Warum die Demo zu „Main Sequence“ eine echte Empfehlung für Automations-Fans ist

    Weltraumbasen errichten, riesige Raumschiffe designen und logistische Meisterleistungen im unendlichen Kosmos vollbringen: Das ambitionierte Weltraum-Aufbauspiel Main Sequence möchte das Herz von Tüftlern und Fabrikplanern erobern. Auf Steam steht aktuell eine kostenlose Demo bereit, die einen tiefen Einblick in die Mechaniken gewährt. Wir haben den Blaumann angezogen, den Autopiloten gestartet und geschaut, wie viel Suchtpotenzial schon jetzt in dem Titel steckt. Eines vorweg: Wer Satisfactory liebt, sollte den Download-Button drücken.

    Die größte Stärke von Main Sequence zeigt sich bereits nach wenigen Minuten: Das Spiel wirft uns in einen verdammt motivierenden Gameplay-Loop. Das Fundament, also der Bau von eigenen Weltraumbasen und das Konstruieren von Raumschiffen, funktioniert bereits in diesem frühen Stadium richtig gut. Die Menüführung ist dabei erstaunlich übersichtlich gestaltet, sodass man sich trotz der inhärenten Komplexität des Genres schnell zurechtfindet. Ein echter Segen für die Navigation im interstellaren Raum ist zudem der hervorragend funktionierende Autopilot. Er nimmt uns den frustrierenden Mikromanagement-Flug im Weltall ab und lässt uns stattdessen auf das konzentrieren, was wirklich Spaß macht: Optimierung und Expansion.

    Wenn Effizienz auf sterile Kälte trifft

    Wo viel gebaut wird, muss auch optimiert werden – und genau hier entfaltet das Spiel ein ähnliches Suchtpotenzial wie das große Vorbild Satisfactory. Das Treiben der eigenen Effizienz treibt den Spieler voran. Doch wo Licht ist, gibt es im aktuellen Build natürlich auch noch Schatten. Dem Titel fehlt es momentan noch spürbar an Liebe zum Detail. Die Spielwelt und die Räumlichkeiten wirken streckenweise ziemlich kalt, steril und glatt. Wer darauf hofft, sein mobiles Zuhause gemütlich einzurichten, wird enttäuscht: Es gibt bisher keinerlei Wohnraumdekoration, die man selbst craften oder platzieren könnte.

    Zudem kämpft die Demo mit klassischen Kinderkrankheiten. Ein besonders nerviger Bug betrifft die Leitern im Raumschiff: Sobald man die Interaktionstaste drückt, um in ein anderes Stockwerk zu gelangen, springt die Leiter beziehungsweise die Kameraperspektive jedes Mal abrupt von oben nach unten oder umgekehrt. Das reißt einen kurz aus der Immersion, lässt sich für den finalen Release aber zum Glück leicht patchen.

    Fazit: Early-Access-Hoffnung für Fabrikplaner

    Man darf bei aller Kritik nicht vergessen, dass sich Main Sequence auf dem Weg in den Early Access befindet – Ecken und Kanten gehören hier zum guten Ton. Das gezeigte Fundament ist jedoch bärenstark. Wer ein Faible für das Genre hat, die Jagd nach maximaler Effizienz liebt und über den aktuellen Mangel an Deko hinwegsehen kann, sollte sich die kostenlose Demo auf Steam definitiv anschauen. Sie bietet mehr als genug Inhalt, um sich ein klares Bild zu machen. Wir behalten das Projekt im Auge!

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Quelle: Bilder Video

    Daniel Spies (MUTINITUM)
    Gaming-Journalist & Strategie-Analyst. Hinter dem Projekt MutinituM, blicke ich über den Tellerrand der Spieleindustrie hinaus, immer kritisch, immer fundiert und mit einem besonderen Auge für die Strategie der Publisher. Mein Ziel: Die Geschichten hinter den Pixeln zu finden, die wirklich zählen.