Creative Sound Blaster G3 – Test/Review

    Creative bietet neben internen Soundkarten auch USB-DACs, von denen einige auch besonders für den Einsatz an Spielkonsolen ausgelegt sind, einer davon ist der Sound Blaster G3. Neben Spielkonsolen, wie der PlayStation 4 und Nintendo Switch eignet sich dieser natürlich auch für den Einsatz an PC oder Notebook.

    Vielen Dank an Creative für die Bereitstellung des Testmusters.

    Über Creative:

    Creative Technology Ltd., auch unter dem Namen Creative Labs bekannt, blickt mittlerweile auf eine vierzigjährige Firmengeschichte zurück und wurde 1981 in Singapur gegründet. Grundlage war die Vision, dass Multimedia die Art und Weise wie Nutzer mit dem PC interagieren revolutionieren wird. Grad erfahrenen Nutzenden ist Creative besonders für die Sound Blaster Soundkarten ein Begriff. Mittlerweile erstreckt sich das Portfolio von innovativen Audiolösungen, hochwertigen kabellosen Lautsprechern und Kopfhörern bis hin zu portablen Mediengeräten. Dabei ermöglicht die innovative Hardware und proprietäre Technologie es den Nutzenden hochwertiges digitales Entertainment zu jeder Zeit an jedem Ort zu erleben.

    Technische Daten:

    Der Creative Sound Blaster G3 verbindet Headsets mit TRRS-Klinke oder zwei TRS-Klinke-Anschlüssen mit einem USB-Port des PCs, Macs, der Nintendo Switch oder der PlayStation 4. Eine besondere Stärke ist hierbei die Impedanz von 300 Ω, wodurch auch der Einsatz hochwertiger Headsets möglich ist. Eine weitere Stärke liegt in den Möglichkeiten der zugehörigen Software, die wir uns noch genauer anschauen werden. Der USB-DAC bietet durch den zusätzlichen optischen Eingang auch die Möglichkeiten des GameVoice Mix Features.

    Kompatibilität: PC, Mac, PlayStation 4
    Audioqualität: 100 dB SNR
    Audioprozessor: BlasterX Acoustic Engine Pro
    Features: GameVoice Mix, Crystal Voice, Scout-Mode
    Kopfhörer Verstärker: 16-300 Ω
    DAC-Daten: 24-bit / 96 kHz
    Wiedergabeauflösung: PCM 16 bit: 48 kHz oder 96 kHz
    PCM 24 bit: 48 kHz oder 96 kHz
    Aufnahmeauflösung: Mikrofon-Eingang: 16-bit, 48.0, 96.0 kHz
    Mikrofon-Eingang: 24-bit, 48.0, 96.0 kHz
    Optischer Eingang: 16-bit, 48.0, 96.0 kHz
    Optischer Eingang: 24-bit, 48.0, 96.0 kHz
    Line-Eingang: 24-bit, 48.0, 96.0 kHz
    Line-Eingang: 16-bit, 48.0, 96.0 kHz
    Anschlüsse: TRRS-Klinke (4-polig) für Headset oder Kopfhörer, TRS-Kline (3-polig) für ein Mikrofon, 3,5 mm mini TOSLINK Optisch/Line-In-Combo-Buchse, USB Typ-A
    Abmessungen: 210 x 39 x 15 mm
    Gewicht: 32 g + 4 g für USB Typ-C auf Typ-A Adapter

    Verpackung und Lieferumfang:

    Da der Creative Sound Blaster G3 nicht der Gaming-Produktreihe angehört, ist die Umverpackung im klassischen blauen Design gehalten. Auf der Vorderseite findet sich eine Produktabbildung und auf der Rückseite sowie seitlich finden sich technische Details und Beschreibungen der Features.

    Der Lieferumfang besteht neben dem USB-DAC aus einem USB-Adapter (Typ-C auf Typ-A), einem 3,5-mm-mini-TOSLINK-Kable und der Bedienungsanleitung.

