LEGO Pokémon 72167 SMART Play: Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza im Test

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Mit dem LEGO Pokémon Set 72167 SMART Play: Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza erweitert LEGO die noch junge SMART-Play-Reihe um zwei der bekanntesten Pokémon der ersten Generation. Neben dem klassischen Bauspaß soll vor allem der interaktive Kampf zwischen Glurak und Blitza für zusätzlichen Spielwert sorgen. Bewegungen werden erkannt, Angriffe lösen entsprechende Reaktionen aus und eine integrierte Lebensanzeige entscheidet am Ende über Sieg und Niederlage. Ergänzt wird das Duell durch einen Trainingsmodus und verschiedene SMART Tags.

Im Test zeigt sich, dass LEGO das Konzept bei Pokémon überzeugender umsetzt als beim ersten von uns getesteten SMART-Play-Set. Zwar ist auch das Kampfsystem nicht frei von Wiederholungen, durch die Kombination aus Bewegungserkennung, Sounds, Lebenspunkten und den beiden miteinander kommunizierenden Pokémon entsteht jedoch ein deutlich stärkerer spielerischer Ansatz.

Vielen Dank an LEGO für die Bereitstellung des Testmusters.

Eigenschaften des Sets

Das LEGO Pokémon 72167 SMART Play: Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza richtet sich laut LEGO an Kinder ab acht Jahren und umfasst insgesamt 751 Teile. Im Mittelpunkt stehen die beiden baubaren Pokémon Glurak und Blitza, die jeweils mit einem SMART Brick ausgestattet werden. Hinzu kommen vier SMART Tags, ein gemeinsames Ladegerät sowie eine kleine Trainingsstation.

Die beiden Pokémon sind dabei nicht lediglich interaktive Einzelmodelle. Die SMART Bricks können untereinander kommunizieren und erkennen sowohl Bewegungen als auch die im Set enthaltenen SMART Tags. Dadurch entsteht ein interaktives Duellsystem, bei dem die Aktionen beider Pokémon aufeinander reagieren.

Bezeichnung SMART Play: Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza
Artikelnummer 72167
Teileanzahl 751
Altersempfehlung 8+
UVP 119,99 €
SMART Bricks 2
SMART Tags 4
Ladegerät 1
Pokémon Glurak und Blitza
Trainingsstation Ja
Sticker enthalten Nein
Bedruckte Teile Ja
Bauzeit im Test ca. 90–120 Minuten
Spielzeit SMART Brick ca. 45 Minuten pro voller Ladung
Größe Glurak ca. 18 cm
Größe Blitza über 12 cm

LEGO gibt für die beiden SMART Bricks eine Spielzeit von ungefähr 45 Minuten bei voller Ladung an. Die SMART Bricks erkennen unter anderem Bewegungen, ihre Ausrichtung, SMART Tags und Farben. Die optionale LEGO SMART Assist App dient unter anderem der Einrichtung, Fehlerbehebung und Aktualisierung der Firmware.

Über LEGO

LEGO A/S ist ein dänischer Spielwarenhersteller, der seit 1932 für sein Klemmbausteinsystem bekannt ist. Neben klassischen LEGO-Themenwelten umfasst das Sortiment heute zahlreiche lizenzierte Marken sowie technisch ausgerichtete Produktlinien.

Mit SMART Play geht LEGO einen weiteren Schritt und verbindet die klassischen Bausteine mit elektronischen Komponenten. Dabei soll das Smartphone nicht zum eigentlichen Spielgerät werden. Stattdessen stehen die gebauten Modelle und deren physische Interaktion im Mittelpunkt.

Das SMART-Play-System nutzt hierfür elektronische SMART Bricks, die Bewegungen, Ausrichtungen und weitere Informationen erkennen können. Je nach Set kommen zusätzlich SMART Tags oder spezielle Figuren zum Einsatz.

Über LEGO Pokémon:

LEGO Pokémon vereint die Welt der Pokémon mit der kreativen Bauweise von LEGO. Fans haben die Möglichkeit, bekannte Pokémon als detailreiche LEGO-Modelle selbst zu bauen und auszustellen. Die Sets greifen ikonische Figuren wie Pikachu, Evoli oder Glurak auf und richten sich an Kinder ebenso wie an erwachsene Fans. Dabei steht nicht nur das Bauen, sondern auch das Wiedererleben klassischer Pokémon-Abenteuer im Mittelpunkt.

