Die PlayStation 5 im Teardown

(Bild: PlayStation YouTube-Kanal)

Knapp einen Monat vor dem Release der PlayStation 5 zerlegt der Hardware Designer Yasuhiro Ootori von Sony Interactive Entertainment in einem YouTube-Video die Konsole in ihre Einzelteile und zeigt so die Hardware im Detail. Das Video ist in japanischer Sprache gehalten, es sind aber englischsprachige Untertitel verfügbar.

Zunächst wird auf das äußere der Konsole eingegangen. Die Abmessungen betragen bei senkrechter Aufstellung 104 mm in der Breite, 390 mm in der Höhe und 260 mm in der Tiefe. Damit ist die PlayStation 5 größer als ihr Vorgänger die PS4. Der Fuß der Konsole erlaubt sowohl ein senkrechtes als auch waagerechtes Aufstellen. Bei waagerechter Aufstellung wird der Fuß an der Konsole eingehakt. Dazu lässt sich die Schraube, mit der bei senkrechter Aufstellung Fuß und Konsole verbunden werden, in einem Fach im Fuß verstauen.

Ein- und Ausgänge

An der Front verfügt die PS5 über einen USB Type-C Port mit 10 GB/s und einen USB-Type-A-Port, dieser wird nur als Hi-Speed USB betitelt. Weiterhin findet man rückseitig zwei USB-Type-A-Ports mit 10 GB/s, einen LAN-Port und einen HDMI-Port. Für die drahtlose Kommunikation sind Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1 verbaut.

Die verbaute Hardware der Playstation 5

Für eine zukünftige Speichererweiterung ist ein Montageplatz mit M.2-Interface und PCIe 4.0 Unterstützung vorhanden. Nach der Demontage der Seitenteile ist dieser leicht zu erreichen und unterstützt unterschiedliche Längenformate.

Das Blu-ray-Laufwerk ist als vollständige Einheit aufgebaut und verfügt neben einem Metallgehäuse über eine Entkopplung vom Gehäuse mittels Gummipuffern. Geräusche und Vibrationen sollen so reduziert werden.

Das Herz der Konsole bildet eine APU, also eine Kombination von CPU und GPU in einem Chip. Die CPU, auf Basis der AMD Ryzen Zen-2-Architektur, verfügt über 8 Kerne mit 16 Threads und läuft bei bis zu 3,5 GHz. Die GPU basiert auf AMD Radeon RDNA2-Technologie. Bei einem Takt von bis zu 2,23 GHz werden 10,3 TFLOPS Rechenleistung erreicht. Die APU kann auf einen 8 GB großen GDDR6-RAM mit einer Bandbreite von 448 GB/s zurückgreifen. Wie bereits bekannt erhält die PS5 nun einen SSD-Speicher, hierbei wurde eine Gesamtkapazität von 825 GB mit maximal 5,5 GB/s Datenrate verbaut. Das Netzteil kommt auf eine Leistung von 350 W.

Das Kühlsystem der Konsole

Zur Belüftung der Konsole sind in der Front zwei große Lüftungsschlitze eingebracht und die Rückseite ist auf der gesamten Höhe der Konsole als Luftauslass ausgelegt. Der Lüfter ist im oberen Teil der Konsole positioniert. Es handelt sich dabei um einen Radiallüfter mit 120 mm Durchmesser und 45 mm Höhe. Für die Reinigung der Konsole gibt nach Demontage der Seitenteile die Möglichkeit durch zwei Öffnungen Staub aus der Konsole mittels Staubsauger zu entfernen.

Die Rückseite der Systemplatine verfügt über eine Metallbackplate. Diese ist mit einer Wärmeleitpaste mit den rückseitig verbauten Chips verbunden. Der Kühlkörper für insbesondere die APU nimmt einen Großteil des Innenraums ein. Um auch von anderen Bauteilen Wärme abzuführen besteht dieser aus einer Grundplatte und über Heatpipes verbundene Kühlrippen. Ein Flüssigmetall stellt eine effiziente thermische Kopplung mit der verbauten APU sicher. Die SSD-Chips werden allerdings mittels einer Wärmeleitpaste mit der Grundplatte des Kühlkörpers thermisch verbunden.

Man darf also gespannt sein, wie sich die Hardware der PlayStation 5 in puncto Lautstärke und Wärmeentwicklung in ersten Tests verhält.

Quelle: YouTube

Alexander Schaaf
Seit der Jugend bin ich von PC-Hardware begeistert und habe Systeme in den verschiedensten Hardware-Generationen gebaut. Mit der Zeit kamen dann auch Videokonsolen dazu. Ich schreibe hier vor allem zu den Themen PC-Hardware und PlayStation.