Mit EDEN’S FRONTIER entsteht gerade ein Action-RPG, das sich spürbar vor den Klassikern der 90er und 2000er verneigt, dabei aber eigene Wege gehen möchte. Pixel-Art, Echtzeitkämpfe, Comic-Anbindung und ein Steam-Playtest: Das brasilianische Studio Frontiers Group Entertainment hat einiges vor.
Ein bisschen PlayStation 1, ein bisschen SEGA

Wer bei alten Rollenspielen direkt an große Abenteuer, schräge Kreaturen, geheimnisvolle Welten und diesen ganz bestimmten „Ich will wissen, was hinter der nächsten Ecke wartet“-Vibe denkt, sollte EDEN’S FRONTIER vielleicht auf dem Schirm behalten. Das Action-RPG von Frontiers Group Entertainment möchte genau diese Energie aus den 90ern und 2000ern wieder aufgreifen, aber nicht einfach nur kopieren.
Für Jean Felipe, Creator und Director von EDEN’S FRONTIER, steckt hinter dem Projekt auch eine sehr persönliche Idee. Laut Pressetext sei es nicht unbedingt von Anfang an sein Ziel gewesen, schon als Kind ein eigenes Spiel zu entwickeln. Vielmehr habe er sich vor der Entwicklung gefragt, welches Spiel er selbst als Kind gerne gespielt hätte:
„Before starting the development of EDEN’S FRONTIER, I tried to imagine what kind of game I would have loved to play as a child. From that simple idea, the project began to take shape.“
EDEN’S FRONTIER kennt seine Vorbilder, möchte aber nicht einfach in reiner Retro-Nostalgie steckenbleiben. Stattdessen setzt das brasilianische Studio auf eine Mischung aus HD-Pixel-Art im Anime-Stil, 3D-Umgebungen, Echtzeitkämpfen und einem Universum, das nicht nur im Spiel selbst erzählt wird.
Action-RPG mit Pixel-Art, 3D-Welten und direktem Kampfsystem

Spielerisch wird EDEN’S FRONTIER als Action-RPG beschrieben, bei dem direkte Kämpfe, flüssiges Gameplay und Erkundung im Mittelpunkt stehen. Zum Start der Reise übernimmt man Blu, einen der drei Protagonisten, der sich auf den Weg in eine unbekannte und mysteriöse neue Welt macht.

Die drei spielbaren Charaktere: Seth, Maria, und Blu
Spannend ist dabei vor allem der Stil-Mix: Die Figuren und visuellen Elemente setzen auf eine moderne HD-Pixel-Art-Optik, während die Umgebungen vollständig in 3D umgesetzt werden. Dadurch entsteht ein Look, der bewusst nostalgisch wirkt, aber nicht altbacken aussieht. Genau dieser Spagat scheint ein zentraler Teil der Identität des Spiels zu sein.
Eden lebt nicht nur am Tag

Die Welt von EDEN’S FRONTIER soll sich nicht statisch anfühlen. Ein wichtiges System ist der Tag-Nacht-Zyklus, der laut offizieller Beschreibung Einfluss auf Ereignisse, Begegnungen und erkundbare Bereiche haben soll. Besonders nachts wird die Welt gefährlicher, da verborgene Bedrohungen vor allem dann auftauchen. Zusätzlich nennt die offizielle Seite auch Wettereffekte wie Regen und Nebel, die zur Atmosphäre beitragen sollen.
Damit möchte EDEN’S FRONTIER offenbar mehr bieten als nur hübsche Kulissen. Die Welt soll sich verändern, reagieren und den Spieler immer wieder dazu bringen, bekannte Orte zu anderen Zeiten neu zu betrachten. Gerade für ein Spiel, das sich stark über Erkundung definiert, klingt das nach einem ziemlich passenden Ansatz.
Spiral City, Karten und neue Verbündete
Neben Kämpfen und Erkundung spielt auch der Wiederaufbau der Spiralstadt eine Rolle. Spieler sollen Verbündete und Bewohner rekrutieren können, um die Stadt nach und nach wiederzubeleben. Dabei geht es unter anderem um Märkte, Ausrüstung, Verbrauchsgegenstände und Spezialisten für verschiedene Bereiche wie Reisen, Medizin, Forschung oder Training.
Dazu kommt ein Karten-System, das gleich mehrere Funktionen erfüllen soll. Karten können gesammelt, verbessert und ausgerüstet werden, um den Spieler im Echtzeitkampf zu unterstützen. Gleichzeitig spricht die offizielle Beschreibung auch von Karten-Herausforderern und spielbaren Partien mit eigenen Decks. Das klingt nach einem zusätzlichen System, das nicht nur als kleines Sammel-Extra gedacht ist, sondern stärker in die Progression eingebunden werden könnte.
Vom Spiel zum Comic und wieder zurück