Verpackung und Inhalt

Bei der Verpackung setzt LEGO auf das bereits beim LEGO Star Wars 75421 SMART Play Darth Vader’s TIE Fighter verwendete Konzept. Die Vorderseite zeigt die beiden aufgebauten Pokémon und stellt gleichzeitig die interaktiven Möglichkeiten des Sets heraus. Auf der Verpackung wird entsprechend deutlich gemacht, dass es sich nicht nur um ein klassisches LEGO-Bauset handelt, sondern um ein interaktives Spielsystem.

Im Inneren befinden sich insgesamt sieben Papiertüten mit den Bauteilen. Vier Tüten sind für den Aufbau von Glurak vorgesehen, eine enthält die Teile für die Landschaft beziehungsweise Trainingsumgebung und zwei weitere Tüten sind Blitza zugeordnet.

Passend dazu ist auch die Bauanleitung dreigeteilt aufgebaut. Die einzelnen Bauabschnitte orientieren sich damit direkt an der Aufteilung der Bauteile. Erfreulich ist erneut der Verzicht auf Aufkleber. Sämtliche entsprechenden Elemente sind bedruckt, was nicht nur beim Aufbau angenehmer ist, sondern auch langfristig für eine hochwertigere Optik sorgt.

LEGO SMART Play

Das zentrale Element des Sets sind die beiden SMART Bricks. Anders als beim Darth-Vader-TIE-Fighter arbeitet das System hier nicht nur mit einem einzelnen interaktiven Modell. Beide Pokémon verfügen über einen eigenen Brick und können dadurch miteinander interagieren.

Die SMART Bricks erkennen unter anderem Bewegungen und Ausrichtungen. Zusätzlich können die im Set enthaltenen SMART Tags erkannt werden. Je nach Spielsituation werden dadurch verschiedene Reaktionen ausgelöst.

LEGO setzt dabei bewusst auf ein Spielprinzip ohne zwingenden Einsatz eines Smartphones. Die eigentliche Interaktion findet direkt zwischen den gebauten Pokémon statt. Licht- und Soundeffekte geben dabei unmittelbar Rückmeldung über die ausgeführte Aktion.

Besonders interessant ist der Einsatz der SMART Bricks im Kampf. Beide Pokémon können miteinander kommunizieren und ihre Aktionen beeinflussen den Verlauf des Duells. Damit geht das System über eine reine Geräuschkulisse hinaus und erhält erstmals einen deutlich ausgeprägteren spielerischen Charakter.

Der Bauprozess

Der Aufbau des Sets nimmt im Test ungefähr 90 bis 120 Minuten in Anspruch. Die sieben Papiertüten teilen den Bau sinnvoll in mehrere Abschnitte auf und sorgen dafür, dass nicht gleichzeitig mit allen 751 Teilen gearbeitet werden muss.

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Der Aufbau selbst ist gut machbar und folgt der für LEGO typischen kleinschrittigen Anleitung. Trotz der grundsätzlichen Zugänglichkeit kommen immer wieder aufwändigere Bautechniken zum Einsatz. Gerade bei den beiden Pokémon entstehen dadurch interessante Konstruktionen, die deutlich über einfache Figurenmodelle hinausgehen.

Die ersten vier Tüten widmen sich dem Aufbau von Glurak, beginnend mit dem Körper wächst er schließlich um die Beine, Arme und Schwanz an. Abgeschlossen wird der Bau mit seinem Kopf und den Flügeln.

Mit der fünften Tüte entsteht das Trainingsgelände. Dieses verfügt auch über einen SMART Tag und besitzt mehrere bewegliche Zielscheiben.

Die letzten beiden Tüten beinhalten die Elemente für Blitza. Hier bauen wir zunächst den Torso mitsamt des Kopfes und schließen den Bau im letzten Schritt mit dem Schweif und den Beinen ab.

Eine Besonderheit sind die SMART Bricks. Diese werden weitgehend unauffällig in die Körper der Pokémon integriert. Für den Einbau müssen entsprechende Füllelemente aus den Modellen entfernt werden. Anschließend verschwinden die elektronischen Komponenten weitgehend im Inneren der Figuren. Dadurch bleibt der LEGO-Charakter der Modelle erhalten. Von außen ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass sich im Inneren jeweils ein elektronisches Bauteil befindet.

Auch während des Aufbaus zeigt sich, dass die Modelle nicht ausschließlich auf die Präsentation ausgelegt sind. Die Konstruktion ist auf die spätere Bewegung und Interaktion abgestimmt und erweist sich entsprechend als stabil.

