Divinity Anthology Collectors Edition – Test / Review

Manchmal geht Zeit einfach schnell vorbei, seit bereits 10 Jahren existiert nun schon die Divine Divinity Saga. Publisher Larian Studios lässt uns an der Sause teil haben und bringt zum Jubeltag die Divinity Anthology Collectors Edition zu uns. Und wie sich in unserem Test zeigt, hat man all das richtig gemacht, was Fans der ersten Stunde, aber auch Neulinge am Spiel gleichermaßen freut.

 

Triple A: Ausgepackt, Aufgeschlagen und Angehört

Bevor es an die eigentlichen Spiele geht, kümmern wir uns zuerst um die Inhalte der Divinity Anthology CE. Diese kostet übrigens nur schmale 30€ (hier bei Amazon bestellen) und ist streng auf 25.000 Exemplare limitiert. Unseren Infos nach wird es auch keine zweite Produktions-Charge geben, wer sich dieses Schmankerl also nicht entgehen lasse möchte, der sollte sich zuerst ein Exemplar sichern, bevor er diesen Text hier weiter verfolgt.

Nicht umsonst preisen wir die CE schon nach wenigen Sätzen so an, denn die Sammlung ist prall gefüllt.

  • 3 Spiele: Divine Divinity, Beyond Divinity und Divinity II – Developer’s Cut

Zu den eigentlichen Spielen kommen wir später. Alle drei bisher erschienenen Divinity-Spiele sind auf der DVDs enthalten. Im Falle von Divinity II liegt weiterhin der DLC Flames of Vengeance bei. Der Knaller ist aber ein ganz anderer, denn die komplette Collection kommt

1. ganz ohne lästigen DRM daher und befindet sich

2. gleich zwei Mal in der Box. Denn neben den Versionen auf der Disc können Liebhaber von Steam auch zu den beigelegten Steam-Keys greifen und sich so die Spiele per Download in den Client laden. Das nennt man dann wohl doppeltes Glück.

  • Entwicklertagebuch

Das gebundene Entwicklertagebuch im Hardcover ist ein Augenschmaus. Auf 144 Seiten randvoll mit Bildern und Anekdoten bekommen wir den Werdegang der Divinity-Saga in allen möglichen Blickwinkeln beleuchtet.

  • Soundtrack

Es wirkt fast schon ein wenig altmodisch, aber uns hat es gefreut, dass der Soundtrack auf 2CDs beiliegt und nicht nur als Download. Vielleicht spricht in uns die Nostalgie, aber wir finden es klasse, die eingängigen Melodien nicht nur virtuell, sondern auch auch physisch auf CD geliefert zu bekommen. Neben den bekannten Stücken befinden sich auch Tracks auf den Scheiben, die so in dieser Form noch nicht zu hören waren.

  • Exklusive DLCs

DLCs in eine Collectors Edition zu packen gehört mittlerweile zum guten Ton. Die hier beiliegenden Items sind außerhalb der CE nicht erhältlich.

  • Poster und Aufkleber

Gleich 4 großformatige Poster befinden sich in der Box, die einen Rundumschlag der Divinity-Spiele wiedergeben. Zusätzlich bekommen wir noch einen kleinen Bogen mit 6 Stickern.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings doch: Es fehlt ein Handbuch! Naja, es fehlt nicht wirklich, es liegt als PDF natürlich bei, aber in der DVD-Hülle hätten wir am liebsten einen kleinen Schmöker erwartet.

 

Die Spiele wurden für Windows 7 optimiert. Bedeutet also, dass jedes der Games, egal, wie viel Jahre es schon auf dem Buckel hat, sich ohne Umschweife auf aktuellen Rechnersystemen installieren lässt. Das ist äußerst löblich, denn nicht selten hat man, gerade was alte Klassiker am PC angeht, mit dem Problem zu kämpfen, dass sich ein Spiel partout nicht installieren lassen möchte. Nachdem unser Laufwerk aufgehört hat, wie ein Elch zu röhren, ist die Divinity Anthology installiert und es kann endlich losgehen.

Die Spiele

Divine Divinity

Divine Divinity gilt auch heute noch unter PC’lern als ein vielbewährtes RPG. Dabei muss man einfach beachten, dass Rollenspiele de facto über die Jahre hinweg bis heute immer mehr „verweichlicht“ sind. Nicht so bei Divine Divinity, hier gibt es knackige und vor allen Dingen ursprüngliche Rollenspiel-Action im Überfluss.

