StartHardwareAMD FSR 4.1 ist da: Riesiges Grafik-Upgrade für ältere Radeon-Karten, Gaming-Handhelds und...

AMD FSR 4.1 ist da: Riesiges Grafik-Upgrade für ältere Radeon-Karten, Gaming-Handhelds und Xbox Series X|S

Gute Nachrichten für PC- und Konsolenspieler: AMD hat mit FSR Upscaling 4.1 eine umfangreiche Erweiterung seiner KI-gestützten Upscaling-Technologie angekündigt. Die neue Version soll nicht nur für eine deutlich bessere Bildqualität sorgen, sondern auch auf zahlreichen Geräten funktionieren, die bislang von den neuesten FSR-Funktionen ausgeschlossen waren. Besonders erfreulich ist dabei die Unterstützung älterer Radeon-Grafikkarten, die bereits seit mehreren Jahren auf dem Markt sind.

Mit der Veröffentlichung des Treibers AMD Software: Adrenalin Edition 26.10.1 am 20. Oktober 2026 steht FSR 4.1 nun auch Besitzern einer Radeon RX 6000 zur Verfügung. Darüber hinaus profitieren ausgewählte Ryzen-Prozessoren, Gaming-Handhelds und leistungsstarke Notebooks von der überarbeiteten Technologie. Selbst Microsofts Xbox Series X und Xbox Series S sollen in absehbarer Zeit unterstützt werden. Damit verfolgt AMD einen bemerkenswerten Ansatz: Statt die neuesten Grafikfunktionen ausschließlich aktueller Hardware vorzubehalten, sollen möglichst viele Spieler von den technologischen Fortschritten profitieren.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Was ist AMD FSR 4.1 und warum ist das Update so wichtig?

FidelityFX Super Resolution, kurz FSR, gehört zu den wichtigsten Grafiktechnologien von AMD. Das grundlegende Prinzip besteht darin, Spiele zunächst in einer niedrigeren Auflösung berechnen zu lassen und das Bild anschließend mithilfe spezieller Algorithmen auf eine höhere Ausgabeauflösung hochzuskalieren. Dadurch lässt sich die Belastung der Grafikkarte reduzieren, was wiederum höhere Bildraten ermöglichen kann. Gleichzeitig versucht die Technologie, möglichst viele Details zu erhalten und ein scharfes, stabiles Bild darzustellen.

Mit FSR 4 setzt AMD verstärkt auf maschinelles Lernen. Im Gegensatz zu früheren Versionen kommen trainierte Modelle zum Einsatz, die Bildinformationen rekonstruieren und dadurch beispielsweise feine Strukturen, Kanten und Details besser darstellen sollen. FSR 4.1 führt diesen Ansatz weiter und verspricht insbesondere gegenüber FSR 3.1 eine deutlich verbesserte Bildqualität. Dabei geht es nicht nur um eine höhere Schärfe, sondern auch um eine stabilere Darstellung während der Bewegung. Die tatsächlichen Verbesserungen hängen allerdings weiterhin vom jeweiligen Spiel, der verwendeten Hardware und den gewählten Qualitätseinstellungen ab.

Radeon RX 6000: Ältere Grafikkarten bekommen ein überraschendes Upgrade

Eine der wichtigsten Ankündigungen betrifft die Radeon-RX-6000-Serie. Die ersten Modelle dieser Grafikkartengeneration erschienen bereits 2020 und gehören damit längst nicht mehr zur aktuellen Hardwarefamilie von AMD. Dennoch erhalten sie jetzt Zugriff auf die neueste FSR-Upscaling-Technologie. Dafür hat AMD das INT8-Modell optimiert, das ursprünglich für die Unterstützung der Radeon-RX-7000-Serie entwickelt wurde. Diese Anpassung ermöglicht es, die KI-basierte Bildrekonstruktion auch auf älteren RDNA-2-Grafikkarten auszuführen.

Für Besitzer entsprechender Modelle könnte das ein besonders interessantes Update darstellen. Schließlich müssen sie nicht zwangsläufig in eine neue Grafikkarte investieren, um von einer verbesserten Bildqualität in unterstützten Spielen zu profitieren. Gerade angesichts steigender Hardwareanforderungen moderner PC-Spiele dürfte die längere Unterstützung bestehender Grafikkarten für viele Nutzer ein willkommenes Signal sein. Ursprünglich war FSR 4 im Jahr 2025 ausschließlich für die Radeon-RX-9000-Serie erschienen. Erst im Juli 2026 weitete AMD die Unterstützung mit FSR 4.1 auf die RX-7000-Generation aus. Nun folgt der nächste Schritt.

Auch Gaming-Handhelds profitieren von FSR 4.1

Neben klassischen Desktop-Grafikkarten rücken mit dem neuen Update verstärkt mobile Gaming-Geräte in den Mittelpunkt. AMD hat hierfür eine besonders effiziente Variante seines FSR-4.1-Modells entwickelt, die speziell auf die Leistungsfähigkeit ausgewählter Ryzen-Prozessoren zugeschnitten ist. Unterstützt werden unter anderem Geräte mit Ryzen AI 9 sowie Handhelds, die mit Ryzen AI Z2 Extreme, Ryzen Z2 Extreme oder Ryzen Z2 A ausgestattet sind.

