Kingston steht schon seit langem für hochwertige Speichermedien vom RAM bis hin zur SSD. Hierzu zählen auch USB-Sticks mit Verschlüsselungsfunktionen für einen erhöhten Datenschutz, so auch der Kingston Ironkey Ironpad 200, den wir in der 64-GB-Version getestet haben.
Vielen Dank an Kingston für die Bereitstellung des Testmusters.
Technische Daten:..
Der Kingston IronKey IronPad 200 setzt auf eine USB-A 3.0-Schnittstelle und ist in Speichervarianten von 16 GB, 32 GB, 64 GB, 128 GB, 256 GB bis hin zu 512 GB erhältlich. Für die Datensicherheit sorgt eine hardwarebasierte AES-256-Bit-Verschlüsselung im XTS-Modus, die ein hohes Schutzniveau gewährleistet. Ergänzt wird dies durch eine digital signierte Firmware, die sowohl vor BadUSB-Angriffen als auch vor Brute-Force-Attacken schützt. Zusätzlich erfüllt der Stick die TAA-Richtlinien.
Bei der Passwortvergabe zeigt sich der IronKey flexibel: Neben klassischen, komplexen Passwörtern lassen sich auch Passphrasen – etwa Sätze oder numerische PINs – nutzen. Darüber hinaus steht eine Multi-Passwort-Funktion zur Verfügung. Ein weiteres praktisches Feature ist die optionale, automatische Cloud-Sicherung der gespeicherten Daten.
| Typ | Öse, mit Schutzkapp |
| Schnittstelle | USB-A 3.0 (5Gb/s) |
| Kapazität | 64GB (entspricht ca. 60GiB) |
| Lesen | 145MB/s |
| Schreiben | 115MB/s |
| Abmessungen | 80x20x11mm (LxBxH), ohne Schutzkappe: 78x18x8mm (LxBxH) |
| Besonderheiten | Keypad, 256bit AES-Verschlüsselung, FIPS 140-2 Level 3, IP57 zertifiziert |
| Garantie | 3 Jahre |
Über Kingston:..
Kingston wurde bereits im Jahr 1987 gegründet und ist heute ein weltweit führender Hersteller von RAM- und Speicherlösungen. Von individuellen Gaming-Systemen über OEM-Anbieter bis hin zu Rechenzentren, Kingston bietet für alle die passenden Speicherprodukte. Der Leitspruch für die Unternehmenskultur ist „Built on Commitment“.
Verpackung und Lieferumfang:..
Geliefert wird der USB-Stick in einer klassischen Blisterverpackung. Die Rückseite aus Karton informiert über technische Daten und besondere Funktionen. Im Lieferumfang enthalten sind der Stick selbst sowie eine passende Schutzkappe für den USB-Anschluss.
Design und Verarbeitung:..
Bereits beim ersten Anfassen fällt das vergleichsweise hohe Gewicht des IronKey IronPad 200 auf – ein Resultat des robusten Aluminiumgehäuses. Dieses verleiht dem Stick nicht nur Stabilität, sondern sorgt auch für eine hochwertige Haptik. Die Oberfläche ist leicht angeraut und unbehandelt, was zusätzlich zur griffigen Handhabung beiträgt. Auf der Vorderseite prangt eine helle IronKey-Beschriftung, während auf der Rückseite das Kingston-Logo dezent dunkler gehalten ist.
Am hinteren Ende befindet sich eine viereckige Aussparung, die sich ideal für Schlüsselringe oder Lanyards eignet. Die Schutzkappe ist ebenfalls aus Metall gefertigt und sitzt fest auf dem Anschluss, wodurch dieser zuverlässig geschützt wird.
Bedienung und Sicherheit:..
Beim Anschluss an den PC erscheint zunächst ein virtuelles DVD-RW-Laufwerk, über das sich die integrierte Verschlüsselungssoftware starten lässt. Beim ersten Zugriff muss ein Passwort oder eine Passphrase festgelegt werden. Für spätere Anmeldungen stehen maximal zehn Versuche zur Verfügung – werden diese überschritten, löscht sich der Stick automatisch und sicher.
Optional kann ein Admin- und mehrere Nutzerpasswörter eingerichtet werden. In diesem Fall führen zehn falsche Eingaben eines Nutzerpassworts lediglich zur Sperrung des entsprechenden Zugangs, der anschließend über das Admin-Passwort wieder freigeschaltet werden kann. Wird jedoch das Admin-Passwort zehnmal falsch eingegeben, erfolgt ebenfalls eine vollständige Datenlöschung.
Ein Zurücksetzen des Passworts ist grundsätzlich nicht möglich (mit Ausnahme von Nutzerpasswörtern im Admin-Modus). Wird das Passwort vergessen, bleibt nur die vollständige Löschung des Laufwerks und eine Neueinrichtung.