Gestaltung und Qualität

Optisch können beide Pokémon überzeugen. Besonders auffällig ist dabei der vergleichsweise starke LEGO-Charakter der Modelle. Im Vergleich zu den zuvor erhältlichen Konkurrenzmodellen setzt LEGO stärker auf klassische LEGO-Elemente und weniger auf speziell geformte Bauteile. Das sorgt dafür, dass Glurak und Blitza trotz ihrer charakteristischen Formen klar als LEGO-Modelle erkennbar bleiben. Gerade dieser Aspekt ist positiv zu bewerten, da die Modelle dadurch weniger wie reine Kunststofffiguren wirken.

Gleichzeitig orientiert sich die Gestaltung stärker an der klassischen Darstellung aus den frühen Pokémon-Spielen. Dadurch entsteht ein leicht nostalgischer Look, der gut zum Thema passt.

Die Verarbeitung entspricht dabei dem gewohnt hohen LEGO-Niveau. Die einzelnen Elemente sitzen sauber und die Modelle sind auch bei der späteren Nutzung stabil. Besonders gelungen sind die Stoffelemente an Gluraks Flügeln. Diese verleihen dem Pokémon eine deutlich bessere Optik als eine rein aus LEGO-Steinen konstruierte Variante und unterstützen die charakteristische Silhouette.

Glurak

Glurak ist mit rund 18 cm das größere der beiden Pokémon und gleichzeitig das aufwändigere Modell. Kopf, Arme, Beine, Flügel und Schwanz lassen sich bewegen. Damit eignet sich die Figur nicht nur für die Darstellung, sondern kann tatsächlich aktiv im Spiel eingesetzt werden. Die Bewegungsfunktionen sind stabil umgesetzt. Allerdings bringt insbesondere der Schwanz durch seine Größe und Masse etwas Eigendynamik mit. Bei schnellen Bewegungen sollte dieser daher leicht mit der Hand festgehalten werden. Andernfalls bewegt er sich durch die entstehende Trägheit teilweise unkontrolliert mit.

Abgesehen davon lässt sich Glurak gut greifen und bewegen. Die Konstruktion hält auch dynamischere Bewegungen aus, ohne dass dabei ständig Bauteile abfallen. Optisch ist Glurak eines der Highlights des Sets. Die Kombination aus klassischen LEGO-Elementen und den Stoffflügeln sorgt für eine gelungene Mischung aus LEGO- und Pokémon-Charakter.

Blitza

Blitza fällt im Vergleich zu Glurak deutlich kompakter aus, bietet aber ebenfalls mehrere bewegliche Elemente. Die Beine lassen sich bewegen und auch der Schweif ist entsprechend beweglich ausgeführt. Durch die kleinere Bauform wirkt Blitza insgesamt etwas handlicher. Auch hier bleibt das Modell bei normalen Bewegungen stabil und eignet sich gut für den späteren Einsatz im SMART-Play-System.

Wie bei Glurak gelingt LEGO die Umsetzung mit vergleichsweise vielen Standard-Elementen. Dadurch entsteht ein deutlich erkennbarer LEGO-Look, ohne dass die charakteristische Form von Blitza verloren geht.

SMART Play im Praxistest

Im praktischen Einsatz zeigt das SMART-Play-System seine eigentliche Stärke. Die Bewegungen der Pokémon werden vom jeweiligen SMART Brick zuverlässig erkannt und mit passenden Soundeffekten untermalt. Die akustische Gestaltung passt dabei sehr gut zum Thema. Die Sounds erinnern deutlich an die klassischen Pokémon-Spiele auf dem Game Boy und vermitteln dadurch einen gewissen Retro-Charme.

Besonders interessant wird das System beim Kampf zwischen Glurak und Blitza. Um den Kampfmodus zu aktivieren, müssen die Pokémon zunächst entsprechend geschüttelt werden. Gerade bei Glurak ist das aufgrund seiner Größe und des vergleichsweise schweren Schwanzes nicht ganz einfach. Ist der Modus jedoch einmal aktiviert, funktioniert die Erkennung zuverlässig.

Der eigentliche Kampf wird von der bekannten Pokémon-Kampfmusik begleitet. Die beiden Spieler müssen ihre Pokémon nun mit bestimmten Bewegungen angreifen. Welche Bewegungen vom SMART Brick tatsächlich als Angriff erkannt werden, erschließt sich dabei nicht unmittelbar. Hier ist etwas Übung erforderlich, bis die entsprechenden Bewegungsabläufe bekannt sind. Das System reagiert anschließend zuverlässig auf die entsprechenden Aktionen und gibt direkt eine akustische Rückmeldung.

Besonders gelungen ist die Lebensanzeige. Der SMART Brick zeigt den aktuellen Zustand über einen Farbverlauf von Grün über Gelb bis Rot an. Dadurch lässt sich während des Kampfes direkt erkennen, wie viel Lebensenergie dem jeweiligen Pokémon noch zur Verfügung steht.

