Unser Fazit zur Closed Beta von World of Tanks: HEAT

    (Bildquelle: Wargaming)

    Mit World of Tanks: HEAT wagt Wargaming den nächsten großen Schritt in der Weiterentwicklung seines bekannten Panzerkampf-Universums. Statt klassischer, langsam taktierender Gefechte setzt der neue Titel auf schnelle, actionorientierte PvP-Schlachten in einer alternativen Nachkriegszeitlinie. Bereits in der Closed Beta zeigt sich: HEAT will nicht einfach nur „World of Tanks 2“ sein, sondern das Genre der Fahrzeug-Shooter deutlich dynamischer und moderner interpretieren.

    Zwischen plattformübergreifendem Spielen, heroischen Agenten und hochgradig anpassbaren Kampfmaschinen entsteht ein Konzept, das sowohl Veteranen als auch neue Spieler ansprechen soll.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Das ist World of Tanks: HEAT

    World of Tanks: HEAT spielt in einer alternativen Realität nach dem Zweiten Weltkrieg, in der experimentelle Technologien und hochentwickelte Prototypen das Schlachtfeld dominieren. Spieler übernehmen nicht nur die Kontrolle über Panzer, sondern schlüpfen zusätzlich in die Rolle sogenannter Elite-Agenten, die ihre Fahrzeuge mit individuellen Fähigkeiten und Upgrades prägen.

    Im Mittelpunkt stehen drei klar definierte Rollen: Defender, Assault und Marksman. Jede Rolle bringt eigene Stärken und Spielstile mit sich, von schwer gepanzerten Frontlinern über aggressive Stoßtrupps bis hin zu präzisen Fernkampfspezialisten.

    Die Gefechte sind bewusst auf Tempo ausgelegt. In verschiedenen PvP-Modi wie Conquest, Control, Hardpoint oder Kill Confirmed treffen kleine 5v5-Duelle ebenso auf groß angelegte 10v10-Schlachten. Dynamische Karten, wechselnde Objectives und Respawn-Mechaniken sorgen dafür, dass kein Match dem anderen gleicht.

    Ein weiteres zentrales Element ist die starke Individualisierung: Panzer lassen sich mit modernen Waffensystemen, modularer Panzerung und optischen Anpassungen ausstatten. In Kombination mit den Fähigkeiten der Agenten entstehen so Fahrzeuge, die klar auf den eigenen Spielstil zugeschnitten sind.

    Technisch setzt HEAT auf eine neue, eigens entwickelte Engine, die moderne Grafik, stabile Performance und plattformübergreifendes Spielen auf PC, Konsolen und Cloud-Systemen ermöglicht, inklusive Cross-Progression.

    (Bildquelle: Wargaming)

    So lief die Closed Beta ab

    Die Closed Beta von World of Tanks: HEAT fand vom 16. bis 20. April statt und markierte den ersten öffentlichen Härtetest des neuen Titels. Ausgewählte Spieler erhielten Zugang zu frühen Versionen des Spiels und konnten das neue Gameplay über mehrere Plattformen hinweg ausprobieren, darunter PC (Steam und Wargaming Game Center), PlayStation 5, Xbox Series X|S, Steam Deck sowie via GeForce NOW.

    Im Fokus der Testphase standen vor allem die Kernsysteme des Spiels: die unterschiedlichen Rollen der Agenten, das Zusammenspiel zwischen Fähigkeiten und Fahrzeugen sowie die verschiedenen PvP-Modi. Gleichzeitig diente die Beta dazu, Balance, Performance und Karten-Design unter realen Bedingungen zu testen.

    Unser Eindruck aus der Closed Beta

    Schon nach wenigen Gefechten wird deutlich, dass World of Tanks: HEAT einen anderen Rhythmus als der klassische Serienableger verfolgt. Die Matches wirken deutlich schneller und weniger statisch, wodurch sich ein insgesamt direkteres Spielgefühl ergibt. Statt vorsichtigem Positionieren und langen Feuergefechten steht häufiger das unmittelbare Aufeinandertreffen im Vordergrund.

    Optisch kann die Beta bereits jetzt überzeugen. Besonders die Feuer- und Zerstörungseffekte fallen auf, da Treffer spürbar Feedback geben und das Schlachtfeld sich sichtbar verändert. Zusammen mit der modernen Grafik entsteht ein stimmiger Gesamteindruck, der klar auf aktuelle Shooter-Standards ausgerichtet ist.

    Interessant ist der Ansatz der Agenten, die zusätzliche Fähigkeiten und individuelle Anpassungen ins Spiel bringen sollen. In der aktuellen Beta-Phase blieb dieser Aspekt allerdings noch etwas im Hintergrund. Viele Gefechte entwickelten sich eher spontan und unkompliziert, sodass die eigentlichen taktischen Möglichkeiten der Agenten nur selten bewusst ausgespielt wurden.

    Insgesamt erinnert HEAT weniger an eine klassische Panzersimulation und stärker an einen teamorientierten Shooter, bei dem Fahrzeuge lediglich das Medium sind. Rollen und Fähigkeiten sind zwar vorhanden, im Moment dominiert jedoch ein sehr unmittelbarer, actiongetriebener Spielstil.

    Einen deutlichen Einfluss auf dieses Spielgefühl hat das Respawn-System. Es sorgt dafür, dass man nach einem Abschuss schnell wieder ins Match einsteigt, wodurch längere Unterbrechungen praktisch entfallen. Dadurch entsteht ein durchgehend hoher Spielfluss, der wenig Raum für klassische „ein Fehler = raus“-Momente lässt und das Geschehen dauerhaft in Bewegung hält.

    (Bildquelle: Wargaming)

    Der Vergleich zum klassischen WoT zusammengefasst

    Im direkten Vergleich zum klassischen World of Tanks wird der grundlegende Richtungswechsel von HEAT schnell deutlich. Während WoT stark auf taktisches Positionieren, langsame Gefechtsentwicklung und das konsequente Bestrafen von Fehlern setzt, verfolgt HEAT einen deutlich schnelleren, zugänglicheren Ansatz. Entscheidungen müssen weniger langfristig geplant werden, da sich Situationen durch Respawns und ständige Gefechtsdynamik schneller wieder neu ergeben.

    Auch das Spielgefühl unterscheidet sich klar: World of Tanks wirkt eher wie eine taktische Panzersimulation mit hohem Gewicht auf jeder Bewegung, während HEAT stärker in Richtung Team-Shooter geht, bei dem Panzer eher als mobile Kampfeinheiten mit Fähigkeiten verstanden werden. Die klassische „Schwere“ der Fahrzeuge tritt dabei in den Hintergrund. Hinzu kommt die strukturelle Änderung durch Respawns. In WoT ist ein Ausscheiden endgültig und erhöht die Spannung jeder einzelnen Entscheidung. In HEAT hingegen bleibt man deutlich länger aktiv im Match, was den Druck einzelner Fehler reduziert und das Spiel insgesamt fließender und weniger strafend macht.

    Unterm Strich fühlt sich HEAT damit weniger wie eine Weiterentwicklung im klassischen Sinne an, sondern eher wie eine Neuinterpretation der Panzerkämpfe, mit klarer Ausrichtung auf Tempo, Wiederholbarkeit und unmittelbare Action statt langfristiger taktischer Planung.

    Alexander Schaaf
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.