Unrailed! – Test

    Unrailed! erschien bereits im vergangenen Jahr für PC und machte kürzlich den Sprung auf die Konsole. Wie sich das chaotische Partyspiel auf der Switch schlägt, das könnt ihr hier bei uns im Test erfahren.

     

    Manchmal schielt man neidisch zur PC-Fraktion rüber. Als letztes Jahr Unrailed! auf Steam veröffentlicht wurde, gab es einen gemeinsamen Aufschrei der sonst so uneinigen Konsoleros. Mensch, so ein Partyspiel ist doch prädestiniert für den gemütlichen Zock mit Freunden daheim auf der Couch! Und so kommt nun, was kommen musste: Unrailed! erschien jetzt auch endlich für PS4, Xbox One und Nintendo Switch.

    Der Kern des Pixelspiels ist schnell erklärt. Mit bis zu 4 Spielern müssen wir einem Zug die Gleise legen. Dazu müssen wir auf der Karte Holz und Eisen sammeln, die dann am Zielpunkt zu einem Gleisstück verschmelzen. Unterdessen hat man beim Spielstart lediglich 5 Sekunden Zeit, bevor sich auch schon der Zug ganz gemächlich und immer schneller in Bewegung setzt.

    Abgesehen von diesem Primärziel müssen noch kleinere Kniffe hier und da gemeistert werden. So überhitzt beispielsweise auch schon mal der Antrieb des Zugs, den man nur mit einer guten Portion Wasser wieder runterkühlen kann. Ebenso tauchen immer mal wieder Diebe auf, die uns die hart gesammelten Ressourcen stibitzen. Nach ein paar leichten Maps tauchen dann auch schon die ersten Hindernisse innerhalb der Karte auf, z.B. dann, wenn ein Fluss die Strecke kreuzt und man eine Brücke herstellen muss.

     

    Hat man am Ende der einzelnen Karte den Zielbahnhof erreicht, dann hat man dieses Level erfolgreich absolviert. Außerdem darf man ein paar Upgrades durchführen. Beim Zug selbst kann man den Motor und die Waggons modifizieren, ja selbst Verlangsamungen sind möglich. Weitere Upgrades bescheren dem Spieler, dass man mehr Ressourcen tragen darf. Diese und ganz ähnliche Fähigkeiten schaltet ihr im weiteren Spielverlauf nach und nach frei.

    Unrailed! kann sowohl online, als auch offline mit bis zu 4 Spielern gespielt werden. Alleine ist das Spiel übrigens nicht spielbar, ihr müsst also mindestens zu Zweit sein. Während man sich im lokalen Koop die Kommandos mehr oder minder hektisch zubrüllt, bereitet das Spiel online ein paar Probleme, da man sich hier nicht wirklich gut koordinieren kann. Zwar gibt es ein paar Emojis zur Kommunikation, aber diese sind so simpel gehalten, dass man seine Teilaufgabe innerhalb der Runde erst durchs Spielen herausfindet.

    Zur Verfügung stehen neben den normalen Story-Modus noch ein Sandbox- und ein Versus-Modus. In der Sandbox darf man mit freigespielten Upgrades experimentieren, während  beim Versus zwei Teams darum um die Wette eifern, wer der bessere Schienenleger ist.

     

    Fazit

    Wir hatten im Vorfeld die große Hoffnung, dass sich Unrailed! als ernsthafte Konkurrenz ähnlicher Partyspiele, wie z.B. Overcooked, herausstellt. Sicherlich bietet das Spiel einen hohen Spaßfaktor, nur leider flacht dieser nach ein paar Stunden merklich ab. Der Grund ist leicht: Unrailed! bietet für die längere Motivation nicht genügend Abwechslung und so gut wie keine Tiefe. Die Maps bieten zwar immer neue und mehr Hindernisse, aber das Gameplay bleibt dabei stets konstant gleich. Immerhin ist der Einstieg in die Welt des Schienenlegens nicht teuer: Für 19,99€ steht Unrailed! im Nintendo eShop, Xbox Store und PSN zum Download bereit.

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    Christoph
    Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur