Portal 2 – Test / Review

Schon seit der Mensch denken kann will er nach den Sternen greifen und zu anderen Welten gelangen. In vielen Science Fiction Storys gelingt das z.B: durch ein Sternen Tor. In Portal ist das Ganze ähnlich, aber nur nicht so weitreichend. So reichen die Portale zwar nicht zu anderen Welten aber immerhin bis zum nächsten Raum. Aber was hat sich seit dem ersten Blick um die Ecke getan, und lohnt es sich erneut in die Welt der Portale mit all ihren Rätsel hineinzublicken?

Mögen die Rätsel beginnen

Was hat sich seit dem ersten Teil der Serie am Gameplay verändert? Ihr bewegt euch mit einer realistischen Physik und zwei Portalen durch die Level. Mal müsst ihr von einer hohen Plattform in ein Portal springen um aus der Wand geschossen zu kommen und einen Krater zu überbrücken. An anderen Stellen müsst ihr einen Würfel taktisch durch Portale bewegen um damit kleine Gegner auszuschalten und endgültig den Schalterknopf zu belasten, um durch die nächste Tür zu kommen. Bis hierhin nicht anders als das alte Portal. Wieso sollte man sich dann Portal 2 kaufen? Ganz einfach. Weil es noch viel mehr gibt. Traktorstrahlen und Lichtbrücken bieten weitere Rätselmöglichkeiten. Außerdem gibt es die neuen Flüssigkeiten die man durch Portale an viele Stellen des Spiels bringen kann. Die weiße Flüssigkeit erlaubt es Spielern auf ihr weitere Portale zu setzen, auf der Orangenen wird man extrem schnell und die Blaue lässt den Spieler höher hüpfen. Besprüht man einen Würfel mit der blauen Flüssigkeit springt er durch den Raum wie ein Flummi. Diese Flüssigkeiten wurden von dem Entwickler von „Tag: The Power of Paint“ entwickelt. Dieses Spiel gibt es kostenlos zum downloaden und ich würde es jedem empfehlen, der mit dem Gedanken spielt Portal zu kaufen (http://www.chip.de/downloads/Tag-The-Power-of-Paint_34020771.html). Leider hat es die klebende Flüssigkeit nicht ins Spiel geschafft, wodurch man an Wänden hochklettern kann. Offiziell wurde diese nicht integriert, da es zu Übelkeitsgefühlen bei den Portal 2 Spielern führen könnte. Eine neue Art von Würfeln ist auch dazu gekommen. Jetzt kann man endlich Laserstrahlen durch einen Glaswürfel umlenken und damit den ein oder anderen nervigen Roboter ausschalten. Im Multiplayer lässt sich durch diese Möglichkeit sein Teampartner ausschalten.

Um die Ecke gedacht

Durch diese Möglichkeiten lässt Valve viele Optionen offen um ein Level abzuschließen. Man muss oft um die Ecke denken um auf die Lösung zu kommen. Doch Valve hat es geschafft die Level so komplex zu machen, dass man es dann abschließt wenn man kurz vor dem Aufgeben ist. Es gibt zwar keine Hilfestellung beim Lösen der Rätsel, aber dadurch ist der Erfolgsfaktor noch höher wenn man endlich das Level geschafft hat. Im Großen und Ganzen ist es sehr fair gehalten und bietet Spielspaß für 5-10 Stunden, je nachdem wie gut man in diesem Spiel ist. Durch das freie speichern kann man sich seine Spielzeit einteilen. Leider haben es die Entwickler verpasst alle alternativen Lösungswege einzuplanen. So kommt es dazu, dass man auf dem „falschen“ Weg an den Würfel herankommt, diesem aber auf seinem Weg zum Schalter, an einer unsichtbaren Wand verliert. Mit der vom Programmierer erdachten Idee kommt man aber zu seinem Ziel. Der Wiederspielwert tendiert bei diesem Titel Richtung null, da die Rätsel beim zweiten Spielen gleich bleiben. Freunde von Ranglisten werden sich aber wie im Vorgänger gegenseitig daran messen, wer die wenigsten Schritte, Portale oder Zeit benötigt hat um ein Level zu beenden. Alle anderen müssen auf weitere DLCs warten.

Neue Rätsel alte Technik

Das Spiel läuft wieder auf der Source Engine die heute immer noch durch gute Lichteffekte schön aussieht. Im Gegensatz zum Vorgänger sieht nicht jede Testkammer gleich aus, wobei man sich hier mehr Variationen von Valve gewünscht hätte. Nach zwei, drei Modellen hat man alles schon einmal gesehen. Die Source Engine zeigt seine Vorteile in der Physik und gelungene Lichteffekte. Flüssigkeiten und Objekte fliegen realitätsnah durch den Raum was der allgemein guten Optik ihren Feinschliff gibt. B

Professioneller Labersack

Der Sound in Portal war unglaublich gut. Der Song „Still Alive“ schaffte es sogar in drei Rock Band Spiele und die Synchronisation war schlichtweg perfekt. Bei den Sätzen der Charaktere musste man einfach lachen. Kann Portal 2 da mithalten? Die Antwort ist: Ja! Die Synchronisation ist wieder sehr gut. Die deutsche Stimme von Brad Pitt begleitet einen durch weite Teile des Spieles. Die englische Synchronisation hört sich noch etwas besser für mich an, aber das ist für jeden Spieler anders. Leider hat unsere Hauptcharakterin immer noch keine eigene Stimme. Darüber macht sich das Spiel selbst lustig, indem es uns animiert mit der Sprungtaste „Apfel“ zu sagen, was natürlich nicht funktioniert. GlaDOS Sarkasmus Selbsttests sind das ganze Spiel hindurch einen Lacher wert. Unter anderem bittet sie einen darum sich doch selbst umzubringen, nachdem man ein Rätsel gelöst hat. Hört in diesem Fall doch einmal auf sie ;). Auch andere Begleiter sprechen zu euch: “Auf drei lass ich los. Eins. Zwei… Drei! Nein, das ist doch zu hoch. Ist doch zu hoch, oder?“ Einige Spieler meinen, dass das Gerede auf Dauer nervig sein kann. Dies kann ich nicht bestätigen, da die Kommentare immer witzig rüber kommen. Jonathan Coulton, Komponist von „Still Alive“, dürfte dieses Mal ein weiteres Lied von sich im Spiel verewigen. Dadurch wird die perfekte Soundkulisse abgerundet.

Noch mehr Knobelspaß

Die PS3-Version läuft über STEAM und ermöglicht es Spielern von PC und PS3 miteinander zu spielen. Hierdurch bekommen PS3 Nutzer die PC Version kostenlos dazu.
Man darf sich über einen Leveleditor auf dem PC freuen, der demnächst fertig ist. Viele dieser Levels werden für PSN Nutzer kostenlos zur Verfügung stehen. Ob auch Xbox360 Benutzer weiteren Inhalt ohne Kosten bekommen wissen wir noch nicht. Wir halten euch darüber auf dem Laufenden.