Honkai: Star Rail 4.0 – Erste Eindrücke

(Bildquelle: HoYoverse)

Mit Version 4.0 von Honkai: Star Rail beginnt am 13. Februar ein neues Kapitel der Trailblaze-Reise. Unter dem Titel „Kein Aha bei Vollmond“ startet Entwickler HoYoverse in ein weiteres Content-Jahr, diesmal ganz im Zeichen des Hochgefühls. Die Crew des Astralexpresses erreicht mit Planarcadia eine Welt, in der Unterhaltung oberste Maxime ist, und Aufmerksamkeit über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Im Rahmen einer Beta-Version konnten wir bereits vor Release einen Blick auf den großen Content-Patch werfen.

Planarcadia – Ahas Vergnügungsdomäne

Planarcadia, einst eine flache „Welt auf Leinwand“, wurde nach der Übernahme durch die IFK zu einem farbenprächtigen Vergnügungsparadies umgestaltet. Hier gilt das Credo: „Klicks über alles, Unterhaltung bis zum Tod.“

Für den Astralexpress ist die Reise besonders bedeutsam: Es handelt sich um die Heimatwelt von Himeko und den Ort, an dem der Zug vor fünfzehn Jahren seinen erneuten Aufbruch begann. Entsprechend groß ist die mediale Aufmerksamkeit bei der Rückkehr. Es gibt sogar einen populärer Comic über die Abenteuer der Crew, der sie zu regelrechten Berühmtheiten macht. Selbst ein eigener Bahnsteig steht für die Ankunft des Astralexpress bereit.

In Duomension City begegnen die Trailblazer den sogenannten Imagenae, Wesen, deren Existenz von menschlicher Aufmerksamkeit abhängt. Ohne Beachtung verblassen sie. Unterhaltung ist hier also nicht nur Kultur, sondern Überlebensstrategie. Die Imagenae können die unterschiedlichsten Formen annehmen.

Trotz des bunten Anstrichs beginnt die Story überraschend ruhig. Im Vergleich zu früheren Arcs fehlt zunächst die unmittelbare Bedrohung. So können wir uns voll darauf konzentrieren die Stadt zu erkunden und ihre besonderen Bewohner kennenzulernen. Doch die Spannung rund um die Phantasmond-Spiele lässt erahnen, dass es hier noch turbulenter zugehen wird. Die Möglichkeit, bei den Phantasmond-Spielen „für eine Minute ein Äon zu werden“, wirkt ebenso faszinierend wie beunruhigend. Auch der Kult um Aha als dominierender Gottheit lässt befürchten, dass es nur die Ruhe vor dem Sturm ist.

(Bildquelle: HoYoverse)

Planarcadia begeistert mit seiner bunten, lebendigen Gestaltung. Hier gibt es in jeder Ecke etwas zu entdecken. Wie üblich verstecken sich Minispiele in der Welt, die es zu finden und zu meistern gilt. Sie kombinieren Jump’n’Run-Mechaniken mit 3D-Welten und bilden einen angehnehmen Kontrast zur lebhaften Stadt und den packenden Kämpfen.

Die Phantasmond-Spiele – Aufmerksamkeit ist Macht

Konflikte werden in Planarcadia nicht mit Waffen, sondern mit Spektakel gelöst. Die legendären Phantasmond-Spiele gelten als Höhepunkt dieser Philosophie. Diese Spiele finden etwa alle 15 Jahre zum Vollmond statt. Acht Masken dienen dabei als Eintrittskarte und es existieren keine festen Regeln. Es dreht sich alles darum, möglichst viel Aufmerksamkeit zu erreichen.

Mehrere Fraktionen versammeln sich im Hintergrund: der Astralexpress, die Maskierten Narren, die IFK, die Xianzhou-Allianz und sogar Stellaron-Jäger wie Silberwolf und Blade. Ihre Motive bleiben vorerst im Dunkeln, die Spannungen sind spürbar, auch wenn sie noch nicht offen eskalieren. So baut sich nach und nach ein wachsender Spannungsbogen auf.

Neues Kampfsystem: Lachpunkte und Aha-Moment

Version 4.0 führt mit dem Pfad des Hochgefühls (Elation) eine neue spielbare Mechanik ein. Im Kampf sammeln entsprechende Figuren sogenannte Lachpunkte. Sobald Ahas Stimmung steigt, erscheint er persönlich und löst den Aha-Moment aus.

Während dieser Phase greifen Hochgefühl-Charaktere nacheinander an, ihre Stärke skaliert mit der Anzahl gesammelter Lachpunkte. Anschließend erhalten sie den Buff „Verdiente Leistung“, was neue strategische Möglichkeiten eröffnet.

Mechanisch erinnert das System an Follow-Up-Angriffe, setzt jedoch stärker auf einen explosiven Höhepunkt nach einer Aufbauphase. Wer große Schadensspitzen liebt, dürfte hier voll auf seine Kosten kommen.