Gerade auf mobilen Gaming-Systemen könnte die Technologie ihre Stärken ausspielen. Schließlich müssen Handhelds häufig einen Kompromiss zwischen Grafikqualität, Bildrate, Energieverbrauch und Wärmeentwicklung finden. Durch intelligentes Upscaling lassen sich Spiele in einer niedrigeren internen Auflösung berechnen, während das dargestellte Bild möglichst hochwertig bleibt. Dadurch können je nach Spiel zusätzliche Leistungsreserven entstehen. AMD nennt in diesem Zusammenhang unter anderem das ASUS ROG Xbox Ally X als Beispiel für ein unterstütztes Gerät. Auch auf vergleichsweise kleinen Displays können Unterschiede bei der Bildrekonstruktion sichtbar werden, etwa bei feinen Details, Vegetation oder bewegten Objekten.

Ryzen AI Max bringt die Technologie auf leistungsstarke Notebooks

Eine weitere Neuerung betrifft Systeme mit Ryzen AI Max. Diese Prozessoren kombinieren leistungsstarke CPU-Kerne mit einer vergleichsweise starken integrierten Grafikeinheit und kommen unter anderem in hochwertigen Notebooks und kompakten Desktop-Systemen zum Einsatz. Mit FSR Upscaling 4.1 können nun auch entsprechende Geräte von der verbesserten Bildrekonstruktion profitieren.

Zu den von AMD genannten Beispielen gehören das ASUS ROG Flow Z13 sowie ausgewählte Konfigurationen des ASUS TUF A14. Die Unterstützung soll insbesondere Nutzern zugutekommen, die ihre Geräte sowohl für produktive Aufgaben als auch für anspruchsvollere Spiele einsetzen. Denn auch ohne eine separate Desktop-Grafikkarte können moderne integrierte Grafiklösungen inzwischen beachtliche Ergebnisse erzielen. Eine effizientere Upscaling-Technologie könnte dabei helfen, die vorhandene Leistung noch besser auszunutzen.

Xbox Series X und Series S erhalten FSR 4.1 ebenfalls

Besonders interessant für Konsolenspieler ist die Ankündigung, dass FSR Upscaling 4.1 künftig auch auf Xbox Series X und Xbox Series S verfügbar sein wird. Bestätigt wurde dies von Xbox-Technikchef Scott Van Vliet, der im offiziellen Ankündigungsvideo von AMD auf die geplante Integration einging. Ein konkreter Veröffentlichungstermin steht bislang allerdings noch nicht fest.

Die Unterstützung könnte langfristig dazu beitragen, dass Entwickler auf Microsofts Konsolen eine bessere Balance zwischen Bildqualität und Leistung erreichen. Gerade die Xbox Series S, deren technische Ressourcen gegenüber der Series X begrenzter sind, könnte theoretisch von effizienteren Upscaling-Verfahren profitieren. Ob und in welchem Umfang einzelne Spiele tatsächlich auf FSR 4.1 umgestellt werden, bleibt jedoch abzuwarten. Die Ankündigung bedeutet außerdem nicht, dass automatisch sämtliche bereits veröffentlichten Xbox-Spiele von der neuen Technologie profitieren. Eine entsprechende Implementierung durch die Entwickler ist weiterhin erforderlich.

Vulkan-Unterstützung und Verbesserungen bei der Frame Generation

Neben der erweiterten Hardwareunterstützung hat AMD weitere technische Neuerungen vorgestellt. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung von Vulkan für FSR 4. Damit erweitert sich die Einsatzmöglichkeit der Technologie auf eine zusätzliche wichtige Grafikschnittstelle, die von verschiedenen PC-Spielen und Anwendungen verwendet wird. Außerdem hat AMD Verbesserungen beim Frame Pacing seiner FSR Frame Generation angekündigt.

Bei der Frame Generation werden zusätzliche Zwischenbilder erzeugt, um Bewegungen auf dem Bildschirm flüssiger erscheinen zu lassen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der dargestellten Bilder pro Sekunde, sondern auch deren möglichst gleichmäßige zeitliche Ausgabe. Verbesserungen beim Frame Pacing können deshalb dazu beitragen, sichtbare Unregelmäßigkeiten bei der Bilddarstellung zu reduzieren. Weitere technische Einzelheiten und Informationen zu den Änderungen stellt AMD über seine offiziellen Kanäle zur Verfügung.

FSR 4.1 ist ab sofort verfügbar

Mit der Ausweitung von FSR 4.1 verfolgt AMD eine Strategie, die insbesondere Besitzern älterer Hardware zugutekommt. Während neue Grafiktechnologien häufig zunächst ausschließlich auf aktuellen Grafikkartengenerationen verfügbar sind, erreicht die KI-basierte Upscaling-Lösung nun auch deutlich ältere Modelle und verschiedene mobile Geräte. Für PC-Spieler mit einer unterstützten Radeon-Grafikkarte ist das Update bereits über den AMD Software: Adrenalin Edition 26.10.1-Treiber erhältlich.

Die Integration auf Xbox Series X und Xbox Series S soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Wie groß die tatsächlichen Unterschiede zwischen FSR 3.1 und FSR 4.1 in einzelnen Spielen ausfallen, werden unabhängige Vergleiche zeigen müssen. Die erweiterte Unterstützung ist allerdings schon jetzt eine erfreuliche Entwicklung, da sie moderne Grafiktechnologien einer deutlich größeren Zahl von Spielern zugänglich macht. Weitere Informationen und den aktuellen Treiber gibt es direkt auf der offiziellen AMD-Webseite.

Die neusten Artikel