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Virtual Rides 3 – Test / Review

 

 
Zusammenfassung
 

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Posted 19. April 2017 by

Hinsetzen, Bügel runter und los geht die Fahrt! Wenn du von Achterbahnen und Fahrgeschäften nicht genug bekommen kannst, dann bist du bei Virtual Rides 3 genau richtig. Denn der Funfair Simulator bringt den Jahrmarkt mitsamt seinen bunten Buden, riesigen Menschenmengen und aufregendem Nervenkitzel direkt zu dir nach Hause. Ob die virtuellen Fahrgeschäfte mit der echten Version mithalten können, erfährst du hier bei uns im Test:

Gameplay

Natürlich gehören zu einer Kirmessimulation mehr als nur ein paar fahrbare Achterbahnen – wer allerdings einen komplett gestaltbaren Park im Stil von RollerCoaster Tycoon erwartet, wird enttäuscht werden. Denn in Virtual Rides liegt der Fokus weniger auf dem Jahrmarkt, als vielmehr auf den Attraktionen an sich.

Insgesamt finden sich auf dem bereits vorhandenen, 100.000 qm großen Jahrmarkt, 12 verschiedene Fahrgeschäfte sowie über 100 Stände, die der Spieler nach Lust und Laune gestalten darf. Dabei lassen sich über ein Menu, das zwar umfangreich, aber äußerst verständlich dargestellt ist, verschiedenste Einstellungen treffen. Vom Design, über die Farbe bis hin zur Beleuchtung und atmosphärischen Raucheffekten bleiben bei der Gestaltung keine Wünsche offen. Besonders schön ist, dass einem dabei nicht nur bestimmte, vorgegebene Farben zur Verfügung stehen, sondern eine komplett anpassbare Farbpalette.

Ist man zufrieden mit dem Äußeren seiner Attraktionen, kann man diese testen und über eine simpel gehaltene Konsole bedienen. Doch was ist ein Fahrgeschäft ohne Besucher? Die gibt es selbstverständlich auch und wie im echten Leben wollen sie bei der Bedienung der Geschäfte berücksichtigt werden. Abgesehen von den Fahrgeschäften hat der Spieler auch die Kontrolle über das Wetter.

Ein kleiner Kritikpunkt ergab sich leider direkt zu Beginn. Dabei handelt es sich um das (nicht vorhandene) Tutorial. Der Spieler wird lediglich dazu aufgefordert, eines der Fahrgeschäfte aufzusuchen. Dort angekommen ist allerdings nicht ganz klar, wie es weitergeht. Zum Glück ist das Menu so simpel und selbsterklärend, dass man schnell versteht, was zu tun ist. Trotz allem wäre ein kurzes Tutorial sicherlich nicht fehl am Platz und würde vor allem neuen Spielern zu Beginn aushelfen.

Neben dem Wetter verändert sich auch langsam die Tageszeit im Spiel, was sich auf die Zahl der Besucher auswirkt. Diese wiederum hinterlassen „Smileys“, die als eine Art Währung fungieren, mit der man Verbesserungen erwerben kann. Das System ist allerdings nicht mit einem umfangreichen Geld- oder Einnahmensystem zu vergleichen, wie man es in anderen Simulationen antrifft. Ein wirkliches Ziel gibt es in Virtual Rides nicht.

Und auch wenn es in Virtual Rides 3 nicht primär darum geht, Geld einzunehmen oder den Park an sich zu erbauen, kann man jederzeit selbst als Besucher über den Platz schlendern und seine Fahrgeschäfte, sowie die Menschenmassen bewundern. Doch reicht dafür überhaupt die Grafik des Titels aus?

Grafik

Wer im Besitz eines einigermaßen leistungsstarken Rechners ist, darf sich tatsächlich an der gelungenen Grafik von Virtual Rides 3 erfreuen. Die Effekte sind schön und müssen sich nicht hinter bekannteren Simulationen verstecken. Hin und wieder kommt das Spiel zwar etwas in Stocken, das lässt sich aber größtenteils durch etwas niedrigere Einstellungen beheben. Die wenigen Bugs, auf die Spieler bei Release hingewiesen haben, werden von den Entwicklern schnell behoben – so etwas sehen wir gerne. Besonders beeindrucken kann der virtuelle Jahrmarkt bei Nacht, denn dann kommen die Licht- und Raucheffekte besonders schön zur Geltung.

Ein weiteres cooles Feature, das wir leider nicht testen konnten, ist die VR-Option, mit der man selbst eine Fahrt in einem von drei Fahrgeschäften erleben kann.

Sound

Hier kommen wir zu einer der Besonderheiten im Spiel, denn neben der bereits vorhandenen Spielmusik – die auch allein überzeugen kann – haben Spieler außerdem die Möglichkeit, eigene Musikstücke hinzuzufügen. Ein sehr schönes Extra, das beweist, dass die Entwickler mit Liebe zum Detail gearbeitet haben. Auch sonst sind die Umgebungsgeräusche passend gewählt und tragen zur Atmosphäre des Spiels bei.

Spieler, die ein Mikrofon verwenden, erwartet eine weitere Überraschung: Sie können sich als Ansager versuchen und ihre Besucher damit so richtig in Stimmung bringen.

Preis / Leistung

Zum Preis von 24,99€ bekommt man bei Virtual Rides 3 einiges geboten – vorausgesetzt, man bringt die richtigen Erwartungen mit. Die Möglichkeiten zur Gestaltung der Fahrgeschäfte sind fast grenzenlos und der Kreativität des Spielers keine Grenzen gesetzt. Da es kein festes Spielziel gibt, hängt die Spielzeit individuell von der Motivation des Spielers ab.

Fazit

Insgesamt überzeugt Virtual Rides 3 vor allem durch die vielen, liebevoll gestalteten Features – von der Verwendung des Mikrofons und eigenen Musikstücken, über die vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten bis hin zu den stimmungsvollen Grafikeffekten. Einzige Mankos sind das fehlende Tutorial und das Wirtschaftssystem, das ruhig etwas komplexer sein dürfte. Alles in allem ist der neue Virtual-Rides-Titel allerdings eine rundum gelungene Simulation, die jedem Fan einige Stunden an Spielspaß bringen sollte.

Unsere Wertung: „4 von 5 Sternen“


Kathrin Müller

 
Kathrin Müller
Hallo, ich heiße Kathrin und bin 23 Jahre alt. Zu Game2Gether brachte mich sowohl mein Interesse am Schreiben, als auch Begeisterung fürs Gaming. Ich bin offen für alle möglichen Spielegenres, besonders gerne spiele ich aber (Fantasy)RPGs, Puzzle-Games, Survivalspiele und Sidescroller.


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