VALORANT: Patch 12.09 bremst endlich Neon & Shotguns

Agent Neon von Valorant
Quelle: Riot Games

Neon hat in VALORANT zuletzt nicht nur Gegner überrannt, sondern auch die Geduld vieler Spieler. Zu schnell, zu schwer zu treffen, zu unangenehm in Kombination mit Shotguns: Die Duellantin war seit Wochen eines der heißesten Balance-Themen der Community. Mit Patch 12.09 reagiert Riot nun genau dort, wo es viele Fans schon länger gefordert haben. Neon wird gebremst, Shotguns werden angepasst und das besonders frustige Tempo-Spiel bekommt spürbar klarere Grenzen.

Patch 12.09 wird aktuell für den Zeitraum um den 12. Mai 2026 erwartet. Bis dahin bleibt Neon auf dem PC deaktiviert, nachdem Riot einen Grafik-Exploit rund um ihre Fast Lane entdeckt hatte.

Ein Video zum Grafik-Exploit findet ihr auf dem X-Account von Nutzer @itsmesxncheZ.

Riot nimmt Neons Luft-Movement ins Visier

Die wichtigste Änderung betrifft Neons Sprint-Fähigkeit High Gear. Sobald High Gear aktiv ist, bekommt Neon beim Springen künftig keinen zusätzlichen Geschwindigkeitsbonus mehr, solange sie in der Luft ist. Stattdessen entspricht ihre Geschwindigkeit in der Luft beim Sprinten der normalen Messer-Geschwindigkeit.

Damit bleibt Neon weiterhin eine schnelle Duellantin, verliert aber einen Teil dieses schwer greifbaren Movements, das in Duellen oft besonders unangenehm war. Gerade wenn Neon mit viel Tempo um Ecken kam, sprang oder direkt in eine Slide überging, fühlte sich das für Gegner nicht immer wirklich sauber lesbar an. Genau an dieser Stelle setzt der Patch an.

Ein Video zur neuen Anpassung findet ihr auf dem X-Account von VALORANT.

Fuel-Kills werden eingeschränkt

Auch beim Fuel-System gibt es eine spürbare Änderung. Fuel regeneriert sich durch einen Kill künftig nur noch dann, wenn Neons Ultimate aktiv ist. Die passive Regeneration bleibt weiterhin bestehen.

Das bedeutet: Neon kann nach einem Kill nicht mehr ganz so leicht weiter Tempo aufnehmen und den nächsten Fight direkt wieder mit vollem Druck suchen. Ihr aggressiver Spielstil bleibt also grundsätzlich erhalten, wird aber etwas stärker begrenzt. Vor allem in chaotischen Runden könnte das dafür sorgen, dass sie weniger schnell außer Kontrolle gerät.

Auch Shotguns werden generft

Liste mit Änderungen für die Shotguns
Quelle: X-Account @ValorLeaks

Neben Neon selbst werden mit Patch 12.09 auch Shotguns angepasst. Offiziell spricht VALORANT von Neon- und Shotgun-Nerfs. Laut aktuellen Leak-Informationen sollen Shotguns vor allem beim Schießen aus der Bewegung deutlich unzuverlässiger werden. Zusätzlich wird bei der Bucky auch der Schaden im Nahbereich von 0 bis 8 Metern reduziert.

Konkret sinkt der Schaden pro Pellet bei der Bucky von 40 auf 34 bei Kopftreffern, von 20 auf 17 bei Körpertreffern und von 17 auf 14 bei Treffern auf die Beine. Dazu kommen höhere Spread-Werte beim Laufen, Rennen, Springen und geduckten Gehen. Auch Judge und Shorty sollen in Bewegung ungenauer werden, während die Shorty zusätzlich eine niedrigere Feuerrate bekommt.

Das ist wichtig, weil damit nicht nur Neon direkt getroffen wird, sondern auch der Spielstil, der sie zuletzt besonders nervig gemacht hat: schnell rein, nah ran, Shotgun in der Hand. Besonders Bucky, Judge und Shorty sollen künftig weniger konstant funktionieren, wenn Spieler laufen, springen oder sich geduckt bewegen.

Damit setzt Riot nicht nur bei der Agentin an, sondern auch bei der Kombination, die in vielen Runden für Frust gesorgt hat. Neon mit Shotgun bleibt zwar weiterhin möglich, dürfte aber deutlich riskanter werden, weil sowohl das Movement als auch die Treffer aus der Bewegung weniger zuverlässig ausfallen.

Die Slide soll klarer erkennbar werden

Zusätzlich verbessert Riot die visuellen Effekte ihrer Slide. Die VFX sollen künftig deutlicher zeigen, aus welcher Richtung Neon slidet und woher die Bewegung kommt.

Das klingt erst einmal nach einem kleinen Detail, kann im Match aber einiges ausmachen. Bei Neon entscheiden oft sehr kurze Reaktionsfenster darüber, ob man sie noch erwischt oder nicht. Wenn ihre Slide künftig besser lesbar ist, dürften Duelle gegen sie etwas fairer wirken, ohne dass Riot die Fähigkeit komplett entschärfen muss.

Ein überfälliger Schritt für viele Spieler

Agent Neon Titelbild
Quelle: Riot Games

Dass Riot Neon mit Patch 12.09 anpasst, dürfte bei vielen Fans gut ankommen. Die Kritik an ihrer Mobilität war schon länger ein Thema, vor allem weil VALORANT trotz aller Agenten-Fähigkeiten immer noch stark von Positioning, Crosshair Placement und klar lesbaren Duellen lebt. Wenn eine Agentin durch ihr Movement zu schwer greifbar wird, fühlt sich das schnell unangenehm an.

Die Shotgun-Anpassungen verstärken diesen Eindruck noch einmal. Riot scheint nicht nur Neon isoliert zu betrachten, sondern auch die Spielweise drumherum. Gerade das dürfte viele freuen, die schon länger das Gefühl hatten, dass die Kombination aus High-Speed-Entry und Shotgun zu wenig Gegenspiel erlaubt.

Neon bleibt Neon, nur etwas fairer

Unterm Strich bleibt Neon auch nach Patch 12.09 eine schnelle, aggressive Duellantin. Sie wird weiterhin Druck machen, Räume öffnen und Gegner mit Tempo stressen können. Der Unterschied ist eher, dass ihr Movement künftig etwas weniger extrem ausfallen dürfte und Shotgun-Pushes aus der Bewegung heraus nicht mehr ganz so verlässlich sind.

Für Neon-Mains wird das Update sicher eine Umstellung. Für alle, die sich schon länger einen Nerf gewünscht haben, dürfte VALORANT Patch 12.09 aber ziemlich genau in die richtige Richtung gehen. Kein kompletter Abriss, sondern eine klare Korrektur an den Stellen, die zuletzt einfach zu viel waren.