Ganz grundsätzlich währen wir eingangs eine von drei Klassen, dürfen dann auch noch das Geschlecht festlegen. Das mikrige Klassensystem klingt für heutige Verhältnisse wie ein schlechter Witz, doch der Kern des Ganzen liegt in der freien Charakterentwicklung. Es ist also egal, ob wir einen Magier, Überlebenskünstler oder Krieger erschaffen, mit neuen Skills können wir auch aus einem Magier einen mächtigen Hau-Drauf-Degen machen. Man darf gerne mit den verschiedenen Klassen experimentieren, doch wer ohnehin schon weiß, dass er einen Magier später spiele möchte, der sollte eingangs diesen auch wählen und den Krieger außen vor lassen. Denn letztlich beherrscht ein Magier auch alle Skills aus dem Magier-Talentbaum besser, als die anderen beiden Figuren.

Spielinhalt:

Das Spiel erzählt die Geschichte des Landes Rivellon und des „Göttlichen“, dessen Rolle der Spieler übernimmt. Dabei hat er die Auswahl zwischen Mann/Frau, Krieger, Überlebenskünstler (welcher einer Schurken-Klasse aus anderen Rollenspielen gleichzusetzen ist) oder Magier. Nach der Generierung des Spielercharakters beginnt der Spieler als Geretteter im Heilerdorf Aleroth, in dem man seine ersten Aufträge bekommt, bevor man später auf eigene Faust oder für Auftraggeber arbeitet.

Das Spiel hat ein mittelalterliches Szenerio mit Elementen aus dem Fantasybereich. Man kämpft mit Schwert, Axt, Hammer, Bogen, Armbrust, Schild, Fäusten oder Magie. Die Wahl der Rolle (Krieger, Überlebenskünstler oder Magier) beeinflusst lediglich die Hauptfähigkeiten, die z. B. beim Krieger der Rundumschlag ist. Man kann auch als Krieger die Zauber und Fähigkeiten des Magiers oder Diebs nutzen und umgekehrt. Dabei wird bei den Sprüchen zwischen passiv und aktiv unterschieden. Aktiv bedeutet, dass man die jeweiligen Sprüche selbst aktivieren muss, passiv bedeutet, dass diese Sprüche die ganze Zeit ab der Erlernung aktiviert sind, z. B. die Verbesserung mit dem Schwert. (Wikipedia)

In isometrischer Ansicht steuern wir unseren Helden per einfach Maus-Kommandos durch die riesige Spielwelt. Fans von Diablo und Co. finden sich direkt zurecht, aber auch Neulinge stellt die eingängige Steuerung nicht vor große Hindernisse. Überwältigend fanden wir schon damals die Liebe zum Detail und auch bei der Neuauflage fällt einem diese Detailtreue einfach auf. Und das beste: Nahezu alle im Spiel befindlichen Dinge können in irgendeiner Form interagiert werden.

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Beyond Divinity

Spielinhalt:

Der Held des Spiels, ein Paladin, ist ein Diener des Guten und muß mit aller Kraft das Böse bekämpfen. Der Paladin wird durch die Kämpfe gegen das Böse von dem Dämon Samuel in eine andere Dimension verfrachtet und findet sich in der Folterkammer wieder. Der Dämon Samuel verknüpft die Seele des Paladin mit der Seele eines seiner Todesritter. Entsprechend der Dimension des Teufels ist auch die Landschaft: Lavaströme, Knochen auf dem Weg und viele kampfbereite Monster warten auf die beiden Seelenverwandten.

Der Spieler hat die Aufgabe einen Magiekundigen zu finden, der die Seelenverschmelzung zwischen dem Paladin und dem Todesritter wieder lösen kann. Erschwerend hinzu kommt die Bedingung, das wenn einer der beiden stirbt, auch der andere zwangsläufig tot ist. Für den Spieler bedeutet es, er muß zwei Charaktere steuern – und das in der dämonischen Dimension. Keiner der beiden darf sterben, sonst ist das Spiel beendet. Die beiden Seelenverwandten finden den Hinweis auf eine alte Kunst, das Spaltlaufen. Diese Kunst ermöglicht es die Dimensionen zu wechseln. Ob es Ihnen hilft? (Wikipedia)

