Von Foren zu Discord: Wo Gamer sich heute treffen

(Bildquelle: Pixabay)

Gaming war schon immer mehr als das bloße Spielen selbst. Es war von Anfang an eine soziale Angelegenheit, selbst dann, wenn man alleine vor dem Bildschirm saß. Denn irgendwann nach der Session stellt sich immer die Frage: Mit wem kann ich darüber reden? Diese Frage hat die Gaming-Community durch viele Phasen begleitet und dabei Plattformen entstehen lassen, die das gemeinsame Erleben von Spielen erst richtig schön machen.

Das Zeitalter der Foren: Treffpunkt für Gleichgesinnte

In den späten 1990ern und frühen 2000ern waren Foren das Herzstück jeder Gaming-Community. Ob GameFAQs, NeoGAF oder unzählige kleinere Community-Boards rund um einzelne Spiele, wer Hilfe bei einem kniffligen Boss brauchte, Theorien über ein Spielende diskutieren wollte oder einfach nur gleichgesinnte Fans suchte, landete zwangsläufig in einem dieser Textboardsysteme. Der Aufbau war immer ähnlich. Die Themen wurden in Unterforen sortiert, Beiträge chronologisch gereiht, und wer sich besonders viel einbrachte, bekam mit der Zeit eine Art Ansehen innerhalb der Gemeinschaft. Heute reicht dieses Community-Denken weit über klassische Spielthemen hinaus, so finden sich etwa auf Reddit Diskussionen rund um lizenzierte Online-Casinos in Österreich, die zeigen, wie breit das Spektrum gemeinsamer digitaler Interessen geworden ist.

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Was diese Foren auszeichnet, ist ihre Tiefe. Diskussionen erstreckten sich über Seiten, Argumentationsketten wurden über Wochen weitergeführt und das Wissen sammelte sich auf eine Art an, die heute noch über Suchmaschinen auffindbar ist. Viele dieser alten Threads sind wertvolle Archivquellen für Guides, Lore-Analysen oder Fehlerbehebung. Wer sich erinnert, wie es sich anfühlte nach stundenlangem Suchen endlich den passenden Forum-Thread zu finden, weiß, welchen Wert diese Strukturen hatten. Doch das System hatte auch seine Grenzen. Die Kommunikation war langsam, echte Spontaneität kaum möglich. Wenn man in Echtzeit mit jemandem reden wollte, brauchte es etwas anderes.

Reddit und die Kraft der Masse

Mit Reddit entstand eine neue Form des gemeinsamen Austauschs. Subreddits bündelten Communitys nach Themen und durch das Upvote-System stiegen die relevantesten Inhalte automatisch nach oben. Für Gamer bedeutet das, dass sich neben klassischen Gaming-Subreddits auch solche für sehr spezifische Interessen herausbildeten in denen Nutzer Erfahrungen mit Online-Plattformen aller Art teilen. Wer dabei auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspielen achten will, findet bei Informationsportalen für sicheres Spielverhalten hilfreiche Orientierung.

Reddit hat sich damit als eine Art digitaler Marktplatz für Meinungen und Informationen etabliert. Es ist breiter aufgestellt als die alten Foren, aber auch anonymer und weniger auf persönliche Beziehungen ausgelegt.

Discord: Kommunikation wie im Clan-Teamspeak, aber für alle

Discord startete 2015 zunächst als Alternative zu TeamSpeak und Skype für Gamer, die miteinander spielen und gleichzeitig kommunizieren wollten. Was damals wie ein einfaches VoIP-Tool wirkte, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer der einflussreichsten Community-Plattformen überhaupt. Heute zählt Discord nach eigenen Angaben über 200 Millionen registrierte Nutzer weltweit, eine Zahl, die das ursprüngliche Gaming-Tool längst hinter sich gelassen hat.

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Das Konzept ist so simpel wie effektiv, denn die Server sind in Text- und Sprachkanäle unterteilt, lassen sich thematisch gliedern und können sowohl als offene Community als auch als privater Treffpunkt für Freunde genutzt werden. Was Discord von Foren und Reddit unterscheidet, ist die Unmittelbarkeit. Gespräche passieren in Echtzeit, Reaktionen kommen sofort und das Gemeinschaftsgefühl entsteht viel organischer.

Indie-Entwickler nutzen Discord, um direkt mit ihrer Spielerbasis zu kommunizieren. Große Studios haben eigene Server mit hunderttausenden Mitgliedern. Und kleine Gaming-Gruppen gründen private Server, die sich anfühlen wie ein digitales Vereinsheim. Auch für Genres abseits klassischer Videospiele, von Tabletop bis Retro-Gaming, hat sich Discord als Standard-Kommunikationsplattform durchgesetzt.

Twitch, YouTube und die Content-Community

Parallel zu Discord hat sich rund um Streaming-Plattformen wie Twitch eine weitere Form der Gaming-Community entwickelt. Zuschauer sind nicht nur passive Konsumenten, sondern aktive Teilnehmer über den Live-Chat, Abonnements und Interaktionen mit Streamern. Wer möchte, kann sich in der Community seines Lieblingskanals engagieren, an Events teilnehmen oder eigene Clans und Gruppen aufbauen.

YouTube erfüllt dabei eine komplementäre Funktion und die Guides, Let’s Plays und Diskussionvideos schaffen Inhalte, die dauerhaft abrufbar sind und als Grundlage für Kommentardiskussionen dienen, wie eine Art modernes Forum, nur eben in Videoform und mit globaler Reichweite.

Wo die Community heute lebt

Die Gaming-Community ist heute über mehrere Plattformen verteilt und das ist nicht zwingend ein Nachteil. Foren wie Reddit bieten Tiefe und Archiv, Discord liefert Echtzeit-Kommunikation und Gemeinschaftsgefühl, Twitch schafft geteilte Erlebnisse in Echtzeit. Wer sich in der Gaming-Welt bewegt, kennt oft alle drei und nutzt sie für unterschiedliche Bedürfnisse.

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Was sich dabei nicht verändert hat, ist der Kern dieser Communitys. Es geht um gemeinsame Leidenschaften, den Austausch von Wissen und Erfahrungen, das Feiern von Erfolgen und das Diskutieren darüber, was die Gaming-Coomunity bewegt. Plattformen wie game2gether.de begleiten diese Trends mit News zu E-Sports, Tests und Hintergrundberichten, weil Gaming nie aufgehört hat, ein Gemeinschaftsthema zu sein.

Die Plattform für den Austausch wechselt, aber der Mensch dahinter bleibt derselbe. Und solange Spiele Menschen begeistern, wird es immer Orte geben, an denen sie darüber reden wollen.

Sammy
Bis 2010 war ich in einer anderen Redaktion tätig, welche mich mit meinen Ideen und Vorhaben zu sehr einschränkte. Mit der Gründung von game2gether wurde die Idee umgesetzt ein Magazin zu schaffen welches für alle viel Spielraum und Freiheiten beinhaltet. Viele Redakteure sind mittlerweile seit über 10 Jahren dabei was bestätigt das der Grundgedanke funktioniert. Neben der Vermarktung von game2gether streame ich in der Freizeit gerne auf twitch.tv/sami4m