Wraeclast wird wieder ein gutes Stück gefährlicher: Path of Exile 2: Return of the Ancients ist ab sofort verfügbar und bringt eine ganze Ladung neuer Inhalte mit sich. Grinding Gear Games spricht dabei nicht einfach von einem normalen Update, sondern von einer massiven Erweiterung, die vor allem das Endgame ordentlich auf links dreht.
Der Launch erfolgte am 29. Mai 2026 um 22:00 Uhr deutscher Zeit. Verfügbar ist das Update auf allen unterstützten Plattformen, also über den Standalone-PC-Client, Steam sowie auf Xbox Series X|S und PlayStation 5.
Alte Mächte, neue Probleme
Mit Return of the Ancients zieht eine neue Endgame-Storyline in Path of Exile 2 ein. Im Zentrum steht eine gewaltige Festung, die nach dem Abschluss des ersten Turms auf dem Atlas erscheint. Von dort aus arbeiten sich Spieler durch neue Gebiete, aktivieren Tore und versuchen, uralte Precursor Weapons zu erreichen und unschädlich zu machen. Klingt nach einem ganz normalen Dienstag in Wraeclast, nur eben mit deutlich mehr Weltuntergangsgefühl.
Besonders spannend ist dabei, dass Grinding Gear Games das Endgame nicht nur erweitert, sondern grundlegend überarbeitet. Der Atlas erhält feste Points of Interest, neue Quest-Strukturen und klarere Ziele. Statt sich nur durch zufällige Karten zu kämpfen, sollen Spieler nun besser nachvollziehen können, wohin sie gehen, warum sie dort hingehen und welche Belohnungen auf sie warten. Insgesamt bringt Return of the Ancients unter anderem sechs neue Endgame-Storylines, neue Pinnacle Bosses, neue Crafting-Systeme, neue Ascendancy-Klassen, zahlreiche neue Unique Items, 30 neue Endgame Map Areas sowie die neue Challenge League Runes of Aldur mit sich.
Der Atlas bekommt mehr Struktur
Ein großer Fokus liegt auf dem neuen Atlas-Fortschritt. Karten innerhalb der Festung gewähren nun passive Punkte für den Atlas Passive Tree. Dieser wurde deutlich erweitert und umfasst laut den offiziellen Patch Notes mehr als 300 Nodes. Wer alle Karten innerhalb der Festung abschließt, soll genug Punkte erhalten, um den Atlas Passive Tree vollständig auszubauen. Das klingt auf dem Papier erstmal nach sehr viel, dürfte aber gerade für Endgame-Fans ein ziemlich motivierender Grind werden.
Dazu kommt das neue System Masters of the Atlas. Dieses funktioniert ein Stück weit wie eine zusätzliche Spezialisierung für das Endgame. Spieler können sich mit verschiedenen Meistern verbinden, darunter etwa Jado of the Order of the Djinn oder Monsterjägerin Hilda, und dadurch besondere Boni freischalten. Diese lassen sich vor dem Start einer Map wechseln, was Builds noch flexibler machen dürfte.
Runes of Aldur bringt frisches Crafting
Parallel zur Erweiterung startet auch die neue Challenge League Runes of Aldur. In jedem Gebiet können Spieler sogenannte Remnants finden, mit denen sich Items über Runic Recipes herstellen lassen. Der Haken: Wer bessere oder seltenere Belohnungen möchte, muss sich auch stärkeren Gegnerwellen stellen. Mehr eingesetzte Runeshapes bedeuten also mehr Risiko, aber eben auch mehr potenziellen Loot. Genau diese Art von „Nur noch ein Run“-Gefühl dürfte Path-of-Exile-Fans ziemlich bekannt vorkommen.
Außerdem bringt die League ein neues Crafting-System namens Verisium Runeforging mit sich. Damit können Spieler unter anderem Runic Ward auf Rüstungsteile bringen, neue Runen freischalten und bestimmte einzigartige Gegenstände aufwerten, damit sie auch später im Spiel relevanter bleiben. Dazu kommen zahlreiche neue Runen, 23 Kalguuran Skills, sieben Kalguuran Supports und spezielle Challenge-Belohnungen, darunter Teile des Knight of Aldur Armour Sets sowie die Runes of Aldur Totem Decoration für das eigene Hideout.
Neue Ascendancies und jede Menge Feinschliff
Return of the Ancients bringt nicht nur neue Inhalte für das Endgame, sondern auch zwei neue Ascendancy-Klassen ins Spiel: Martial Artist für den Monk und Spirit Walker für die Huntress. Der Martial Artist setzt auf Illusionen, illusorische Glocken und den Kampf mit bloßen Händen, während der Spirit Walker mit den Geistern von Stag, Owl und Bear arbeitet und sogar einen spectral companion an ihre Seite rufen kann.
Dazu kommen sechs neue Endgame-Storylines, Anpassungen an bestehenden Systemen, Skill-Änderungen, neue Features und eine ganze Reihe Bugfixes.
Zum Start gab es außerdem bereits erste Hotfixes. Grinding Gear Games veröffentlichte unter anderem Korrekturen für Client-Crashes, Probleme beim Charakterwechsel und einen Deadlock im Zusammenhang mit Build-Planner-Dateien. Das ist bei einem Update dieser Größenordnung zwar nicht komplett überraschend, zeigt aber auch, dass direkt nach dem Launch aktiv nachgebessert wird.
Ein guter Zeitpunkt für Rückkehrer?
Wer Path of Exile 2 zuletzt etwas liegen gelassen hat, bekommt mit Return of the Ancients den bisher größten Grund zum Wiedereinstieg. Denn offiziell handelt es sich hierbei um das größte Update für Path of Exile 2 seit Release. Entsprechend bringt die Erweiterung nicht nur ein paar neue Inhalte mit, sondern setzt direkt an mehreren zentralen Stellen an: beim Endgame, beim Atlas, beim Crafting, bei neuen Bossen und bei der langfristigen Motivation.
Bestehende Charaktere aus dem Early-Access-Launch bleiben zwar weiterhin vorhanden und erhalten durch die Änderungen einen kostenlosen Passive Tree Refund. Grinding Gear Games empfiehlt allerdings selbst den Start in den neuen Runes of Aldur Leagues, um die Änderungen des Updates vollständig mitzunehmen.
Mit Return of the Ancients bekommt Path of Exile 2 also genau das, was viele Fans sich gewünscht haben: mehr Struktur, mehr Bosse, mehr Crafting, mehr Endgame und vermutlich wieder viel zu viele Gründe, noch eine Map dranzuhängen. Wraeclast ist zurück im Grind-Modus!
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