Diese kompromisslose Sicherheitsarchitektur sorgt für ein sehr hohes Schutzniveau, bringt aber naturgemäß das Risiko eines Datenverlusts bei vergessenen Zugangsdaten mit sich. Gleichzeitig wird deutlich: Jede Reset-Option würde potenziell eine Sicherheitslücke darstellen. Insofern ist dieser konsequente Ansatz durchaus positiv zu bewerten – setzt aber voraus, dass man sein gewähltes Passwort sicher im Gedächtnis behält.
Testsystem:..
• CASE: Raijintek Paean Premium
• PSU: be quiet! Dark Power Pro 13 1300W
• MOB: MSI MPG X670E Carbon WiFi
• CPU: AMD Ryzen 9 7950X3D
• GPU: KFA2 GeForce RTX 4090 SG
• FAN: Alphacool Custom Wasserkühlung
• RAM: Kingston Fury Renegade 2*32 GB Kit @6000 MT/s – CL28 (Custom Timings)
• M.2: Kingston Fury Renegade G5 2TB @System
• M.2: Kingston Fury Renegade G5 2TB @Gamez
• M.2: Kingston Fury Renegade 4TB @Filez
• Audio: Creative Sound Blaster X5
Benchmarks:..
In den nachfolgenden Benchmarks werden wir den Kingston Ironkey Ironpad 200 64GB durch einige der bekanntesten Benchmarks Tools jagen, um festzustellen, was der Ironkey Ironpad 200 trotz Hardwareverschlüsselung auf dem Kasten hat. Laut Hersteller erreicht der Ironkey Ironpad 200 bis zu 145MB/s beim Lesen und bis zu 115MB/s im Schreiben. Doch wie nah kommt man an diese Werksangaben heran? Oder wird man diese sogar übertreffen können?
Für die Leistungstests haben wir uns für sechs verschiedene Benchmarks entschieden:
- Anvil’s Storage Utilities:
Ein Vergleichstool für SSDs und HDDs. Es zeigt bei den einzelnen Tests nicht nur die Datenraten, sondern auch die Antwortzeiten an. Darüber hinaus wird der Datentransfer nicht nur in MB/s, sondern auch in IOPS erfasst. - AS SSD:
Ein spezielles Benchmark-Tool für SSDs. Dieses erfasst neben den Datenraten auch die Zugriffszeit auf die gesamte SSD. - Atto Disk Benchmark:
Dieses Benchmark-Tool blickt auf eine längere Entwicklungsgeschichte zurück und eignet sich sowohl für SSDs, als auch für HDDs. - CrystalDiskMark:
Das Geschwister-Tool von CrystalDiskInfo prüft die Leistung von HDDs und SSDs sowohl sequentiell als auch zufällig. Dabei kann die Zusammenstellung der jeweiligen Tests angepasst werden. - TxBench:
Ein Benchmark für HDDs, SSDs und andere Speicher. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die S.M.A.R.T.-Daten auszulesen.
Nachfolgend finden sich unsere Testergebnisse zunächst einmal als Screenshot:
Lesen und Schreiben:..
Zum besseren Vergleich der Ergebnisse haben wir die Daten für das sequenzielle Schreiben und Lesen in einer Tabelle zusammengefasst. Denn je nach Programm und Testmethodik unterscheiden sich die Ergebnisse durchaus.
Sequentieller-Test:..
| IRONPAD 200 64GB |
Seq. Lesen | Seq. Schreiben |
| Herstellerangabe | 145 MB/s | 115 MB/s |
| Anvil’s Storage Utilities | 162 MB/s | 132 MB/s |
| AS SSD | 162 MB/s | 140 MB/s |
| Atto | 163 MB/s | 139 MB/s |
| CrystalDiskMark | 170 MB/s | 144 MB/s |
| TxBench | 170 MB/s | 145 MB/s |
Fazit:..
Im Test überzeugt der Kingston IronKey IronPad 200 vor allem durch seinen klaren Fokus auf Sicherheit. Besonders die durchdachte Passwortstruktur mit automatischer Löschung nach zehn Fehlversuchen erweist sich als sinnvoll und konsequent umgesetzt. Die Übertragungsgeschwindigkeiten bewegen sich auf einem soliden Niveau, wobei insbesondere die Schreibgeschwindigkeit noch etwas höher ausfallen könnte.
Auch die Verarbeitungsqualität weiß zu überzeugen: Das Aluminiumgehäuse sorgt nicht nur für Stabilität, sondern unterstützt auch die Wärmeableitung im Betrieb.
Zum Testzeitpunkt (24.03.2026) ist der Stick ab 142,28€ erhältlich. Angesichts der gebotenen Sicherheitsfeatures und der robusten Bauweise geht der Preis insgesamt in Ordnung.
Der IronKey IronPad 200 wurde Game2Gether von Kingston für diesen Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Inhalt des Reviews fand nicht statt.

Quelle: Produktseite Kingston

