener Stadt aus den Geschichten von H.P. Lovecraft. Arkham wurde von einer Flut getroffen und bis auf einige wenige vollständig evakuiert. Das Wasser steht so hoch, dass man die Stadt nur noch mithilfe von Booten durchqueren kann und viele Gebäude nicht mehr erreichbar sind. Gleichzeitig sind mit der Flut wurmartige Kreaturen namens Slither in die Stadt gelangt, die die Leichen der ehemaligen Stadtbewohner besetzen und sie so in willenlose Zombies verwandeln.

    Wir schlüpfen in die Rolle von Calvin Rafferty, der nach einer Heilung für seine Partnerin Faye sucht. Diese ist nach einem Besuch in Lovecrafts Traumlanden ins Koma gefallen. Heilung verspricht sich Rafferty von einem Ritual, für das er die gesamte Stadt durchqueren muss. Unterwegs ballern, schleichen und rätseln wir uns durch die verschiedenen Abschnitte, während wir auf unserem Weg immer wieder mit noch abgedrehterem Body Horror konfrontiert werden.

    The Sinking City 2 verpackt seine Geschichte in eine kurze, aber atmosphärische Story. Das Spiel kann problemlos in 10 bis 15 Stunden durchgespielt werden.

    Protagonist Calvin Rafferty wird auf seiner Reise mit allerhand übernatürlichem konfrontiert.

    Gameplay

    Spielerisch haben sich die Entwickler klar die großen Genrevertreter wie Resident Evil oder Silent Hill zum Vorbild genommen. Besonders die Parallelen zur Resident-Evil-Serie sind kaum von der Hand zu weisen.

    Auch The Sinking City 2 verfügt über ein begrenztes Raster-Inventar, bei dem Gegenstände einen bis zwei Slots einnehmen. Zwischendurch können wir unser Inventar in Safe-Räumen ausleeren, in denen wir zugleich speichern können. Auf unserem Weg müssen wir besondere Schlüssel für besondere Türen finden, wie beispielsweise einen Sternenschlüssel für eine Tür, die ebenfalls mit einem Stern verziert ist. Die Munition für unsere Waffen ist knapp, kann aber genau wie Heilitems durch das Sammeln verschiedener Ressourcen unterwegs gecraftet werden. Immer wieder stoßen wir auf kleinere bis mittelschwere Rätsel, deren Lösung uns entweder in der Story vorantreibt oder uns mit Bonusgegenständen und kleineren Zwischensequenzen belohnt.

    Verpackt wird das Ganze in einer Semi-Open-World. Wir fahren mit unserem Boot von einer in sich geschlossenen Location zur nächsten und müssen vor allem zu Beginn spielerisch immer dem gleichen Ablauf folgen. Einmal angekommen, stellen wir fest, dass es etwas gibt, das uns am Weiterkommen hindert, wie etwa ein toter Wal. Den können wir nur mit einem Kran aus dem Wasser heben, der leider weder Treibstoff hat noch über die notwendigen Zahnräder verfügt. Also durchsuchen wir anschließend den kleinen Bereich nach eben diesen Items. Auf unserem Weg stellen sich uns dann verschiedene Gegnertypen in den Weg, die wir entweder ausschalten oder an ihnen vorbeirennen können, sollte uns die Munition ausgegangen sein. Haben wir alles erledigt, geht es mit dem Boot weiter zur nächsten Station.

    Lorelei ist nur eine der verbliebenen obskuren Bewohner von Arkham.

    Die Rätsel sind ähnlich simpel. In einem Beispiel mussten wir etwa einen Gegenstand mithilfe einer richtigen Kombination und eines Obelisken aufladen, um daraufhin an einen Dolch zu gelangen, der wiederum einen versteckten Raum öffnet. All das ist nie zu kompliziert, was auch gut ist, da es weder die Atmosphäre negativ beeinflusst noch die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Geschehen wegnimmt. Für die Lösung dieser Rätsel können wir in der Welt allerhand Dokumente und Beweise finden, die wir dann in einem separaten Inventarmenü miteinander verbinden und kombinieren können. Für eine vollständige Kombination erhalten wir Dream Essence, die wir wiederum in Perks für unsere Maske investieren können. Dadurch können wir beispielsweise mehr Schaden von bestimmten Gegnertypen einstecken.

