Second-Screen-Apps gehören 2026 für viele Spielerinnen und Spieler zum Alltag. Während auf dem großen Bildschirm gezockt wird, laufen auf Smartphone oder Tablet Karten, Chats oder Live-Statistiken mit. Was früher nach Ablenkung klang, ist heute fester Bestandteil moderner Gaming-Setups.
Der Kern der Entwicklung liegt im Multitasking. Games enden nicht mehr an der Grenze des Hauptbildschirms, sondern setzen sich auf Begleitgeräten fort. Gerade bei Online- und Koop-Titeln entsteht so ein dichteres Erlebnis, das Spiel, Information und Austausch verbindet.
Auffällig ist außerdem, wie selbstverständlich parallele Inhalte geworden sind. In Streams werden Zusatzangebote verlinkt, Communities diskutieren Builds oder Taktiken in Echtzeit, und manche Creator verweisen auch auf Online-Casinos, die als etablierter Teil digitaler Unterhaltung gelten, transparente Spielmechaniken bieten und sind von Esports.net getestet. Daneben tauchen auf dem Second Screen ebenso häufig Fantasy-Sports-Plattformen, Discord-Communities, Livestat-Tools oder Streaming-Abos auf. Diese Vielfalt zeigt, dass Second-Screen-Nutzung weniger Ablenkung als vielmehr eine Erweiterung des Spielerlebnisses ist, bei der unterschiedliche digitale Angebote parallel zusammenlaufen.
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Was Second-Screen-Apps heute leisten
Companion-Apps sind längst mehr als nette Spielerei. Sie liefern Kartenmaterial, Missionsübersichten oder sogar Minispiele, die parallel zur Hauptsession laufen. Schon frühe Beispiele zeigten, wie Tablet und Smartphone das Spielerlebnis sinnvoll erweitern können, etwa durch zusätzliche Steuerung oder taktische Infos, wie im Beitrag zum Second-Screen-Trend im Gaming beschrieben wird.
Der Reiz liegt im unmittelbaren Nutzen. Niemand möchte eine App öffnen, nur um ein weiteres Menü zu sehen. Erfolgreich sind Lösungen dann, wenn sie Zeit sparen oder Informationen liefern, die im Spiel selbst umständlich erreichbar wären.
Mehr Immersion durch Live-Daten
Live-Daten sind einer der stärksten Treiber für Second Screens. Schadenswerte, Cooldowns oder Team-Statistiken lassen sich ausgelagert anzeigen, ohne das eigentliche Spielgeschehen zu verdecken. Das erhöht die Immersion, weil der Blick auf das Spiel fokussiert bleibt.
Trotzdem ist die Nutzung noch ausbaufähig. Laut einer Statista-Erhebung zu Remote-Play nutzte zuletzt nur etwa ein Viertel der Befragten in Deutschland solche Second-Screen-Ansätze. Das Potenzial liegt weniger in der Technik als im Komfort und in gut integrierten Funktionen.
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Community, Streams und Nebeninhalte
Second Screens sind auch soziale Räume. Chats, Discord-Overlays oder Abstimmungen laufen parallel zum Spiel und verstärken das Gemeinschaftsgefühl. Besonders bei Streams verschmelzen Spiel, Kommentarspalte und Zusatzinfos zu einem einzigen Erlebnis.
Dieses Verhalten passt zu allgemeinen Mediengewohnheiten. Eine ältere, aber oft zitierte Studie zeigt, dass 42,5 % der Befragten parallel zum Fernsehen ein Smartphone oder Tablet nutzen. Im Gaming ist diese parallele Aufmerksamkeit noch intensiver, weil Interaktion und Reaktion in Echtzeit stattfinden.
Wann Zusatzinfos wirklich ablenken
So hilfreich Second Screens sein können, sie haben Grenzen. Zu viele Benachrichtigungen oder schlecht platzierte Infos reißen aus dem Flow. Der Mehrwert entscheidet darüber, ob eine App genutzt oder nach kurzer Zeit ignoriert wird.
Für Entwicklerinnen und Entwickler heißt das: Weniger ist oft mehr. Second-Screen-Features funktionieren dann am besten, wenn sie optional bleiben und klar auf das Spiel abgestimmt sind. Für Spieler wiederum lohnt es sich, bewusst auszuwählen, welche Zusatzinfos das Erlebnis vertiefen – und welche man getrost abschalten kann.

