Sony Interactive Entertainment hat eine der wohl größten Veränderungen in der Geschichte der Marke PlayStation angekündigt. Ab Januar 2028 werden sämtliche neu erscheinenden PlayStation-Spiele ausschließlich digital veröffentlicht. Gleichzeitig wird der PlayStation Store für PlayStation 3 und PlayStation Vita schrittweise eingestellt. Mit dieser Entscheidung verabschiedet sich Sony endgültig von physischen Datenträgern für neue Spiele und setzt vollständig auf den digitalen Vertrieb.
Ab 2028 erscheinen neue PlayStation-Spiele nur noch digital
Wie Sony im offiziellen PlayStation Blog mitteilt, wird die Produktion von Disc-Versionen für alle neuen Spiele eingestellt, die ab Januar 2028 erscheinen. Künftige Titel werden ausschließlich digital über den PlayStation Store oder als Download-Code im Handel erhältlich sein. Bereits veröffentlichte Spiele sowie Titel, die noch vor Januar 2028 auf Disc erscheinen, sind von dieser Entscheidung nicht betroffen. Diese bleiben weiterhin als physische Version erhältlich. Laut Sony sei dieser Schritt eine Reaktion auf das veränderte Kaufverhalten der Spieler, da digitale Verkäufe inzwischen den Großteil des Marktes ausmachen.
Parallel dazu verabschiedet sich Sony von zwei weiteren wichtigen Bestandteilen seiner Konsolengeschichte. Der PlayStation Store für die PS3 wird zunächst ab August 2026 in Mexiko, Honduras und Nicaragua geschlossen. Weitere Länder in Lateinamerika sowie Regionen im Nahen Osten folgen bis Ende 2026. Für alle übrigen Länder wird der Store für PS3 und PS Vita schließlich im Juli 2027 abgeschaltet. Bereits gekaufte digitale Inhalte bleiben laut Sony jedoch auch danach über die persönliche Bibliothek weiterhin zum Download verfügbar.
Sony begründet den Schritt mit technischen Anforderungen
Als Begründung nennt Sony die Weiterentwicklung moderner Bezahlsysteme und digitaler Infrastruktur. Die mittlerweile fast zwei Jahrzehnte alten Plattformen könnten aktuelle Sicherheits- und Zahlungsstandards nicht mehr in ausreichendem Umfang unterstützen. Gleichzeitig wolle das Unternehmen seine Ressourcen stärker auf aktuelle PlayStation-Systeme konzentrieren. Nach Angaben von Sony sei die Entscheidung daher notwendig gewesen, auch wenn sie vielen langjährigen Fans schwerfallen dürfte.
Die Ankündigung dürfte die Debatte um den Erhalt digitaler Videospiele erneut anheizen. Während digitale Downloads heute den Großteil der Spieleverkäufe ausmachen, weisen Kritiker seit Jahren darauf hin, dass digitale Inhalte dauerhaft von Servern entfernt oder durch Lizenzprobleme unzugänglich werden können. Physische Datenträger galten bislang als wichtige Möglichkeit, Spiele unabhängig von Online-Diensten langfristig zu archivieren und zu besitzen. Mit dem vollständigen Verzicht auf Disc-Versionen ab 2028 wird diese Möglichkeit für zukünftige PlayStation-Spiele entfallen.
Das Ende einer PlayStation-Ära
Mit der Einstellung physischer Veröffentlichungen und dem Abschied vom PlayStation Store für PS3 und PS Vita endet ein bedeutendes Kapitel der PlayStation-Geschichte. Sony betont zwar, dass man sich weiterhin darauf konzentrieren wolle, Spielern möglichst viele Kaufmöglichkeiten über den Handel und den PlayStation Store anzubieten. Gleichzeitig zeigt die Entscheidung aber deutlich, wohin sich die Branche entwickelt.
Für Sammler und Liebhaber physischer Spiele dürfte diese Nachricht eine der einschneidendsten Veränderungen der vergangenen Jahre darstellen. Ab Januar 2028 wird es neue PlayStation-Titel ausschließlich noch in digitaler Form geben – ein historischer Schritt, der die Zukunft des Gamings nachhaltig verändern dürfte.

