In Fatekeeper wagen wir uns in eine neue Fantasy-Welt. Wir haben uns das Spiel zum Start des Early Access angesehen und verraten euch, worum es in Fatekeeper geht, wie es sich spielt und ob sich ein Kauf schon jetzt lohnt.
Story
Die Story von Fatekeeper ist schwer greifbar, was nicht zuletzt daran liegt, dass in der Early-Access-Version des Spiels noch große Teile fehlen. Momentan wird man eher mitten hinein geworfen. Unser Abenteuer beginnt an einem Berghang. Von hier aus sollen wir uns nach Haven begeben, einer kleinen abgelegenen Hütte in einem Hain. Dort angekommen zeigt uns unser Rattenbegleiter, wie wir uns im Spiel zurechtfinden. Durch ein Portal gelangen wir in eine Arena, wo wir das Kämpfen lernen, bevor wir in das nächste Areal gelassen werden, das wir frei erkunden können.
Welche Geschichte Fatekeeper letztendlich erzählen wird, ist noch nicht ganz ersichtlich. Die kleinen Schnipsel und Lore-Infos in den Ladebildschirmen der Level machen jedoch schon jetzt neugierig. Das Spiel ist in seinem aktuellen Zustand recht kurz und in zwei bis drei Stunden beendet. Dadurch wirkt es momentan eher wie eine Demo, die vor allem die hübsche Spielwelt und das Kampfsystem präsentieren soll.

Gameplay
Denn das Gameplay steht bei Fatekeeper in seiner aktuellen Version klar im Fokus. Im Kampf stehen uns verschiedene Nahkampfwaffen wie Schwerter und Äxte zur Verfügung, außerdem können wir einige Zauber wirken.
Spielerisch erinnert das Ganze stark an Dark Messiah of Might & Magic. Denn wie auch im Action-RPG von 2006 können wir in Fatekeeper unsere Gegner mit mächtigen Schlägen ins Straucheln bringen oder umwerfen, sie mit Zaubern einfrieren oder verbrennen oder die Umgebung zu unserem Vorteil nutzen, indem wir Monster etwa in Stachelfallen hineintreten. Das macht bereits jetzt ziemlich viel Spaß, nutzt sich aufgrund des derzeit noch fehlenden Contents aber leider recht schnell ab. Denn der derzeitige Gameplay-Loop läuft immer gleich ab: Wir betreten ein neues Level, schnetzeln uns durch unzählige Gegner und am Ende wartet entweder ein Bosskampf oder ein Arena-Match gegen mehrere Gegner auf uns.
Ein weiteres Problem ist das Heilsystem. Bislang können wir uns nur auf zwei Arten heilen: durch einen Levelaufstieg oder durch die Einnahme selbst gebrauter Tränke. Für diese werden jedoch Zutaten benötigt, von denen es in den derzeit verfügbaren Leveln noch zu wenige gibt.
Dabei wirkt das Alchemiesystem bislang simpel und zugleich sehr modular. Die meisten Zutaten besitzen zwei Werte, die beim Brauen ins Gewicht fallen. Einer davon wirkt sich positiv auf den Trank aus, etwa indem er eine bestimmte Menge an Lebens- oder Manapunkten wiederherstellt. Alternativ können auch Schadenswerte für Bomben oder Phiolen erzeugt werden, mit denen wir unsere Waffen überziehen können. Jedes hergestellte Item besteht dabei aus drei Zutaten, die wir beliebig miteinander kombinieren dürfen.
Steigen wir hingegen im Level auf, erhalten wir nicht nur unsere Lebenspunkte vollständig zurück, sondern auch einen Skillpunkt, den wir in einen umfangreichen Skilltree investieren können. Dort lassen sich Werte wie Lebenspunkte, Manaregeneration oder ausgeteilter Schaden verbessern, aber auch neue Fähigkeiten freischalten.
Alles in allem wirken die Gameplay-Systeme vielversprechend und könnten das Spiel langfristig sinnvoll ergänzen, sobald die noch fehlenden Inhalte – etwa eine durchgehende Handlung – implementiert wurden.
