Splatoon Band 1 – Manga Review

„Bis an die Zähne bewaffnet mit Klecksrollern, Schwappern, Pinseln, Blubberwerfern oder am besten gleich selbst als Tintenfisch, muss Farbe verteilt werden, viel Farbe, extrem viel Farbe! Denn das Team, dass das größte Gebiet in Inkopolis einfärbt, dabei gut zusammenarbeitet, ständig seine Fähigkeiten verbessert und sich von der gegnerischen Tinte nicht übermalen lässt, ist das Gewinnerteam! Vorbild für die Mangaserie ist das großartige Nintendo-Game auf Wii-U und Switch. Ein Riesenspaß für Kids & Teens!“

Manga: Sankichi Hinodeya

Inhalt

Splatoon Band 1 ist der Manga zum gleichnamigen beliebten Spiel für WiiU und Nintendo Switch. In der Story geht es um ein Anfänger-Team, das bei einem großen CoroCoro-Cup teilnimmt. Team Blau (das sind: Goggle, Knitcap, Headphone und Brillo) sind die Hauptfiguren und Teilnehmer für das Turnier in Inkopolis. Durch ihre Leistung und allen voran dem Verhalten von Goggle, werden sie als Idioten-Team abgestempelt. Vom Pech verfolgt dürfen sie auch zu Beginn an gegen S+ Teilnehmer antreten. Goggle und Knitcap sind die naiven Mitglieder, die sich als Einziges mit ihren C – B-Rang darüber freuen können. Nach den vielen Begegnungen mit anderen Teams schließen sie Freundschaften und kämpfen sich durch weitere Teams auf S-Rang. Auf ein noch viel gefährlicheres S-Rang Team wurde auf ein paar Seiten kurz angedeutet. Mit Team Gelb haben sie sogar einen Trainingspartner gefunden.

Fazit

Splatoon habe ich bis dato nur ein paar Mal gespielt, von daher kann ich nicht wirklich auf alle Referenzen des Mangas eingehen. Der Zeichenstil hatte mich schon auf den ersten Seiten abgeholt. Die Inklingen wirken lebendig und die Kampfarenen haben Wiedererkennungswert. Splatoon Band 1 richtet sich von der Erzählweise eher an jüngere Leser. Es gibt die bekannten überzeichneten Gesichter, welche einen Gefühlsausbruch überspitzt darstellen sollen und die typischen Tollpatsch Momente, wie eine rutschende Hose. Das Letztere ist ein Gag, welcher sich fast alle 5 Seiten wiederholt und man nur noch mit den Augen rollen kann. Die Hauptfigur so oft auf 5 Kapiteln nackt dastehen zu lassen ist schon etwas sehr seltsam. Auch für eine junge Zielgruppe.

Schon bei der ersten Begegnung im Turnier treten Goggle und seine Freunde (als C – B-Rang Team) gegen ein S-Rang Team an. Als Leser hat das Team mir schon leidgetan, in der ersten Runde einen so starken Gegner zu haben. Der S-Rang wurde aber nur anfangs als besonders und stark verkauft. In den übrigen Kämpfen sind die Teams alle auf diesem hohen Rang. Dadurch verliert er komplett an Furcht und lässt einen unbeeindruckt. Außerdem kommt das Gefühl auf, dass die vier Protagonisten die einzigen Vier sind mit einem niedrigeren Rang.

Die Geschichte holt einen leider nicht wirklich ab. Dies liegt vor allem an dem stetig selben Ablauf und Ausgangssituationen ihrer Kämpfe. Was nur wirklich fetzt, ist die Inszenierung der Revierkämpfe. Dort machte man sich künstlerisch die meiste Mühe und hat sowohl Schauplätze und Waffentypen mit Beschreibung eingebaut. Mit Splatoon Band 1 werden jüngere Leser und Splatoon Fans sicher auf ihre Kosten kommen. Manga-Fans, die sich eine tiefere Handlung erhoffen, werden in die Röhre schauen.

Splatoon Band 1 vom Carlsen Manga! Verlag ist ab 30. April erhältlich und kostet 6,99 Euro.

Vielen Dank an Carlsen für die Bereitstellung des Mangas.

Unsere Wertung:
3 von 5 Sternen