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Lords of War: Elfen gegen Echsenmenschen – Test / Review

 
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Overview
 

Spielname:
 
Verlag:
 
Anzahl An Spielern:
 
Spieldauer:
 
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Genre:
 
Erscheinungsdatum:
 
Spielidee und Umsetzung
 
 
 
 
 


 
Qualität vom Material
 
 
 
 
 


 
Glück und Zufall
 
 
 
 
 


 
Strategie und Planung
 
 
 
 
 


 
Interaktion
 
 
 
 
 


 
Anleitung und Einstieg
 
 
 
 
 


 
Langzeitmotivation
 
 
 
 
 


 
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Positives


leichtes Regelwerk, schönes Design, eigene Deckzusammenstellung möglich, taktischer Anspruch, günstiger Preis

Negatives


Kartenmaterial etwas dünn


0
Posted 9. Juli 2014 by

Lords of War erscheint demnächst mit deutschem Regelwerk. Dabei handelt es sich um ein erweiterbares Deck-Kartenspiel für 2 Spieler. Wir haben eine Vorabversion erhalten und das strategische Spiel angespielt.

Lords of War erschien bereits 2013 in der Originalversion auf Englisch. Im dritten Quartal diesen Jahres erscheint das Spiel mit deutschen Regeln im Handel. Wir bedanken uns ganz herzlich beim Heidelberger Spielverlag für das Rezensionsmuster!

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Inhalt & Verpackung

Die Umverpackung ist aus Karton mit passenden Kurzangaben. In unserer Vorabversion sind diese Angaben noch auf Englisch, in der späteren finalen Verkufsversion werden auch diese dann auch in Deutsch außen glänzen. Neben der phantasievollen Gestaltung springt das rote Emblem am unteren Rand ins Auge. Lords of War erhielt 2013 den UK Games Expo Award als bestes Strategie-Kartenspiel. Das macht doch direkt Lust auf eine Partie. Laut Herstellerangabe ist das Spiel ab einem Alter von 12 Jahren empfehlenswert, die Spieldauer wird mit 30-45 Minuten veranschlagt und ist geeignet für 2 Spieler oder mehr. Für mehr Spieler werden dementsprechend auch mehr Decks benötigt. Die Zeitangaben können wir übrigens so bestätigen, unsere Runden dauerten in der Regel gute 30 Minuten.

In der Packung liegen dann die beiden Kartendecks zu je 36 Karten, in unserer Version Elfen und Echsenmenschen. Pluspunkt: Eine kleine Papptrennung innerhalb der Schachtel trennt die Decks voneinander, damit die Karten nicht durcheinander rutschen. Zu den Decks gesellen sich der faltbare Spielplan und das Manual. Letzteres ist in Deutsch auch schon zum Download verfügbar (Link). Alles ist sauber verarbeitet, die Karten liegen dank ihrer Größe gut in der Hand. Für Vielspieler empfielt sich ein Schutz in Form der bekannten Sleeves, sonst nutzen die Pappkameraden drüher oder später an den Kanten ab.

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Außenverpackung Elben gegen Echsenmenschen

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Von Links nach Rechts: Spielplan (gefaltet), Anleitung, Kartendecks

 

Kartenerläuterung

Mittig dominiert die Zeichnung zur Kampfeinheit deutlich. Um die Figur herum befinden sich wichtige Informationen und Symbole, die die Fähigkeiten des Wesens wiederspiegeln. Einzig der Name ist zu vernachlässigen, alle anderen Angaben sind für Sieg und Niederlage in Lords of War entscheidend.

Das Truppensymbol zeigt an, um welchen Typ es sich handelt. Hierbei unterscheiden sich die Einheiten in Nah- und Fernkämpfer, Reiter, Berserker, etc. Gleich darunter ist der Grad markiert, also vom Standardkämpfer bis hin zum General. Bei Fernkämpfern kommt – da diese über mehrere Felder hinweg angreifen dürfen – eine Quadrantenanzeige der möglichen Angriffsfelder hinzu. Neben dem Truppennamen erkennt man die Anzahl an Rüstungspunkten, umrandet von einem Schildsymbol. Sie stellen die Lebenspunkte jeder Einheit dar und dieser Wert muss um mindestens 1 Punkt vom Angreifer übertroffen werden, um sie zu vernichten. Die Pfeile am Rand symbolisieren die Richtung(en), in die die Einheit angreifen kann mitsamt dem jeweiligen Angriffswert.

Klingt komplizierter, als es ist, die Symbolik hat man faktisch nach wenigen Minuten verinnerlicht.

