Firebird Stratos Test/Review – Der perfekte Einsteiger für die Lüfte

Ein Flieger für alle

Viele Fans von ferngesteuerten Flugzeugen schrecken noch immer vor einem Kauf zurück, da das Modelbauhobby bekanntlich nicht billig ist. Die größte Angst herrscht in diesem Falle natürlich beim Gedanken eines Absturzes.

Horizonhobby hat sich dieser Thematik angenommen und mit dem Firebird Stratos einen Flieger entwickelt, der genau diese Ängste nehmen kann. Aus diesem Grund, wurde bewusst dieser Flieger nicht von unseren RC-Profis getestet, sondern in die Hände von Anfängern gegeben, da der Firebird Stratos genau für solche entwickelt wurde.

Technische Daten

Spezifikation

  • Das Set beinhaltet alles, was Sie zum Fliegen benötigen
  • Fertiges Modell, in wenigen Minuten flugbereit
  • Electronic Virtual Instructor Technologie (s. Kasten)
  • Stabile Z-Schaum-Konstruktion verzeiht manch harte Landung
  • Schrittweise Übernahme der Kontrolle durch den Piloten
  • Vollproportionale Kontrolle inkl. Gas, Höhen- und Seitenruder
  • Kraftvoller LiPo Akku und Ladegerät
  • Abnehmbares Fahrwerk
  • Hersteller: Hobbyzone
  • Version: RTF (ready to fly)
  • Spannweite 1067 mm
  • Modell Länge 762 mm
  • Modell Gewicht 482 g
  • Elektro-Motor 2x 180er Elektromotoren (enthalten)
  • Akku 2S 7.4V 1300mAh LiPo (enthalten)
  • Ladegerät Li-Po Ladegerät (enthalten)
  • Fernsteuerung 2.4GHz Fernsteuerung (enthalten)
  • Einsatzbereich Outdoor
  • Skill Level Einsteiger

Lieferumfang

  • Modell: fertig gebautes Flugzeug, eingeflogen
  • Motor: 2x 180er Elektromotoren
  • Regler
  • Servos
  • Empfänger
  • Akku: 2S 7.4V 1300mAh…

Alles dabei

Wenn die große Schachtel geöffnet wird, findet man vormontierte Teile des Fliegers. Des weiteren ist Werkzeug ebenfalls dabei, mit dem man anhand der gelungenen Anleitung schnell und leicht verständlich den fertigen Firebird Stratos montiert hat. Die Anleitung sollte aber nicht nur grob fürs Zusammenbauen beachtet werden, denn diese gibt auch wichtige Tipps für die ersten Flüge, erklärt den Virtual Instruktor (Flugstabilisierungssystem) und technische Hintergründe. Großes Lob für dieses Handbuch, welches zu den besten gehört die bisher in unsere Redaktion gelangt sind. Der fertig montierte Flieger macht einen sehr hochwertigen und stabilen Eindruck. Dazu trägt z.B. die Gumminase bei, welche unseren Flieger auch trotz harter Abstürze, erfolgreich geschützt hat. Das Design ist für einen Anfängerflieger sehr gelungen und sorgte dafür, dass wir den Flieger sogar bei weniger Licht an späten Abendstunden und hoher Distanz stets gut erkennen konnten.

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Ab zum Flugplatz

Dank der Steckfunktion kann der komplette Flügel sehr einfach abgenommen werden, um den Flieger platzsparend und sicher zu transportieren. Durch unterschiedliche Stecker und Buchsen kann das Verbinden der Kabel, welche am Flügel hängen, nie schief laufen und geht ebenfalls schnell und unkompliziert von statten. Dank der intelligenten Konstruktion und der Tatsache, den Flieger schnell flugbereit zu machen, lädt dieser förmlich zu spontanen Ausflügen ein. Den Akku konnten wir mit dem mitgelieferten Ladegerät im Auto auf dem Weg zum Flugplatz laden. Wer den Akku allerdings zu Hause laden möchte, muss sich noch einen 12V Adapter kaufen, welcher allerdings günstig zu erwerben ist.

Up in the Air

Das mitgelieferte Fahrwerk haben wir bewusst zuhause gelassen, da gerade für Anfänger zu empfehlen ist, den Flieger von der Hand aus zu starten und auf der Wiese landen zu lassen. Um die Motoren und Tragflächen beim Landen wenigstens etwas zu schützen, können mitgelieferte Flügelkufen aus Draht auf der Unterseite der Flügel montiert werden. Dank den Kufen kann das Flugzeug immer abgestellt werden, ohne dass ein Flügel belastet wird.

