Outbound – Test /Review

    Outbound: Review zum Cozy-Survival Spiel.

    Steigt ein, wir fahren in den Urlaub. In Outbound fahren wir mit unserem Camper in die Natur. Wie sich das Cozy-Survival-Game spielt und für wen sich Outbound eignet, haben wir uns in der Redaktion von Game2Gether genauer angeschaut.

    Story: In die Wildnis

    In Outbound gibt es keinen direkten roten Faden. Unsere Reise beginnt damit, dass unser selbst erstellter Charakter in unserem Wunschcamper das Stadtleben hinter sich lässt und sich für den Weg in die Natur entscheidet. Nach einer kurzen Einführung, bei der wir im Vorfeld Charakter und Fahrzeug anpassen, werden wir auf eines der insgesamt vier Gebiete losgelassen, um dieses zu erkunden.

    Die Gebiete sind – abgesehen von ein paar Tieren – verlassen und nur gefundene Schriftstücke geben Aufschluss über frühere Bewohner.

    Dementsprechend lässt sich hier auch keine genaue Spiellänge festmachen, da es am Ende davon abhängig ist, wie schnell wir uns durch die Gebiete arbeiten, Ressourcen sammeln oder unseren Camper ausbauen. Das Spiel setzt eher auf Gemütlichkeit und man sollte sich dementsprechend Zeit nehmen, um sich auf die ruhige Atmosphäre einzulassen.

    Fahrt mit eurem Hund in die Natur

    Gameplay

    Wie bereits erwähnt, wählen wir zu Beginn des Spiels unseren Charakter aus. Hier haben wir eine rudimentäre Option zur Individualisierung – angefangen beim Geschlecht über unsere Kleidung bis hin zu weiteren farblichen Anpassungen.

    Im Anschluss können wir aus einem kleinen Fahrzeugpool unseren Wunschcamper wählen. Hier gibt es etwa den klassischen Bulli, der an einen Volkswagen Type 2 erinnert, einen etwas größeren Camper oder einen US-Schulbus. Letzterer ist allerdings nur als Teil der Digital Deluxe Edition oder als separates DLC erhältlich.

    Haben wir unser Gefährt gewählt, können wir dieses noch farblich anpassen oder ihm ein Wunschkennzeichen verpassen. Haben wir das erledigt, kann es auch schon losgehen.

    Nach einer kurzen Eingangssequenz werden wir auf das erste Gebiet losgelassen, in dem wir verschiedene Ressourcen sammeln können, um Werkzeuge und andere Tools zu craften. Die Baupläne dafür bekommen wir über das Sammeln von Müll. Diesen können wir nicht nur in unserem Bulli recyceln, sondern erhalten im Gegenzug auch Tickets, die wir an Sendemasten gegen Baupläne eintauschen können.

    So erweitern wir nach und nach unser Know-how, bis wir irgendwann die Fähigkeit freischalten, unseren Camper in ein tatsächliches mobiles Heim zu verwandeln. Auf dessen Dach können wir nämlich anfangen, eine Plattform zu bauen, auf der wir dann etwa ein Haus oder einen Garten platzieren.

    Unser Bau ist dabei nur sichtbar und zugänglich, während wir campieren. Wenn wir unterwegs sind, klappt sich das gesamte Gerüst auf unserem Fahrzeugdach zusammen. Apropos Fahrzeug: Auch das können wir nach und nach upgraden, um etwa mehr Geschwindigkeit herauszuholen oder die Fähigkeit zu erlangen, steilere Hänge zu erklimmen.

    In der Welt können wir verlassene Gebäude finden.

    Befriedigender Gameplay Loop

    Mit jedem Fortschritt werden neue Gebiete zugänglich, was wiederum zu neuen freischaltbaren Dingen führt. Es ergibt sich schnell ein Gameplay-Loop, der sich durch die entspannte Natur des Spiels aber nie nach Arbeit anfühlt.

    Es lässt sich jedoch nicht alles in der Welt in Ressourcen verwandeln. Wollen wir beispielsweise Holz sammeln, so können wir nicht jeden Baum fällen, sondern müssen den Boden entweder nach kleineren Stämmen absuchen oder umgestürzte Bäume abholzen, sobald wir das entsprechende Werkzeug haben.

    Abseits des Kerngameplays gibt es auch kleinere Collectibles, die man bei Bedarf abarbeiten kann. Verteilt auf alle vier Karten lassen sich 100 Gartenzwerge finden und sammeln. Daneben können wir an bestimmten Spots auch kleine Steinsäulen stapeln, ähnlich wie etwa in Assassin’s Creed Valhalla, jedoch deutlich weniger komplex und interaktiv. Diese sind allerdings komplett optional und haben keine Auswirkungen auf das Gameplay – abseits möglicher Achievements.

    Survival-Feeling versprechen auch Hunger- und Essensanzeigen. Diese vermitteln jedoch nur oberflächliche Tiefe. Sind die Balken leer, wachen wir einfach wieder in unserem Camper auf. Eine wirkliche Survival-Gefahr vermisst man hier also ebenfalls.