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Beispielkarten der beiden Decks 

 

Ablauf

Ziel des Spiels ist es, 4 Kommandoeinheiten oder 20 Karten insgesamt vom Gegner zu eliminieren. Das Spielfeld wird entfaltet zwischen beiden Spielern auf den Tisch gelegt. Aufgeteilt wird eine Runde in 3 Abschnitte: Aufmarsch, Eliminierung und Verstärkung. Vor dem Start zieht jeder Spieler den General aus seinem Deck, mischt alle übrigen Karten und zieht 5 weitere, so dass man 6 Karten in der Hand hält. Die erste Platzierung ist fest definiert, Spieler 1 legt seine Starteinheit auf das Feld mit der Markierung „1“, Spieler 2 auf Feld „2“. Am Ende jedes Zuges werden die Handkarten immer wieder auf 6 aufgefüllt. Mit dem zweiten Spielzug beginnt dann das Taktieren beider Spieler, in dem die folgenden Einheiten nach der Kampfregeln gelegt werden. Alle Units müssen mit mindestens einem ihrer Angriffspfeile auf einen Feind zeigen. Nur Unterstützungseinheiten (Speer- und Fernkämpfer) können alternativ zur Kampfregel auch abseits neben eine verbündete Einheit gelegt werden und müssen nicht zwingend eine gegnerische Einheit mit einem Kampfpfeil bedrohen.

Es folgt die Phase der Eliminierung. Dazu zählt man alle (!) auf eine Einheit zeigenden Angriffspfeile zusammen und prüft, ob der Wert die Rüstungspunkte übersteigt. Bei Gleichheit verbleibt die Karte auf dem Plan, der Wert muss also in jedem Falle mindestens um 1 höher sein, um sie aus dem Spiel zu entfernen. Wichtig hierbei: Die Kämpfe laufen zeitgleich ab, die angegriffene Einheit schlägt also simultan zum Angriff ebenfalls zurück. Obacht ist hier geboten, dass man alle möglichen Kämpfe austrägt, wobei wir in der Praxis dieses Prinzip nach der ersten Testrunde bereits zuverlässig verinnerlicht hatten. Neben den Nahkämpfern können Fernkämpfer unterstützend eingreifen, sofern ihr Wirkungsbereich eine Attacke zulässt. Fernkämpfer dürfen allerdings nur 1x pro Zug angreifen, also nicht Nah- UND Fernkampf durchführen. Sind alle Kämpfe ausgetragen, werden die vernichteten Einheiten vom Spielplan entfernt und die Handkarten wieder aufgefrischt. Alternativ zum Ziehen vom Stapel darf auch eine eigene Karte auf dem Spielfeld wieder auf die Hand zurück genommen werden, allerdings nur dann, wenn diese in der letzten Runde an keiner Kampfhandlung teilgenommen hat.

Neben der Kampfregel gibt es noch ein paar wenige Sonderregeln. Schafft man es, den feindlichen General zu töten, erhält der Spieler einen Bonuszug. Dazu gibt es noch Berserker- und Reiter-Modifikationen, die jeweils vor dem Spielstart festgelegt werden können und dann, wie der Name schon verrät, nur die jeweiligen Typkarten betrifft.

Zur klassischen Spielvariante mit 2 Standarddecks darf man sich natürlich auch sein eigenes Wunschdeck zusammenschustern. Die hier vorgestellte Version enthält 36 Karten mit Elfen und 36 Karten mit Echsenmenschen. Ferner gibt es im Handel noch Decks mit Orks, Zwergen, Templern und Untoten. Der eigenen Kreativität sind also kaum Grenzen gesetzt und Lords of War lädt zum fröhlichen Experimentieren ein. Wie viele Fernkämpfer machen in meinem Deck Sinn? Sollte vielleicht doch noch eine Veteraneneinheit mehr dazu?

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Fazit

ChristophLords of War ist ein unterhaltsames und kurzweiliges Kartenspiel. Die Regeln sind sehr eingängig und leuchten ein, Fragen bleiben keine offen. Die ersten Runden gestalteten sich etwas zögerlich, weil man sich erst hineinfinden muss und ausprobiert, welche Taktiken den meisten Sinn ergeben. Dann aber entfacht die Leidenschaft und man möchte immer weiter und tiefer ins Spiel eintauchen. Richtig knifflig wird es, wenn beide Spieler ihre Taktiken und Konter zum Besten geben, denn dann entscheidet unter Umständen eine Unachtsamkeit zwischen Sieg und Niederlage. Die Möglichkeit, die Decks miteinander zu vermischen und dadurch zu optimieren ist perfekt für Deckbastler und dadurch Lords of War einen ganz besonderen Charme. Voraussetzung dafür ist natürlich das nötige Kleingeld, pro Spielversion wird man mit 10€-15€ zur Kasse gebeten. Ein überschaubarer Betrag, der eine Menge Spielspaß bietet. Egal, ob zu Hause oder unterwegs: Lords of War kann überall gezockt werden.

Distribution: Lords of War kann in der Englischen Version gekauft und in der Deutschen Version vorbestellt werden. Alle Packs können über den Heidelberger Spieleverlag bezogen werden.

Prei-Leistung_Award

 


Christoph

 
Christoph
Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur


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