Es wird frostig – und das im Frühjahr. In Mumintroll: Die Wärme des Winters verschlägt es uns in das schneebedeckte Mumintal. Was Spieler dort erleben, wie sich Mumintroll spielt und ob sich ein Kauf lohnt, haben wir uns in der Redaktion von Game2Gether genauer angeschaut.
Story: Der Schleier der Eisfrau
In Mumintroll: Die Wärme des Winters schlüpfen wir in die Rolle des namensgebenden Mumin. Dieser hat sich gemeinsam mit Muminpapa und Muminmama auf den Winterschlaf vorbereitet und schläft tief und fest, bis ihn ein Geräusch aufweckt. Ganz allein im dunklen Haus geht er dem Geräusch nach und stellt fest, dass das sonst so grüne Tal in eine weiße Decke gehüllt ist. Anders als Mumin selbst schlafen seine Eltern noch tief und fest, und so macht sich der kleine Troll auf, die Schneelandschaft zu erkunden.
Hier erlebt er allerhand kleine Abenteuer und knüpft neue Bekanntschaften. Was sich zunächst schaurig offenbart, entwickelt sich schnell zu einem herzerwärmenden Abenteuer über Gemeinschaft und Güte.
Mumintroll ist dabei ein relativ kurzweiliges Spiel und kann in rund sieben Stunden abgeschlossen werden. Das Spiel ist nach Schnupferich: Die Melodie des Mumintals schon der zweite Ausflug in die Muminwelt von Tove Jansson. Es sei jedoch angemerkt, dass hier kein Vorwissen oder das Spielen von Schnupferich nötig ist, um Mumintroll zu genießen. Beide Titel können unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge gespielt werden.
Gameplay
Mumintroll verfügt über keine komplexen Mechaniken und richtet sich damit an eine breite Zielgruppe. An der Seite des knuffigen Mumins erkunden wir die schneebedeckte Welt und treffen unterwegs neue und alte Bekannte, denen wir bei verschiedenen Aufgaben und Rätseln helfen können. Dafür erhält Mumin nach und nach verschiedene Gegenstände, die ihm das Vorankommen in der Welt erleichtern.
So kann er etwa Streichhölzer nutzen, um dunkle Orte zu erhellen, oder mit seinen Fäustlingen Schneebälle formen, um Eiszapfen aus dem Weg zu räumen, die ihm den Weg versperren. Die Rätsel sind dabei einfach, unterhaltsam und niedlich gestaltet, sodass sie von Jung und Alt gleichermaßen genossen werden können.
Die Werkzeuge helfen jedoch nicht nur unseren Freunden, sondern eröffnen nach und nach auch neue Wege durch das liebevoll gestaltete Mumintal.

Ton & Technik
Grafisch überzeugt Mumintroll durch seine liebevoll gezeichnete Landschaft und die Charakterdesigns, die sich perfekt an der Vorlage orientieren und dem Stil treu bleiben, der seit 1945 die niedlichen Mumins prägt. Man hat stellenweise das Gefühl, ein interaktives Kinderbuch zu erleben.
Das zeigt sich auch im Sound-Department, denn obwohl Mumintroll mit einem Cozy-Soundtrack untermalt und mit entsprechenden Umgebungsgeräuschen in Szene gesetzt wird, bleiben die Charaktere selbst stumm. Wer also etwas lesefaul ist, wird mit Mumintroll nur bedingt seinen Spaß haben, auch wenn die Dialoge nie sonderlich lang sind.
Damit auch die Kleinsten das Spiel genießen können, empfiehlt der Entwickler Hyper Games, dass Eltern das Spiel gemeinsam mit ihren Kindern erleben, damit echtes Bilderbuch-Feeling aufkommt. Mumintroll: Die Wärme des Winters verfügt über Texte in 17 Sprachen, darunter Deutsch und Englisch.

Die Systemanforderungen sind gering und sollten auf so gut wie jedem handelsüblichen PC erfüllt werden. Wer an der Seite des kleinen Mumins das schneebedeckte Tal erkunden möchte, sollte auf dem PC Folgendes mitbringen:
Mindestanforderungen
- Betriebssystem: Windows 10
- Prozessor: Intel Core i5-3570K
- Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
- Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 780 oder vergleichbares
- Speicherplatz: 4 GB verfügbarer Speicherplatz
Empfohlene Systemanforderungen
- Betriebssystem: Windows 11
- Prozessor: Intel Core i7-1700X
- Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
- Grafikkarte: NVIDIA GeForce RTX 1070
- Speicherplatz: 4 GB verfügbarer Speicherplatz
Getestet wurde das Spiel sowohl auf dem PC als auch auf dem Steam Deck. Auf Valves Handheld läuft das Spiel problemlos mit 45 bis 60 fps. Es hat daher berechtigterweise bereits eine offizielle Verifizierung erhalten. Während unseres Tests konnten wir keinerlei Bugs, FPS-Einbrüche oder Abstürze feststellen.
Fazit
Mumintroll: Die Wärme des Winters ist ein liebevoll gestaltetes Abenteuer, das vor allem durch seine charmante Präsentation und seine zugängliche Spielweise überzeugt. Die einfache Mechanik, die niedlichen Rätsel und die warme Atmosphäre machen das Spiel besonders für jüngere Spieler oder Fans gemütlicher Erlebnisse interessant.
Zwar fehlt es an spielerischer Tiefe und vertonter Sprachausgabe, doch genau darin liegt auch ein Teil seines Bilderbuch-Charmes. Wer sich auf ein ruhiges, herzerwärmendes Abenteuer einlassen möchte oder ein Spiel für die ganze Familie sucht, findet hier ein rundum gelungenes Erlebnis für zwischendurch.
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Bildquelle: Hyper Games, Kakehashi Games
Wir bedanken uns bei Hyper Games und Kakehashi Games für die Bereitsstellung eines kostenlosen Keys. Eine Einflussnahme seitens Entwickler oder Publisher ist nicht erfolgt.

