Xbox Konsolenpreise schießen absurd in die Höhe

Quelle: Microsoft

Während Microsoft die Preise für die Xbox Series X und Xbox Series S erneut deutlich angehoben hat, könnte Sony Interactive Entertainment seine PlayStation 5 bis mindestens April 2027 preislich stabil halten. Darauf deutet der jüngste Geschäftsbericht des Unternehmens hin. Vor allem mit Blick auf den bevorstehenden Release von Grand Theft Auto VI könnte Sony dadurch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Xbox erhalten.

Sony sichert Speicherchips für das Geschäftsjahr

Im aktuellen Finanzbericht erklärte Sony, dass das Unternehmen bereits ausreichend Speicherkomponenten für das laufende Geschäftsjahr gesichert habe. Dadurch sieht sich der Konzern in der Lage, seine geplanten Hardware-Ziele zu erreichen, ohne kurzfristig erneut an der Preisschraube drehen zu müssen. Zwar garantiert dies keine Preisstabilität über April 2027 hinaus, für die kommenden Monate dürfte die PS5 jedoch von weiteren Erhöhungen verschont bleiben. Ganz anders sieht die Situation bei Microsoft aus. Nachdem der Konzern zunächst nur Preiserhöhungen für die USA angekündigt hatte, haben inzwischen auch Händler in Europa ihre Preise angepasst. Die aktuellen unverbindlichen Verkaufspreise liegen nun bei:

Modell Neuer Preis
Xbox Series S 512 GB 499,99 €
Xbox Series S 1 TB 599,99 €
Xbox Series X Digital 749,99 €
Xbox Series X 799,99 €

Zum Vergleich kosten die aktuellen PlayStation-Modelle derzeit:

Modell Aktueller Preis
PS5 Digital Edition 599,99 €
PS5 649,99 €
PS5 Pro 899,99 €

Damit kostet eine Xbox Series X inzwischen deutlich mehr als eine Standard-PS5.

KI-Boom treibt Speicherpreise in die Höhe

Als Hauptgrund gelten die weltweit stark gestiegenen Preise für Speicherchips. Die enorme Nachfrage nach Hardware für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz belastet derzeit die gesamte Halbleiterindustrie. Branchenunternehmen wie Samsung Electronics rechnen sogar damit, dass sich diese Situation im Laufe des Jahres 2027 weiter verschärfen könnte. Berichten zufolge soll Microsoft zuletzt rund 150 US-Dollar Verlust pro verkaufter Xbox-Konsole gemacht haben. Die jüngsten Preiserhöhungen sollen diese Verluste zumindest teilweise ausgleichen.

Herausforderung für die nächste Konsolengeneration

Die steigenden Komponentenpreise werfen gleichzeitig einen Schatten auf die kommende Konsolengeneration. Sollten Speicherchips und weitere Bauteile dauerhaft auf diesem Preisniveau bleiben, könnten sowohl Sony als auch Microsoft ihre nächsten Konsolen deutlich teurer anbieten müssen als bisherige Generationen. Marktbeobachter halten deshalb Preise von über 1.000 Euro beziehungsweise US-Dollar für zukünftige High-End-Konsolen inzwischen nicht mehr für ausgeschlossen. Für Sony dürfte die vorerst gesicherte Preisstabilität der PS5 daher nicht nur im Wettbewerb mit Xbox, sondern insbesondere rund um den Launch von Grand Theft Auto VI ein wichtiger Vorteil sein. Langfristig bleibt jedoch die gesamte Branche von den steigenden Hardwarekosten betroffen.