EDEN’S FRONTIER möchte seine Geschichte nicht nur über das Spiel erzählen. Der kostenlose Online-Comic spielt im selben Universum und ist laut offizieller Website bereits mit 43 Seiten verfügbar. Im Mittelpunkt steht dort Hiro, der zwar für die Handlung wichtig ist, aber nicht zu den spielbaren Hauptfiguren des Spiels gehört. Die spielbaren Protagonisten sind Blu, Seth und Maria.
Das ist tatsächlich ein interessanter Ansatz, weil der Comic nicht wie ein nettes Extra wirkt, sondern als Teil der eigentlichen Welt aufgebaut wird. Wer also tiefer in die Lore eintauchen möchte, bekommt schon vor dem eigentlichen Release eine Möglichkeit, mehr über Eden, seine Völker und seine Figuren zu erfahren.
Brasilianische Wurzeln treffen japanisch inspirierte Ästhetik

Besonders spannend ist auch, dass EDEN’S FRONTIER nicht nur klassische Fantasy-Orte zeigen möchte. Das Spiel soll ebenfalls urbane Bereiche enthalten, die von realen Orten inspiriert sind. Genannt wird unter anderem das Viertel Liberdade in São Paulo, das für seine starke asiatische Prägung bekannt ist. Dadurch bekommt das Spiel eine kulturelle Mischung, die man in dieser Form nicht ganz so häufig sieht.
Für Entwickler Jean Felipe ist EDEN’S FRONTIER laut Pressetext außerdem stark von seiner eigenen Gaming-Vergangenheit geprägt. Als Einflüsse werden unter anderem PlayStation-1– und SEGA-Spiele genannt. Auch Namen wie Final Fantasy, Sonic, Ragnarök Online und Klonoa fallen im Zusammenhang mit den Reaktionen auf Events in Brasilien.
Steam-Playtest ist bereits verfügbar
Wer selbst einen Blick auf EDEN’S FRONTIER werfen möchte, kann sich aktuell für den Steam-Playtest anmelden. Laut Pressetext basiert diese Version auf der Demo, die auch bei Events gezeigt wurde. Passend dazu wurde ein neuer Trailer veröffentlicht, der die „Bleumitas’ Cave“ zeigt und einen Eindruck vom Gameplay der Playtest-Version geben soll.
Ein fertiger Release-Termin steht aktuell noch nicht fest. Auf Steam wird EDEN’S FRONTIER weiterhin mit „Coming soon“ gelistet. Auch die offizielle Website macht klar, dass sich das Projekt noch in Entwicklung befindet und das finale Spiel sich noch verändern kann.
Ein Projekt mit viel Herz und großen Ambitionen
Insgesamt wirkt EDEN’S FRONTIER wie eines dieser Spiele, bei denen man ziemlich schnell merkt, dass hier nicht einfach nur ein Genre bedient werden soll. Das Projekt will klassische Einflüsse spürbar machen, daraus aber etwas Eigenes formen. Ob am Ende wirklich alles so rund zusammenkommt, muss sich natürlich erst noch zeigen.
Aber die Mischung aus Action-RPG, Anime-Pixel-Art, 3D-Umgebungen, Comic-Lore, Karten-System und brasilianisch-japanisch inspirierter Welt macht EDEN’S FRONTIER schon jetzt zu einem Projekt, das definitiv einen zweiten Blick verdient.
Einen ersten Eindruck vom Gameplay bekommt ihr im neuesten Trailer zu EDEN’S FRONTIER:
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