(Bildquelle: HoYoverse)

Neue Charaktere

Doch nicht nur das Kampfsystem wurde um neue Features und Mechaniken erweitert. Auch einige mächtige neue Charaktere haben ihren Weg ins Spiel gefunden. Die neuen Charaktere können ihre Stärke aktuell besonders gemeinsam ausspielen, denn durch Buffs kommt hier eine wechselseitige Verstärkung zum Tragen. Wie immer wird sich dies durch Anpassungen der Charaktere im Lauf von Honkai: Star Rail 4.0 jedoch noch ändern können.

Yao Guang – Strategin des Hochgefühls

Mit Version 4.0 debütiert Yao Guang, eine physische Fünf-Sterne-Figur auf dem Pfad des Hochgefühls. Als Seher-Strategin der Xianzhou-Allianz, und ältere Soror von Fu Xuan, genießt sie den Titel „Madame Yao“.

Im Kampf arbeitet sie mit Zeichen von Wohl und Wehe:

  • Wohl-Zeichen steigern das Hochgefühl und generieren Lachpunkte
  • Wehe-Zeichen erhöhen im Aha-Moment den Schaden und stellen Fertigkeitspunkte wieder her
  • Ihr Ultimate löst sofort einen Aha-Moment aus und verstärkt die Widerstandsdurchdringung

Folgt das Team dem Pfad des Hochgefühls wirkt Yao Guang aktuell nahezu unverzichtbar.  Denn mit ihren starken Buffs erhöht sie die DPS, beispielsweise von Sparxie, deutlich. Außerhalb dieser Synergien bleibt ihr Potenzial zeigt sich ihre Stärke bislang noch begrenzter.

Sparxie – Streamerin mit Sprengkraft

Ebenfalls neu ist Sparxie, eine Feuer-DPS-Figur und angeblich die populärste Streamerin Planarcadias. Ihre Ähnlichkeit zur Maskierten Närrin Sparkle ist kaum zu übersehen.

Sparxies Kampfstil dreht sich um einen Livestream-Showdown: Durch den Verbrauch von Fertigkeitspunkten verteilt sie zufällige „Geschenke“, die Schaden erhöhen oder Ressourcen regenerieren. Im Aha-Moment entfesselt sie eine spektakuläre Verlosung mit massivem Flächenschaden.

Allerdings zeigt sich schnell ihre Abhängigkeit von Synergien, insbesondere von Yao Guang und Sparkle. Ohne entsprechende Unterstützung fällt ihr Schadenspotenzial spürbar ab. Für ein Team auf dem Pfad des Hochgefühls stellt sie jedoch eine kampfstarke Ergänzung dar.

Kosmikon-Kollektiv und weitere Inhalte

Neben der Hauptstory bringt Version 4.0 zahlreiche Nebeninhalte, die auch abseits der spannenden Story für eine umfangreiche Beschäftigung sorgen und keine Langeweile aufkommen lassen.

  • Kosmikon-Kollektiv: Ein Kartenduell-Modus mit hohem Suchtfaktor
  • Furbobo-Wochenblatt: Spieler übernehmen die Rolle eines Herausgebers
  • Erweiterungen für den Währungskrieg
  • Updates für das Divergente Universum

Zum Start erhalten Spieler 20 kostenlose Ziehungen, 1.600 Stellare Jade, neue Modi sowie später eine frei wählbare Fünf-Sterne-Figur.

(Bildquelle: HoYoverse)

Erste Einschätzung: Aufbau mit viel Potenzial

Mit Honkai: Star Rail 4.0 startet ein spannender, neuer Jahreszyklus. Planarcadia begeistert und überzeugt mit frischer Ästhetik und einem spannenden thematischen Ansatz rund um Aufmerksamkeit und Hochgefühl. Die liebevolle und lebendige Gestaltung zieht einen sofort in ihren Bann.

Die Story startet zunächst entspannt mit klarem Fokus auf die Geschichte und das Kennenlernen der neuen Location. Das neue Kampfsystem rund um Lachpunkte, Aha und den Pfad des Hochmuts bringt eine interessante neue Spielmechanik mit sich, die von den neuen Charakteren aufgegriffen wird. Wie sehr Teams auf dem Pfad des Hochgefühls anderen Teams überlegen sein werden wird sich langfristig zeigen müssen. Hier ist sicherlich noch mit weiteren Charakteren und Anpassungen zu rechnen.

Spannend wird auch, in welche Richtung sich die Story weiter entwickeln wird. Wir hoffen darauf das den Kontrast zwischen der nach außen fröhlichen und bunten Welt zu Intriegen und Böshaftigkeit im Hintergrund konsequent ausgebaut wird. So könnte „Kein Aha bei Vollmond“ den Grundstein für einen der spannendsten Story-Arcs des Spiels legen.

Alexander Schaaf
Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.