Am Ende wird auf diese Weise auch der Gewinner ermittelt. Das unterlegene Pokémon kann anschließend mit dem im Set enthaltenen Heiltrank wieder geheilt werden. Auch diese Aktion wird vom SMART Play-System sehr gut erkannt und entsprechend akustisch begleitet. Damit entsteht tatsächlich ein kleines Pokémon-Duell und nicht lediglich eine Aneinanderreihung verschiedener Soundeffekte.

Ein schneller Kampf

Ein einzelner Kampf zwischen Glurak und Blitza dauert im Test ungefähr ein bis zwei Minuten. Das ist einerseits angenehm kurz und ermöglicht schnelle Duelle, andererseits sorgt die begrenzte Anzahl an unterschiedlichen Aktionen dafür, dass das Kampfsystem mit der Zeit repetitiv wird. Nach mehreren Kämpfen wiederholen sich die Abläufe entsprechend. Die Effekte und die direkte Rückmeldung sorgen jedoch dafür, dass auch wiederholte Duelle noch einen gewissen Unterhaltungswert besitzen.

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Gerade für jüngere Spieler dürfte der Reiz darin liegen, immer wieder neue Kämpfe auszutragen und dabei die eigenen Bewegungsabläufe zu verbessern. Für langfristig abwechslungsreiche Kämpfe fehlt es dem System allerdings an unterschiedlichen Angriffsmöglichkeiten oder weitergehenden taktischen Elementen. Im direkten Vergleich mit dem zuvor getesteten Darth-Vader-TIE-Fighter fällt der Spielwert dennoch höher aus. Während beim TIE Fighter vor allem unterschiedliche Aktionen mit passenden Geräuschen unterstützt werden, entsteht bei Glurak und Blitza durch Lebenspunkte, Angriffe und einen tatsächlichen Sieger ein klareres Spielziel.

Trainingsmodus

Neben dem direkten Duell bietet das Set einen Trainingsmodus. Hier steht ein kleiner Trainingsparcours zur Verfügung, an dem sich die Pokémon beziehungsweise deren Bewegungen ausprobieren lassen. Der Trainingsmodus besitzt dabei allerdings keinen direkten Einfluss auf den späteren Kampf. Er dient vielmehr als zusätzliche Funaktion und bietet eine weitere Möglichkeit, mit den SMART Bricks zu interagieren.

Akustisch wird auch dieser Modus passend begleitet. Dadurch wirkt die Trainingsstation nicht wie ein bloßes Zubehörteil, sondern fügt sich sinnvoll in das SMART-Play-Konzept ein. Für die langfristige Abwechslung des Spiels ist der Trainingsmodus allerdings eher eine Ergänzung als eine eigenständige Spielmechanik.

SMART Assist App und Updates

Für die Nutzung des Sets ist die LEGO SMART Assist App nicht zwingend erforderlich. Die eigentlichen Funktionen des Sets können direkt über die SMART Bricks genutzt werden. Die App bietet unter anderem Unterstützung bei der Einrichtung und Fehlerbehebung sowie die Möglichkeit, Firmware-Updates für die SMART Bricks durchzuführen. LEGO nennt außerdem weitere mögliche Funktionen für zukünftige Updates.

Im Test war für die beiden mitgelieferten SMART Bricks kein Update erforderlich. Die Bricks konnten direkt verwendet werden. Die SMART Assist App wurde dennoch ausprobiert und funktionierte bei der Einrichtung beziehungsweise Aktualisierung problemlos.

Interessant ist die Abwärtskompatibilität des Systems: SMART Bricks aus bereits zuvor erschienenen SMART-Play-Sets müssen gegebenenfalls zunächst aktualisiert werden, bevor sie mit neueren Funktionen eingesetzt werden können. Damit bleibt die App vor allem ein praktisches Werkzeug im Hintergrund. Das eigentliche Spielerlebnis wird nicht auf das Smartphone ausgelagert, sondern findet weiterhin mit den LEGO-Modellen statt.

Spielwert

Der größte Unterschied zum zuvor getesteten LEGO Star Wars 75421 SMART Play Darth Vader’s TIE Fighter liegt im eigentlichen Spielziel. Beim TIE Fighter reagiert das Modell auf verschiedene Aktionen und erzeugt dazu passende Soundeffekte. Das funktioniert gut und macht das Set lebendiger, bleibt aber im Kern ein interaktives LEGO-Spielzeug. Bei Glurak und Blitza kommt dagegen ein richtiges Duellsystem hinzu. Die beiden Pokémon treten gegeneinander an, Angriffe werden erkannt, Lebensenergie wird angezeigt und am Ende gibt es einen Gewinner. Durch das Heilen des unterlegenen Pokémon kann anschließend direkt die nächste Runde beginnen. Das erhöht den Spielwert spürbar.

