Gemütlicher Gothic-Charme statt düsterem Horror: Wir haben die Steam-Demo von Moonlight Peaks angespielt. Zwischen magischen Pflanzen, humorvollen Grabsteininschriften und süßen Vampiren versteckt sich hier ein echtes Highlight für Cozy-Fans. Warum das Gießen zwar Fingerspitzengefühl erfordert, der Titel aber definitiv auf eure Wunschliste gehört, lest ihr in unserer Preview.
Lebenssimulationen und Bauernhof-Spiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Doch was passiert, wenn man das bewährte Prinzip mit einer gehörigen Portion Gothic-Vibe, Zaubertränken und dem Kind von Graf Dracula kreuzt? Genau das durften wir in der brandneuen Steam-Demo von Moonlight Peaks herausfinden. Das Fazit vorweg: Es ist zwar kein millionenschwerer Triple-A-Blockbuster, aber ein verdammt charmantes Indie-Highlight, das Fans des Genres im Auge behalten sollten.
Mehr als nur Stardew Valley in Lila
Schon beim Starten der Demo wird man von der extrem stimmigen und zuckersüßen Optik gefangen genommen. Das Charakterdesign ist absolut gelungen, die Figuren sind liebevoll animiert und die Dialoge sprühen vor Charme. Die Demo konzentriert sich voll auf das Kern-Gameplay, gibt aber auch schon erste, dezente Einblicke in die Story. Ein Highlight für Entdecker verbirgt sich abseits der Felder: Wer ohne Scheu über den örtlichen Friedhof schlendert, sollte unbedingt die Inschriften der Grabsteine lesen. Es sind genau diese witzigen Kleinigkeiten, die zeigen, wie viel Herzblut das Entwicklerstudio Little Chicken in die Welt steckt. Auch humorvolle Charaktere – wie einen bestimmten Charakter, der im Dorf einfach nur „Urlaub“ macht – runden das Bild ab. Die eigentliche Stadt blieb in der Demo zwar noch verschlossen, macht aber definitiv Lust auf mehr.
Kleine Stolpersteine beim Einstieg und Komfort
Ein paar technische Eigenheiten fielen uns beim Anspielen jedoch auf. So forderte Steam beim Spielstart explizit den Anschluss eines Controllers. Im Spiel selbst startete Moonlight Peaks dann jedoch mit der klassischen Tastatur-Steuerung, mit der sich der Titel schlussendlich auch absolut problemlos und flüssig spielen ließ – ein Controller war nicht zwingend vonnöten.
Kritik muss sich das Spiel aktuell noch beim Komfort-System der Landwirtschaft gefallen lassen. Das Gießen der verfluchten Pflanzen gestaltete sich in der Demo unnötig fummelig. Da die Spielfigur beim Gießen nicht starr in die vier Himmelsrichtungen blickt, sondern über ein Radius-System agiert, muss man sich extrem präzise positionieren, um wirklich alle Felder gleichzeitig zu erwischen. Hier hoffen wir für den finalen Release noch auf ein bisschen Feinschliff.
Fazit: Die perfekte Dosis „Cute Gothic“
Moonlight Peaks erfindet das Rad der Farm-Simulationen nicht komplett neu, verpasst dem Genre aber ein unverbrauchtes, unheimlich stimmiges Gewand. Wer das Dracula-Setting mag, aber lieber eine „cute“ statt einer gruseligen Atmosphäre sucht, bekommt hier einen wunderbaren Einblick in das fertige Spiel. Es ist ein richtig schönes Wohlfühlspiel geworden, das eine glasklare Empfehlung verdient.
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