Benchmarks und Leistungstests:
Damit ihr euch ein besseres Bild davon machen könnt, welche Leistungsfähigkeit das AMD Radeon RX 9070 XT System von Memory PC besitzt, haben wir diese natürlich in verschiedenen Benchmarks ermittelt.
Synthetische CPU-Benchmarks:
Zum Test der CPU haben wir auf das beliebte Tool Cinebench in den Versionen R20, R23 und 2024 sowie Geekbench zurückgegriffen.
- Cinebench:
Dieses Tool von Maxon ist wahrscheinlich der bekannteste und beliebteste Multi-Core-Benchmark für CPUs. Es basiert auf der professionellen 3D-Rendering-Software Cinema 4D. In der Version 2024 wurde es vollständig überarbeitet und nutzt nun eine deutlich komplexere Szenerie, um mehr Rechenleistung zu fordern und speicher zu belegen. - Geekbench:
Mit diesem systemübergreifenden Benchmark-Tool lassen sich CPU und RAM testen. Es unterstützt Multi-Core-Prozesse und ist für die verschiedensten Plattformen, vom Smartphone bis hin zum PC, verfügbar.
Nachfolgend haben wir die Testergebnisse zusammengefasst:
Single | Multi | |
Cinebench R20 | 682 | 6.714 |
Cinebench R23 | 1.780 | 17.187 |
Cinebench 2024 | 109 | 1.036 |
Geekbench | 2.701 | 15.054 |
Synthetische SSD-Benchmarks:
Für Leistungstests von SSDs gibt es diverse synthetische Benchmarks, um die Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Natürlich haben wir auch diese ausgeführt.
- AS SSD:
Ein spezielles Benchmark-Tool für SSDs. Dieses erfasst neben den Datenraten auch die Zugriffszeit auf die gesamte SSD. - Atto Disk Benchmark:
Dieses Benchmark-Tool blickt auf eine längere Entwicklungsgeschichte zurück und eignet sich sowohl für SSDs, als auch für HDDs. - CrystalDiskMark:
Das Geschwister-Tool von CrystalDiskInfo prüft die Leistung von HDDs und SSDs sowohl sequentiell als auch zufällig. Dabei kann die Zusammenstellung der jeweiligen Tests angepasst werden.
Zur besseren Übersichtlichkeit haben wir die Ergebnisse des AMD Radeon RX 9070 XT Systems von Memory PC nochmal in einer Tabelle aufgeführt:
seq. Lesen | seq. Schreiben | |
AS SSD | 4.541,41 MB/s | 4.426,90 MB/s |
Atto | 4.966,40 MB/s | 4.280,32 MB/s |
CrystalDiskMark | 5.196,03 MB/s | 4.825,14 MB/s |
Herstellerangabe: | 5.500 MB/s | 5.000 MB/s |
Mit AS SSD lässt sich auch ein etwas realitätsnäherer Test durchführen. Bei diesem wird das Kopieren einer ISO-Datei (eine große Datei), eines Programms (viele kleine Dateien) und eines Spiels (kleine und große Dateien gemischt) simuliert. Beim Kopieren der ISO-Datei wurde eine Datenrate von 2.664,66 MB/s erreicht, beim Programm 1.029,16 MB/s und beim Spiel 2.377,60 MB/s.
Synthetische GPU-Benchmarks:
Furmark:
Bei Furmark handelt es sich um ein Benchmark- und Stresstesttool für Grafikkarten. In der Regel nutzt man es, um die Stabilität von GPUs beim Overclocking zu testen. Es eignet sich aber auch sehr gut, um Grafikkarten auf Dauerlast zu halten, damit man die Temperaturentwicklung genauer betrachten kann.
3D Mark:
Für einen schnellen Test der Leistungsfähigkeit einer Grafikkarte und auch den schnellen Vergleich bieten sich synthetische Benchmarks an. Denn hier wird stets die gleiche Szene mit den gleichen Parametern wiedergegeben, sodass eine Vergleichbarkeit sichergestellt ist. Das bekannteste Benchmark-Tool für diese Anwendung ist 3D-Mark. Dieses Tool besteht aus verschiedenen einzelnen Benchmarks, die auf unterschiedliche GPU-Generationen und Features optimiert sind. Nachfolgend geben wir euch zunächst einen Überblick über die einzelnen Benchmarks.
Fire Strike ist mittlerweile ein schon etwas älterer Benchmark, der noch auf DirectX 11 setzt. Nach zwei Grafiktests wird auch noch ein Physik-Test und ein kombinierter Test für CPU und GPU durchgeführt. Im klassischen Fire Strike wird eine Renderauflösung von 1920×1080 Pixeln genutzt. Für leistungsfähigere Hardware gibt es den Fire Strike Extreme, der eine härtere Testumgebung bietet und eine Auflösung von 2560×1440 Pixeln nutzt. Der Fire Strike Ultra war der erste 4K-Benchmark und richtet sich mit seiner Renderauflösung von 3840×2160 Pixeln an High-Performance-PCs.
