SpeedComfort: Im Hochsommer schon an den nächsten Winter denken

(Bildquelle: SpeedComfort)

Während Deutschland aktuell vielerorts unter sommerlichen Temperaturen ächzt und Klimaanlagen, Ventilatoren und mobile Kühler Hochkonjunktur haben, dürfte der Heizkörper bei den meisten Menschen gerade ziemlich weit unten auf der Prioritätenliste stehen. Trotzdem kann genau jetzt der richtige Zeitpunkt sein, sich mit einer effizienteren Wärmeverteilung für die nächste Heizsaison zu beschäftigen.

Mit den Heizkörperventilatoren von SpeedComfort soll sich die vorhandene Wärme schneller und gleichmäßiger im Raum verteilen lassen. Gleichzeitig kann das System laut Hersteller dazu beitragen, den Energieverbrauch der Heizung um bis zu 22 Prozent zu reduzieren. Eine Besonderheit bietet der optionale Control Sensor: Er bringt neben einer flexiblen Steuerung auch einen Sommermodus mit und macht das System damit nicht ausschließlich für die kalte Jahreszeit interessant.

Vom Heizkörper zum kleinen Luftverteiler

Das Grundprinzip hinter SpeedComfort ist schnell erklärt. Die kompakten Ventilatoren werden an der Unterseite eines Heizkörpers angebracht und führen die kühlere Raumluft gezielt am warmen Heizkörper entlang. Die erwärmte Luft wird anschließend wieder in den Raum abgegeben.

Dadurch soll die Wärme schneller im Raum verteilt werden. SpeedComfort spricht von einer bis zu doppelt so schnellen Erwärmung. Der Hersteller gibt außerdem einen Luftstrom von bis zu 30 m³/h pro Ventilator an.

(Bildquelle: SpeedComfort)

Die Montage soll dabei ohne Werkzeug möglich sein. Die Ventilatoren werden über Magnete an der Unterseite des Heizkörpers befestigt. Je nach Breite des Heizkörpers können mehrere Geräte miteinander verbunden werden. Für Heizkörper zwischen 40 und 70 Zentimetern ist beispielsweise ein Mono-Set vorgesehen, während Duo- und Trio-Sets für größere Heizkörper erhältlich sind.

Weniger Energie, ohne die Heizung komplett aufzudrehen

Interessant wird das Konzept vor allem mit Blick auf die Energieeffizienz. Statt ausschließlich die Temperatur des Heizkörpers zu erhöhen, soll SpeedComfort dabei helfen, dessen Wärme effektiver im Raum zu verteilen.

(Bildquelle: SpeedComfort)

Der Hersteller verspricht eine Energieeinsparung von bis zu 22 Prozent. Gleichzeitig benötigen die einzelnen Ventilatoren laut Hersteller lediglich 0,55 Watt. Beim Mono-Set wird der Stromverbrauch mit rund 0,32 Euro pro Jahr angegeben.

Wie hoch die tatsächliche Ersparnis im jeweiligen Haushalt ausfällt, hängt natürlich von der vorhandenen Heizung, den Räumlichkeiten, den Heizgewohnheiten und weiteren Faktoren ab. Die 22 Prozent sind daher als Herstellerangabe und nicht als pauschale Einspargarantie zu verstehen.

Automatic oder Control Sensor?

SpeedComfort bietet das System mit zwei unterschiedlichen Sensoren an.

Der Automatic Sensor richtet sich an alle, die möglichst wenig einstellen möchten. Er erkennt, wann der Heizkörper warm genug ist, und schaltet die Ventilatoren automatisch ein beziehungsweise wieder aus. Beim aktuellen Mono-Set liegt die Einschalttemperatur laut Hersteller bei 33 Grad, ausgeschaltet wird bei 25 Grad.

Mehr Möglichkeiten bietet der Control Sensor. Hier lässt sich die Starttemperatur zwischen 27 und 35 Grad einstellen. Zusätzlich stehen verschiedene Geschwindigkeitsstufen zur Verfügung, vom besonders leisen Betrieb bis hin zu einer stärkeren Luftzirkulation. Das macht den Control Sensor insbesondere für Niedertemperaturheizungen und Wärmepumpen interessant.

Und was bringt das Ganze im Hochsommer?

Genau hier wird SpeedComfort aktuell interessant.

Wer bei diesen Temperaturen an Heizkörper denkt, hat vermutlich nicht unbedingt das Thema Heizen im Kopf. Der Control Sensor besitzt allerdings einen Sommermodus, in dem die Ventilatoren für eine kontinuierliche Luftzirkulation sorgen.

In Verbindung mit einer Wärmepumpe, die auch zur Kühlung eingesetzt wird, kann die Luftzirkulation laut SpeedComfort außerdem dabei helfen, die Kühlfunktion zu unterstützen. Dabei ersetzt der Heizkörperventilator natürlich keine Klimaanlage. Vielmehr geht es darum, die vorhandene Luftbewegung beziehungsweise Kühlleistung besser im Raum zu verteilen.

Damit könnte der Sommer also tatsächlich ein passender Zeitpunkt sein, sich mit dem System auseinanderzusetzen. Während draußen die Klimaanlage läuft, lässt sich bereits überlegen, wie die Heizkörper im kommenden Winter effizienter genutzt werden können.

Kompakt und leise

Auch bei der Bauform setzt SpeedComfort auf ein möglichst unauffälliges Konzept. Ein einzelner Ventilator misst laut Hersteller 34 × 7 × 2,2 Zentimeter. Je nach Ausführung liegt der Geräuschpegel bei etwa 17,5 bis 21,5 dB(A) beim Control Sensor beziehungsweise rund 20 dB(A) beim Automatic Sensor.

(Bildquelle: SpeedComfort)

Die Geräte sollen damit im Alltag kaum auffallen und können dauerhaft am Heizkörper montiert bleiben. Die Stromversorgung erfolgt über einen 12-Volt-Anschluss.

Für wen lohnt sich SpeedComfort?

Interessant ist das Konzept vor allem für Haushalte, die klassische Heizkörper effizienter nutzen möchten. Besonders spannend kann SpeedComfort bei Niedertemperaturheizungen und Wärmepumpen sein, da der Control Sensor bereits bei vergleichsweise niedrigen Vorlauftemperaturen aktiviert werden kann.

Wer dagegen ausschließlich im Sommer eine Möglichkeit zur Kühlung sucht, sollte die Erwartungen nicht zu hoch setzen: Der Sommermodus sorgt für zusätzliche Luftzirkulation und kann bei einer entsprechend ausgelegten Wärmepumpen-Kühlung unterstützen, ersetzt aber keine klassische Klimaanlage.

QuelleSpeedComfort
Alex
Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.