Phantom Blade Zero ist fertig: Neuer 11-Minuten-Trailer erscheint am 12. August

Phantom Blade Zero ist kein Soulslike. Zum Glück. Denn anstatt erneut die bekannten Regeln von FromSoftware zu kopieren, möchte S-GAME die Wucht großer Bosskämpfe mit dem Tempo klassischer Hack-and-Slash-Spiele und der Choreografie eines Wuxia-Films verbinden. Am 12. August erwartet uns nun ein neuer, elf Minuten langer Trailer – und vielleicht endlich der Beweis, dass hinter den spektakulären Kämpfen auch eine Welt steckt, die uns bis zum Ende tragen kann.

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Phantom Blade Zero: Vorbestellungen und neuer Trailer starten am 12. August

„You’re finally here …“ – mit diesen Worten kündigt S-GAME die nächste große Präsentation von Phantom Blade Zero an. Am 11. August um 19 Uhr Pacific Time beziehungsweise am 12. August um 4 Uhr deutscher Zeit sollen die Vorbestellungen im PlayStation Store, auf Steam und im Epic Games Store freigeschaltet werden.

Zeitgleich erscheint ein komplett neuer Trailer mit einer beachtlichen Länge von elf Minuten. Gezeigt werden sollen bislang unbekannte Story-Inhalte, weitere Charaktere, neue Kampfszenen und etwas, das S-GAME vorerst lediglich als „unerwartet“ bezeichnet. Noch wichtiger: Die Entwicklung des Spiels ist nach Angaben des Studios inzwischen abgeschlossen. Dem geplanten Release am 29. Oktober 2026 für PlayStation 5 und PC dürfte damit kaum noch etwas im Wege stehen.

Kein Soulslike – aber wie gemacht für Souls-Fans

Phantom Blade Zero wird gerne in die Nähe von Sekiro, Nioh oder Wo Long gerückt. Nachvollziehbar ist das durchaus. Die düstere Welt, das präzise Parieren, die verschachtelten Gebiete und nicht zuletzt die eindrucksvollen Bosse sprechen genau jene Spieler an, die in einem Kampf nicht nur Spektakel, sondern auch Rhythmus, Beobachtung und Beherrschung suchen.

Ein klassisches Soulslike möchte das Spiel trotzdem nicht sein. Es gibt keine verlorenen Erfahrungspunkte, die nach einem Tod zurückgeholt werden müssen, keine traditionelle Charakterentwicklung über stetig steigende Werte und auch Gegner erscheinen nicht automatisch wieder, sobald man an einem Kontrollpunkt rastet. Stattdessen setzt das Kampfsystem stärker auf Aggression, Waffenwechsel und flüssig ineinandergreifende Kombos. Verschiedene Schwierigkeitsgrade sollen zudem dafür sorgen, dass nicht allein das Überleben, sondern die Eleganz des eigenen Kampfstils zur eigentlichen Herausforderung wird.

Das klingt nach einer ziemlich reizvollen Mischung. Die Härte und das Bossdesign eines Soulslikes treffen auf die Beweglichkeit von Ninja Gaiden und den kontrollierten Größenwahn eines Devil May Cry. Nicht jeder erfolgreiche Kampf muss dabei perfekt aussehen. Aber er kann.

Main Character aus Phantom Blade Zero

Kämpfen wie in einem Wuxia-Film

Genau darin könnte die größte Stärke von Phantom Blade Zero liegen. S-GAME möchte Kämpfe nicht bloß spielbar, sondern choreografiert wirken lassen. Verantwortlich dafür ist unter anderem Action Director Kenji Tanigaki, der an zahlreichen Martial-Arts-Produktionen beteiligt war. Die Bewegungen werden mit realen Kampfkünstlern vorbereitet und anschließend von Hand in aufwendige Animationen übertragen.

Schon die bisherigen Spielszenen besitzen deshalb eine ungewöhnliche Körperlichkeit. Schwerter prallen nicht einfach aufeinander. Die Figuren kreisen umeinander, wechseln die Position, entreißen Gegnern ihre Waffen und führen Konter aus, die wie kleine, nahtlos in das Gameplay eingebaute Actionszenen wirken. Selbst einfache Begegnungen sollen dadurch den Eindruck eines Duells zwischen ebenbürtigen Kämpfern erzeugen.

S-GAME bezeichnet diese Verbindung aus chinesischer Kampfkunst, düsterer Fantasy, mechanischen Konstruktionen und Punk-Attitüde als Kungfupunk. Statt einer endlosen Open World erwartet uns eine semi-offene Struktur aus mehreren handgefertigten Gebieten. Das klingt zunächst weniger gewaltig. Möglicherweise ist es aber gerade die richtige Entscheidung, wenn dadurch jeder Schauplatz eine eigene Atmosphäre, Geheimnisse und erzählerische Bedeutung erhält.

Monster aus Phantom Blade Zero

Kann Phantom Blade Zero mehr als spektakulär aussehen?

Meine Vorfreude ist inzwischen riesig. Kaum ein anderes kommendes Actionspiel sieht derart cineastisch aus. Die fließenden Animationen, die grotesken Bosse und das düstere Setting besitzen schon jetzt eine visuelle Identität, die weit über das nächste hübsche Unreal-Engine-5-Spiel hinausgeht.

Die entscheidende Frage liegt deshalb längst nicht mehr im Kampfsystem. Das scheint zu tragen. Spannender ist, ob Phantom Blade Zero seine Atmosphäre, seine Geschichte und die geheimnisvolle Lore über ein vollständiges Abenteuer hinweg aufrechterhalten kann.

Protagonist Soul hat nach seiner Rettung nur noch 66 Tage zu leben und muss in dieser Zeit eine Verschwörung innerhalb des Ordens aufdecken, dem er einst selbst diente. Das ist eine starke Ausgangslage. Bislang stand sie allerdings deutlich im Schatten der Kämpfe.

Der neue Elf-Minuten-Trailer könnte genau daran etwas ändern. Zeigt S-GAME neben neuen Bossen auch Figuren, Konflikte und eine Welt, die mehr ist als eine wunderschöne Kulisse für spektakuläre Duelle, könnte Phantom Blade Zero eines der großen Action-Highlights des Jahres werden.

Kein Soulslike. Aber womöglich genau das Spiel, auf das viele Souls-Fans gerade warten.

Character aus Phantom Blade Zero