Heute wirken riesige Open Worlds fast selbstverständlich. Anfang der 2000er war Grand Theft Auto III auf der PlayStation 2 jedoch ein technisches Wunder. Ein neues Analyse-Video zeigt jetzt im Detail, wie Rockstar Games die gigantische Stadt Liberty City trotz extrem begrenzter Hardware möglich machte.
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Nur 32 MB Arbeitsspeicher in GTA 3
Die PS2 verfügte lediglich über 32 MB RAM. Trotzdem erschuf Rockstar eine offene Stadt mit Verkehr, Passanten, Missionen und nahezu frei begehbarer Umgebung. Der Trick bestand darin, Liberty City in viele kleine Bereiche aufzuteilen. Sobald sich der Spieler bewegte, lud das Spiel nur die gerade benötigten Daten in den Speicher. Entfernte Bereiche wurden gleichzeitig wieder gelöscht, um Platz freizumachen.
Pop-ins und Textur-Tricks
Das Video erklärt außerdem anschaulich, wie Rockstar typische Probleme der damaligen Zeit löste. Dazu gehören Pop-ins, nachladende Texturen, Sichtweitenbegrenzungen und Streaming-Probleme der PS2-DVD. Viele dieser Techniken werden heute noch genutzt, allerdings deutlich komplexer. Auch wenn es bereits zuvor Open-World-Spiele gab, setzte GTA 3 damals neue Maßstäbe für Freiheit und Stadtgröße. Später folgten mit Grand Theft Auto: Vice City und Grand Theft Auto: San Andreas zwei weitere PS2-Klassiker, die zu den erfolgreichsten Spielen der Konsole wurden.
Rockstar pusht Technik bis heute
Die technische Philosophie von Rockstar zieht sich bis heute durch die Spiele des Studios. Spätestens mit Red Dead Redemption 2 zeigte das Team erneut, wie weit sich offene Spielwelten treiben lassen – und genau deshalb schauen Fans nun gespannt auf Grand Theft Auto VI.