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Gleichzeitig sollte man die Erwartungen an das Kampfsystem nicht zu hoch ansetzen. Die Kämpfe dauern lediglich ein bis zwei Minuten und die Anzahl der unterschiedlichen Aktionen ist begrenzt. Nach mehreren Runden stellt sich daher eine gewisse Wiederholung ein. Trotzdem bleibt das System unterhaltsam. Die Bewegungserkennung, die Sounds, die Kampfmusik und insbesondere die sichtbare Lebensanzeige sorgen dafür, dass das Geschehen unmittelbar auf die eigenen Aktionen reagiert. Für Pokémon-Fans entsteht dadurch ein deutlich stärkeres Gefühl, tatsächlich zwei Pokémon gegeneinander antreten zu lassen.

Fazit

Mit dem LEGO Pokémon 72167 SMART Play: Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza zeigt LEGO, dass das SMART-Play-Konzept mehr sein kann als eine technische Ergänzung zu klassischen LEGO-Modellen. Die beiden Pokémon sehen sehr gut aus, sind stabil konstruiert und bieten gleichzeitig zahlreiche Bewegungsmöglichkeiten.

Besonders positiv fällt dabei der starke LEGO-Charakter der Modelle auf. Durch die Verwendung vieler klassischer LEGO-Elemente wirken Glurak und Blitza nicht wie einfache Kunststofffiguren, sondern wie echte LEGO-Modelle. Die bedruckten Elemente und insbesondere die Stoffflügel von Glurak runden die gelungene Optik ab.

Auch technisch funktioniert das Konzept im Test überzeugend. Die Bewegungen werden zuverlässig erkannt und mit passenden Sounds begleitet. Der eigentliche Kampf zwischen den beiden Pokémon ist dabei das Highlight des Sets. Lebenspunkte, erkannte Angriffe und die direkte Interaktion zwischen den beiden SMART Bricks machen aus dem Set ein echtes kleines Duell.

Das Kampfsystem ist allerdings nicht besonders komplex. Nach mehreren Runden wiederholen sich die Abläufe und ein einzelner Kampf dauert nur ein bis zwei Minuten. Die Effekte und die passende Soundkulisse sorgen dennoch für einen unterhaltsamen Charakter. Der Trainingsmodus ergänzt das Konzept, ist aber eher als zusätzliche Funaktion denn als ernsthafte Erweiterung des Kampfsystems zu sehen.

Mit einer UVP von 119,99 € ist das Set zweifellos kein günstiger LEGO-Einkauf. Der Preis liegt deutlich über klassischen LEGO-Sets vergleichbarer Größe und ist insbesondere auf die beiden SMART Bricks und die zusätzliche Elektronik zurückzuführen. Gleichzeitig gibt es nur wenige direkt vergleichbare Produkte, die zwei baubare LEGO-Modelle mit einem tatsächlich interaktiven Duellsystem verbinden. Wer ausschließlich möglichst viele LEGO-Steine für sein Geld sucht, wird den Preis daher kritisch betrachten. Für Pokémon-Fans und insbesondere für Kinder, die nicht nur bauen, sondern anschließend aktiv mit den Modellen spielen möchten, bietet das Set dagegen einen klaren Mehrwert.

Im direkten Vergleich mit dem zuvor getesteten Darth-Vader-TIE-Fighter gefällt das SMART-Play-Konzept bei Pokémon besser. Der interaktive Kampf mit Lebenspunkten und einem klaren Siegziel sorgt für einen höheren Spielwert und macht die technische Ausstattung stärker zu einem Bestandteil des eigentlichen Spiels. Insgesamt ist LEGO mit dem SMART Play: Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza ein gelungenes interaktives LEGO-Set gelungen, das klassische Bausteine mit moderner Technik und einem bekannten Pokémon-Spielprinzip verbindet. Der hohe Preis bleibt der größte Kritikpunkt, wird durch den vergleichsweise eigenständigen Funktionsumfang aber zumindest teilweise relativiert.

Das Baustein-Set LEGO Pokémon 72167 SMART Play: Ultimativer Showdown zwischen Glurak und Blitza wurde Game2Gether von LEGO für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder Händlers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

Alex
Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich bin hier eigentlich in allen Bereich aktiv. Mit einem Schwerpunkt auf Hardware.