Ton & Technik
Technisch ist Fatekeeper schon jetzt ganz großes Kino. Grafisch gehört es sicherlich zu den schöneren Titeln des Genres, und auch die Leveldesigns fangen das Fantasy-Setting hervorragend ein. Neben dem zuvor erwähnten Bergpass kämpfen wir uns in Fatekeeper durch liebevoll gestaltete Höhlen und die Ruinen einer scheinbar untergegangenen Zivilisation. Die teils überwucherten Anlagen und Festungen laden förmlich zum Erkunden ein. Für unsere Neugier werden wir dabei regelmäßig mit neuen Items, Ausrüstungsgegenständen und Alchemiezutaten belohnt.
Derzeit ist Fatekeeper ausschließlich auf Englisch verfügbar. Auch deutsche Übersetzungstexte sucht man bislang vergebens. Das Voice Acting ist solide und gilt sowohl für unseren Charakter und den mürrischen Rattenbegleiter als auch für die verschiedenen Gegnertypen.
Für dieses Maß an optischer Qualität setzt Fatekeeper allerdings auch eine entsprechende Hardware voraus. Wer die Ruinen vergangener Katastrophen erkunden möchte, sollte auf dem PC folgende Voraussetzungen mitbringen:
Empfohlene Systemanforderungen
- Betriebssystem: Windows 10
- Prozessor: Intel Core i7-10700K, AMD Ryzen 5 3600X
- Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
- Grafik: NVIDIA GeForce RTX 3070, AMD Radeon RX 6800XT
- Speicherplatz: 45 GB verfügbarer Speicherplatz
Getestet wurde das Spiel sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck. Während das Spiel auf dem PC bereits jetzt äußerst rund läuft, ist Fatekeeper auf dem Steam Deck bislang praktisch unspielbar, was angesichts der Hardware-Anforderungen nicht verwunderlich ist. Handheld-Spieler sollten daher besser noch warten oder auf Alternativen wie Streaming über GeForce Now zurückgreifen.
Fazit
Mit Fatekeeper liefern die Entwickler von Paraglacial einen vielversprechenden Start in den Early Access ab. Zwar fällt der Umfang aktuell noch sehr überschaubar aus und die vorhandenen Inhalte sind in wenigen Stunden durchgespielt, dafür hinterlassen das Kampfsystem, die Spielwelt und die technische Präsentation bereits jetzt einen starken Eindruck. Besonders die dynamischen Kämpfe erinnern angenehm an Dark Messiah of Might & Magic und sorgen trotz des derzeit noch begrenzten Gegner- und Content-Angebots für unterhaltsame Gefechte.
Auch optisch weiß Fatekeeper zu überzeugen. Die liebevoll gestalteten Areale laden zum Erkunden ein und machen Lust darauf, mehr über die Welt und ihre Geschichte zu erfahren. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass sich das Spiel noch mitten in der Entwicklung befindet. Die Handlung bleibt bislang vage, einige Systeme wirken noch unausgereift und der aktuelle Gameplay-Loop kann sich nach kurzer Zeit wiederholen.
Wer Early-Access-Spiele gerne von Anfang an begleitet und vor allem Wert auf atmosphärische Fantasy-Welten sowie ein gelungenes Kampfsystem legt, kann Fatekeeper bereits jetzt im Auge behalten. Wer hingegen auf eine umfangreiche Story, mehr Inhalte und eine ausgereiftere Spielerfahrung wartet, dürfte besser beraten sein, die weitere Entwicklung zunächst zu beobachten. Das Fundament stimmt jedenfalls und macht Hoffnung auf ein starkes Fantasy-Action-RPG in der Zukunft.
Fatekeeper ist seit dem 02. Juni 2026 für den PC erhältlich. Neugierig? Anbei haben wir auch den aktuellen Trailer für euch:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Bildquelle: THQ Nordic, Paraglacial
Wir bedanken uns bei THQ Nordic und Paraglacial für die Bereitstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens Entwickler oder Publisher ist nicht erfolgt.