    Unsere Reise können wir allein oder mit bis zu drei Freunden bestreiten. Aber auch Solo-Spieler müssen nicht dauerhaft allein bleiben, da wir auf unserem Weg einen Hundebegleiter freischalten können. Abseits davon gibt es keinerlei NPCs. Das unterstreicht zwar den „Nur ich und die Natur“-Charakter, führt aber auch dazu, dass sich die Welt recht leer anfühlt.

    Auch die Wildtiere sind rar gesät. So begegnen wir im ersten Gebiet beispielsweise vereinzelten Hasen oder Reihern – richtig lebendig fühlt sich die Spielwelt dadurch leider trotzdem nicht an.

    Die Spielwelt sieht schön aus ist aber leider leer.

    Ton & Technik

    Outbound präsentiert seine Spielwelt in warmen und kräftigen Farben, um seine gemütliche Atmosphäre auch visuell zu unterstreichen. Abbaubare Ressourcen werden nicht besonders hervorgehoben und fügen sich natürlich in die Spielwelt ein. Vereinzelte Ressourcen stechen jedoch farblich heraus: So können wir etwa Tulpen sammeln, um diese in Farbstoff zu verwandeln. Hier können wir jedoch nur eine bestimmte blaue Variante einsammeln und müssen das Blumenmeer gezielt nach diesen absuchen.

    Wettereffekte wie Regen oder Nebel sorgen für Abwechslung und haben spielerisch ebenfalls einen gewissen Einfluss. So hat Regen etwa Auswirkungen auf die Energiegewinnung unserer Solarpanels.

    Das Spiel ist ausschließlich in englischer Sprache vertont, bietet jedoch Texte in insgesamt 16 Sprachen inklusive Deutsch. Eine deutsche Vertonung vermissen wir an dieser Stelle allerdings nicht, da sich das Voice-Over auf wenige Phrasen beschränkt, die unser Charakter beim Einsammeln von Gegenständen ausspricht.

    Der Basenbau auf unserem Camper ist das Highlight des Spiels.

    Das Spiel stellt keine hohen Anforderungen. Wer sich in neue Höhen wagen möchte, sollte auf dem PC folgende Voraussetzungen mitbringen:

    Minimale Systemanforderungen

    • Betriebssystem: Windows 10
    • Prozessor: Intel Core i3-10100F, AMD Ryzen 3 3100
    • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
    • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1050, AMD Radeon RX 570
    • Speicherplatz: 16 GB verfügbarer Speicherplatz

    Empfohlene Systemanforderungen

    • Betriebssystem: Windows 11
    • Prozessor: Intel Core i3-12100F, AMD Ryzen 7 1700
    • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
    • Grafik: NVIDIA GeForce RTX 3060, AMD Radeon RX 7600XT
    • Speicherplatz: 16 GB verfügbarer Speicherplatz

    Getestet wurde das Spiel sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck. Auf beiden Plattformen läuft Outbound ausgesprochen rund. Während unseres Tests sind keine Bugs, FPS-Einbrüche oder Abstürze aufgetreten.

    Fazit

    Outbound ist ein entschleunigendes Cozy-Survival-Spiel, das vor allem mit seiner ruhigen Atmosphäre und dem kreativen Ausbau des eigenen Campers punktet. Besonders das Konzept, das Fahrzeug nach und nach in ein mobiles Zuhause zu verwandeln, motiviert über viele Spielstunden hinweg und sorgt für einen angenehm entspannten Gameplay-Loop.

    Wer auf actionreiche Survival-Mechaniken oder eine tiefgehende Story hofft, dürfte allerdings eher enttäuscht werden. Die Spielwelt wirkt trotz ihrer schönen Optik überwiegend leer und auch die wenigen Tiere oder optionalen Aktivitäten können diesen Eindruck nicht vollständig ausgleichen. Auch die Survival-Mechaniken wir das Hungersystem sind eher oberflächlich, ohne wirklich spielerische Tiefe zu bieten.

    Dafür schafft es Outbound, ein gemütliches Reisegefühl zu vermitteln, bei dem das Erkunden und Abschalten klar im Vordergrund stehen.

    Für Fans von entspannten Aufbau- und Survival-Spielen mit Fokus auf Atmosphäre und Kreativität lohnt sich ein Blick auf Outbound definitiv – besonders im Koop mit Freunden entfaltet das Spiel zusätzlich seinen Charme

    Outbound ist seit dem 11. Mai 2026 für PC, PS5, Nintendo Switch 2 und Xbox Series S/X erhältlich. Neugierig? Anbei haben wir auch den aktuellen Trailer für euch:

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    Mehr Informationen

    Bildquelle: Square Glade Games

    Wir bedanken uns bei Square Glade Games für die Bereitstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens der Entwickler ist nicht erfolgt.

    Dennis Witzmann
    Seit meiner Jugend bin ich begeisterter Spieler. Ob PC oder Konsolen, ich bin überall Zuhause. Doch in den Bereichen MMO und JRPG findet man mich am meisten.