    Design und Verarbeitung:

    Das Gehäuse des Creative Sound Blaster G3 ist aus schwarzem, matten Kunststoff gefertigt. Dieser ist nicht anfällig für Fingerabdrücke. In die Oberseite ist ein Knopf mit einem beleuchteten Ring eingelassen. An der rechten Seite findet sich ein kombinierter Lautstärke-Mixing-Regler und an der linken Seite ein Ein-/Ausschalter für das Mikrofon sowie ein zugehöriger Lautstärkeregler. An der Vorderseite findet sich schließlich ein TRRS-Klinken-Anschluss für ein Headset, ein TRS-Klinken-Anschluss für ein separates Mikrofon und der 3,5 mm mini TOSLINK. Das USB-Kabel mit einem Anschluss vom Typ-C ist etwa 10 cm lang und recht weich.

    Anschluss und Software Optionen:

    Für den Anschluss stehen uns verschiedene Optionen zur Verfügung. Man kann den Creative Sound Blaster G3 über USB-Typ-A und -Typ-C mit einem PC, einem Mac, einer PlayStation 4 oder einer Nintendo Switch verbinden, aber auch ein Signal über den optischen Eingang einspielen. Ein weiterer Signaleingang ist in Form eines separaten TRS-Klinke-Anschlusses für ein Mikrofon vorhanden, aber auch über die TRRS-Klinke lässt sich ein Headset und somit ein Mikrofon verbinden. Über den Taster an der Oberseite des USB-DAC lässt sich die Schrittverstärkung ein- und ausschalten.

    Um die Funktion GameVoice Mix nutzen zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am PC und Mac ist dies am einfachsten, denn hier muss man lediglich den G3 als Standardgerät für Kommunikation und Audiowiedergabe einrichten. Schon kann man die Audioverteilung in der Software oder über die Bedienelemente am DAC anpassen. Bei der PlayStation 4 ist gewissermaßen ein Doppelanschluss vonnöten, denn hier schließt man den DAC über USB und den optischen Eingang an. Der optische Eingang wird für Spieleaudio eingerichtet und der USB-Anschluss für die Kommunikation.

    Nutzt man den Creative Sound Blaster G3 an einer Nintendo Switch bekommt man hier auch Features, wie die Schrittverstärkung. Diese kann besonders in Spielen, wie Fortnite, hilfreich sein.

    Sound Blaster Command Software:

    Im Vergleich zum Sound BlasterX G1 kommt hier eine andere Software zum Einsatz, diese bietet aber einen gesteigerten Funktionsumfang, besonders im Hinblick auf die Mikrofonoptimierungen.

    Auf der Startseite lässt sich zunächst ein vorkonfiguriertes SBX-Profil wählen. Diese gibt es für Gaming, Musik und Filme allgemein, aber auch spezialisiert für Genre und separate Spieltitel. Die Optimierungen basieren auf der Acoustic Engine, die man aber auch manuell anpassen kann. Dazu kann man Regler für Surround (virtueller Raumklang), Crystalizer (saubere Abgrenzung der Audio-Details), Bass (erweitern der Niederfrequenzbereiche), Smart Volume (Egalisierung der Lautstärkepegel mit anpassbarer Intensität) und Dialog+ (intelligente Verstärkung von Stimmen) ein-/ausschalten und jeweils die Intensität einstellen.

    Optionen über Optionen:

    Unter dem Menüpunkt Equalizer können wir den Klang weiter optimieren. Auch hier gibt es viele Presets, sortiert nach Typ, Genre und Spieltiteln, aber auch eine manuelle Anpassung ist möglich. In den Einstellungen für die Wiedergabe können wir wählen, ob die Wiedergabe auf Kopfhörern oder Lautsprechern erfolgt. Beim Kopfhörer stehen uns hier auch Optionen für einen virtuellen Raumklang zur Verfügung. Natürlich ist auch der Scout-Modus wieder dabei, eine weitere Möglichkeit zur Verstärkung von Schrittgeräuschen findet sich im Equalizer. Im Mixer können wir die Pegel verschiedener Audioquellen anpassen und über GameVoice Mix besteht die Möglichkeit ein Gleichgewicht zwischen zwei Audioquellen herzustellen, wenn man zum Beispiel ein Audiosignal über den optischen Eingang einspeist und gleichzeitig den G3 über USB mit dem PC verbunden hat.