Nachdem die Funke (Batterien im Lieferumfang enthalten) mit dem Firebird Stratos verbunden wurde, erhob sich der Flieger von einem Handstart aus beim ersten mal erfolgreich in die Lüfte. Erstaunlicherweise fühlte sich die Kontrolle des Fliegers wie in einem Arcade-Flugzeugspiel alá „Hawx“ an. Mit zu dem Gefühl eines Videospiels trägt ebenfalls die Funke bei, welche wie ein Gamepad designed wurde. Da man den Flieger allerdings schnell im Griff hat, wird manch Hobbypilot schnell ungeduldig und will zügig die ersten Loopings versuchen. Diese sind ebenfalls mit etwas Übung rasch absolviert, sollten aber am besten in großer Höhe durchgeführt werden.

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VIRTUAL INSTRUCTOR

Für den Preis auch noch einen Assistenten an Board zu haben, ist schon sehr beachtlich. Der Virtual Instructor hält den Flieger stabil, was vor allem beim Kurvenfliegen gut zu beobachten ist. Erst recht bei Wind ist dieser Gold wert und hat uns bei brenzligen Situationen oft den Flieger gerettet. Vor allem das Landen wird durch den Virtual Instructor ungemein vereinfacht, da der Flieger stets stabilisiert wird und dadurch leichter Waagerecht zu halten ist. Nicht falsch verstehen, der Virtual Instructor ist kein Autopilot aber der Unterschied ist sogar als Anfänger, wenn man den Assistenten deaktiviert, mehr als deutlich. Daher ließen wir ihn auch ständig aktiviert, was das Fliegen mit einer Onboard-Cam, welche ein Eigengewicht von 100 Gramm aufwieß, ebenfalls positiv beeinflusste. Einmal kam es vor dass die Cam versehentlich vom Gewichtsmittelpunkt des Fliegers aus, zu weit seitlich angebracht wurde. Eigentlich hätte die Firebird durch die einseitige Belastung nach ein paar Meter schon abstürzen müssen. Aber dank dem Virtual Instructor, welcher sichtbar um Stabilität kämpfen musste, blieb der Flieger dennoch waagerecht in der Luft und konnte uns trotz Wind wieder ein sicheres landen ermöglichen.

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Für Langflieger und Tuner

Um die Akku-Leistung noch länger auszudehnen, kann man die Drehzahl der Motoren auch einfach mal auf das Minimum herunterfahren. Man sieht, dass man den Firebird sogar sehr langsam in der Luft halten kann, bei immer noch ausreichender Kontrolle. Dadurch wird ein sanftes und für den Flieger schonendes Landen schon bei den ersten Versuchen ein Kinderspiel. Die Akkulaufzeit lässt sich durch langsames Fliegen auf über 15 Minuten Flugzeit ausdehnen.

Wer flugtechnisch aus den Kinderschuhen heraus gewachsen ist, kann wie erwähnt den Virtual Instructor ausschalten und Tuningmaßnahmen durchführen. Anhand der Anleitung lassen sich mit einem Messer Styropor-Keile entfernen, welche  das Höhenruder nun stark vergrößern lassen. Kurven und Loopings können nun viel enger geflogen werden, verlangen vom Piloten allerdings um einiges mehr an Feingefühl ab.

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Fazit

Horizonhobby hat für einen Anschaffungspreis von gerade einmal 129 € einen Flieger entworfen, welcher auch langfristig den Geldbeutel schont. Dem genialen Virtual Instructor sei Dank, lässt sich der Flieger sehr einfach fliegen und verzeiht auch gröbere Fehler und ermöglicht einfach durchzuführende Landungen. Das stabile Design sieht schick aus und hält erstaunlich viel aus, wie man in unserem Video in der Crashkompilation sehen kann. Die Lernkurve ist sehr steil und die Kontrolle geht schnell in Fleisch und Blut über. Dank der Ausstattung und Qualität des Fliegers, gibt es nichts auszusetzen und daher hat Horizonhobby mit dem Firebird Stratos alles richtig gemacht und bekommt somit eine absolute Kaufempfehlung.

Kontaktdaten des Hersteller:

Horizon Hobby GmbH
Christian-Junge-Str. 1
25337 Elmshorn
Telefon: 04121/2655-0
Email: info@horizonhobby.de
horizonhobby.de

Die Onboard-Aufnahmen wurden mit einer Rollei Bullet HD PRO 1080P durchgeführt.

www.rollei.de