Beyond Divinity gilt bei Fans der Saga als vermeintlich schlechtester Teil. Das bedeutet aber nicht, dass die Larian Studios hier ein schlechtes Spiel abgeliefert haben, vielmehr lag der Fehler in der Technik. Es mussten erst eine ganze Reihe von Bugfixes her, bevor die Spieler zufrieden waren. Glücklicherweise müssen wir die vorliegende Version nicht mehr patchen, sie ist up-to-date und somit auch direkt vom Start weg spielbar, wie man sich das wünscht. Die Grafik bleibt aus der Iso-Perspektive erhalten, allerdings erleben wir einen deutlichen Aufschwung an der optischen Darstellung. Die spielbare Welt ist enorm groß und wartet mit abwechslungsreichen Dungeons und Oberwelten auf. Wer abseits von Quests und Seitenaufgaben etwas Erfahrung sammeln möchte, der tobt sich auf dem Schlachtfeld so richtig aus. Und obendrein gibt es zur packenden Story und dem verbesserten Gameplay auch ein aufgemöbeltes Skillsystem, sowie knackige Rätsel zu lösen.

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Divinity 2

Spielinhalt:

Die Drachen leben schon seit sehr langer Zeit in Rivellon. Für sie ist ein Jahrtausend nichts weiter als ein Augenblick. Als sich die menschliche Rasse, vermutlich aus den Elfen, bildete, erkannten sie Potenzial in ihnen. Sie gaben ihnen z.B. die Macht über das Feuer und schließlich machten sie sie zu Drachenrittern, die ihre Interessen auf der Welt vertreten sollten. Die Drachenritter konnten sich dank Drachensteinen jederzeit in einen Drachen verwandeln. Sie erlangten aber nie die Stärke eines echten Drachen. Die Drachen zogen sich immer mehr aus der Welt zurück und die Drachenritter begannen die Welt zu übernehmen. Lucian, der Göttliche genannt, sollte vor langer Zeit ein Kind töten, das später die Welt hätte vernichten sollen. Er schaffte es aber nicht, dies mit seinem Gewissen in Einklang zu bringen. So adoptierte er das Kind namens Damian und zog es wie sein eigen Fleisch und Blut auf. Der Schwarze Ring, der die Menschheit und ganz Rivellon vernichten will, schickte ein Mädchen, Ygerna, zu Damian, als er 14 Jahre alt war, um in ihm seine Dunkle Seite zu erwecken. Sie lehrte ihn dunkle Beschwörungsformel und andere Zauber. Sie verliebten sich schließlich ineinander. Lucian bemerkte zuerst nicht, dass Ygerna vom Schwarzen Ring geschickt worden war. Erst als man zufällig Beweise gegen Ygerna fand, erkannte Lucian, wer sie war. Damian musste mitansehen, wie seine Freundin hingerichtet wurde. Rechtzeitig schuf er aber noch eine Seelenverbindung zwischen ihnen, bevor sie starb. Dies hatte zur Folge, dass sich Damian schwor, für jeden Tropfen Ygernas Blut ein Meer aus Menschenblut fließen zu lassen, und gab sich seiner Bestimmung hin. Er wurde der Befehlshaber des Schwarzen Ringes.

Die Drachen und die Menschen schlossen ein Bündnis, um Damians Horden abzuwehren. Doch Lucian fiel während einer dieser Schlacht und die Drachen brachen das Bündnis. Die Menschen schworen daraufhin Rache für diesen Verrat. Sie riefen die Gemeinschaft der Drachentöter ins Leben, um die von nun an als „Verräter“ gebrandmarkten Drachen, Drachenritter und Damian zu finden und zu vernichten. Über die Jahren löschten sie so nahezu alle Drachenritter aus. (Wikipedia)

Und genau hier setzt die Story an, wir befinden uns am Ende unserer mühsamen Ausbildung zum Drachentöter und sollen nun in den Orden eingeführt werden. Dummerweise wird die Zeremonie gestört und ab da … wir wollen nicht unnötig spoilern.

Man merkt Divinity 2 deutlich an, dass es der jüngste Ableger der Saga ist, denn die Grafik spricht für sich. Neben der Grafik wurde auch das Skill- und Talentsystem wieder überarbeitet und modernisiert. Besonders begehrt ist mal wieder die Geschichte, die nicht einfach plump dahererzählt wird, sondern richtig Spaß macht und man immer tiefer in die Spielwelt eintauchen möchte. Da sieht man auch mal über ein paar Bugs hinweg, die auch Divinity 2 zum Start hatte. Doch auch diese sind ja mittlerweile behoben.

Divinity 2 hat einen Metascore von 82% eingefahren und gilt unter Rollenspielern als Geheimtipp.

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Fazit & Wertung folgen auf der nächsten Seite!