    Mikrofon-Optionen:

    Einen großen Funktionsumfang bietet auch das Aufnahme-Menü. Hier können wir mehr als nur die Mikrofonlautstärke einzustellen. Der sehr unterhaltsame Voice-Morph-Modus ist hier natürlich auch zu finden. Darüber hinaus gibt es eine Noise Reduction (Entfernen von Hintergrundgeräuschen), eine Acoustic Echo Cancellation (Entfernen von Echos), Smart Volume (automatische Anpassung des Aufnahmepegels) und ein Mic-EQ. Für den Equalizer gibt es verschiedene Presets, um zum Beispiel Gesang zu verbessern oder die Stimme weicher klingen zu lassen.

    Klang:

    Die zentrale Frage ist jedoch, welchen Einfluss haben die Softwareoptionen auf den Klang des Headsets und kann man so vielleicht auch die Klangqualität des verwendeten Headsets steigern. Um dieser Sache auf den Grund zu gehen, nutzen wir ein SPC Gear VIRO Plus, nicht die Art hochwertiger Headsets, die mit dem G3 verwendet werden können, jedoch bot sich dieses an, da es ab Werk mit einem abnehmbaren USB-DAC geliefert wird und so ein direkter Vergleich des Einflusses des DACs möglich ist. Genau diesen Test haben wir zuvor auch mit dem Sound BlasterX G1 durchgeführt.

    Kopfhörer:

    Insgesamt bleibt die Klangbreite unserer Testkopfhörer erhalten, allerdings wirkt die Wiedergabe besonders im Mittenbereich etwas klarer und differenzierter. Im Vergleich zum bereits getesteten Sound BlasterX G1 ist hier ein sehr weiter Bereich bei der Lautstärkereglung verfügbar und wir können das Headset wirklich unangenehm laut einstellen. Der aktivierte 7.1-Surround-Klang sorgt auch hier für eine gefühlt stärkere Räumlichkeit. Aktiviert man den Testmodus im Einstellungsmodus, kann man tatsächlich die scheinbare Position der einzelnen Lautsprecher heraushören.

    Mikrofon:

    Sehr gut gefiel uns die Optimierung des Mikrofons. Zunächst wurde hier ein deutlich besserer Pegel als mit dem mitgelieferten DAC oder dem G1 erreicht. Dazu zeigten sich die Features zur Klangoptimierung auch als sehr vorteilhaft. Das leichte Rauschen des Mikrofons ließ sich über die Noise Reduction problemlos entfernen. Aber auch der Mic-EQ verbesserte die Klangqualität des Mikrofons. Zu guter Letzt sorgten natürlich die Voice-Morph-Optionen für viel Spaß.

    Fazit:

    Der USB-DAC Creative Sound Blaster G3 hinterließ einen sehr guten Eindruck. Neben einer Verbesserung der Klangqualität unseres Test-Headsets auf ganzer Linie bietet er auch Features, die sich sowohl fürs Gaming, als auch für den professionellen Einsatz eignen. Fürs Gaming ist hier insbesondere die Schrittverstärkung, der GameVoice-Mix-Modus und die Mikrofonoptimierungen zu nennen. Im professionellen Einsatz profitiert man besonders von der Mikrofonoptimierung. Besonders im Vergleich zum Sound BlasterX G1 kann uns der G3 deutlich stärker überzeugen.

    Laut idealo.de ist der G3 aktuell (Stand: 13.05.2022) zu einem Preis von 39,99 € zzgl. Porto erhältlich. Ein durchaus gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, bedenkt man den großen Funktionsumfang, den flexiblen Einsatz und die sehr gute Verbesserung der Klangqualität.

    Vorteile: Nachteile:
    • Verbesserung der Soundqualität im Vergleich zu mitgelieferten USB-DACs von Headsets.
    • Kompakt und elegant gebaut.
    • Viele Softwareoptionen mit denen eine sehr freie Klanganpassung möglich ist.
    • Sehr hohe Pegel für Kopfhörer und Mikrofon möglich.
    • Problemloser Betrieb an der Nintendo Switch möglich.
    • Anschlusskabel leider nicht mit Nylon verstärkt.

    Das USB-Interface Sound Blaster G3 wurde Game2Gether von Creative für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

    Quelle: Produktseite Creative

    Alexander Schaaf
    Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.