Black Swan: Film Kritik

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    Black Swan

    Deutschland-Start: 20. Januar 2011
    FSK: ab 16
    Genre:Drama, Thriller
    Länge: ca. 107 min
    Darsteller:     Natalie Portman (Nina), Mila Kunis (Lilly), Vincent Cassel (Thomas Leroy), Winona Ryder (Beth), Barbara Hershey (Ninas Mutter), Ksenia Solo (Veronica), Sebastian Stan, Toby Hemingway (Tom)
    Regie:     Darren Aronofsky
    Drehbuch:     Darren Aronofsky, Mark Heyma

    Inhalt:
    Für Nina, Tänzerin eines renommierten Ballettensembles in New York, geht ein langersehnter Traum endlich in Erfüllung. Das Stück „Schwanensee“ wird neu besetzt und Leroys Wahl trifft sie. Wäre da nicht Konkurrentin Lilly die die perfekte Besetzung für den schwarzen Schwan zu seinen scheint. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Freundschaft, die Ninas Grenze zwischen Realität und Wahnsinn immer mehr verschwimmen lässt.

    Wer glaubt hier handelt es sich um einen typischen Tanzfilm, den muss ich leider enttäuschen. Der Film beginnt recht harmlos die ehrgeizige Balletttänzerin Nina( Natalie Portman) auf den Weg nach ganz oben. Endlich konnte sie die Doppelhauptrolle für das Stück „Schwanensee“ ergattern. Künstlerischer Leiter Leroy (Vincent Cassel) ist der Ansicht, Nina sei der geborene weiße Schwan. Besäße jedoch die Leichtigkeit und Schwerelosigkeit des schwarzen Schwanes nicht, mit dieser Lilly (Mila Kunis) eine Tänzerin der Westküste bestens ausgestattet ist. Auch wenn Nina es zuerst nicht wahrhaben will: Ihr Weg zur perfekten Darstellung führt über Lily – selbst auf die Gefahr hin, die ersehnte Rolle an sie zu verlieren. Nach und nach zerbricht die überlastete Nina am Druck des erhofften Erfolges und das zieht ein paar gute Horrorszenen mit sich. Schaurige Augenblicke schleichen sich nach und nach in ihren ganz normalen Alltag ein. Sie fängt an sich selbst Kratzwunden zuzufügen, was ihre kontrollwütige Mutter (Barbara Hershey) fast wahnsinnig macht. Das geht soweit, bis ein Fetzen Haut vom Finger der Ballerina fliegt. Verzweifelt versucht Nina wie glorreiche Vorgängerin Beth McIntyre (Winona Ryder) den perfekten schwarzen Schwan zu verkörpern. Jemand der sie gar nicht ist und scheinbar auch nie werden wird. Die rosa Welt der Ballerina zerbricht Stück für Stück.

    Fazit:
    Dem Zuschauer offenbart sich eine Mischung aus Psychothriller, Horror gepaart mit einem klassischen Tanzfilm. Immer wenn man der Ansicht ist, in die heile Welt der Prima Ballerina zurückzugleiten wird unerwartet in einen erschreckenden Tagtraum katapultiert der es in sich hat. Das Ballett kommt dadurch jedoch nie zu kurz. Perfekte Tanzeinlagen durchziehen den Film und lassen ihn dadurch weicher und harmonischer wirken. Wer einen Tanzfilm mal anders erleben will, für den ist Black Swan eine willkommene Abwechslung. Auch für den eingefleischten Horrorfan ist der Film empfehlenswert. Das Anschauen lohnt sich auf jeden Fall.

    Wertung: 90 %