Beim Time Spy handelt es sich um einen DirectX-12-Benchmark. Die neue Engine unterstützt Features, wie eine asynchrone Berechnung, Multi-Threading und vieles mehr. Der Benchmark umfasst zwei Grafik- und einen Physik-Test, die Renderauflösung beträgt 2560×1440 Pixeln. Mit einer höheren Auflösung von 3840×2160 Pixeln richtet sich der Time Spy Extreme an besonders leistungsfähige Gaming-PCs und ist ideal für Prozessoren mit 8 oder mehr Kernen.
Für einen Vergleich der Echtzeit-Raytracing-Leistung ist der Benchmark Port Royale gedacht. Wichtig hierfür ist, dass die GPU DirectX Raytracing unterstützt. Ein spezieller CPU-Test findet hier nicht statt.
Der Benchmark Speed Way setzt auf DirectX 12 Ultimate und demonstriert sowie testet die neuen DirectX-Features. Ein separater CPU-Test wird hier ebenfalls nicht durchgeführt. Die Renderauflösung beträgt hier 2560×1440 Pixel.
Der neueste Benchmark in 3D Mark ist Steel Nomad, der auf DirectX 12 basiert und für High-End-Spiele-PCs ausgerichtet ist. Er setzt auf eine 4K-Auflösung mit volumetrischen Himmeln und prozduralem Gras. Auch Volumenbeleuchtung, Umgebungslicht und Tiefenschärfe fordern hier die Grafikkarte stark. Für leichtere PCs gibt es die abgespeckte Version Steel Nomad Light, die mit einer Auflösung von 1440p arbeitet. Zudem fehlen hier die anspruchsvollsten grafischen Techniken.
Nachfolgend die Benchmark-Ergebnisse des AMD Radeon RX 9070 XT Systems von Memory PC einmal zusammengefasst:
Memory PC AMD Radeon RX 9070 XT System | Memory PC x Game2Gether RTX 4080 Super Edition | |
Firestrike | 47.665 | 48.657 |
Firestrike Extreme | 31.186 | 31.634 |
Firestrike Ultra | 17.413 | 17.604 |
Time Spy | 24.685 | 24.224 |
Time Spy Extrme | 11.717 | 11.575 |
Port Royale | 18.244 | 18.258 |
Speed Way | 6.298 | 7.395 |
Steel Nomad Light | 25.735 | 30.665 |
Steel Nomad | 7.038 | 6.552 |
In den synthetischen Benchmarks zeigt sich, dass die AMD Radeon RX 9070 XT auf Augenhöhe mit einer GeForce RTX 4080 Super angesiedelt ist. Je nach Benchmark schneidet sie nur minimal schlechter oder besser ab. Der größte Unterschied zeigt sich im aktuellen Benchmark Steel Nomad.
Spiele-Benchmarks:
Die ausführlichen Spielebenchmarks findet ihr in einem sparaten Artikel, hier wollen wir uns einmal auf eine kurze Auswahl beschränken.
- Assassins Creed Mirage
Settings: Extrem hoch - Black Myth Wukong
Settings: Kino, Raytracing: Maximum - Borderlands 3
Stettings: Ultra - Cyberpunk 2077
Settings: Ultra, Raytracing: Path Tracing - F1 24 (Bahrain-Rennen)
Settings: Ultrahoch, Raytracing-Effekte: ein/aus - Far Cry 6
Settings: Ultra, Raytracing: Reflexionen und Schatten ein/aus - Forza Horizon 5
Settings: Extrem, Raytracing: Extrem - Godfall
Settings: Episch, Raytracing: Qualität - Immortals Fenyx Rising
Settings: Extrem hoch - Metro Exodus
Setting: Extreme, Raytracing: Ultra - Shadow of the Tomb Raider
Settings: Ultrahoch, Raytracing-Schatten: Ultra - Watch Dogs Legion
Settings: Ultra, Raytracing-Reflexionen: Ultra
In unserem Test führen die Radeon RX 9070XT und die GeForce RTX 4080 Super ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Je nach Titel ist mal die eine oder die andere GPU vorne, wobei die RTX 4080 Super tendenziell etwas besser abschneidet. Bei aktiviertem Raytracing verschiebt sich das Kräfteverhältnis mehr zu NVIDIA, dafür rückt die RX 9070 XT näher an die RX 7900 XTX heran. Abhängig vom Titel zeigt auch FSR, AMDs Antwort auf DLSS, seinen Effekt und führt teils zu deutlich erhöhten Bildraten.