    Im Kampf werden wir vor allem zu Beginn mit den Slither-Zombies konfrontiert. Die Slither sind überall in der Welt zu finden und in manchen Fällen schnellen sie zu einer Leiche und übernehmen sie. Anders als in Resident Evil sollten wir hier jedoch nicht auf geschickte Kopfschüsse setzen, sobald sich die Toten erheben. Stattdessen erscheinen an den Untoten nun leuchtende Geschwüre, die wir mit Blei vollpumpen müssen. Nachdem wir zwei bis drei dieser Geschwüre zum Platzen gebracht haben, geht der Gegner zu Boden. Doch damit ist der Kampf nicht unbedingt vorbei. Denn die Slither kriechen unter Umständen gleich zur nächsten Leiche, sofern eine in der Nähe ist. Um Abhilfe zu schaffen, können wir sie mit einer Stampf-Attacke einfach zerquetschen. Das ist in Anbetracht der ständigen Munitionsknappheit auch dringend notwendig.

    Die Slither-Zombies sind nur eine der vielen Gegner die uns auf der Suche nach Fayes Heilung im Weg stehen.

    Ton & Technik

    In puncto Optik und Grafik kann vor allem das hervorragende Leveldesign überzeugen. Die überfluteten Straßen, die verfallenen und verlassenen Gebäude und das trübe Wetter erzeugen eine unbequeme und unheimliche Grundstimmung, die durch den Body- und komischen Horror nur noch verstärkt wird. Diese Stimmung hat mich so sehr vereinnahmt, dass ich mir stellenweise eine vollständige Open-World gewünscht hätte, nur damit ich jedes Gebäude und jeden Winkel dieser herrlich gruseligen Stadt erkunden hätte können. Auch der 1920er-Look wird dabei durchweg gut eingefangen und spiegelt sich an jeder Ecke wider.

    Das Spiel ist ausschließlich in englischer Sprache vertont, verfügt jedoch über Textübersetzungen in insgesamt 15 Sprachen inklusive Deutsch. Die Vertonung ist durchweg gut gelungen. Hauptcharakter Calvin Rafferty wird von Andrew Wheildon-Dennis gesprochen, den man unter anderem auch als Phaesus aus Dragon’s Dogma II kennt.

    Technisch lief bei unserem Test auf dem PC alles rund. Wir konnten weder Bugs noch Abstürze oder andere Kinderkrankheiten feststellen. Die Performance auf dem Steam Deck hingegen enttäuscht. Selbst auf niedrigsten Settings erreicht das Spiel gerade einmal 15 bis 20 Frames. Das ist in Anbetracht der Systemanforderungen des Spiels allerdings auch nicht weiter verwunderlich. Handheld-Besitzern raten wir deswegen an dieser Stelle vom Spiel ab oder empfehlen, es über Streamingoptionen wie etwa GeForce Now zu spielen.

    Wer Arkham mit all seinem Horror erkunden möchte, sollte auf dem PC Folgendes mitbringen:

    Mindestanforderungen

    • Betriebssystem: Windows 10
    • Prozessor: Intel Core i7-8700K, AMD Ryzen 5 3600X
    • Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
    • Grafik: NVIDIA GeForce RTX 1070, AMD Radeon RX 5700
    • Speicherplatz: 70 GB verfügbarer Speicherplatz

    Empfohlene Systemanforderungen

    • Betriebssystem: Windows 10/11
    • Prozessor: Intel Core i7-14600K, AMD Ryzen 5 7600X
    • Arbeitsspeicher: 32 GB RAM
    • Grafik: NVIDIA GeForce RTX 4070Ti, AMD Radeon RX 7900XT
    • Speicherplatz: 70 GB verfügbarer Speicherplatz

    Fazit

    The Sinking City 2 liefert ein gelungenes Horror-Erlebnis, das sich spielerisch klar an Genregrößen wie Resident Evil orientiert, dabei aber seinen eigenen Lovecraft-Charme bewahrt. Die dichte Atmosphäre, das abwechslungsreiche Leveldesign und der gelungene Body Horror sorgen für einige unheimliche Momente. Auch die Mischung aus Erkundung, Rätseln und Kämpfen funktioniert gut, wobei die knappe Munition immer wieder für zusätzliche Spannung sorgt. Etwas schade ist hingegen die kurze Spielzeit und die geringe Performance auf dem Steam Deck. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und Lust auf Lovecrafts Horrorwelt hat, bekommt mit The Sinking City 2 ein gelungenes Survival-Horror-Abenteuer geboten.

    The Sinking City 2 ist seit dem 18. August 2026 für PC, PS5 und XBOX Series S/X erhältlich. Neugierig? Dann klickt hier für weitere Informationen und für den Link zum Spiel. Schaut euch hier außerdem den aktuellen Trailer an:

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    Mehr Informationen

    Wir bedanken uns bei Frogwares für die Bereitstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens Entwickler ist nicht erfolgt.

    Dennis Witzmann
    Seit meiner Jugend bin ich begeisterter Spieler. Ob PC oder Konsolen, ich bin überall Zuhause. Doch in den Bereichen MMO und JRPG findet man mich am meisten.