Die nackten Zahlen aus dem aktuellen Sony-Finanzbericht sprechen eine deutliche Sprache: Ganze 85 % des gesamten Software-Umsatzes fließen mittlerweile durch digitale Kanäle. Betrachtet man nur die verkauften Vollpreis-Spiele, liegt der digitale Anteil bei 77 %. Die physische Disc ist damit auf einem historischen Tiefpunkt angekommen.
Der Komfort-Sieg
Ich merke es an mir selbst: Abo Modelle wie PlayStation Plus oder der Ubisoft+ Premium Pass haben den digitalen Zugang so vereinfacht, dass der Griff zur Disc im Alltag immer seltener wird. Der Komfort, ein Spiel sofort zu starten, ohne die Couch zu verlassen, gewinnt fast immer.
Vom Spielwert zum Sammlerwert
Doch hier wird es für mich persönlich: Während die Disc als reiner Datenträger an Bedeutung verliert, steigt ihr Wert als Kulturgut. Seit dem allerersten Assassin’s Creed steht bei mir jedes Abenteuer physisch im Regal. Nicht, weil ich die Disc heute zwingend zum Spielen brauche, sondern wegen des Sammlerwerts.
Das Regal ist mein Archiv, meine Leidenschaft. Die digitale Bibliothek ist im Grunde nur eine Lizenz auf Zeit.
Ein Blick in die Zukunft
Trotz dieses klaren digitalen Trends gibt es einen Lichtblick für uns Enthusiasten: Die physische Disk ist noch nicht tot. Auch die kommende Konsolengeneration wird laut aktuellen Berichten weiterhin auf ein Laufwerk setzen. Die Disc verschwindet nicht, sie wandelt sich – weg vom Massenprodukt, hin zum Sammlerobjekt für Liebhaber, ähnlich wie die Schallplatte in der Musikwelt.
Meine Analyse
Wir bewegen uns auf eine Zukunft zu, in der Plattformhalter die volle Kontrolle über Preise und Verfügbarkeit haben. Die Disc ist unser letztes Stück „echter Besitz“ in einer Welt voller Lizenzen.
Quellen: Finanzbericht, Bilder: Playstation, Ubisoft+, AC Shadow Box


