In diesem vielversprechenden neuen RPG in PS1-Ästhetik stellt sich die Frage, ob hinter dem Retro-Look mehr steckt als bloße Nostalgie. Verho – Curse of Faces setzt bewusst auf grobe Texturen, kantige Figuren und die bedrohliche Leere früher 3D-Rollenspiele. Seit dem 30. Juli 2026 ist das Dark-Fantasy-RPG für PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch erhältlich.
Entwickelt wurde Verho – Curse of Faces vom polnischen Indie-Studio Kasur Games, während CobraTekku Games als Publisher auftritt. Die Konsolenversion kostet 24,99 Euro. Auf dem PC ist der Titel bereits über Steam verfügbar.
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Verho – Curse of Faces: Masken bestimmen den Anfang, nicht den Weg
Schauplatz ist die lebensfeindliche Welt Yariv. Dort müssen die Bewohner ihre Gesichter hinter Masken verbergen, denn der Anblick eines unbedeckten Gesichts führt zum sicheren Tod. Der Protagonist reist in das Land, um den Ursprung dieses Fluchs zu untersuchen.
Die Masken erfüllen dabei nicht nur eine erzählerische Funktion. Hinter ihnen verbergen sich die unterschiedlichen Klassen. vom kräftigen Kämpfer über den beweglichen Duellanten bis zum Zauberkundigen. An diese anfängliche Entscheidung bleibt der Charakter jedoch nicht dauerhaft gebunden.
Verschiedene Waffen, Zauber und frei kombinierbare Fähigkeiten sollen es ermöglichen, den eigenen Build nahezu unabhängig von der gewählten Startklasse weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen das Erkunden der düsteren Spielwelt sowie fordernde Kämpfe mit Nahkampfwaffen und Magie.
Ein New-Game-Plus-Modus erlaubt weitere Durchläufe mit einem neuen Schwierigkeitsgrad und veränderten Spielstilen.
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Yariv zwischen Fluch und persönlichem Trauma
Neben dem zentralen Geheimnis um die Masken verspricht Kasur Games zahlreiche Bewohner mit eigenen Geschichten, Problemen und Traumata. Hinter vielen Figuren verbergen sich zusätzliche Aufgaben, mysteriöse Questlinien und individuelle Schicksale.
Das Spiel setzt damit nicht allein auf Kämpfe und Dungeon-Erkundung. Auch die Begegnungen mit den Bewohnern Yarivs sollen einen wichtigen Teil der Atmosphäre und der Erzählung ausmachen.
Ein Dark-Fantasy-RPG im Geiste von King’s Field
Optisch orientiert sich Verho – Curse of Faces konsequent an der 32-Bit-Ära. Low-Poly-Modelle, grobkörnige Texturen und bewusst eingeschränkte Sichtweiten greifen die Ästhetik früher PlayStation-Spiele auf. Die vermeintlichen technischen Grenzen werden dabei zum Stilmittel und verstärken die düstere, unwirtliche Wirkung der Welt.
Auch spielerisch versteht sich der Titel als Hommage an klassische First-Person-Rollenspiele wie King’s Field. Für Spieler, die mit langsamen und bewusst kantigen First-Person-RPGs wenig anfangen können, dürfte Yariv ein ausgesprochen unwirtlicher Ort bleiben. Freunde von King’s Field, düsterer Erkundung und konsequenter Neo-Retro-Ästhetik finden hier dagegen eine ungewöhnliche Rückkehr zu einer beinahe vergessenen Form des Rollenspiels.
Verho – Curse of Faces ist für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch erhältlich.

