Red Wings – Aces of the Sky – Test

     

     

    Spannende Dogfights im ersten Weltkrieg – Willkommen in der Spielwelt von Red Wings – Aces in the Sky. Wir haben uns in luftige Höhen gewagt und uns das rassige Arcadespiel näher angeschaut. Hier unser Test zu Red Wings – Aces in the Sky!

     

    Red Wings – Aces in the Sky ist für PC, Xbox, Playstation und Switch erschienen. Unser Test basiert auf unseren Spieleindrücken auf Nintendo Switch.

     

    Ready to lift off

    Den Doppeldecker getankt, die Waffen geladen und schon geht es los. Ohne große Schnörkel nehmen wir in der Ansicht der dritten Person Platz auf dem Sitz des Flugzeugs. Als namenloser Pilot erfüllen wir Missionen für eine der beiden im Spiel tragenden Fraktionen. Da wir uns hier im WW1 befinden, gibt es die klassisch historische Aufteilung in Triple Entente (bestehend aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Russland) und Dreibund, das wiederum aus Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien bestehen. Die einzelnen Einsätze werden in kurzen Sequenzen abgehandelt und bedienen sich der üblichen Kost. Will heißen, dass sich das Spiel eher weniger mit einer ausschweifenden Story beschäftigt, sondern den Schwerpunkt sehr deutlich auf flinke und schnelle Action legt.

    Der Arcade-lastige Anstrich des Spiels wird durch die kernige Steuerung unterstrichen. Mit den beiden Sticks habt ihr die Grundkontrolle des Ein-, Doppel- oder Dreifachdeckers stets im Griff. Mit dem einen lenkt ihr das Flugzeug, mit dem anderen regelt ihr die Geschwindigkeit. Letzteres wird gerade dann wichtig, wenn ihr euch hinter einen Gegner setzen möchtet oder sehr enge Kurven drehen müsst. Fliegt ihr stets mit Vollgas, leert sich der Tank entsprechend schneller.

    Die rechte Schultertaste lässt das Maschinengewehre surren, während ihr mit der linken zoomen und somit besser zielen könnt. Die anderen Buttons werden für unterschiedliche Manöver und Skills genutzt. Schnelle Turns und Fassrollen findet ihr hier, die euch in brenzligen Situationen immer nützlich sind. Außerdem könnt ihr kurzzeitige Unterstützung durch KI-Flieger anfordern. Besonders mächtig ist der Fast-Kill, weshalb diese Fähigkeit auch mit Abstand den längsten Cooldown besitzt. Seid ihr nahe genug am feindlichen Piloten, löst dieser Skill eine kurze Animation aus, bei der der eigene Pilot seine Pistole zückt und dem Gegnerpiloten einen tödlichen Treffer zufügt.

    Für alle Fähigkeiten bedient ihr euch am übersichtlichen Skilltree. Im Verlauf des Spielfortschrittes schaltet ihr neue Skills frei oder levelt die bereits vorhandenen in ihrer Eigenschaft.

    • 50 Missionen (Einzel- und Multiplayer
    • 12 historische Flugzeuge

     

    Kurz und knackig

    Auch innerhalb der Einsätze geht es ohne große Umschweife direkt los. Starten und Landen sind Fehlanzeige Ihr sitzt direkt im Cockpit, befindet euch unweit der Missionsziele und es geht nach wenigen Sekunden auch schon rund. Die Missionsvielfalt ist eher rudimentär. Meist sollen wir gegnerische Staffel eliminieren oder Ballons zum Platzen bringen. Alternativ geht es auch hin und wieder um Verteidungsaufträge, wo man definierte Ziele schützen muss. Abwechslung bringen ein paar Missionen, in denen wir einen Bomber aus der Vogelperspektive durch feindliches Flakfeuer navigieren müssen, bevor wir die Luke öffnen und todbringende Bomben gen Boden werfen.

    Falls euch zwischenzeitlich die Kugeln ausgehen oder der Sprit knapp wird, dann haltet Ausschau nach leuchtenden Ringen. Fliegt man durch diese hindurch, werden Munition und Benzin wieder teilweise nachgefüllt. Betrachtet man die Missionen im Gesamtbild, so hat man nahezu jede unter 10 Minuten absolviert. Kurze und knackige Einsätze eben, die nicht sonderlich schwer sind. Kerniger wird es, wenn ihr auf die volle 3-Sterne-Wertung aus seid, die es als Maximum pro Mission zu erreichen gibt. Damit steigt der Schweregrad schon ansehnlich an, wobei die abschließenden Belohnungen in Form von Upgrades auch die besten sind. Für die späteren Missionen benötigt ihr genügend davon, sonst wird es mitunter sehr knifflig.

    Die Grafik erweckt den Eindruck, man befindet sich in einem bewegten Comicbuch. Alles sehr zweckmäßig und ohne den Anspruch, hier in keinster Weise Bäume ausreißen zu wollen. Der Sound ist ebenfalls unspektakulär und drängt sich nie penetrant in den Vordergrund.

     

    Fazit

    Red Wings – Aces of the Sky ist eines dieser typischen Spiele, die man problemlos abends nach einem stressigen Tag wenige Minuten daddeln kann, um abzuschalten. Einen sonderlich hohen Anspruch stellt das Spiel nicht und genau das kann auch gleichzeitig zu einem Problem werden. Wer Tiefgang, eine gute Story und permanenten Abwechslung möchte, der sollte hier nämlich einen großen Bogen um das Spiel machen. Ein spaßiges und knackiges Spiel, das seine Tugenden immer direkt auf den Punkt bringt. Im lokalen Koop definitiv immer eine Runde wert!

    Red Wings ist bei Steam derzeit im Angebot (-50%) → Link

     

    Christoph
    Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur